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Gesegnet in Liebe -
Hochzeitsagende für die Evangelische Kirche A.B. in Österreich

Vom 5. Juni 2021
(Beschluss der 5. Session der 15. Synode A.B.)

ABl. Nr. 85/2021

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Vorwort

Segen zuzusprechen, gehört zu den schönsten Aufgaben im Dienst und Auftrag des Evangeliums. Die Hochzeitsagende ist ein Segensbuch: Sie gibt gute und verantwortete liturgische Bausteine für Segnungen von Hochzeitspaaren an die Hand. Sie bringt das Ur-Anliegen eines evangelischen Verständnisses der liebenden Lebensgemeinschaft von zwei Menschen zum Ausdruck: Ihr Gelingen ist Gnade. Ein dauerhaftes Gelingen von Partnerschaft verdankt sich der Gnade Gottes mehr als allen menschlichen Bemühungen. Es ist auf Gottes Segen angewiesen.
Dass das Gelingen einer Paarbeziehung von der Gnade Gottes abhängen soll und nicht von der Liebe und Kraft der beiden beteiligten Menschen, kann befremden. Es widerspricht der alten heidnischen Weisheit „amor vincit omnia“ („die Paar-Liebe siegt über alles“) und der zeitgenössischen Konvention vom „Happy End“ mit der Traumhochzeit. So betrachtet, wird der Segen sperrig. Er erinnert daran: Die Liebe auf Dauer ist ein waghalsiges Unterfangen. Gott allein kann ihr mit dem Segen Gewicht in der schwankenden Zeit geben. Und zugleich darf auch das Scheitern einer solchen einst unter dem Segen geschlossenen Beziehung mit der treuen Gnade Gottes rechnen. Auch im Scheitern gilt es, darauf zu vertrauen, dass Gott immer wieder von Neuem Segen zu geben bereit und willens ist. Gottes Geduld mit den Menschen ist groß.
Dass Segen zuzusprechen auch mit sich bringt, selber Segen zu empfangen, gehört zu den schönsten Erfahrungen im Dienst und Auftrag des Evangeliums. Paare, die nach dem kirchlichen Hochzeitssegen fragen, sind ein Segen für unsere Kirche. Es sind Paare, die um die Kraft wissen, die in ihrer Liebe steckt. Es sind Paare, die dabei sind zu lernen, dass die Kraft, die Liebe auf Dauer zu leben, aus dem Segen Gottes kommt. Ihre Bitte um den Hochzeitssegen ist eine Gnade für die Kirche.
In diese Hochzeitsagende ist viel Arbeit und ein genauer Diskussionsprozess eingeflossen. Ich danke der Kommission für Gottesdienst und Kirchenmusik unter dem Vorsitz von Pfarrerin Mag.a Marianne Fliegenschnee für ihren unermüdlichen Einsatz, ihre geduldige Aufmerksamkeit im Großen und Ganzen wie im Detail sowie für ihr sorgfältiges Abwägen der Begrifflichkeiten. Und ich danke dem Theologischen Ausschuss unter der Leitung von Superintendent Mag. Olivier Dantine für seinen Einsatz in den Beratungen um die Agende, der die Arbeit der Kommission begleitete. Mein besonderer Dank gilt dem Team, das die herausfordernde Einarbeitung der Synodenbeschlüsse übernommen hat (in alphabetischer Reihenfolge): Pfarrerin Mag.a Marianne Fliegenschnee, Senior Mag. Joachim Grössing, Direktorin Dr.in Jutta Henner und Superintendent Dr. Gerold Lehner.
Sie alle haben für unsere Kirche eine wichtige und nicht ganz einfache Aufgabe übernommen – und mit Bravour gemeistert. Danke!
Möge diese Agende dem Segen dienen.
Bischof Mag. Michael Chalupka
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Danksagung

Mit großer Freude übergibt die Kommission für Gottesdienst und Kirchenmusik der Synode A.B. in Österreich diese Agende für Dank- und Segnungsgottesdienste anlässlich einer Eheschließung oder eines Ehejubiläums den gottesdienstleitenden Menschen der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich.
Die letzte Trauagende in Österreich stammte aus dem Jahr 1986. Es war daher durchaus an der Zeit, sich diesem Thema wieder neu zuzuwenden.
Unser großer Dank gilt vor allem der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck in Deutschland. Dankenswerterweise wurde
es uns gestattet, große Teile der dortigen Trauagenden für Österreich zu übernehmen und zu adaptieren. Im Ordinarium und Proprium gab es nur geringfügige Angleichungen, vor allem an das Gottesdienstbuch. Auch vom Einleitungsteil wurden große Teile übernommen. Uns haben das Konzept, die Sprache, die zusammengetragenen liturgischen Teile der Agenden von Kurhessen-Waldeck vollauf überzeugt. Daher waren wir hocherfreut, als wir die Genehmigung zur Übernahme dieser Teile erhielten.
Mein Dank gilt aber auch allen Mitgliedern der Kommission für Gottesdienst und Kirchenmusik der Kirche A.B. in Österreich, die sich über Jahre um die Fertigstellung dieser Agende bemüht haben und durch den Beschluss der Synode vom März 2019, in dem Dank- und Segnungsgottesdienste für alle eingeführt wurden, noch einmal zur Überarbeitung der damals schon fertigen Agenden genötigt waren. Auch den Mitgliedern des Theologischen Ausschusses A.B., die bei dieser Überarbeitung beteiligt waren und besonders der gemeinsamen Arbeitsgruppe danke ich für die gute und konstruktive Zusammenarbeit. In besonderer Weise wollen wir unserer leider viel zu früh verstorbenen Kollegin Pfarrerin Mag.a Angelika Petritsch danken, die mit viel Einsatz an der Entstehung dieser Agende beteiligt war.
Diese Agende ist eher ein Werkbuch für Hochzeitsgottesdienste als eine klassische Agende. Sie nimmt die gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen in unserer Gesellschaft auf und gibt Anregungen für die verschiedenen Situationen, in denen sich Ehepaare befinden, wenn sie nach der Eheschließung am Standesamt den Hochzeitsgottesdienst in der Kirche erbitten.
Genau wie in der österreichischen Taufagende „Die Taufe als Weg“ von 2014 wird auch in der Hochzeitsagende viel Wert auf den Weg hin zum Hochzeitsgottesdienst gelegt, der gemeinsam vom Liturgen oder der Liturgin und dem Ehepaar gegangen und gestaltet werden soll. Denn die kirchliche Hochzeit soll ja für das Ehepaar ein besonderes Ereignis auf ihrem Lebensweg werden, wenn sie sich vor Gott und der – hoffentlich auch bald wieder – versammelten Familie und Gemeinde ihr Ja-Wort geben, Gott für ihre Liebe danken und Gottes Zuspruch und Segen für ihren weiteren Weg erbitten.
Möge diese Agende und ihre Anregungen sowohl für Liturginnen und Liturgen wie auch für die Ehepaare zum Segen werden.
Wien, April 2021
Pfarrerin Marianne Fliegenschnee,
Vorsitzende der Kommission für Gottesdienst und
Kirchenmusik der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich
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Einleitung

Die kirchliche Hochzeit wird als Gottesdienst aus Anlass der Eheschließung gefeiert. Dies geschieht in einem veränderten gesellschaftlichen Umfeld. Neben der theologischen Grundlegung gehen deshalb auch die empirische Wahrnehmung und die soziologische Analyse der Veränderungen in die Formen dieser Agende ein.
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1. Ehe und Hochzeit im evangelischen Verständnis

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Biblische Wurzeln

Ehe als geregelte Form des Zusammenlebens von Mann und Frau gab es „immer schon“, auch vor dem Aufkommen des Christentums.
In der Bibel, zumal im Alten Testament, finden sich unterschiedliche Erscheinungsformen der Ehe. Zwar werden weder im Alten noch im Neuen Testament Familie und Ehe als Institutionen eigenständig reflektiert, jedoch würdigen insbesondere die beiden Schöpfungserzählungen, die das jüdische und christliche Eheverständnis entscheidend prägen sollten, das partnerschaftliche Zueinander und Miteinander von Mann und Frau als Gabe Gottes unter seinem besonderen Segen. Dabei wird die gemeinsame Verantwortung (1 Mos 1,27ff.) betont, aber auch das Freude schenkende Eins-Werden von Mann und Frau (1 Mos 2,24). Die hohe Wertschätzung der Ehe in alttestamentlicher Zeit spiegelt sich unter anderem darin, dass das Verhältnis Gottes zu seinem erwählten Volk mit dem Bild einer Ehe verglichen wird (Hos 2,21f.).
Die Ehe zielt vor allem auf die Gründung einer Familie. Die Familie ist nicht zuletzt soziale Basis elementarer Wirtschaftsgemeinschaften. In aller Regel wird daher vorausgesetzt, dass erwachsene Menschen verheiratet (oder verwitwet) sind. Auch wenn die vor allem in älteren Schichten des Alten Testaments überlieferte Mehr- oder Vielehe grundsätzlich nicht in Frage gestellt wird, ist doch faktisch die auf Lebenszeit angelegte und von Liebe getragene Einehe der Normalfall (Rut 2-4; Ri 13).
In der Verkündigung Jesu steht die in seinem Wirken anbrechende Gottesherrschaft im Mittelpunkt (Mk 1,15). Damit wird die Geltung aller irdischen Ordnungen, auch die der so wichtigen Einrichtungen wie Familie und Ehe, begrenzt. Als irdische Ordnungen werden Ehe und Familie gleichwohl auch im Neuen Testament grundsätzlich positiv gesehen. Jesus führt die eheliche Gemeinschaft von Mann und Frau auf den Schöpferwillen Gottes zurück und begründet damit das Verbot der Ehescheidung (1 Kor 7,10ff.; Mk 10,6-9ff.). Hier entfalten die alttestamentlichen Schöpfungsgeschichten prägende Kraft: Die Aussage über die Erschaffung des Menschen als Mann und Frau (1 Mose 1,27) und der Hinweis auf die elementare Kraft der gegenseitigen Anziehung, die in aufgeregte Freude führt (1 Mose 2,24), werden verbunden und eindeutig auf die Ehe bezogen. Diese erfährt damit eine höchst positive Bewertung: Die Partner bilden gemeinsam eine neue Einheit, ihr Miteinander umschließt dabei nicht nur die körperliche Vereinigung, sondern ihre personhafte Gemeinschaft im umfassenden Sinne.
In der Aufnahme der prophetischen Tradition kann der Epheserbrief davon sprechen, dass das Verhältnis von Christus zu seiner Kirche wie das von inniger Liebe und Treue getragene Eins-Werden von Mann und Frau ein „Geheimnis“ sei - je und je neu zu ergründen und doch nie ganz auszuloten (Eph 5,32).
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Alte Kirche und Mittelalter

Die frühe Christenheit hat die Ehe vorgefunden und im Sinne des Evangeliums interpretiert. Zu den Grundzügen frühchristlicher Eheauffassung zählen die Monogamie, die grundsätzlich lebenslange Dauer der Ehe (Verbot der Ehescheidung) und die öffentliche Legitimation.
Dabei ist ein seit der Alten Kirche untergründig wirksamer Zug zu sexueller Askese nicht zu übersehen. Schon in der Alten und Mittelalterlichen Kirche wird an die beiden im Neuen Testament enthaltenen Aspekte angeknüpft: Einerseits werden in den neutestamentlichen Haustafeln enthaltene Weisungen zu einer dem Glauben gemäßen Gestaltung des christlichen Hauses aufgenommen, gesellschaftlich zur Geltung gebracht sowie rechtlich und liturgisch ausgestaltet. Andererseits wird durch Eremitentum und Mönchtum sowie durch andere Formen zölibatären Lebens das Ideal der Askese (um des Glaubens willen) hochgehalten und als besonderer geistlicher Stand gewürdigt.
Im Hoch- und Spätmittelalter erfährt die Ehe durch die Aufwertung der für den priesterlichen Dienst und insbesondere der für das Sakrament der Eucharistie notwendigen „Reinheit“ sowie durch die als Heilsweg ebenfalls höher geschätzte Lebensform des Mönchtums eine tendenzielle Abwertung.
Zugleich aber wird immer wieder deutlich, dass die sexuelle Askese des geistlichen Standes keineswegs überall ernst genommen wird. Die diesbezüglichen Verfallserscheinungen sind permanenter Anlass zur Kirchenkritik.
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Reformation

Die Reformation knüpft an diese beiden Entwicklungen an und formuliert einen klaren Widerspruch. Allerdings bedingt dieser besondere Zugang, dass die Ehe, etwa in der CA Art. 23, vor allem aus der Perspektive der Missstände in den Blick genommen wird. Die Entfaltung der Schönheit der Ehe kommt bei Martin Luther zum Tragen, wenn er von sich bekennt, „ich werde als Liebhaber und Lobredner der Ehe sterben“. (WA TR 1, Nr. 974)
Schon als er 1519 über den ehelichen Stand predigt, singt er das Hohelied der ehelichen Liebe. Sie sei die größte und lauterste unter aller Liebe: Es gibt eine falsche Liebe, die im Anderen das Eigene sucht. Es gibt eine natürliche Liebe, wie jene zwischen Eltern und Kindern etc. „Aber über diese alle geht die eheliche Liebe, sie ist eine Braut-Liebe, sie brennt wie das Feuer und sucht nicht mehr, als das eheliche Gemahl. Sie spricht: Ich will nicht das deine, ich will weder Gold noch Silber, weder dies noch das, ich will dich selbst haben. (…) Alle andere Liebe sucht etwas anders als den, den sie liebt. Diese allein will den Geliebten um seiner selbst willen ganz haben.“ (WA 2, 167; moderne Wiedergabe; siehe auch: WA 10.II, 295ff)
Die Ehe ist Gottes gute Gabe und sie ist mit der Schöpfung gesetzt. Wenn Luther davon spricht, dass die Ehe kein Sakrament sei, so unterscheidet er zwischen Gottes erlösendem Handeln in Christus (das Sakrament stiftet Gemeinschaft mit Christus) und Gottes Schöpfungshandeln. Mit der Zeugung von Kindern, ihrer Erziehung, hat die Ehe Teil an Gottes schöpferischem und weltbewahrendem Handeln und findet darin ihr Ziel.
Wenn Luther die Ehe „ein weltlich Ding“ nennt, dann hat das nicht den abwertenden Klang, der für uns darin mitschwingen mag, und er meint damit auch nicht eine säkulare Autonomie oder Eigengesetzlichkeit der Ehe. Sie ist ihm ein „geistlicher und heiliger Stand“, „nach Gottes Wort, Segen und Ordnung“.
Für ihn realisiert sich der Segen und die Schönheit des Ehestandes gerade im alltäglichen Miteinander, dort, wo andere Gründe finden, die Ehe als zu mühsam abzulehnen.
In Luthers Traubüchlein wird noch einmal betont, dass die Ehe ein weltlich Geschäft sei und man sich deshalb als Kirche nicht in lokale Gewohnheiten bzw. Bräuche einmischen solle. Gleichzeitig gilt: „Aber wenn man von uns begehrt, vor der Kirche, oder in der Kirche, sie zu segnen, über ihnen zu beten, oder auch sie zu trauen, sind wir schuldig das zu tun.“ Diesen Wunsch gilt es ernst zu nehmen und gleichzeitig für eine „herrliche Weise“ des Segnens und Betens Sorge zu tragen, um deutlich zu machen, dass der eheliche Stand recht eigentlich ein geistlicher und göttlicher zu nennen wäre und dies auch in der Gestaltung sichtbar werden solle.
Zum Ritual der kirchlichen Trauung, das auch zivilrechtliche Gültigkeit hatte, gehören: die öffentliche Ankündigung, dass das Paar in den Stand der Ehe treten möchte, die Frage an das Ehepaar, der Ringwechsel und das „Zusammensprechen“ (So spreche ich Sie ehelich zusammen im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes) vor der Kirche, Lesungen und Gebet vor dem Altar in der Kirche.
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Geschichtliche Entwicklung in Österreich

Durch die Ausbreitung der Reformation in den habsburgischen Erblanden wurden auch im heutigen Österreich mehr und mehr Paare von einem protestantischen Liturgen gesegnet und getraut. Dies änderte sich grundlegend durch die Ausweisung aller nicht-katholischen Pfarrer und Prädikanten ab dem Jahr 1626. Auch wenn einzelne Familien in manchen Dörfern im Verborgenen ihren reformatorischen Glauben durch Hausandacht und Predigtbücher bewahrten; eine öffentliche Trauung war nur noch nach dem römisch-katholischen Ritus und durch einen römisch-katholischen Priester möglich.
Erst mit dem Toleranzpatent Josef II. 1781 wurde es wieder möglich, evangelische Gemeinden zu gründen. Die Pastoren, die aus anderen Landeskirchen gerufen wurden, konnten nun zwar sämtliche Kasualien durchführen, aber die Stolgebühr erhielt der römisch-katholische Ortsordinarius. Das blieb so bis zum Jahr 1849. Ganz besonders belastend war für evangelische Christen die Regelung der Konfession der Kinder bei konfessionellen Mischehen: War der Vater römisch-katholisch, so mussten auch alle Kinder nach seinem Bekenntnis getauft werden. War der Vater Protestant, so wurden die Söhne evangelisch, die Töchter jedoch nach der Mutter römisch-katholisch. Auf diese Weise wurden ¾ aller Kinder aus Mischehen fast ein Jahrhundert lang römisch-katholisch getauft und erzogen. Zwischen 1842 und 1850 wurde staatlicherseits eine evangelische Trauung für gemischtkonfessionelle Paare überhaupt verboten.
Auf Grund des Drängens etlicher säkularer Kreise wurde 1870 Konfessionslosen die Zivilehe eingeräumt. Für Katholiken und Mischehen galt
aber weiterhin das kanonische Eherecht.
Auch in der 1. Republik wurde keine für alle Paare gültige Lösung gefunden. Eine ausgebreitete Dispenspraxis ermöglichte da und dort Zivilehen. Ebenso kam es zu etlichen Konversionen in die Evangelische Kirche, um das römische Eherecht zu umgehen. Im Burgenland, das seit 1921 zu Österreich gehört, blieb das ungarische Zivilrecht in Geltung.
Mit dem Einmarsch der Nationalsozialisten 1938 wurde in Österreich das deutsche Zivileherecht eingeführt. Nach 1945 blieb die staatliche Zivilehe in Kraft; allerdings galt und gilt nach wie vor für Katholiken das Eherecht des römischen Canons. Für eine protestantische kirchliche Hochzeit wird hingegen eine standesamtliche Eheschließung vorausgesetzt.
Eine bedeutende Erleichterung für gemischtkonfessionelle Paare und Familien brachte das Motu proprio „Matrimonia mixta“ von Papst Paul VI. im Jahr 1970. Durch das päpstliche Schreiben wurde ein „Dispens von der Formpflicht einer römisch-katholischen Trauung“ ermöglicht, wodurch auch ein evangelischer Seelsorger bzw. eine evangelische Seelsorgerin die kirchliche Hochzeit eines konfessionell gemischten Paares durchführen kann und diese dennoch nach katholischem Verständnis gültig und anerkannt ist. Außerdem wurde es gestattet, einen Seelsorger bzw. eine Seelsorgerin von der jeweils anderen Kirche zur liturgischen Feier hinzuzuziehen. Auf Grund dieser nachkonziliaren ökumenischen Haltung der Römisch-katholischen Kirche erarbeitete die sog. „Gemischte Kommission der Römisch-katholischen und Evangelischen Kirchen“ Richtlinien für die Durchführung einer römisch-katholischen Trauung mit evangelischer Assistenz und auch umgekehrt, einer evangelischen kirchlichen Hochzeit mit katholischer Assistenz. Diese Richtlinien wurden 1974 für alle beteiligten Kirchen als verbindlich herausgegeben. 10 Jahre später beschlossen die Österreichische Bischofskonferenz und der Evangelische Oberkirchenrat A.u.H.B. überarbeitete Ausführungsbestimmungen, die festhielten, dass der evangelische Partner bzw. die Partnerin über das römisch-katholische Eheverständnis (Sakrament) informiert sein muss, und ebenso darüber, dass vom römisch-katholischen Partner bzw. der Partnerin ein schriftliches Versprechen verbindlich erwartet wird, die Kinder in der Römisch-katholischen Kirche taufen zu lassen und auch in diesem Bekenntnis zu erziehen. Die einschränkende Fußnote „… unter der Berücksichtigung des Gewissens des Partners“ wurde zunächst in der Diözese Linz in den Haupttext des Trauprotokolls eingefügt. Inzwischen befindet sie sich in allen neueren Formularen im Haupttext.
Die besondere Seelsorge für konfessionsverschiedene Ehen und Familien wurde in den letzten Jahrzehnten in beiden Kirchen ausgebaut und zählt heute zu den wichtigsten gemeinsamen ökumenischen Aufgaben. Da auf Grund der Bevölkerungszusammensetzung in Österreich durchschnittlich 80% aller Evangelischen einen nicht-evangelischen Partner bzw. Partnerin heiraten, ist die seelsorgerliche Begleitung für den Einzelnen, aber auch für die Kirche als Ganzes eine existentielle Notwendigkeit. Mehr als zwei Jahrzehnte lang hat die Evangelische Kirche A.B. einen Diskussionsprozess über eine mögliche öffentliche Segnung gleichgeschlechtlicher Paare geführt, der mit einem Synodenbeschluss im Jahr 2019 seinen Abschluss fand.
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Synodenbeschluss der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich im Jahr 2019

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Ausgangslage

Die Evangelische Kirche A.B. in Österreich ist durch die Änderungen der staatlichen Gesetzgebung in Bezug auf die Ehe und eingetragene Partnerschaft und die innerkirchlichen Differenzen betreffend die Frage der „Trauung für alle“ herausgefordert, diesen Fragenkomplex zu behandeln und zu einer Entscheidung zu finden.
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Der Dissens innerhalb der Kirche A.B.

In Bezug auf die Entscheidungsfindung hat die Synode der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich beschlossen, Pfarrgemeinden und kirchlichen Einrichtungen die Möglichkeit einer Stellungnahme einzuräumen. Die Auswertung der Antworten zeigt den Dissens, der in unserer Kirche in Bezug auf diese Fragestellung besteht. Dieser Dissens sei kurz dargestellt.
Die Befürworter der „Trauung für alle“ weisen darauf hin:
Die Änderungen des staatlichen Eherechts bringen keine Verpflichtung mit sich, diese Änderungen für kirchliche Amtshandlungen automatisch zu übernehmen. Dennoch sehen viele Mitglieder unserer Kirche die Einführung einer öffentlichen Trauungshandlung für gleichgeschlechtliche Paare, die eine auf lebenslange Verbindlichkeit und Treue angelegte Partnerschaft eingegangen sind und diese vor dem Standesamt als Ehe geschlossen haben, als biblisch-theologisch begründbar an. Sie wollen damit ein Zeichen der Öffnung für gleichgeschlechtliche Paare setzen, die sich aufgrund ihres Glaubens die kirchliche Begleitung und Würdigung ihres Lebensentwurfes wünschen. Gleichzeitig erhoffen sie sich dadurch eine Beendigung jener Diskriminierung, die unter homosexuellen Menschen viel Leid verursacht hat. In einer zu starken Differenzierung zwischen verschiedengeschlechtlichen und gleichgeschlechtlichen Paaren sehen sie eine Fortführung dieser Diskriminierung.
In vielen Stellungnahmen evangelischer Gemeinden und Werke wird darauf hingewiesen: In der Mitte der biblischen Botschaft stehen Gottes in seinem Sohn Jesus Christus offenbar gewordene Menschenfreundlichkeit und Liebe, die jeglicher Diskriminierung von Menschen entgegenstehen. Außerdem hat Gottes Schöpfung das menschliche Bedürfnis nach Beziehung, Gemeinschaft und Liebe im Blick. Das Wesen der Ehe sind lebenslange Treue und Verbindlichkeit und gegenseitige Fürsorge und Beistand. Da dies auch in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften verwirklicht wird, stehen auch diese Partnerschaften, und nicht nur die Menschen in ihr, unter Gottes Segen.
Die Gegner der „Trauung für alle“ weisen darauf hin:
Kirchliche Lehre und Praxis hat sich nicht nach staatlichen Vorgaben zu richten, sondern allein an der Heiligen Schrift und den Bekenntnissen der Kirche zu orientieren. In den Erzählungen von der Schöpfung findet man klar ausgedrückt, dass der Mensch als Mann und Frau geschaffen ist und dass diese eheliche Verbindung so hoch geschätzt wird, dass sie bei den Propheten als Bild für die Verbindung Gottes mit seinem Volk gebraucht wird. Jesus selbst hat diese Verbindung ausdrücklich bestätigt. Nach dem Epheserbrief (vgl. Eph 5,21-33) ist diese Verbindung ein großes Geheimnis, weil sich in ihr die Verbindung von Christus mit seiner Gemeinde spiegelt.
Die Reformation hat die Ehe hoch geschätzt. Auch wenn sie nicht mehr als Sakrament, sondern als „weltlich Ding“ verstanden wird, meint das keine Abwertung. Sie gehört zwar nicht zu Gottes Erlösungshandeln, wohl aber zur Schöpfungsordnung. Sie ist ein heiliger Stand und Gottes gute Ordnung. Aus all dem folgt, dass die Kirche nicht befugt ist, ihre Lehre und Praxis an diesem Punkt zu verändern.
Für homosexuelle Menschen, deren Bereitschaft man anerkennt, in Liebe und Treue miteinander leben zu wollen, soll es weiterhin die Möglichkeit geben, sich im seelsorgerlichen Rahmen unter den Segen Gottes zu stellen.
Die Synode A.B. hält fest:
Beiden Gruppen ist zugutezuhalten, dass sie ihre Meinung nach bestem Wissen und Gewissen, im Hören auf die Heilige Schrift, in Bindung an das Bekenntnis und in Verantwortung gegenüber der Kirche vertreten wollen. Darüber hinaus sei darauf hingewiesen: Den Gegnern Homophobie vorzuwerfen und den Befürwortern den Glauben abzusprechen ist unsachlich und befördert die Einstellung, sich mit den jeweils anderen und ihren Argumenten nicht auseinandersetzen zu müssen.
Entscheidung der Synode A.B.:
Die 15. Synode A.B. hat auf ihrer 2. Session am 9. März 2019 folgende theologisch verantwortete und für die ganze Kirche verantwortbare Lösung mit der erforderlichen Zwei-Drittel-Mehrheit beschlossen:
1. Die Evangelische Kirche A.B. in Österreich hält an dem Verständnis der Ehe als der auf lebenslange Treue angelegten Lebensgemeinschaft von Mann und Frau fest, wie sie in der Heiligen Schrift (vgl. Matthäus 19,4b-6) und dem Bekenntnis der Kirche als von Gott in der Schöpfung gestiftet bezeugt wird.
2.a. Die Evangelische Kirche A.B. in Österreich anerkennt gleichzeitig, dass gleichgeschlechtliche Paare, die einander die lebenslange Treue versprechen, in einer der Ehe analogen Verbindung leben, auch wenn diese von der Ehe zwischen Mann und Frau zu unterscheiden ist.
2.b. Auch für diese Partnerschaften sind wesentliche Elemente des christlichen Eheverständnisses konstitutiv: Freiwilligkeit, ganzheitliche personale Zuwendung, lebenslange Treue, wechselseitige Fürsorge und Verlässlichkeit in guten wie in schlechten Zeiten. Es ist deutlich, dass diese Partnerschaften sich am Vorbild der Ehe von Mann und Frau und damit am christlichen Eheverständnis orientieren.
3. Die Evangelische Kirche A.B. in Österreich sieht sich deshalb berechtigt, diese der Ehe analogen Verbindungen gleichgeschlechtlicher Paare in einem Gottesdienst öffentlich zu segnen.
4. Die individuelle Gewissensentscheidung von Pfarrerinnen und Pfarrern, Lektorinnen und Lektoren für oder gegen Segnungen gleichgeschlechtlicher Paare wird respektiert. § 2 der Amtshandlungsordnung der Evangelischen Kirche A.B. ist sinngemäß anzuwenden.
5. Gemeinden haben die Möglichkeit, durch Beschluss der Gemeindevertretung diese Segnungen durchzuführen (opt-in). Sie haben ihren Beschluss dem zuständigen Superintendenten bzw. der zuständigen Superintendentin schriftlich mitzuteilen.
6. Eingetragene Partnerschaften und faktische Lebensgemeinschaften können wie bisher im seelsorgerlichen Rahmen gesegnet werden. Die Entscheidung darüber liegt beim jeweiligen Pfarrer bzw. der jeweiligen Pfarrerin.
Zur Gestaltung der Gottesdienste:
Aus dem bisher Gesagten ergibt sich für die Gestaltung der Gottesdienste Folgendes:
7.a. Das eine Mal handelt es sich um einen Dank- und Segnungsgottesdienst anlässlich der Eheschließung von Mann und Frau; das andere Mal um einen Dank- und Segnungsgottesdienst anlässlich einer vor dem Staat als Ehe geschlossenen und von der Kirche als eheanalog gewürdigten gleichgeschlechtlichen Partnerschaft.
7.b. Für die Ehe von Mann und Frau sind folgende Lesungen als biblische Worte über die Ehe vorgesehen: Mt 19,4b-6; Eph 5,21-33; Gen 1,27-28a.31; Gen 2,18-24. Für die gleichgeschlechtliche Partnerschaft gibt es solche direkt begründenden biblischen Worte nicht. An ihrer Stelle sind andere geeignete Lesungen wie Gen 2,18; Hhld 8,6-7 oder Pred 4,9-12 zu verwenden. Dies ist der wesentliche Unterschied in der Gestaltung der Gottesdienste. In beiden Fällen kann zusätzlich Kol 3,12-15 verlesen werden. Der Predigt liegt in beiden Fällen ein biblisches Wort zugrunde.
7.c. Sowohl der Gottesdienst in Bezug auf die Ehe von Mann und Frau als auch in Bezug auf die vor dem Staat als Ehe geschlossene gleichgeschlechtliche Partnerschaft enthalten ein Treueversprechen und einen Segenszuspruch. Für diese Dank- und Segnungsgottesdienste ist die durch Synodenbeschluss eingeführte Agende verbindlich.
7.d. Beide Amtshandlungen werden im Hochzeitsbuch registriert. Sie werden als jeweils eigene Amtshandlung ausgewiesen.
Entscheidung der Synode A.B. betreffend der Segnung von Paaren (Entscheidung über Fragen der kirchlichen Lehre und der gottesdienstlichen Ordnung gemäß Art. 74 Abs. 1 Z. 4 i.V.m. Art. 77 Abs. 2 Z. 3 Kirchenverfassung) in: Amtsblatt für die Evangelische Kirche in Österreich, Jahrgang 2019, 3.Stück/29. März 2019, Ziffer 48., S 38-39
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Strukturwandel von Ehe und Familie

Insgesamt lässt sich von einem tiefgreifenden Wandel der Lebensformen heute sprechen. Wenngleich nach wie vor die Mehrheit der erwachsenen Bevölkerung in Österreich in einer Ehe lebt, kann die Ehe nicht mehr als selbstverständlicher Normalfall betrachtet werden. Dies gilt in noch viel größerem Maße für die kirchliche Hochzeit.
Im Zusammenhang der Pluralisierung der privaten Lebensformen verändern sich auch Ehe und Familie. Soziologische Untersuchungen zeigen diese Veränderungen als einen doppeldeutigen Prozess: Einerseits werden sie als Traditionsverlust beschrieben, der mit einer Gefährdung stabiler sozialer Strukturen einhergeht; andererseits kann man in der Neudefinition von Rollen, Beziehungen, Geschlechtern und überlieferten Verhaltensmustern einen Freiheitsgewinn sehen.
Erkennbar ist in diesem Zusammenhang, dass die klassische Vater-Mutter-Kind-Konstellation ihre Ausschließlichkeit in der Bedeutung in der Weitergabe des Lebens und der Sozialisation der Kinder verloren hat. Ebenso prägen der Wandel der Geschlechtsrollen und die Notwendigkeit der Vereinbarung von Beruf und Kinderbetreuung Ehe und Familie in einer neuen Weise.
Historisch betrachtet gewinnt das mittelalterliche Modell des ‚privaten‘ Eheschlusses, das in der Neuzeit zunehmend staatlich (und kirchlich) reglementiert wurde, wieder an Bedeutung. Alle Bemühungen des Staates, neue Lebensformen rechtlich zu definieren, gehen in zwei Richtungen: als Gleichstellung vermeintlich inferiorer Formen und als Sicherung des reglementierenden staatlichen Einflusses.
Die Ehe wird im Durchschnitt vergleichsweise spät geschlossen. Wichtige Übergänge sind bereits vollzogen: der Schritt in eine sexuelle Gemeinschaft, der Auszug aus dem Elternhaus, Ausbildung und Berufsbeginn, der Übergang in eine Lebens- und Wohngemeinschaft, evtl. in die Elternschaft. Nicht selten liegt auch der Rechtsakt der Eheschließung einige Zeit zurück. Im spät vollzogenen Hochzeitsgottesdienst verdichten und konzentrieren sich diese Erfahrungen noch einmal. Was geschehen ist und weiter geschehen soll, wird bekräftigt und öffentlich zur Sprache und zur Darstellung gebracht. Daher ist die kirchliche Hochzeit heute weniger als „rite de passage“ (Übergangsritual) denn als „rite de confirmation“ (Bestätigungsritual) zu verstehen, die das Paar an dieser Station seines Weges bestätigt und für neue gemeinsame Perspektiven öffnet.
Oft wird die Eheschließung in Verbindung mit dem Kinderwunsch vollzogen. Wenn Paare die Verantwortung für Kinder übernehmen oder dies bereits getan haben, wollen sie ihrer Gemeinschaft eine verbindlichere Form in Gestalt der Ehe geben. Das Übergangsritual der Eheschließung verändert dementsprechend seinen Charakter: Die Phase der offenen Zweierbeziehung wird verabschiedet und der Schritt in eine von Pflichten und Verantwortung gekennzeichnete Lebensphase vorbereitet. Die Agende reagiert auf diese Entwicklung, indem sie eine eigene familienbezogene Form der kirchlichen Hochzeit anbietet (siehe unten „Begründung der Formen“).
Steigende Scheidungsziffern sind auch Ausdruck einer gestiegenen Wertschätzung der emotionalen Intimität. Nicht selten kann die Realität des Ehealltags den hohen Erwartungen nicht entsprechen. Auch die Länge der gemeinsam zu gestaltenden Zeitspanne ist eine Herausforderung. Zugleich mit der wachsenden Lebenserwartung steigt die Zahl der potenziell gemeinsam zu verbringenden Jahre. Noch nie haben so viele Paare so lange zusammengelebt wie heute. Vor allem die Zeit, nachdem die Kinder das Haus verlassen haben, hat sich verlängert, sodass die Phase der Versorgung von Kindern nur noch einen kleineren Teil der Lebenszeit insgesamt ausmacht. Nicht wenige Paare verlieren sich im Laufe lebensgeschichtlicher Wandlungsprozesse, sodass die Partner schließlich ihre individuelle Entwicklung nicht mehr mit der Gemeinsamkeit in ihrer Ehe in Verbindung bringen können. Die Möglichkeit, dass das gemeinsame Leben scheitern könnte, ist auch im Kontext der kirchlichen Hochzeit präsent, obwohl diese von der Hoffnung auf ein Gelingen der Ehe getragen ist.
Häufig folgt der Hochzeitsgottesdienst der standesamtlichen Eheschließung in deutlichem Abstand. Das evangelische Verständnis, dass die Ehe „vor der Kirchentür“ geschlossen wird, wird damit bestätigt. Deshalb sind in dieser Agende liturgische Elemente und Vollzüge, die den Aspekt der Eheschließung hervorheben, eher zurückgenommen. Treten sie hervor, werden sie in einen neuen Deutungsrahmen gestellt.
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Kirchliche Hochzeit in der Erlebnisgesellschaft

Die Hochzeit ist ein Ereignis, in dem das Paar ein intensives Erlebnis sucht, das subjektiv ergreift, alle Sinne anspricht und den Alltag unterbricht. Die Biographie, die auch anders hätte verlaufen können, soll bestätigt werden; die gemeinsam gewonnene Lebensdeutung soll eine Sinneinbettung erhalten, die sie über den Charakter einer eigenen Wahl und Entscheidung hinaushebt. In der Hochzeit kommt ein symbolisches Potenzial zur Darstellung, mit dem das Paar sich auf den Weg in das gemeinsame Leben begibt. Die ästhetische Stilisierung dieses Ereignisses ist durch die Vorbilder der Medienkultur vielfältig beeinflusst. Paare finden auch im Internet eine Fülle von Möglichkeiten, die Hochzeit zu gestalten. Eine besondere Rolle spielt aber auch die Prägung des Geschmacks durch das Milieu, dem das Paar angehört.
In diesem Kontext findet die kirchliche Hochzeit statt. Sie ist Teil eines größeren Festzusammenhangs, auf den in der Vorbereitung Rücksicht zu nehmen ist. Darin kommt dem Hochzeitsgottesdienst ein besonderes Gewicht zu: In ihm ist lebendig, was vom Paar und allen anderen Beteiligten nicht „zu machen“ ist, worum es aber eigentlich geht. Die Liebe des Paares lebt aus der Liebe Gottes; sie wird von ihr getragen, gerade auch angesichts der Verantwortung für die kommende (und die vorhergehende) Generation.
Das hohe Interesse an einer medialen Dokumentation des Geschehens gründet in dessen besonderer Bedeutung. Auch wenn der Mitschnitt das Ereignis selbst nicht festhalten kann, ist das Bedürfnis des Paares in dieser Hinsicht zu respektieren und sind geeignete Formen dafür zu verabreden, die der Würde des Gottesdienstes entsprechen.
Die kirchliche Hochzeit unterliegt heute mehr denn je der Entscheidung des Paars – und nicht mehr primär der Konvention. Paare fragen deshalb nach dem, was eine evangelische Hochzeit ausmacht – auch im Vergleich mit der standesamtlichen Trauung. Diese ist zu einer starken Konkurrenz geworden. Waren Standesämter einst eher bürokratisch-nüchtern orientiert, sind sie heute eine Art Event-Agentur: Sie werben mit Ständen auf Hochzeitsmessen und bieten Traumhochzeiten an besonderen Erlebnisorten der Region an. Weddingplaner und Hoteliers liefern Hochzeitspaaren schon fertige Gesamtpackages, in denen alle Elemente des Festes angeboten werden.
Eine weitere Konkurrenz sind die Angebote freier Zeremonienrednerinnen und Zeremonienredner. Zwar sind Beratung und Ausrichtung der Feier mit einem zum Teil hohen finanziellen Aufwand verbunden, aber Kundinnen und Kunden bleiben auch hinsichtlich ihrer religiösen Vorstellungen ungebunden. Damit entspricht dieses Angebot einem heute stärker werdenden Bedürfnis nach offenen Formen von Religiosität und Spiritualität.
Wo die Hochzeit zum Event wird, gewinnt die Frage des Milieus an Gewicht. Auch der Hochzeitsgottesdienst soll sich nach dem Wunsch der Paare deutlich auf bestimmte Lebenswelten und ihre ästhetischen Ausdrucksformen beziehen. Konflikte mit der „üblichen“ gemeindlichen Praxis und der den liturgisch Verantwortlichen angemessen erscheinenden Gestaltung sind zu erwarten. Im Umgang mit diesen Konflikten ist zu bedenken, dass wir den Hochzeitsgottesdienst mit Paaren feiern, die sich entschieden als Subjekte ihres Lebens verstehen und das auch zur Darstellung bringen wollen: Wir haben unser Leben bisher gut bewältigt, wir wollen verantwortlich miteinander leben; dies wollen wir selbstbewusst inszenieren.
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Die theologische Bedeutung des Hochzeitsgottesdienstes

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Liturgisches Handeln im Horizont des Segens

Im Hochzeitsgottesdienst werden die Menschen im Vertrauen auf Gottes heilsame Zuwendung gesegnet. Sie erkennen einander als von Gott zusammengefügtes Paar und versprechen einander vor Gott und der Gemeinde die Treue. Der Segen kräftigt und ermutigt. Er vermittelt die Kraft Gottes und verdichtet die Gemeinschaft miteinander und mit Gott. Im Zuspruch des Segens kommt zum Ausdruck, dass Gott das Paar auf seinem gemeinsamen Lebensweg begleitet und die Liebe zueinander lebendig hält. Auch wenn Zweifel im Hinblick auf das eigene Wollen und Vermögen aufkommen, wird der Segen zugesprochen. Seine besondere Kraft liegt darin, dass Gott mit diesem Paar geht, ihm mehr zutraut und zuspricht, als sie sich selbst und einander zutrauen.
Im Hochzeitsgottesdienst kommt auch die Grenze des Lebens und der Liebe zur Sprache. Das Leben des Partners, der Partnerin kann niemand sichern; es ist nicht möglich, es so herzustellen, wie es der oder die andere will. Der Segen sagt: Das Leben dieser beiden Menschen steht in Gottes Hand. Sie empfangen es von ihm und legen es irgendwann in seine Hand zurück.
Auch in Zeiten des Mangels, des Versagens, des Streits und der Not verspricht der Segen, dass Gott zugewandt bleibt und seine Menschen nicht verlässt. Wer sich segnen lässt, ist bereit, sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen, und gleichzeitig bemüht, Böses mit Gutem zu überwinden (Röm 12,21).
Die Ehe ist eine gute Gabe, aber sie ist ein „weltlich Ding“ und nicht davor gefeit, zu scheitern oder gar missbraucht zu werden.
Segen ist nicht berechenbar. In ihm stellt sich die Gottesbeziehung dar, die das Leben im Ganzen trägt und begründet. Auf dieser Basis ruht die evangelische Freiheit zur Lebensgestaltung und zur eigenen Verantwortung der Glaubenden.
Der Segen macht die Welt und die Menschen schön. Seine Schönheit zeigt sich im Hochzeitsgottesdienst als Grazie, als Gnade. Das Heil muss nicht selbst hergestellt werden, es wird geschenkt. Das führt zur Freude.
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Kirchliche Hochzeit im sozialen Kontext

Ehepartner/Ehepartnerinnen kommen aus unterschiedlichen sozialen Systemen und Konstellationen. Sie haben in ihrer Herkunftsfamilie, in Ausbildung und Beruf, in ihrem Freundeskreis, in ihrer ganzen Lebenswelt je eigene Erfahrungen gesammelt und Prägungen erhalten. Sie müssen sich klarwerden, was sie mitnehmen in die Ehe, aber auch, was sie zurücklassen. Trennung und Trauer gehören zur Hochzeit. Beziehungen werden neu bestimmt; die sozialen Bezüge des Paares verändern sich. Das gilt besonders dann, wenn mit der Hochzeit der Schritt in ein Leben mit Kindern getan wird bzw. Kinder aus früheren Partnerschaften in die neue Verbindung hineingenommen werden.
Der Gottesdienst vergewissert in diesem Übergang, in Abbruch, Abschied und Neuanfang. Er sagt in allem Wandel die Kontinuität personaler und sozialer Identität zu. Auch die schmerzhaften Anteile der Entscheidung zur Ehe werden in den Horizont eines Lebens mit Gott gestellt.
Ein Ehepaar lebt sein Leben gemeinsam mit anderen Menschen. Die Hochzeit hat diese anderen im Blick, die bisher das Paar begleitet haben und die sie weiter oder erst von jetzt an begleiten werden. Sie sind in den Segen einbezogen; denn wer Segen empfängt, braucht ihn nicht für sich zu behalten – der Segen ist unerschöpflich, er mehrt sich durchs Teilen.
Im Hochzeitsgottesdienst geht es auch um die, die mit dem Ehepaar verbunden sind, im privaten wie im öffentlichen Leben: Verwandte, Freundinnen und Freunde und viele andere, die zum Leben der Ehepartner gehören. Die soziologische Analyse hat auf die Bedeutung einer Entscheidung für Kinder hingewiesen; ebenso ist die Frage der Verbindung zu den Eltern, evtl. auch die Sorge für deren Zukunft, ein zu beachtendes Thema. Wichtig sind gerade in dieser Lebensphase die Freundinnen und Freunde, die in einer individualisierten und mobilen Gesellschaft eine spezifische Form von Mitverantwortung übernehmen und häufig einen großen Teil der Feiernden ausmachen. Im Hochzeitsgottesdienst – zum Beispiel in der Sitzordnung in der Kirche – zeigt sich das Beziehungsgefüge des Paares als eine soziale Skulptur.
Durch Ehe und Familiengründung ändert sich unter Umständen auch die Beziehung zur (Orts-)Gemeinde. Gute Erfahrungen mit der Begrüßung neu zugezogener junger Familien und mit Angeboten für Eltern und Kinder zeigen, dass es vielfältige Möglichkeiten gibt, wie Gemeinden ihre Verantwortung für die Verheirateten wahrnehmen können. Andererseits ist die Distanz vieler Paare zur Kirche ernst zu nehmen, obwohl sie in der Kirche ihre Hochzeit feiern wollen.
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Öffentlichkeit und Weltverantwortung

Kirchliche Hochzeiten prägen die öffentliche Diskussion um Ehe und Liebe entscheidend mit. Es wird genau wahrgenommen, welches Verständnis der Ehe in der Ansprache und in den Gebeten deutlich wird, wie Pfarrerinnen und Pfarrer zu Konflikten in der öffentlichen Auseinandersetzung Stellung nehmen, wie die Beziehung zwischen den Partnern thematisiert wird, ob die Sexualität eine positive Rolle spielen darf und ob auch Menschen im Blick sind, die – freiwillig oder schicksalhaft – andere Lebensformen realisieren.
Aber auch die Ehe selbst hat öffentliche Bedeutung. Die Partner übernehmen nicht nur eine Verantwortung füreinander und ihre Familie. Ihr Lebensstil hat auch Auswirkungen über diesen Rahmen hinaus. Der christliche Glaube und sein Ethos übersteigen den privaten Raum hin auf eine Verantwortung für die Welt. Dieser Horizont soll für das Paar und die Gemeinde im Hochzeitsgottesdienst auf geeignete Weise erkennbar werden.
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2. Auf dem Weg zum Hochzeitsgottesdienst

Die kirchliche Hochzeit ist unter den Kasualien der „Gestaltungsfall“ par excellence. Viele Paare sind gut informiert, haben Bilder im Kopf, das Internet durchsucht und Musikwünsche parat. Sie halten sich oft nicht an „ihre“ Pfarrgemeinde, sondern suchen nach ihrer „Hochzeitskirche“.
Angesichts dieses hohen Gestaltungswillens seitens der Paare stellt sich die besondere Aufgabe, die kirchliche Hochzeit als einen Weg zu begreifen: Sie lebt von einer intensiven Vorbereitungszeit, einer gemeinsamen Gestaltung des Gottesdienstes und – im Idealfall – von einer Nachbereitung im Zusammenhang einer paar- und familienorientierten Gemeindearbeit.
Aber es gibt auch Paare, die froh sind, dass sie die Verantwortung getrost an die Pfarrerin oder den Lektor, an bewährte liturgische Formen und an die Umsicht der Küsterin abgeben können. Andere wählen gerne ihren Segen und das Treueversprechen unter den Vorschlägen aus, die ihnen im Vorbereitungsgespräch vorgelegt werden.
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Die Gestaltung der kirchlichen Hochzeit als gemeinsame Aufgabe

Die Milieugebundenheit, die sich bei dem Paar und bei der Pfarrerin oder dem Pfarrer zeigt, sollte zum Ausgangspunkt eines produktiven Aushandelns werden. Es ist wichtig, sich auf die Menschen und ihre Wünsche einzulassen und die Prägungen des ‚kirchlichen Milieus‘ nicht mit dem Evangelium zu verwechseln. Es ist ebenso wichtig, in professioneller Verantwortung das Paar fachkundig und verständnisvoll zu beraten. Das schließt unter Umständen auch ein, manchen Wünschen gegenüber Widerstand zu leisten und sich nicht ohne Weiteres dem je aktuellen Trend zu beugen. Statt die Fähigkeiten und Verantwortungsbereitschaft für die Inszenierung, die für Paare heute oft typisch ist, zu entwerten, ist es notwendig, theologisch verantwortet Partizipation zu ermöglichen. Die gemeinsame liturgische Aufgabe lässt sich gut an der Frage des Treueversprechens erläutern: Soll es vom Paar selbst gesprochen werden, kommen darin dessen Verantwortung, die Kraft und die wechselseitige Verpflichtung zum Ausdruck. Spricht es der Pfarrer oder die Pfarrerin und das Paar stimmt ein, wird der Geschenkcharakter der Beziehung betont. Unter Umständen hat das Paar auch den Wunsch, die Formulierung des Versprechens selbst zu entwickeln. Dann ist es in besonderer Weise auf die theologische und menschliche Beratung des Pfarrers oder der Pfarrerin angewiesen.
Bei der gemeinsamen Vorbereitung des Hochzeitsgottesdienstes kommt es nicht selten zu Begegnungen mit Menschen, die wenig Vertrautheit mit dem kirchlichen Leben mitbringen. Die geduldige Auseinandersetzung bietet die Chance, nicht nur die religiöse Sprachfähigkeit des Paares, sondern auch die der liturgisch Verantwortlichen zu fördern.
Planen und Gestalten findet an der Unverfügbarkeit jedes Gottesdienstes seine Grenze. Im Hochzeitsgottesdienst stellen sich das Paar und die anderen Beteiligten unter das Wort und den Segen Gottes. So wird der Charakter der in Christus geschenkten Gemeinschaft deutlich. Darum kommt im Gottesdienst den liturgischen Elementen ein besonderes Gewicht zu, die auf eine Begrenzung der eigenen Verantwortung und der Verpflichtung zum Handeln zielen: dem Gebet, Phasen der Stille und dem Segen.
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Vorbereitungsgespräche

In einem oder mehreren Vorbereitungsgesprächen geht es um die Beziehungsaufnahme zum Paar und um Absprachen im Blick auf die Gestaltung der kirchlichen Hochzeit.
Angesichts einer zunehmenden Beteiligung vielfältiger Akteure aus Familien- und Freundeskreis, aber auch im Blick auf professionelle Mitwirkende, die den Charakter der Feier definieren, ist es wichtig, frühzeitig – d.h. schon im Zusammenhang mit der ersten Anmeldung einer kirchlichen Hochzeit – ein erstes Vorbereitungsgespräch zu führen, in dem grundlegende Fragen des Hochzeitsgottesdienstes zur Sprache kommen.
Weiterhin geht es um den Anfang der Liebe und die gemeinsame Geschichte des Paares, um die je eigene Herkunft der beiden Partner und um die Chancen und Konfliktpotentiale ihrer Gemeinsamkeit. In all dem ist die Frage präsent, was das Paar von Gott für den gemeinsamen Weg erwartet.
Ein wesentliches Element des Vorbereitungsgesprächs ist ein Durchgang durch die agendarische Gestalt des Hochzeitsgottesdienstes. Das soll helfen, den Sinn einzelner liturgischer Elemente wie des Ganzen zu verstehen und den Gottesdienst gemeinsam zu gestalten. Im Vorbereitungsgespräch soll auch die Praxis der „liturgischen“ Anrede besprochen werden („Sie“ oder „du“, Vor- und Nachname, Geburtsname). Dadurch gewinnt das Paar Sicherheit im Blick auf das, was am Hochzeitstag geschehen wird.
Eindrücke aus diesem Gespräch haben Einfluss auf die Auswahl des Bibelworts zur Eheschließung, der liturgischen Texte, der Predigt und der Musik. Es ist eine je eigene Lebens- und Beziehungsgeschichte, die im Hochzeitsgottesdienst gesegnet und im Horizont der Geschichte Gottes mit den Menschen bedacht wird. Das kann nur überzeugend zum Ausdruck kommen, wenn im Vorbereitungsgespräch Wesentliches aus dieser Geschichte zur Sprache gebracht und gehört worden ist.
Es ist möglich, einen Teil des Gesprächs im Kirchenraum zu führen, um das Paar mit dem Ort des Hochzeitsgottesdienstes vertraut zu machen. Dieser Raum ist durch die Wendung vieler Menschen zu Gott und durch ihre Begegnung mit dem Wort des Evangeliums geprägt. Er kann zu einer geistlichen Vertiefung des Gesprächs beitragen. Denn manche Themen legen sich hier näher als andernorts.
In dem Vorbereitungsgespräch klärt sich der „Wertehimmel“, der das Paar überspannt; vielleicht findet sich eine Leitmetapher für den Hochzeitsgottesdienst. Viele Paare erwarten sehr viel von ihrer Liebe und ihren Möglichkeiten, mehr, als von einer menschlichen Beziehung zu erwarten ist. Dann ist es wichtig zu vermitteln, dass der Segen nicht nur mit Erfolg und Glück zu identifizieren ist; es ist der Gekreuzigte, der segnet, es ist der Gott, dessen Kraft in den Schwachen mächtig ist (2 Kor 12,9).
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Liturgische Arbeit – Symbole – individuelle Fragen/Versprechen

Wenn Paare ein hohes Interesse an einer gemeinsamen liturgischen Arbeit haben, sind alle Vorschläge, Ideen und Besonderheiten willkommen, bei der sich sowohl die Liturgin oder der Liturg als auch das Paar die gottesdienstlichen Formen (erneut) aneignen und verantwortungsvoll füllen und gestalten. Dazu soll der folgende Leitfaden anregen:
  • Möchte das Paar eine besondere Erfahrung seines Kennenlernens zum Ausdruck bringen?
  • Was schätzen die Brautleute besonders aneinander?
  • Gibt es gemeinsame oder unterschiedliche Gewohnheiten?
  • Was sind die gemeinsamen oder unterschiedlichen Hobbys?
  • Ergibt sich ein Motto oder eine Leitmetapher, die zum Thema des Gottesdienstes gemacht werden kann?
  • Welche Möglichkeiten bietet der Raum? (vgl. S. 32f „Ort, Raum und Tourismus“)
  • Möchte das Paar selbst sich aktiv am Gottesdienst beteiligen?
  • Soll es in dem Gottesdienst weitere handelnde Personen geben?
  • Gibt es Kinder (aus einer früheren Ehe oder Beziehung), die etwas sagen oder überreichen wollen?
  • Möchten bei einem Ehejubiläum die Enkel ihren Großeltern einen Dank aussprechen oder etwas überreichen?
  • Gibt es ein Bild oder ein Symbol, in dem sich das Miteinander des Paares ausdrückt?
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Symbole

Das wesentliche Symbol des Hochzeitsgottesdienstes ist die Handlung selbst: Zwei Menschen kommen auf ihrem Weg, sie halten inne, hören, beten, geben öffentlich ein Versprechen ab, empfangen Segen und gehen weiter. Diesen Handlungsablauf unter ästhetischen und dramaturgischen Aspekten stimmig und ausdrucksvoll zu gestalten, hat die größte Überzeugungskraft. Die einzelnen Schritte sollten dabei ihren Raum und ihre Zeit bekommen, sie sollten jeweils für sich die nötige Hinwendung und Aufmerksamkeit erfahren und doch als Einheit zu erleben sein. In den Rubriken der Ordinarien finden sich zahlreiche Hinweise zum konkreten Umgang mit Symbolen, wie z.B. eine gestaltete Ringabgabe mit Votum oder die Übergabe der Hochzeitskerze mit Hochzeitsspruch.
Bei der Verwendung von Symbolen sollte bedacht werden, dass sie sich gegenseitig nicht entwerten, keine andere Religion in den Vordergrund stellen oder zur christlichen Botschaft so erheblich in Spannung stehen, dass die Missverständnisse dominieren.
Ein hervorragender Platz für die Einbeziehung von symbolkräftigen Gegenständen oder Handlungen, die für das Paar charakteristisch sind, ist die Predigt. Biographie, Wort und Zeichen können hier in einem dynamischen Dreiklang zueinanderkommen.
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Treueversprechen: Formen

All diese Überlegungen können auch in die Erarbeitung des Eheversprechens einfließen. Die Fragen und das Versprechen bilden die Mitte des Segnungsgottesdienstes. Sie sind rituell und emotional hoch besetzt. Die meisten Paare sind aufgeregt, wenn sie ihr Ja-Wort sprechen. Trotzdem gibt es andere Paare, die gerade diesen Moment als gemeinsames Treueversprechen bewusst selbst ausgestalten wollen. Dieses ist in der Agende vorgegeben oder kann nach ihrem Maßstab gemeinsam mit dem Paar entwickelt werden: Entweder wird ein agendarisches Treueversprechen auf die eigene Biographie bezogen oder ein mitgebrachtes Treueversprechen wird gemeinsam überarbeitet oder das Paar formuliert ein persönliches Treueversprechen.
Auf dem Weg zur Formulierung können folgende Fragen weiterhelfen:
  • Wer seid ihr füreinander?
  • Was braucht ihr voneinander?
  • Was gebt ihr einander?
  • Wie wollt ihr füreinander und für andere, eventuell auch für Kinder aus vorherigen Beziehungen, da sein?
  • Wie geht ihr mit Krisen und schweren Zeiten um?
  • Wie drückt sich für euch Liebe und Achtung aus? Mit welchen Worten möchtet ihr das sagen? Sagt ihr das mit gleichen oder unterschiedlichen Worten?
  • Was erhofft ihr einzeln und als Paar von Gott in eurem Leben?
Bei der Erarbeitung eines persönlichen Treueversprechens ist die theologische und liturgische Kompetenz der Pfarrerinnen und Pfarrer gefragt. Besonders dann, wenn die liturgische Arbeit als eine mit dem Paar gemeinsame konzipiert wird, ist das pastorale Rollenverständnis zu bedenken. Denn je offener der Prozess gestaltet wird, umso deutlicher müssen die eigene Identität und die eigenen Rollen vor und während des Hochzeitsgottesdienstes bedacht werden (siehe „Rollen“).
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3. Hochzeitsgottesdienste

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Begründung der Formen

Die Grundformen sind für alle Dank- und Segnungsgottesdienste anlässlich von Eheschließungen gedacht. Die Differenzierung der Grundformen verweist auf die seelsorgliche Dimension des Hochzeitsgottesdienstes, indem sie die Individualität der Beteiligten und ihren besonderen Weg ernst nehmen und begleiten will. Dazu dient auch das ausführliche Textangebot im Proprium, das unterschiedliche Lebenssituationen berücksichtigt. Die Grundformen stehen im Zusammenhang grundsätzlicher Überlegungen zu Hochzeitsgottesdiensten im pluralen Kontext, aus denen sich weitere Konkretionen erschließen lassen.
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Hochzeitsgottesdienst – paarbezogen

Im Mittelpunkt dieses Ordinariums steht das Paar, das seine Liebe vor Gott feiert. Seine Geschichte, die Individualität der beiden und ihr gemeinsames Vorhaben werden mit Zuspruch und Anspruch des Evangeliums in Verbindung gesetzt, auch mit Verbindlichkeit, Vergebung und Verheißung. Das Paar lebt nicht nur zweisam, sondern mit Herkunftsfamilien, Freunden und Freundinnen in einem gegebenenfalls neu definierten Beziehungsnetz (siehe „Die theologische Bedeutung des Hochzeitsgottesdienstes“). Das kann durch verschiedene Beteiligungsmöglichkeiten zum Ausdruck kommen (siehe „Besondere Beteiligungsformen“).
Für den paarbezogenen Hochzeitsgottesdienst werden zwei Formen angeboten: zunächst eine sprachlich modernisierte „klassische“ Form, dann eine eher unkonventionelle „moderne“ Form, die weniger traditionsgebundene Milieus ansprechen kann (z.B. mit neuen Formen des Treueversprechens).
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Hochzeitsgottesdienst – familienbezogen

Dem Strukturwandel von Ehe und Familie trägt das neu entwickelte Ordinarium für eine familienbezogene Hochzeit Rechnung. Bei der Neuentwicklung dieser Form war die Überlegung leitend, dass es nicht allein um die (junge) werdende Familie (1) gehen kann, sondern z.B. auch um die Wiederheirat Geschiedener (2) oder die (Wieder-)Heirat in der zweiten Lebenshälfte (3). Weiterhin sind die Wiederheirat Verwitweter (4), interkulturelle Eheschließungen (5) oder schließlich auch Hochzeiten im Blick, in denen der Tod eines Angehörigen deutlich das „Fest des Lebens“ bestimmt (6). Die möglichen Situationen sind vielfältig und komplex.
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Exemplarische Familienkontexte

(1) Hochzeit als Folge der Familiengründung: Heute folgt die Hochzeit häufig der Familiengründung. Die Entscheidung für Kinder verändert das Beziehungsgefüge des Paares. Sie übernehmen Verantwortung für die nachwachsende Generation. Der Zeithorizont weitet sich. Die eigene Familienbiographie wird besser verständlich, die Zukunft des Kindes/der Kinder bestimmt die junge Familie. Um der Kinder willen gilt es, einen Lebensmittelpunkt zu finden. Dies wird angesichts moderner Berufsbiographien zu einer Herausforderung, die oft im Vorbereitungsgespräch thematisiert wird. Dabei stellt sich die Frage, wie sich die beginnenden Berufskarrieren fortsetzen können, wenn die Kinder oder auch die Eltern des Paares ihrerseits Zeit und Aufmerksamkeit beanspruchen. Verzicht auf die mögliche eigene Berufskarriere und „Wiedergutmachung“ werden so zu Bedingungen eines ungeschriebenen Vertrags, die bindende wie trennende Kräfte entfalten können.
(2) Wiederheirat Geschiedener mit Kindern aus verschiedenen Beziehungen: Anders als bei der sich gründenden Familie steht hier auch die Erfahrung des Scheiterns im Hintergrund. Die Erinnerung an die erste Hochzeit wird noch einmal schmerzlich präsent. Die Angst, dass es zu einer erneuten Trennung kommen könnte, spielt eine Rolle. Einer oder beide Partner müssen eine Beziehung zu den nichtleiblichen Kindern finden und Respekt für die besondere Verbindung entwickeln, die die Kinder zu ihren leiblichen Eltern haben. Die neu zusammengefügte Familie befindet sich im Übergang vom Schmerz über die Trennung zum Vertrauen in einen Neubeginn. Beispieltext: Proprium Fürbittengebete Nr. 4.
(3) (Wieder-)Heirat in der zweiten Lebenshälfte mit (erwachsenen) Kindern: Ein Paar, das in der zweiten Lebenshälfte heiratet, bringt eine vertiefte Lebenssicht in die neue Ehe. Zugleich braucht die je eigene Geschichte gegenseitigen Respekt. Die Endlichkeit der gemeinsamen Zeit wird deutlicher als bei einem jüngeren Paar bedacht. Grenzen der körperlichen und seelischen Kräfte sind Teil der Lebenserfahrung. Kinder aus vorigen Beziehungen werden größer bzw. erwachsen sein. Die neue Beziehung konfrontiert die Kinder damit, dass sich die Eltern zugunsten der neuen Zweisamkeit aus alten Beziehungen zurückziehen. Eltern wiederum machen die Erfahrung, dass das ‚junge Glück der alten Eltern‘ keineswegs selbstverständlich akzeptiert wird. Ein neuer Partner/eine neue Partnerin kann von Kindern in unterschiedlicher Weise als Konkurrenz gesehen werden. Beispieltext: Proprium Fürbittengebete Nr. 10.
(4) Wiederheirat Verwitweter: Gegenseitiger Respekt vor der je eigenen Geschichte, Konkurrenzdenken bzw. die mögliche Eifersucht der Kinder und die Wiederbelebung des Trennungsschmerzes werden ähnlich wie bereits geschildert erlebt. Mit der Angst vor dem Vergleich mit dem verstorbenen Partner und/oder der Angst vor dem Verlust der neuen Partnerin ist das Thema Tod präsent.
(5) Hochzeit im interkulturellen Kontext: Migration und andere Auswirkungen der Globalisierung bringen es mit sich, dass häufiger mindestens einer der Partner und/oder Teile der Familie oder der Freunde aus einem anderen kulturellen Kontext kommen. Für das Paar wie für die Familie stellt sich die Aufgabe von Beheimatung; manchmal spielen traumatische Erinnerungen aus der alten Heimat eine Rolle. Sehr einheitliche Milieustrukturen können wirksam werden und bei der Gestaltung der Hochzeit zu berücksichtigen sein.
(6) Der Tod als Thema beim „Fest des Lebens“: Eine Hochzeit kann auch durch die Gedanken an schwer erkrankte oder verstorbene Familienmitglieder bestimmt sein, die nicht am Fest teilnehmen können und für das Paar doch präsent sind. Der Aufschub des Festes wird erwogen; Trauer mischt sich mit Freude und kann im reichen Spiegel biblischer Erfahrungen bedacht und ausgesprochen werden.
Schmerzliche Erinnerungen an Abschied und Scheitern sind im Grunde in jeder Hochzeitsgemeinde zu erwarten. Eingangs- und Fürbittengebet bieten Möglichkeiten, dies aufzunehmen. Beispieltext: 2. Eingangsgebet im Ordinarium „Hochzeitsgottesdienst – familienbezogen“. Die Kontexte überlagern sich; für die mehrdimensionalen Situationen werden unter entsprechenden Stichworten weitere Texte im Proprium angegeben. Möglichkeiten der Einbeziehung und Mitwirkung der Kinder der Ehepartner sind in der Rubrik des Ordinariums angegeben. Der Segen kann als Familiensegen gestaltet werden.
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Hochzeitsgottesdienst mit Taufe

Eine besondere Form der familienbezogenen Hochzeit bietet die kirchliche Hochzeit mit Taufe. Die Geburt eines Kindes stellt bereits länger zusammenlebende Paare häufig vor die Frage von Verbindlichkeit und Verantwortung; das Taufbegehren kann der Auslöser sein, zwei festliche Anlässe miteinander zu verbinden.
Die Agende stellt im Ordinarium eine Form vor, in der die Hochzeit der Taufe vorangeht: Das Ritual verdichtet auf diese Weise die performative Inszenierung des gemeinsamen Weges; im Segens- und Lebensraum der neu gegründeten Familie schließt das Fest auch die Feier der Taufe ein. Die Segnung des Ehepaares wird mit dem Familiensegen verbunden – und erhält ihren Platz nach der Taufe (mit Taufsegen) oder wird als solcher am Ende des Gottesdienstes als Schlusssegen gestaltet. Auch anthropologische und praktische Gründe können die Reihenfolge bestimmen (zum Beispiel der Wunsch, die Taufe nach der überstandenen eigenen Aufregung feiern zu wollen). Die umgekehrte Reihenfolge, in der die Taufe (eines Kindes) aufgrund des Sakramentscharakters der Taufe und als Tauferinnerung für alle vorangeht und der Elternsegen zum Ehesegen erweitert wird, ist damit theologisch keineswegs ausgeschlossen; der Ablauf eines solchen Gottesdienstes wird in einer Übersicht dargestellt.
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Kirchliche Hochzeit: Kurze Form

Im Zuge des Wandels von Ehe und kirchlicher Hochzeit werden auch solche Formen der Hochzeit bedeutsam, die diese nicht primär als Übergang, sondern als Segen auf dem Lebensweg verstehen. Es handelt sich dann um eine kurze, elementare Form der Hochzeit.
Der Wunsch nach einer solchen Segenshandlung kann verschiedene Gründe haben. Zu denken ist an Paare, die kirchlich heiraten, aber – auch aus finanziellen Gründen – kein großes Fest ausrichten wollen; zu denken ist aber auch an Paare, die schon länger standesamtlich verheiratet sind und nun um den kirchlichen Segen bitten; an solche Paare, die älter sind und keine „Traumhochzeit“ mehr wollen oder an Paare, die, wenn einer oder beide geschieden sind, nicht noch einmal eine Form der großen kirchlichen Hochzeit wünschen, die sie schon einmal erlebt haben.
Wird die kirchliche Hochzeit als Segen auf dem Lebensweg verstanden, kann sie in der Form an Martin Luthers Traubüchlein anknüpfen. Die klassischen Elemente der kirchlichen Hochzeit (Einzug und Auszug; Ringwechsel) sind zwar denkbar, je nach Situation kann aber auf einzelne Elemente verzichtet werden.
Die kurze Form hat besondere Chancen: Die Situation insgesamt ist persönlich, Formen familiärer Beteiligung sind vielfältig möglich, symbolisch-rituelle Handlungen wirken intensiv und Texte, seien es biblische, seien es lyrische, haben einen anderen, konzentrierten Resonanzraum.
Findet diese Form der Hochzeit nicht in der Kirche, sondern in familiärem Rahmen oder an einem besonderen Ort statt, ist zu überlegen, wie eine für einen Gottesdienst angemessene Atmosphäre geschaffen werden kann (siehe „Ort, Raum und Tourismus“).
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Ehejubiläen

Das Ordinarium für den Gottesdienst zum Ehejubiläum orientiert sich am Ordinarium des Hochzeitsgottesdienstes und trägt damit schon als Form zum Gedenken bei. Auswahl und Gestaltung des Raumes können das unterstützen.
Die Erinnerung an das Treueversprechen und die Segenshandlung bilden auch hier den Schwerpunkt des Rituals. Mit dem Ehepaar ist zu entscheiden, ob die Segenshandlung als Segensgebet oder als Segenszuspruch (mit oder ohne Handauflegung) vollzogen wird. Wie in den Ordinarien für die kirchliche Hochzeit können auch im Gottesdienst anlässlich eines Ehejubiläums Familienangehörige, Freundinnen und Freunde z. B. durch Musik, Lesungen und andere Beiträge mit besonderen biographischen und persönlichen Bezügen aktiv am Gottesdienst beteiligt werden.
Das Ehejubiläum kann auch mit einer Andacht im Haus oder an einem anderen Ort begangen werden und Lesung und Ansprache, Gebet und Segen, nach Möglichkeit auch ein Lied bzw. Musik umfassen. Weitere liturgische Elemente können aus den hier vorgeschlagenen Ordnungen ergänzt bzw. übernommen werden.
Bei der Feier der Goldenen Hochzeit (und höherer Jubiläen) sind in der Regel Rückblick und Dank besonders im Blick; die mögliche Nähe von Krise und Ende des gemeinsamen Weges durch Krankheit und Sterben eines Partners schwingt im Hintergrund mit und erfordert besondere seelsorgliche und liturgische Sensibilität.
Die Silberne Hochzeit hat eher den Charakter einer Vergewisserung. Sie kann den Akzent mehr auf die Erneuerung des Eheversprechens legen, ggf. auch mit Sündenbekenntnis und Vergebungszuspruch. Oft am Ende der Kinderphase mit einer Neubesinnung auf die Partnerschaft verbunden, gewinnt das 25-jährige Ehejubiläum als ‚neue Kasualie‘ an Bedeutung. Für Menschen nach der Lebensmitte und aus einer Generation, in der Kirche häufig zu einer ‚fremden Heimat‘ geworden ist, findet sich in der Agende eine sprachlich unkonventionelle Liturgie „zum Silbernen Ehejubiläum“.
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Kirchliche Hochzeit und Ehejubiläum im Sonntagsgottesdienst

Für Paare, die aus unterschiedlichen persönlichen Gründen nach einer schlichten Form für ihre kirchliche Hochzeit oder die Feier ihres Ehejubiläums suchen, ist neben der „Kirchliche Hochzeit – kurze Form“ auch die Hochzeit bzw. Segnung im Sonntagsgottesdienst möglich. Liturgische Stücke (Lesung, Fragen an das Ehepaar oder Treueversprechen, Gebet und Segen) werden nach dem Lied nach der Predigt in den Gottesdienst eingefügt, auch wenn es sich um einen Abendmahlsgottesdienst handelt.
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Abendmahl bei Hochzeit und Ehejubiläum

Das Abendmahl ist kein konstitutiver Bestandteil einer evangelischen kirchlichen Hochzeit. Wird die Hochzeit oder das Ehejubiläum auf Wunsch des Paares mit der Feier des Abendmahls verbunden, so kann es im Anschluss an die Musik nach der Segnung vor oder nach den Fürbitten eingefügt werden.
Die Abendmahlsfeier als Abschluss eines Hochzeitsgottesdienstes stellt die Eheleute und die Gemeinde in eine sakramentale Wirklichkeit, die die gegenseitig versprochene und von Gott zugesagte Bindung und Gemeinschaft untereinander und mit Christus vertieft und stärkt.
Je nach Situation kann das Abendmahl als Feier des Lebens (Joh 2,1-11), als Gastmahl (Mk 2,13-17), als Abbild der Vereinigung von Christus und seiner Gemeinde (Eph 5,25-33), als Wegzehrung auf dem nun begonnenen gemeinsamen Lebensweg (2.Mose 16), als Vergewisserung der Gegenwart des Auferstandenen (Lk 24,30f) usw. akzentuiert und gefeiert werden.
Wenn die kirchliche Hochzeit bereits mit einer Taufe verbunden ist, sollte man von der Feier des Abendmahls absehen, da sonst der Gottesdienst überfrachtet würde.
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Rollen

Unter den Kasualien bereitet der Hochzeitsgottesdienst vermutlich am meisten Bedenken hinsichtlich des eigenen Rollenverständnisses. Schließlich möchte der Pfarrer oder Lektor nicht als Zeremonienmeister missbraucht werden und die Pfarrerin oder die Lektorin nicht als freundliche, erfrischende Showmasterin. Dennoch sind auch diese Rollen in einem gewissen Maß anzunehmen. Wer einen Hochzeitsgottesdienst leitet, nimmt immer auch die Rollen einer Liturgin, Ritualleiterin, Seelsorgerin, Priesterin und eben auch eines Moderators und Entertainers ein und steht damit im sakralen Raum vor dem Altar, vor dem Paar, vor der Gemeinde, vor Gott – und zugleich auch auf einer Bühne.
Im Vorbereitungsgespräch ist der Pfarrer auch Seelsorger. Hier können Themen anstehen, die mit der Beziehung des Paares zu tun haben oder mit den jeweiligen Familiensituationen (siehe oben „Vorbereitungsgespräch“).
Dann ist der Pfarrer beim Vorbereitungsgespräch auch Theologe, der die Kasualie Hochzeitsgottesdienst erklärt, theologisch zu Ehe und Partnerschaft gefragt ist und den liturgischen Ablauf mit seinen Spielräumen plastisch werden lässt.
Holt die Pfarrerin die Gemeinde im Talar vor der Kirche ab, tritt sie gleich hier als Repräsentantin der Kirche auf. Sie vermittelt auch Kirchenfernen, dass sie als kompetente Fachfrau den Hochzeitsgottesdienst buchstäblich „halten“ wird. Sie sichert formal den Ablauf und steht inhaltlich durch ihre Bitte um die Gegenwart Gottes für das Wesentliche.
Den Hochzeitsgottesdienst zu moderieren ist wichtig geworden bei Gemeinden, denen die liturgischen Abläufe teilweise oder ganz fremd sind. Die priesterliche Rolle kommt am meisten beim Treueversprechen und beim Segen zum Ausdruck.
Die prophetische Rolle der Pfarrerin kommt besonders in der Predigt zur Geltung (siehe „Predigt“).
Der Pfarrer handelt stellvertretend für die Gemeinde und kann seine Rollen daher mit den Gemeindegliedern „teilen“ (siehe „Besondere Beteiligungsformen“).
Welche Rolle jeweils die vorherrschende sein mag – die anderen Rollen sind ebenfalls anwesend und strahlen aus.
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Ort, Raum und Tourismus

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Welche Kirche?

In der Regel finden Hochzeitsgottesdienste in den Kirchen und Kapellen statt, die als Orte des Gottesdienstes von der Gemeinde genutzt und anerkannt sind. Weil jedoch die Lebensumstände vielfältig und die Bedingungen und Bedürfnisse um die Hochzeit herum vielschichtig geworden sind, unterliegt auch der Ort vermehrt einer Wahl. Dabei zeichnet sich gegen die öffentlichkeitswirksame, statistisch aber doch eher geringe Bevorzugung spektakulärer „locations“ ein breiter Konsens zu Gunsten feierlich-sakraler Räume ab. Schon der standesamtliche Akt verlagert sich im Trend ritueller Anreicherung mit Kerzen, Musik usw. an besondere Orte. Erst recht für die „eigentliche Feier“ suchen sich Paare „ihre Hochzeitskirche“ aus, falls sie sich nicht biographisch durch ihre Taufe und Konfirmation oder auf andere Weise besonders mit ihrer Heimatkirche verbunden wissen. Paare versuchen, für sich zum Erlebnis werden zu lassen, was die traditionelle Vorstellung von einer Hochzeit in der Kirche verspricht, aber in der Ortsgemeinde, besonders in vielen schlichten österreichischen evangelischen Kirchen aus den 1950er bis 1970er Jahren, nur bedingt eingelöst werden kann: eine besondere spirituelle Atmosphäre, Weite, Höhe, Klang, ein Mittelgang – als Alternative zu den Räumen des Alltags.
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Gastfreundschaft empfangen und gewähren

Eine zeitgemäße, mitgliederorientierte Kasualpraxis sollte den Bedürfnissen nach dieser Art Gastfreundschaft nicht nur offen, sondern offensiv begegnen. Anbieter mittelmäßiger Raumqualitäten haben längst verstanden, was der Kirche mit ihren viel besseren Räumen erst noch selbstverständlich werden muss: dass es sich lohnt, zu investieren in Raumpflege, Beleuchtung und Klima und den Gestaltungswünschen entgegenzukommen. Die Lösungen sollten Kirche nicht als bürokratisch und unflexibel erscheinen lassen. Es empfiehlt sich, zwischen evangelischen Pfarrgemeinden in einer Region Regelungen zu treffen, um die Ressourcen zur Betreuung einer Hochzeitskirche nicht von einer einzigen Gemeinde abhängig zu machen. Klare und klar kommunizierte Regeln zu Nutzung und Vergabe, frühzeitige Absprachen im Blick auf personelle Zuständigkeiten sowie deutliche ästhetische und finanzielle Rahmenbedingungen bilden dabei das Pendant zur Großzügigkeit. Besonderes Augenmerk sollte der verbindlichen und umfassenden Absprache mit denjenigen gelten, die den Küsterdienst ausüben.
Besonders häufig sind in Österreich Anfragen von Paaren, die eine evangelische oder „ökumenische“ Hochzeit in einem römisch-katholischen Gotteshaus wünschen, da diese den Vorstellungen von Festlichkeit besonders entsprechen. Da katholische Gemeinden und ihre Geistlichen sehr unterschiedlich auf solche Anfragen reagieren, kann es hilfreich sein, Paaren gegebenenfalls bei der Suche nach Kirchen oder Kapellen beratend zur Seite zu stehen.
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Stationen und Wege

Die Lage einer Kirche, die Größe und Beschaffenheit, der Charakter und die Variabilität des Raumes haben entscheidenden Einfluss auf die Gestalt des Gottesdienstes: Gibt es einen Platz vor der Kirche, auf dem die Gemeinde in Ruhe zusammenfinden, an dem sie begrüßt werden und von dem aus sie einziehen kann? Zieht man als Gemeinde oder nur mit dem Paar ein durch den Haupteingang, durch einen Nebeneingang oder durch eine spezielle Hochzeitstür? Zieht man zur selben Tür wieder aus? Falls kein Mittelgang vorhanden ist, dessen Richtungsvorgabe zu vernachlässigen man sich gut überlegen sollte, zieht man dann über die linke Seite ein und über die rechte aus? Bietet eine kleine Kirche ausreichend Raum? Wenn es sich um eine große Kirche handelt, wählt man den Hauptraum aus, nur den Chor oder eine Seitenkapelle? Vor allem bei einem tiefen oder im Niveau erhöhten Chorraum muss bedacht werden, wo das Paar sitzt: näher an der Gemeinde oder näher am Altar? Sitzen die Zeugen auf zwei extra Stühlen nur wenig neben und hinter dem Paar oder besser in der ersten Reihe? Kommt eine kleine Gemeinde zur Segnungshandlung mit nach vorn und stellt sich im Halbkreis hinter das Paar? Wenn es ein moderner Raum ist oder das Gestühl bewegt werden kann, sitzen vielleicht alle von Anfang an im Halbkreis hinter dem Paar? Entscheidend ist, dass in gutem Kontakt und in der Ausgewogenheit zwischen Nähe und Distanz dem Paar und der Gemeinde gegenüber gesprochen und gehandelt werden kann.
Der Gang des Paares allein mit dem Liturgen oder der Liturgin zum höher gelegenen oder weiter entfernten Altar kann zur Hervorhebung der Handlung beitragen. Der Sitzplatz des Liturgen sollte kurze Wege ermöglichen und sich nicht hinter dem Blickwinkel des Paares etwa in der ersten Reihe befinden. Mitwirkende, z.B. ein Chor, sollten dem Paar nicht unmittelbar gegenübersitzen.
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Im Freien

Angesichts mitteleuropäischer Witterungsverhältnisse ist das Überhandnehmen der Wünsche nach einer weiteren Raumalternative wohl kaum ernsthaft zu fürchten: Hochzeitsgottesdienste im Freien. Auch für das Agieren auf diesem Konfliktfeld sollte gelten: Interpretation statt Konfrontation. Welche persönlich-biographischen Erzählungen des Paares grundieren den Ort? Welche atmosphärisch-erlebnishaften Bedürfnisse spielen eine Rolle? Lässt sich Schöpfungsspiritualität, lässt sich das, was Gras und Ufer, Berge und Himmel für ein Paar bedeuten, vielleicht sogar eindeutiger und wirksamer durch Wort und Musik in der Kirche erfahrbar machen als „in echt“ (und im Nieselregen)? Lassen sich andere Teile des Festes eventuell besser draußen feiern als ausgerechnet der Gottesdienst? Und lässt sich der Gottesdienst als Teil eines mehrgliedrigen Großrituals begreifen, als Station eines Weges, der Außen- und Innenräume umfasst? Davon zeugen alte, ländliche Traditionen: Treffen am Haus, Brautzug durchs Dorf, Hochzeitsgottesdienst in der Kirche, Kaffee im Apfelgarten, Essen und Tanz im Wirtshaus.
Nicht einer ernsthaften (oder humorvollen!) Beratung, aber einer kategorischen Ablehnung des Hochzeitsgottesdienstes im Freien fehlt nach evangelischem Gottesdienstverständnis die Begründung. Davon überzeugt die Vielfalt der biblischen Gottesdienstorte oder Luthers Predigt zur Einweihung der Torgauer Schlosskapelle. Schließlich kann die Kirche ihren Mitgliedern nicht verweigern, was sie selbst nicht nur zu Christi Himmelfahrt im Freien begeht und bei Kirchentagen im Stadion als Beispiel ihrer Vitalität und Zeitnähe präsentiert. Welche Kriterien sind zu beachten?
Der Ort für einen Gottesdienst im Freien sollte auch ohne Worte von sich überzeugen – und doch einer Deutung zugänglich sein. Er sollte einladend wirken. Er sollte geschützt und doch durchlässig wirken, möglichst nicht privat oder gar versteckt liegen. Es sollte kein Transitraum sein, wo Kommen und Gehen herrscht, sondern ein Ort, an dem man verweilt. Er sollte zeitlich zu reservieren sein, die Feier sollte einen Anfang und ein Ende haben können.
Der Ort sollte der Gemeindegröße entsprechen, damit weder das Gefühl der Enge noch das der Verlorenheit entsteht. Der Ort und seine technische Einrichtung sollten ermöglichen, was ein Gottesdienst braucht: Sammlung, Ausrichtung, Verdichtung, bewusstes Aufeinander-Hören, Miteinander-Sprechen und Singen. Technik ist hilfreich, doch wenn sie die Atmosphäre schaffen oder dominieren muss – wozu feiert man dann in der „Natur“? Störungen und Ablenkungen sollten klein gehalten werden. Das betrifft auch mentale Untergründe und symbolische Besetzungen eines Ortes, die mit dem Evangelium unvereinbar sind.
Je weniger liturgische Signifikanz ein Ort zeigt, desto klarer und selbstverständlicher sollte an Zeichen und Symbolen bei der Feier abzulesen sein, dass es sich um einen Gottesdienst handelt. Auch beim Gottesdienst im Freien tragen Liturgin oder Liturg Talar. Es sollte ein Zentrum auszumachen sein, (Altar-)Tisch, Bibel, Kerzen, Blumen, Kreuz. Dabei ist zu bedenken: Dieselben Dinge wirken im Raum anders als im Freien! Es gilt die Balance zu finden zwischen einem Zuviel an sakralem Pathos und einem Zuwenig durch windige Improvisation. Stellproben vor Ort sind unerlässlich.
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Hochzeiten und Tourismus

In vielen Tourismusgebieten Österreichs spielen Hochzeiten von Touristen eine erhebliche Rolle. Paare aus dem In-, besonders aber aus dem Ausland, die sich am Urlaubsort kennengelernt haben, die eine besondere Beziehung zu einem See oder einem Tal haben oder die für ihre Hochzeit die Schönheit der österreichischen Landschaft wünschen, fragen auch in evangelischen Pfarrgemeinden nach Hochzeiten an. Für einige Pfarrgemeinden sind diese Hochzeiten ein erheblicher wirtschaftlicher Faktor. In den letzten Jahren werben auch Weddingplaner und Beherbergungsbetriebe mit Rundum-Packages, die dann durch eine kirchliche Hochzeit ergänzt werden. Es ist empfehlenswert, innerhalb der Pfarrgemeinden Klarheit zu entwickeln, wie mit solchen Anfragen umzugehen ist. Besteht die Bereitschaft von Pfarrerin und Gemeinde, solche Hochzeiten durchzuführen? Wenn ja, wie viele pro Jahr? Welche Wegstrecken werden dafür in Kauf genommen? Welche nicht? Und: In welcher Höhe berechnet die Pfarrgemeinde Kasualgebühren? Auch hier sind Vereinbarungen in der Region sinnvoll.
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Einzug und Auszug

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Einzug

In den Gemeinden gibt es zwei traditionelle Formen: den Einzug der gesamten Hochzeitsgesellschaft mit dem Hochzeitspaar an der Spitze als Abschluss eines Brautzuges durch das Dorf oder den Einzug des Paares mit Pfarrerin, bei dem die bereits in der Kirche sitzende Gemeinde aufsteht. Neben der Beachtung der baulichen Gegebenheiten (ist ein Mittelgang vorhanden?) ist eine gute Abstimmung mit der Kirchenmusik erforderlich, vor allem im Blick auf die Länge des musikalischen Stückes für den jeweiligen Einzug.
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Überlegungen zu einer Choreographie der „Brautübergabe“

Bedingt durch mediale Inszenierungen von Hochzeiten werden unsere traditionellen Einzugsformen im Bewusstsein von Paaren verdrängt durch den Wunsch nach einem Brautübergaberitus nach anglikanischem Muster. Dieser Wunsch des Paares wird von vielen Pfarrerinnen und Pfarrern kritisch beurteilt. Manchmal kann der Konflikt durch eine humorvolle Beratung über den patriarchalen Hintergrund dieses Ritus, in dem die „Braut“ – sie ist im Hochzeitsgottesdienst bereits Ehefrau – von der „Hoheit“ ihres Vaters in die ihres Mannes übergeht, entschärft werden. Ein alternativer Vorschlag zur Veranschaulichung der sozialen Übergänge des jeweiligen Paares kann eine unnütze Konfrontation vermeiden helfen (z.B. unter der Beteiligung weiterer Angehöriger, Freunde und Freundinnen, Einzüge von unterschiedlichen Seiten, Treffpunkt „auf halbem Weg“ im Mittelgang u.a.). Hier sind die Phantasie und das Einfühlungsvermögen der Liturginnen und Liturgen gefragt.
Die alternativen Inszenierungen sollen nachvollziehen lassen, dass auch der Mann einen Weg zurücklegt und beide zusammen einen neuen gemeinsamen Weg zu gehen beginnen. Die symbolisch nachvollzogene, heute meist zeitlich zurückliegende Lösung aus den Ursprungsfamilien könnte für beide Partner dadurch deutlich gemacht werden, dass auch der Mann begleitet wird.
Ein für die Gestaltung wesentlicher Punkt ist die „Übergabe“ selbst, bei der nach herkömmlichem Muster der Vater die Hand der „Braut“ in die des „Bräutigams“ hineinlegt. Eine den modernen Geschlechterrollen angepasste Variante wäre: Die „Braut“ wendet sich selbständig ihrem Mann zu und beide legen ihre Hände ineinander, bevor sie zusammen weitergehen. Die Handlung erhielte insgesamt einen anderen Aussageschwerpunkt: nicht Übergabe eines Besitzes von einer Herrschaft in die andere, sondern ein im Ritual lebendig und spielerisch nachvollzogener Beziehungswechsel selbständiger Personen.
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Auszug

Nicht nur der Einzug bedarf einer klaren Absprache aller Beteiligten, sondern auch der Auszug. Oft braucht er eine klare Ansage am Ende des Gottesdienstes, damit die Gemeinde nicht aus dem Ritual „hinausstolpert“. Der Auszug darf Entspannung erkennen lassen, ohne dass sich die Handlung schon in der Kirche auflösen sollte. Man geht auf Rosen, man geht mit Musik, man geht mit leichten Schritten. Symbolische Aufgaben, die das Paar zu lösen hat, wenn es aus dem Portal tritt, sollten möglichst keinen langen Rückstau für die Gemeinde erzeugen. Örtliche Gepflogenheiten mit dem Zug des Ehepaares um den Altar (allein oder mit der engeren Familie oder mit der ganzen Hochzeitsgesellschaft) sind zu beachten. Wer zieht zuerst aus? Das Paar oder die Gemeinde? Wo besteht die Möglichkeit zu gratulieren? Was erwartet das Paar vor der Kirche durch Arbeitskollegen oder Freunde? Letzteres ist nicht regulierbar, aber doch auf einen gelingenden Auszug hin in den Blick zu nehmen. An der Kirchentür endet dann auch die Verantwortung der Liturgin oder des Liturgen.
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Besondere Beteiligungsformen

Neben Singen, Beten und Hören geht es hier um besondere Formen der Mitgestaltung der Gemeinde am Gottesdienst, weil sie dem protestantischen Anspruch des Priestertums aller Gläubigen Gestalt verleihen.
Dabei muss gewährleistet sein, dass der Pfarrer die Leitung des Gottesdienstes behält. Es ist sinnvoll, dass die Pfarrerin die Beiträge zum Gottesdienst vorab kennt, damit liturgische Stolperfallen vermieden werden und diese nicht dem Sinn dessen, was die Pfarrerin gesagt hat oder sagen will, zuwiderlaufen. Das Angebot des Pfarrers, die Beiträge miteinander zu entwerfen oder zumindest abzusprechen, wird meistens dankbar angenommen.
Die Pfarrerin sollte mit allen Beteiligten einen Organisationstermin verabreden, an dem z.B. der Ablauf, die Positionen der Zeugen, der Umgang mit dem Mikrofon (wie laut und wie langsam muss gesprochen werden, um gut verständlich zu sein), das Ansingen der Lieder etc. geprobt werden können. Dass dies mit einem zusätzlichen Zeitaufwand verbunden ist, steht außer Frage, gibt aber den Beteiligten die Sicherheit, zur feierlichen Gestaltung des Gottesdienstes beitragen zu können.
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Mögliche Formen der Gemeindebeteiligung

Bei der Begrüßung an der Kirchentür werden Gesangbücher oder Liedblätter verteilt. Beim anschließenden Einzug gehen Blumenkinder voran, die Zeugen tragen die Ringe zum Altar und legen sie dort ab. Beim Einzug erhebt sich die Gemeinde von ihren Plätzen oder zieht gemeinsam mit dem Paar in die Kirche ein.
Das Eingangsgebet kann von Angehörigen oder dem Paar gesprochen werden. Vor und nach dem Verkündigungsteil ist Raum für lyrische Texte, Lesungen oder Musik. Symbolhandlungen lassen sich mit der Ansprache in Verbindung bringen, sollten aber wie alle Beteiligungsformen sorgfältig abgesprochen sein. Das Symbol soll sich in den Gesamtablauf einfügen, ohne andere Aussagen und Handlungen zu dominieren. Für die Beteiligten sollten die Handlungen überschaubar und nachvollziehbar sein, daher ist die Konzentration auf ein Symbol oder eine symbolische Handlung sinnvoll.
Die Zeugen haben heutzutage keine offizielle Funktion mehr, trotzdem verzichten wenige Hochzeitspaare auf deren Teilnahme. Sie können als Begleiter des Paares verschiedene Aufgaben übernehmen: Ringe tragen, Brautstrauß und Liedblätter halten, bei der Segnung mitwirken, Lesungen oder Gebete übernehmen, Symbolhandlungen durchführen.
Das Fürbittengebet bietet ebenfalls Gelegenheit, Freunde und Angehörige am Gottesdienst zu beteiligen, eventuell übernimmt der Pfarrer nur die Rahmenverse zu den selbst formulierten Bitten.
Nach dem Schlusssegen können Blumenkinder dem Auszug des Hochzeitspaares aus der Kirche vorangehen. Ob Blumen schon in der Kirche oder erst am Ausgang gestreut werden dürfen, muss im Vorfeld besprochen sein.
Eine weitere Beteiligung der Festgemeinde ist ebenfalls denkbar: So könnte der fast vergessene Brauch der Blumenspende wieder aufgenommen werden. Jeder Gast bringt zum Gottesdienst eine Blume mit, und daraus entsteht ein bunter Altarstrauß.
Wird im Gottesdienst das Abendmahl gefeiert, kann ein Gast selbstgebackenes Brot mitbringen. Das Bibelwort zur Eheschließung kann auf ein Transparent geschrieben und in oder an der Kirche aufgehängt werden. Die Segenswünsche für das Paar, die während des Gottesdienstes verlesen wurden, sind auf Kärtchen notiert, die in das Gästebuch oder Fotoalbum geklebt werden können.
In den Beispielordinarien wird auf zahlreiche Beteiligungsmöglichkeiten hingewiesen.
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Predigt

Die Predigt ist Kommunikation des Evangeliums in Form einer religiösen Festrede. Sie nimmt das Festbedürfnis des Paares auf und sucht nach Bildern, die das gemeinsame Zusammenleben stärken und in einem biblischen Sinn vertiefen. In diesem Sinn ist die Predigt im Hochzeitsgottesdienst schön und mutmachend: Sie vergewissert und vertieft.
Martin Luther spricht in seinem Traubüchlein nicht nur vom „großen ernst“ der Ehe. Er malt in seiner eigenen Predigtpraxis Bilder der himmlischen Hochzeit, damit das Paar „auch gerne wolte in der selbigen erfunden werden.“ (Traupredigt 1536) Darin kommt eine grundlegende Spannung der Predigt im Hochzeitsgottesdienst zum Ausdruck. Sie ist auf der einen Seite realitätsbezogen, denn Eheleute sind – wie andere auch – „arme, sterbliche Menschen“. Ihre Aufgabe ist es, ihre Ehe unter den gegebenen Bedingungen zu gestalten. Auf der anderen Seite „malt“ die Predigt im Hochzeitsgottesdienst aber auch himmlische Bilder, damit sich das Paar in ihnen finden – ja sogar „erfinden“ – kann. In dieser Weise ist sie erdverhaftet und himmelstürmend zugleich. Sie macht dem Paar aus dem Glauben heraus Mut, die Ehe als eine Art verborgenen himmlischen Schatz anzusehen: Es gibt etwas, das über das hinausgeht, was unmittelbar vor Augen ist.
So bewegt sich die Predigt im Hochzeitsgottesdienst zwischen irdischer Realität und himmlischen Bildern. Martin Luther spricht hier mit Bezug auf die Taufe von einer „königlichen“ Würde des Paares: Die Ehe sei der Ort, an dem diese Würde in besonderer Weise erlebt und gelebt werden könne – aber auch auf dem Spiel stehe. Darum wissen nicht nur die, die versammelt sind. Auch dem Paar ist die Angst vor dem Scheitern bewusst. Davon zu sprechen ist zwar nicht primär die Aufgabe der Predigt. Aber sie muss darum wissen, um als ehrliche Rede das Paar und die Gemeinde wirklich ansprechen zu können.
Die Predigt gewinnt, wenn sie in dieser Weise spannungsreich ist. Das betrifft auch das Verständnis des partnerschaftlichen Zusammenlebens. Die Predigt gibt der Freude an der Liebe des Paares Ausdruck. Sie sucht dafür Sprache. Sie erinnert auch daran, dass diese Liebe davon lebt, im anderen nicht sich selbst, sondern wirklich den anderen zu sehen. „Noch ist nicht erschienen, was wir sein werden“ (1.Joh 3,2): Diese biblische Einsicht bedeutet mit Bezug auf Ehe und Partnerschaft, loslassen zu können, sich selbst zurückzunehmen, um beim anderen „hervorlieben“ zu können, was in ihm steckt. Darin zeigt sich etwas von der königlichen Würde des Paares. So ist die biblische Tradition immer auch kritischer Einspruch gegen ein Verständnis von Liebe und Partnerschaft, das nur bei sich selbst bleibt oder sich im anderen zu verlieren droht.
Wird die Predigt im Hochzeitsgottesdienst als religiöse Festrede verstanden, ergeben sich Schlussfolgerungen für den Gesamtprozess. Konstitutiv für sie ist das Vorbereitungsgespräch (siehe „Vorbereitungsgespräche“). In ihm begegnen Pfarrerinnen und Pfarrer dem Paar mit kritischem Einfühlungsvermögen, in einem guten Sinn neugierig – dieses Gespräch ist auf Entdeckungen aus, nicht auf Belehrungen.
Für die Predigt im Hochzeitsgottesdienst ist das Bibelwort zur Eheschließung von besonderer Bedeutung. Paare sind vielfach bereit, sich damit intensiv zu befassen, nicht zuletzt unterstützt von Angeboten im Internet. Sie suchen nach etwas, worin sich verdichten kann, was ihnen als Ehepaar sehr wichtig ist. Nimmt die Predigt einen solchen Spruch zur Grundlage, kann die Predigt das Evangelium in besonderer Weise lebensnah und mit Bezug auf die Vorstellungen, Wünsche und Fragen des Paares zur Sprache bringen.
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Musik

Die Musik ist wesentlicher Teil gottesdienstlicher Handlung. Das vielfältige und farbenreiche Spiel mit Klang und Zeit ist dem Menschen als Gottesgeschenk gegeben. Musik ist Verkündigung. Sie kann besonders intensives Gebet sein, große spirituelle Kraft entwickeln und starke soziale Wirkung entfalten. Sie gestaltet menschliche Emotionen, ist in der Lage, sich mit persönlichem Erlebnis zu verbinden und dieses wieder lebendig zu machen. Lebensstil und Lebensentwicklung können in Musik zum Ausdruck kommen. Über sie definieren Menschen teilweise ihre Persönlichkeit. Das erklärt ihre besondere Bedeutung im Hochzeitsgottesdienst. In der Musik können lebensgeschichtliche Themen und christlich-religiöse Perspektiven zusammenklingen und sich wechselseitig erschließen.
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Singen

Singen ist elementar und eine ganz persönliche musikalische Äußerung. Einzigartig ist das Zusammenwirken von Text und Klang. Gemeindegesang ist gemeinschaftsbildend und ermöglicht die aktive Teilhabe der Kasualgemeinde an der kirchlichen Hochzeit.
Ein generationsübergreifend gepflegtes Liederrepertoire ist hilfreich. Eine sorgfältige Liedauswahl ermöglicht, dass das gemeinsame Singen zum eindrucksvollen Erlebnis wird.
Der gemeindliche Gesang kann mit schlichten Singformen (Refrainlieder, leichte Kanons, neu textierte bekannte Lieder) und Singhilfen (z.B. das Ansingen vor dem Gottesdienst) gefördert werden. Auf Liedwünsche des Paares sollte eingegangen werden. Im Vorbereitungsgespräch können die Kriterien für einen lebendigen Gesang erörtert und die Gesänge gemeinsam vereinbart werden.
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Orgel

Die Orgel hat für kirchliche Feiern einen besonderen Stellenwert. Sie ist als „die Königin der Instrumente“ hervorragend geeignet, den gemeindlichen Gesang zu unterstützen. Als prominenter und unverwechselbarer Ausstattungsgegenstand eines Kirchenraumes fördert sie besonders die Identifikation mit Raum, Gemeinschaft und Kirche. Bearbeitungen von bekannter oder speziell gewünschter Musik, auch aus dem popularmusikalischen Bereich, können das Repertoire ergänzen. Eventuell bedeutet dies aber einen sehr hohen Vorbereitungsaufwand für den oder die Musiker und Musikerinnen.
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Andere Musizierformen

Musik fördert die Erfahrung von zeitlicher Verdichtung und gottesdienstlicher Transzendenz. Instrumental- und Vokalmusik, von Solisten und Chören, aber auch von Freunden und Verwandten vorgetragen, trägt zu einer individuellen und besonderen Gestaltung des Gottesdienstes bei. Livemusik ist hierbei jeder Einspielung von Tonträgern vorzuziehen. Sinnvoll eingesetzt und technisch reibungslos und in hoher Qualität geboten können Musikreproduktionen im Einzelfall ein bereicherndes liturgisches Element sein, wenn es besondere persönliche Gründe dafür gibt.
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Musikauswahl

Aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen kann das Thema „Musik im Hochzeitsgottesdienst“ zu Konflikten führen. Zahlreiche Menschen nehmen vornehmlich über Kasualgottesdienste den Kontakt zur Kirche auf. In diesem punktuellen Kontakt suchen sie häufig eine religiöse und liturgische Deutung ihrer persönlichen Lebens- und Glaubenserfahrung, manchmal auch eine „Bühne“ für den individuellen Lebensstil. Die Musik ist in diesem Zusammenhang ein besonders aussagekräftiges Signal. Was Musik bei Menschen bewirkt, besonders in Situationen des Übergangs, entzieht sich unserem Zugriff. Welche Musik zur geistlichen Musik wird, lässt sich nicht immer klar nachvollziehen und abgrenzen. Im Gottesdienst kann Musik in vielfältiger Weise erklingen, solange sie der christlichen Verkündigung nicht widerspricht. Entscheidend sind nicht der musikalisch vermeintlich angemessene Stil, sondern der inhaltliche Zusammenklang und das überzeugende Zusammenwirken mit den anderen Bestandteilen des liturgischen Rituals. Die Musik im Gottesdienst ist eine Chance, Menschen mit der Kirche und ihrer Botschaft in Verbindung zu bringen. Das sollten Pfarrer und Kirchenmusikerinnen sehen und nutzen.
Auch die Ablehnung eines Musikwunsches muss nach guter Überlegung möglich sein. Der Spielraum, musikalische Wünsche liturgisch einzubeziehen, bleibt dennoch groß; kurze kommentierende Anmerkungen, auch außerhalb der Predigt, sind hier häufig eine Hilfe.
Über die Auswahl der Musik im Gottesdienst sollten Pfarrerinnen, Kirchenmusikerinnen und andere Beteiligte nach einer Verständigung entscheiden. Von professioneller Seite sind mit einfühlsamer Wahrnehmung die Motive und Wünsche hinsichtlich des Stils, des Repertoires, der Art und des Niveaus der musikalischen Gestaltung mit dem gottesdienstlichen Geschehen in Einklang zu bringen.
Besondere musikalische Wünsche, auch die ausgewählten Lieder, sind mit den instrumentalen Möglichkeiten und den Fähigkeiten der Ausführenden in Relation zu setzen, Mehrbelastungen sind zu berücksichtigen und besonders zu vergüten (Extraproben für Kirchenmusiker mit Solistinnen etc.). Der direkte Kontakt zwischen Kirchenmusikerinnen und Hochzeitspaar ist wünschenswert. Kommunikation untereinander ist wichtigstes Merkmal einer gelingenden Planung und Durchführung des Hochzeitsgottesdienstes. Die Musik ist hierbei eine anspruchsvolle und gute Vermittlerin.
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4. Hochzeitsgottesdienste im interkonfessionellen, multireligiösen und pluralen Kontext

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Kirchliche Hochzeiten mit römisch-katholischen Partnerinnen oder Partnern

In Österreich gibt es seit 1984 die bis heute gültige Vereinbarung „Die Trauung katholisch-evangelischer Paare unter Mitwirkung der Bevollmächtigten beider Kirchen“. Eine Zusammenfassung für das Paar bietet der dazugehörige Folder „Einführende Informationen und Hinweise für bekenntnisverschiedene Brautpaare“. Die Paare sollen auf die von beiden Kirchen angebotenen ökumenischen Ehevorbereitungsseminare hingewiesen werden. Siehe dazu auch die liturgischen Abläufe.
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Kirchliche Hochzeiten mit Partnerinnen oder Partnern aus anderen Konfessionen

Für Eheschließungen zwischen evangelischen Christinnen und Christen und ihren Partnerinnen und Partnern aus anderen christlichen Konfessionen gibt es bislang in Österreich weder eine schriftliche Vereinbarung noch eine Handreichung. Im konkreten Fall sind sorgfältige Absprachen notwendig.
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Kirchliche Hochzeiten mit nicht-christlichen Partnerinnen oder Partnern

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Christlich-Jüdische Hochzeiten

Bei christlich-jüdischen Paaren ist auf das besondere Verhältnis von Christentum und Judentum zu achten. Aus dem gemeinsamen Schatz an Texten in der jüdischen Bibel (dem christlichen Alten Testament) kann für den Gottesdienst geschöpft werden, wobei in der Vorbereitung mit dem Paar auch die unterschiedliche Rezeption der Texte im Christentum und Judentum reflektiert werden kann. Die Frage der Religionszugehörigkeit der Kinder bedarf besonderer Sensibilität. Die Halacha (jüdische Rechtsüberlieferung) legt fest, dass Kinder einer jüdischen Mutter von Geburt an jüdisch sind. Gerade aufgrund der extremen Minderheitensituation des Judentums in Österreich ist diese Frage für jüdische Gemeinden existenziell. Aber auch die ablehnende Haltung der Evangelischen Kirche gegenüber einer systematischen Missionierung von Jüdinnen und Juden ist miteinzubeziehen. Davon unbenommen ist das Respektieren der gemeinsamen reflektierten Entscheidung des Paares, ob die Kinder getauft werden oder nicht.
Der Gottesdienst wird in die Matriken eingetragen.
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Hochzeiten mit Angehörigen anderer Religionen und Konfessionslosen

Die Zahl der Hochzeiten mit Partnerinnen und Partnern aus anderen Religionen, aber auch mit Konfessionslosen und Ausgetretenen ist in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen.
So kennt bereits das Neue Testament bestehende Ehen zwischen ChristInnen und Angehörigen nichtchristlicher Religionen (1.Kor 7,12ff). Hier steht die Suche nach angemessenen seelsorglichen und liturgischen Formen im Vordergrund, die für Angehörige anderer Religionen sowie für Konfessionslose und Ausgetretene differenziert Anwendung finden können. Es ist zu berücksichtigen, dass Ausgetretene nicht gleichzustellen sind mit Nichtgetauften und Konfessionslosigkeit nicht bedeuten muss, dass Menschen sich religiöser Lebensdeutung völlig verschließen.
Diese kirchlichen Hochzeiten können prinzipiell nach den Grundformen der hier vorgelegten Agende gestaltet werden. Eine weitere, nichtchristliche religiöse Feier der Eheschließung sollte weder vorausgegangen noch beabsichtigt sein, es sei denn, sie ist im Herkunftsland des nichtchristlichen Partners zur rechtlichen Gültigkeit der Ehe unverzichtbar.
Die vorbereitenden Gespräche mit einer gründlichen Klärung der Situation haben sowohl seelsorglich als auch für die Gestaltung der kirchlichen Hochzeit größte Bedeutung.
Mit beiden Partnern sind wesentliche Inhalte des christlichen Verständnisses von Ehe zu besprechen, beide sollten Offenheit für diese Werte signalisieren und ihr Einverständnis für die Teilnahme an einer kirchlichen Handlung erklären. Insbesondere sollten folgende Punkte bedacht werden:
  • Religionsfreiheit beider Partner – auch in der sichtbaren Ausübung,
  • Gleichberechtigung,
  • Erziehung der Kinder.
Der Gottesdienst wird ins Hochzeitsbuch eingetragen.
Eine Handreichung für Fragen, die sich aus Hochzeiten mit Angehörigen anderer Religionen (insbesondere Angehörigen muslimischen Glaubens und Konfessionslosen) ergeben, steht noch aus. Ihre Erarbeitung wäre aber wünschenswert.
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Mehrsprachige Hochzeitsgottesdienste

Pfarrerinnen und Pfarrer, Lektorinnen und Lektoren können vor der Herausforderung stehen, dass eine einheitliche Muttersprache für die Gemeinde nicht vorausgesetzt werden kann. In dieser Situation besteht die Möglichkeit, gewisse Teile des Gottesdienstes für die Mehrsprachigkeit so zu öffnen, dass der Gottesdienst für alle Beteiligten mehrsprachig verständlich bleibt, ohne auf ermüdende Simultanübersetzungen angewiesen zu sein.
Die einfachste Möglichkeit bieten Lieder, die mehrsprachig vorliegen. In dieser Agende finden sich Vorschläge für Eingangsvotum, Treueversprechen und Segen in den Sprachen unserer Nachbarländer und in Englisch.
Das Vaterunser kann von der Gemeinde in der jeweils eigenen Sprache gleichzeitig gebetet werden.
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5. Begleitung von Paaren bei anderen Segenshandlungen

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Eingetragenen Partnerschaften und faktische Lebensgemeinschaften

Dazu hat die 15. Synode A.B. auf ihrer 2. Session am 9. März 2019 im Punkt 6, das Folgende bestätigend beschlossen: „Eingetragene Partnerschaften und faktische Lebensgemeinschaften können wie bisher im seelsorgerlichen Rahmen gesegnet werden. Die Entscheidung darüber liegt beim jeweiligen Pfarrer bzw. der jeweiligen Pfarrerin.“
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Begleitung von Trennungen

In dieser Agende wird kein liturgisch ausgeformtes Ritual für eine Trennung oder Scheidung vorgelegt, weil die Begleitung von Trennungen ihren Ort in der Seelsorge hat. Dem Wunsch nach einem rituell gestalteten Abschied ist jedenfalls theologisch verantwortet und individuell zu begegnen.
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Ordinarium

ERÖFFNUNG + ANRUFUNG
  • Glockengeläut
  • Abholung an der Kirchentür
  • Einzug mit Musik
  • Votum und Begrüßung
  • [Ringabgabe]
  • Lied
  • [Musik]
  • Psalm
  • Eingangsgebet
  • [Beteiligungsmöglichkeiten]
VERKÜNDIGUNG + BEKENNTNIS
  • [Lied/Musik]
  • Predigt
  • Lied
  • [Musik]
TREUEVERSPRECHEN + SEGNUNG
  • Schriftlesungen aus Altem Testament und Neuem Testament
  • Treueversprechen
  • [Ringwechsel]
  • Segnung des Paares
  • [Kuss]
  • [bei familienbezogener Form: Familiensegen]
  • Lied
  • [Musik]
  • [Beteiligungsmöglichkeiten]
[ABENDMAHL]
SEGEN + SENDUNG
  • Dank- und Fürbittengebet
  • Vaterunser
  • [Bekanntmachungen]
  • Lied
  • Segen
  • [Unterschriften im Hochzeitsbuch]
  • Musik zum Auszug
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Hochzeitsgottesdienst – paarbezogen

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Paarbezogen Form 1

ERÖFFNUNG und ANRUFUNG
GLOCKENGELÄUT
ABHOLUNG AN DER KIRCHENTÜR
L holt das Paar und Begleitpersonen, ggf. auch die Hochzeitsgesellschaft ab.
Zur „Brautübergabe“ siehe die Hinweise in der Einleitung unter „Einzug - Auszug“.
Wo es üblich ist, steht die Gemeinde beim Einzug auf bzw. zieht mit dem Paar ein.
In Absprache mit dem Paar können die Ringe auf eine Schale oder ein Ringkissen gelegt werden, das von einer Zeugin/einem Zeugen oder einer anderen Person hereingetragen und auf den Altar gelegt wird.
Ihr seid gekommen, um vor Gott euer JA zueinander zu geben.
Wir wollen miteinander Gottes Wort hören, für euch beten und um den Segen Gottes für euch bitten.
Tretet ein in das Haus Gottes!
oder eine freie Begrüßung, die auf ein Bibelwort zielen kann, z.B. mit Worten aus Ps 100:
Gehet zu Gottes Toren ein mit Danken,
zu seinen Vorhöfen mit Loben;
denn der Herr ist freundlich,
und seine Gnade währet ewig
und seine Wahrheit für und für.
EINZUG MIT MUSIK
VOTUM UND BEGRÜSSUNG
Wir feiern diesen Hochzeitsgottesdienst im Namen
Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Wir sind hierhergekommen, weil uns daran liegt, dass
diese Ehe gelingt.
Wenn wir zusammenleben wollen,
kommen wir ohne Liebe nicht aus.
Wir sind darauf angewiesen, einander zu vertrauen
und einander gerecht zu werden.
So suchen wir, was uns hilft:
Worte, die nicht täuschen,
Hoffnung, die nicht verblasst,
und Liebe, die glaubhaft ist.
Darum fragen wir nach Gott und wollen uns auf sein
Wort einlassen.
[RINGABGABE]
Die Ringe, die das Paar trägt, können jetzt abgenommen und auf eine Schale auf den Altar gelegt werden.
Gebt eure Ringe.
Ich lege sie auf den Altar zum Zeichen dafür,
dass ihr eure Liebe in den Raum der Liebe Gottes stellt.
LIED [MUSIK]
Siehe Liederliste im Proprium
PSALM
Der Psalm kann, wenn er gedruckt vorliegt, im Wechsel gesprochen werden.
Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist,
und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen.
Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes
und dein Recht wie die große Tiefe.
Herr, du hilfst Menschen und Tieren.
Wie köstlich ist deine Güte, Gott,
dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel
Zuflucht haben!
Sie werden satt von den reichen Gütern deines Hauses,
und du tränkst sie mit Wonne wie mit einem Strom.
Denn bei dir ist die Quelle des Lebens,
und in deinem Lichte sehen wir das Licht.
Ps 36,6-10 (EG 719)
[Ehre sei dem Vater ...]
oder:
Das ist ein köstlich Ding, dem Herrn danken
und lobsingen deinem Namen, du Höchster,
des Morgens deine Gnade
und des Nachts deine Wahrheit verkündigen
auf dem Psalter mit zehn Saiten,
auf der Harfe und zum Klang der Zither.
Denn, Herr, du lässest mich fröhlich singen
von deinen Werken, und ich rühme die Taten
deiner Hände.
Herr, wie sind deine Werke so groß!
Deine Gedanken sind sehr tief.
Ein Törichter glaubt das nicht,
und ein Narr begreift es nicht.
Der Gerechte wird grünen wie ein Palmbaum,
er wird wachsen wie eine Zeder auf dem Libanon.
Die gepflanzt sind im Hause des Herrn,
werden in den Vorhöfen unsres Gottes grünen.
Und wenn sie auch alt werden,
werden sie dennoch blühen, fruchtbar und frisch sein,
dass sie verkündigen, dass der Herr gerecht ist;
er ist mein Fels, und kein Unrecht ist an ihm.
Ps 92,2-7.13-16
[Ehre sei dem Vater ...]
EINGANGSGEBET
Gott, Quelle des Lebens, aus dir strömt die Kraft,
die unsere Liebe gründet, erneuert und verwandelt.
Wir bitten für N.N. und N.N. und für uns alle:
Erfülle uns mit deinem Geist und stärke unsere
Hoffnung auf ein Leben in Frieden und Gerechtigkeit.
[Das bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn,
der mit dir und dem Heiligen Geist lebt
und Leben schafft von Ewigkeit zu Ewigkeit.]
[BETEILIGUNGSMÖGLICHKEITEN]
Z.B. Lesungen, lyrische Texte, Musik
VERKÜNDIGUNG + BEKENNTNIS
[LIED/MUSIK]
Entfällt, wenn musikalische Beiträge folgen.
PREDIGT
LIED/MUSIK
Siehe Liederliste im Proprium
TREUEVERSPRECHEN + SEGNUNG
SCHRIFTLESUNG AUS ALTEM TESTAMENT UND
NEUEM TESTAMENT BEI EHEN VON MANN UND FRAU
Das Paar und die Zeugen stehen auf.
Hört die Worte der Heiligen Schrift:
Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan. Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.
1.Mose 1, 27-28a.31a
oder:
Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht. Und Gott der HERR machte aus Erde alle die Tiere auf dem Felde und alle die Vögel unter dem Himmel und brachte sie zu dem Menschen, dass er sähe, wie er sie nennte; denn wie der Mensch jedes Tier nennen würde, so sollte es heißen. Und der Mensch gab einem jeden Vieh und Vogel unter dem Himmel und Tier auf dem Felde seinen Namen; aber für den Menschen wurde keine Hilfe gefunden, die ihm entsprach. Da ließ Gott der HERR einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen, und er schlief ein. Und er nahm eine seiner Rippen und schloss die Stelle mit Fleisch. Und Gott der HERR baute eine Frau aus der Rippe, die er von dem Menschen nahm, und brachte sie zu ihm. Da sprach der Mensch: Die ist nun Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch; man wird sie Männin nennen, weil sie vom Manne genommen ist. Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und sie werden sein ein Fleisch. Gen 2,18-24
oder:
Jesus sprach: Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer sie am Anfang schuf als Mann und Frau und sprach (1. Mose 2,24): „Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden ein Fleisch sein‟? So sind sie nun nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden! Mt 19,4-6
oder:
Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi. Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie dem Herrn. Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Gemeinde ist – er hat sie als seinen Leib gerettet. Aber wie nun die Gemeinde sich Christus unterordnet, so sollen sich auch die Frauen ihren Männern unterordnen in allen Dingen. Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst für sie dahingegeben, um sie zu heiligen. Er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, damit er für sich die Gemeinde herrlich bereite, die keinen Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern die heilig und untadelig sei. So sollen auch die Männer ihre Frauen lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst. Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehasst; sondern er nährt und pflegt es wie auch Christus die Gemeinde. Denn wir sind Glieder seines Leibes. „Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden ein Fleisch sein“ (1. Mose 2,24). Dies Geheimnis ist groß; ich deute es aber auf Christus und die Gemeinde. Darum auch ihr: ein jeder liebe seine Frau wie sich selbst; die Frau aber habe Ehrfurcht vor dem Mann. Epheser 5,(21-30)31-33
oder:
Der Apostel schreibt: So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld; und ertrage einer den andern und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr! Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. Und der Friede Christi, zu dem ihr berufen seid in einem Leibe, regiere in euren Herzen; und seid dankbar. [Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: Lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit; mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen. Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.] Kol 3,12-15[16-17]
SCHRIFTLESUNG BEI
GLEICHGESCHLECHTLICHEN EHEPARTNERN
Das Paar und die Zeugen stehen auf.
Hört die Worte der Heiligen Schrift:
Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht. Gen 2,18
oder:
Lege mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel auf deinen Arm. Denn Liebe ist stark wie der Tod und Leidenschaft unwiderstehlich wie das Totenreich. Ihre Glut ist feurig und eine gewaltige Flamme. Viele Wasser können die Liebe nicht auslöschen noch die Ströme sie ertränken. Wenn einer alles Gut in seinem Hause um die Liebe geben wollte, würde man ihn verachten?Hhld 8, 6-7
oder:
So ist‘s ja besser zu zweien als allein; denn sie haben guten Lohn für ihre Mühe. Fällt einer von ihnen, so hilft ihm sein Gesell auf. Weh dem, der allein ist, wenn er fällt! Dann ist kein anderer da, der ihm aufhilft. Auch, wenn zwei beieinanderliegen, wärmen sie sich; wie kann ein Einzelner warm werden? Einer mag überwältigt werden, aber zwei können widerstehen, und eine dreifache Schnur reißt nicht leicht entzwei. Pred 4,9-12
oder:
Der Apostel schreibt: So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld; und ertrage einer den andern und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr! Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. Und der Friede Christi, zu dem ihr berufen seid in einem Leibe, regiere in euren Herzen; und seid dankbar. [Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: Lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit; mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen. Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.] Kol 3,12-15[16-17]
TREUEVERSPRECHEN/FRAGE AN DAS EHEPAAR
Im Vorbereitungsgespräch sollte die Reihenfolge der Ehepartner oder Ehepartnerinnen besprochen werden.
Ihr habt die Worte der Heiligen Schrift gehört. Gott
liebt euch, und ihr sollt einander lieben. Gott verspricht
euch die Treue, und ihr sollt einander treu sein.
So frage ich euch vor Gott und dieser Gemeinde:
N.N., willst du N.N., die Gott dir anvertraut, als deine
Frau lieben und achten und mit ihr die Ehe führen, in
guten und in bösen Tagen, ein Leben lang, so antworte:
Ja [mit Gottes Hilfe].
Ehemann: Ja [mit Gottes Hilfe].
N.N., willst du N.N., den Gott dir anvertraut, als deinen
Mann lieben und achten und mit ihm die Ehe führen, in
guten und in bösen Tagen, ein Leben lang, so antworte:
Ja [mit Gottes Hilfe].
Ehefrau: Ja [mit Gottes Hilfe].
oder:
N.N., willst du N.N. [geb. N.], die Gott dir anvertraut,
als deine Partnerin/deinen Partner lieben und ehren
und die Ehe mit ihr nach Gottes Gebot und Verheißung
führen in guten und in bösen Tagen, bis der Tod euch
scheidet, so antworte: Ja [mit Gottes Hilfe].
EhepartnerIn: Ja [mit Gottes Hilfe].
N.N., willst du N.N. [geb. N.], die Gott dir anvertraut,
als deine Partnerin/deinen Partner lieben und ehren
und die Ehe mit ihr nach Gottes Gebot und Verheißung
führen in guten und in bösen Tagen, bis der Tod euch
scheidet, so antworte: Ja [mit Gottes Hilfe].
EhepartnerIn: Ja [mit Gottes Hilfe].
oder:
Nachdem wir das Wort der Heiligen Schrift gehört
haben, frage ich euch vor Gott und seiner Gemeinde:
N.N., willst du N.N. [geb. N.] als deine Ehefrau aus Gottes
Hand nehmen, sie lieben und ehren, Freude und Leid
mit ihr teilen und ihr die Treue halten, bis der Tod euch
scheidet, so antworte: Ja [mit Gottes Hilfe].
Ehemann: Ja [mit Gottes Hilfe].
N. N. [geb. N.], willst du N.N. als deinen Ehemann aus
Gottes Hand nehmen, ihn lieben und ehren, Freude und
Leid mit ihm teilen und ihm die Treue halten, bis der
Tod euch scheidet, so antworte: Ja [mit Gottes Hilfe].
Ehefrau: Ja [mit Gottes Hilfe].
Weitere Treueversprechen siehe Proprium
[RINGWECHSEL]
Gebt einander die Ringe an die Hand als Zeichen eurer
Liebe und Treue.
Das Paar kann sich gegenseitig die Ringe anstecken.
SEGNUNG DES PAARES
L legt die Hände auf die Hände des stehenden oder auf die Köpfe des [knienden] Paares.
Lasst uns für N.N. und N.N. in der Stille beten, dass sie
unter Gottes Segen alle Tage ihres Lebens in Liebe und
Treue einander verbunden bleiben.
– Stilles Gebet –
Reicht einander die rechte Hand.
Der Segen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des
Heiligen Geistes erfülle euch und bleibe bei euch.
oder:
Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist segne euch. Er/Gott
behüte euch in eurer Ehe. Er/Gott leite euch auf euren
Wegen und halte euch in seiner Liebe.
oder:
Gott, Ursprung und Ziel allen Lebens, segne euch:
im Glauben, Lieben und Hoffen.
Weitere Segen im Proprium
[KUSS]
Auf Wunsch kann sich das Paar hier küssen.
LIED/MUSIK
Siehe Liederliste im Proprium
[BETEILIGUNGSMÖGLICHKEITEN]
Z.B. Lesungen, lyrische Texte, Musik, Übergabe einer Hochzeitskerze
[ABENDMAHL]
Texte zum Abendmahl siehe im Proprium, Gottesdienstbuch und ortsübliche Tradition
SEGEN + SENDUNG
DANK- UND FÜRBITTENGEBET
Wenn die Fürbitten von mehreren Personen gelesen werden, soll der wiederkehrende Abschluss der Bitten gemeinsam gesprochen werden.
Gott des Himmels und der Erde,
in Jesus Christus hast du uns deine Liebe geschenkt.
In ihm hast du uns einen Raum eröffnet,
in dem wir leben und lieben können.
Wir bitten dich für N.N. und N.N.:
Erhalte sie in deiner Liebe.
Lass ihre Beziehung stark und lebendig bleiben,
im Geben und Empfangen, im Halten und Lassen,
im Streiten und Versöhnen.
Öffne ihnen den Raum,
in dem sie leben und lieben können.
Wir bitten dich für die Eltern und Familien des Paares.
Hilf ihnen, die beiden loszulassen, damit sie
ihre eigenen Wege gehen können.
Öffne ihnen den Raum,
in dem sie leben und lieben können.
Wir bitten dich auch für Paare,
die es schwer miteinander haben,
deren Partnerschaft gefährdet ist.
Öffne ihnen den Raum,
in dem sie leben und lieben können.
Wir bitten dich für Menschen, die Angst haben, sich
zu binden, denen die Verantwortung zu groß scheint.
Öffne ihnen den Raum,
in dem sie leben und lieben können.
Wir bitten dich für Menschen,
die allein sind und sich einsam fühlen.
Sei du ihnen nahe und lass sie Anschluss finden.
Öffne ihnen den Raum,
in dem sie leben und lieben können.
Wir bitten dich für uns alle mit unseren Sehnsüchten
und Wünschen nach Liebe und Zugehörigkeit.
Öffne uns den Raum,
in dem wir leben und lieben können.
In der Stille bitten wir dich für Menschen,
die uns jetzt besonders am Herzen liegen:
– Stilles Gebet –
Öffne ihnen den Raum,
in dem sie leben und lieben können.
VATERUNSER
Das Vaterunser wird gemeinsam gesprochen oder gesungen.
[BEKANNTMACHUNGEN]
L kann die Hochzeitsbibel oder das Hochzeitsgeschenk überreichen und gibt den Kollektenzweck an.
LIED/Musik
Siehe Liederliste im Proprium
SEGEN
Der Herr segne dich und behüte dich.
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir
und sei dir gnädig.
Der Herr hebe sein Angesicht auf dich
und gebe dir Frieden.
4.Mose 6,24-26
[Unterschriften im Hochzeitsbuch]
MUSIK ZUM AUSZUG
#

Paarbezogen Form 2

ERÖFFNUNG + ANRUFUNG
GLOCKENGELÄUT
ABHOLUNG AN DER KIRCHENTÜR
freie Begrüßung
EINZUG MIT MUSIK, VOTUM UND BEGRÜSSUNG
L holt das Paar und Begleitpersonen, ggf. auch die Hochzeitsgesellschaft ab.
Wo es üblich ist, steht die Gemeinde beim Einzug auf bzw. zieht mit dem Paar ein.
In Absprache mit dem Paar können die Ringe auf eine Schale oder ein Ringkissen gelegt werden, das von einer Zeugin/einem Zeugen oder einer anderen Person hereingetragen und auf den Altar gelegt wird.
Gott, lebendige Quelle und Ursprung von allem.
Wir feiern ein Fest des Lebens.
Jesus Christus, überströmende Liebe mitten unter uns.
Wir feiern ein Fest der Liebe.
Heiliger Geist, bewegende Kraft aus der Höhe.
Wir feiern ein Fest der Begeisterung.
N.N. und N.N. sagen heute vor Gott ihr JA zueinander.
Wir leben alle in Beziehungen:
Beziehungen zwischen Freund und Freundin,
zwischen Nachbarin und Nachbarn,
zwischen Eltern und Kindern, Großeltern und Enkeln,
zwischen Geschwistern, zwischen Liebenden,
zwischen Gott und uns.
Eure Bindung, N.N. und N.N.,
ist ein sichtbares Zeichen der Liebe Gottes.
oder:
Wir rufen das Glück in die Welt hinaus:
N.N. und N.N. lieben sich so sehr,
dass sie eine Bindung für ein ganzes Leben eingehen.
Wir freuen uns, wir sind dabei, wir feiern.
Und wir danken Gott für das Wunder unseres Lebens
und aller Liebe.
oder:
Diese von zwei Angehörigen/Zeugen am Altar gelesene Begrüßung kann in eine freie Begrüßung von L münden.
A Er ist an ihrer Seite, schon eine kleine Weile.
B Sie ist an seiner Seite, schon eine kleine Weile.
A Wir sind an eurer Seite, hier und heute,
aus unterschiedlichen Entfernungen,
mit unterschiedlicher Nähe,
aus unterschiedlichen Bezügen,
und doch alle: an eurer Seite.
B Wir sind heute an eurer Seite, N.N. und N.N.,
um mit euch zu feiern, uns an eurer Liebe zu freuen,
euch auf eurem Weg gute Wünsche mitzugeben,
euch zu begleiten.
A Gott ist an seiner Seite, schon immer,
Gott ist an ihrer Seite, schon immer,
Gott ist an unserer Seite.
oder eine freie Begrüßung
[RINGABGABE]
Gebt eure Ringe. Ich lege sie auf den Altar zum Zeichen
dafür, dass ihr eure Liebe in den Raum der Liebe Gottes
stellt.
LIED [MUSIK]
Siehe Liederliste im Proprium
PSALM
Der Psalm kann, wenn er gedruckt vorliegt, im Wechsel gesprochen werden.
HERR, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist,
und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen.
Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes
und dein Recht wie die große Tiefe.
Herr, du hilfst Menschen und Tieren.
Wie köstlich ist deine Güte, Gott,
dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel
Zuflucht haben! Sie werden satt von den reichen Gütern
deines Hauses, und du tränkst sie mit Wonne wie mit
einem Strom.
Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem
Lichte sehen wir das Licht.
Ps 36,6-10 (EG 719)
oder:
Das ist ein köstlich Ding, dem Herrn danken und
lobsingen deinem Namen, du Höchster,
des Morgens deine Gnade und des Nachts
deine Wahrheit verkündigen. Denn, Herr, du lässest
mich fröhlich singen von deinen Werken, und ich
rühme die Taten deiner Hände.
Herr, wie sind deine Werke so groß!
Deine Gedanken sind sehr tief. Ein Törichter glaubt das
nicht, und ein Narr begreift es nicht.
Aber du, Herr, bist der Höchste
und bleibest ewiglich. Der Gerechte wird grünen wie
ein Palmbaum, er wird wachsen wie eine Zeder auf dem
Libanon.
Die gepflanzt sind im Hause des Herrn,
werden in den Vorhöfen unsres Gottes grünen. Und
wenn sie auch alt werden, werden sie dennoch blühen,
fruchtbar und frisch sein,
dass sie verkündigen, wie der Herr es recht macht;
Er ist mein Fels und kein Unrecht ist an ihm.
Das ist ein köstlich Ding, dem Herren danken und
lobsingen deinem Namen, du Höchster.
Ps 92,2-3.5-7.9.13-16 oder: EG 737 (Ps 92)
[Ehre sei dem Vater ...]
Oder eine Psalmübertragung, siehe Proprium
[EINGANGSGEBET]
Gott, Du
Weiter als alle Worte
Tiefer als jeder Abgrund
Höher als alle Gedanken
Anders als alle Bilder
Wir suchen dich
Wir brauchen dich
Wir bitten dich
Dass du hier bist
Zu dieser Stunde
In diesem Raum
Mit uns
und besonders mit N.N. und N.N.
An dem Ort, an dem wir deine Nähe suchen
Du – der uns längst gefunden hat
Gott, Du
Mit deiner Größe und mit deiner Zartheit
Mit deinen Wundern und mit deinem Schweigen
Höre uns
Öffne uns Erfülle uns
[BETEILIGUNGSMÖGLICHKEITEN]
Z.B. Lesungen, lyrische Texte, Musik
VERKÜNDIGUNG + BEKENNTNIS
[LIED/MUSIK]
Entfällt, wenn musikalische Beiträge folgen.
PREDIGT
LIED [MUSIK]
Siehe Liederliste im Proprium
TREUEVERSPRECHEN + SEGNUNG
SCHRIFTLESUNG AUS ALTEM TESTAMENT
UND NEUEM TESTAMENT
Das Paar und die Zeugen stehen auf.
Hört die Worte der Heiligen Schrift:
Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der
Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe machen, die
ihm entspricht. Darum wird ein Mann seinen Vater und
seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und
sie werden sein ein Fleisch. 1.Mose 2,18.24
Von der Liebe, die Gott schenkt, wird gesagt:
Ihr Lieben, lasst uns einander lieb haben; denn die
Liebe ist von Gott, und wer liebt, der ist aus Gott
geboren und kennt Gott. Wer nicht liebt, der kennt
Gott nicht; denn Gott ist Liebe. Darin ist erschienen die
Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen eingebornen
Sohn gesandt hat in die Welt, damit wir durch ihn
leben sollen. Darin besteht die Liebe: nicht dass wir
Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und
gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsre Sünden.
Ihr Lieben, hat uns Gott so geliebt, so sollen wir uns
auch untereinander lieben. Gott ist Liebe; und wer in
der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.
1. Joh 4,7-11.16b
oder:
Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und
hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder
eine klingende Schelle. Und wenn ich prophetisch reden
könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis
und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen
könnte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts.
Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und
meinen Leib dahingäbe, mich zu rühmen, und hätte
der Liebe nicht, so wäre mir‘s nichts nütze.
Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert
nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht
auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das
Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse
nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit,
sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie
glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.
Die Liebe höret nimmer auf.
[wo doch das prophetische Reden aufhören wird und
das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis
aufhören wird. Denn unser Wissen ist Stückwerk
und unser prophetisches Reden ist Stückwerk. Wenn
aber kommen wird das Vollkommene, so wird das
Stückwerk aufhören. Als ich ein Kind war, da redete ich
wie ein Kind und dachte wie ein Kind und war klug wie
ein Kind; als ich aber ein Mann wurde, tat ich ab, was
kindlich war.]
Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen
Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt
erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen,
gleichwie ich erkannt bin.
Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei;
aber die Liebe ist die größte unter ihnen.
1.Kor 13,1-8a[8b-11]12-13
TREUEVERSPRECHEN/FRAGEN AN DAS EHEPAAR
Im Vorbereitungsgespräch sollte die Reihenfolge der Ehepartner besprochen werden.
Ihr habt gehört: Gott ist für euch da.
Und ihr sollt füreinander da sein.
N.N. und N.N., so versprecht vor Gott und dieser
Gemeinde die Treue!
Ehemann: Ich will dein Mann sein.
Ich will mein Leben mit dir teilen:
im Geben und Empfangen, im Halten und Lassen,
im Streiten und Versöhnen.
Ich will zu dir stehen alle Tage unseres Lebens.
Ehefrau: Ich will deine Frau sein.
Ich will mein Leben mit dir teilen:
im Geben und Empfangen, im Halten und Lassen,
im Streiten und Versöhnen.
Ich will zu dir stehen alle Tage unseres Lebens.
oder als Fragen an das Ehepaar:
Willst du, N.N., an der Seite von N.N. durchs Leben
gehen – willst du dein Leben mit ihr teilen im Geben
und Empfangen, im Halten und Lassen, im Streiten
und Versöhnen? Willst du zu ihr stehen alle Tage eures
Lebens?
So antworte: Ja [mit Gottes Hilfe].
Ehemann: Ja [mit Gottes Hilfe].
Willst du, N.N., an der Seite von N.N. durchs Leben
gehen – willst du dein Leben mit ihm teilen im Geben
und Empfangen,
im Halten und Lassen, im Streiten und Versöhnen?
Willst du zu ihm stehen alle Tage eures Lebens?
So antworte: Ja [mit Gottes Hilfe].
Ehefrau: Ja [mit Gottes Hilfe].
[RINGWECHSEL]
Das Paar kann sich gegenseitig die Ringe anstecken.
Gebt einander die Ringe an die Hand als Zeichen für das
Versprechen, das ihr euch vor Gott gegeben habt.
SEGNUNG DES PAARES
L legt die Hände auf die Hände des stehenden oder auf die Köpfe des knienden Paares.
Lasst uns für N.N. und N.N. in der Stille beten, dass sie
unter Gottes Segen alle Tage ihres Lebens in Liebe und
Treue einander verbunden bleiben.
– Stilles Gebet –
Reicht einander die rechte Hand.
Gott segne euch und eure Liebe:
N.N. und N.N.
N.N. und N.N.
Hier werden die Namen in umgekehrter Reihenfolge wiederholt.
Gott stärke euch bei allem, was ihr zu tun habt.
Gott schütze euch vor dem, was euch bedroht.
Gott beflügle euch zu träumen,
zu hoffen und zu wagen.
Gott segne euch und eure Liebe heute und allezeit.
oder:
Gott, lebendige Quelle, nähre euch mit allem,
was ihr zum Leben braucht.
Jesus Christus, lebendige Liebe, befreie euch
zu gerechtem Tun.
Geist Gottes, lebendige Kraft, beflügle eure Hoffnungen.
Weitere Segen im Proprium
[KUSS]
Auf Wunsch kann sich das Paar hier küssen.
LIED / MUSIK
Siehe Liederliste Proprium
[BETEILIGUNGSMÖGLICHKEITEN]
Z.B. Lesungen, lyrische Texte, Musik, Übergabe einer Hochzeitskerze
[ABENDMAHL]
Texte zum Abendmahl siehe im Proprium, Gottesdienstbuch und ortsübliche Tradition
SEGEN + SENDUNG
DANK- UND FÜRBITTENGEBET
Das Gebet wird von zwei Personen gesprochen, z.B. von den Müttern des Paares, Zeugen, Freundinnen ...
Das zweite A und das zweite B entfallen, wenn es schon bei der Begrüßung verwendet wurde.
Reihenfolge der Namen im Gebet wechseln.
A Er ist an ihrer Seite, schon eine kleine Weile.
B Sie ist an seiner Seite, schon eine kleine Weile.
A Wir sind an eurer Seite, hier und heute,
aus unterschiedlichen Entfernungen,
mit unterschiedlicher Nähe,
aus unterschiedlichen Bezügen,
und doch alle: an eurer Seite.
B Wir sind heute an eurer Seite, N.N. und N.N.,
um mit euch zu feiern, uns an eurer Liebe zu freuen,
euch auf eurem Weg gute Wünsche mitzugeben,
euch zu begleiten.
A Gott ist an seiner Seite, schon immer,
Gott ist an ihrer Seite, schon immer,
Gott ist an unserer Seite.
Darum beten wir:
B Gehend, hüpfend, stolpernd sind wir unterwegs,
tanzend hilfst du uns auf die Sprünge,
mitten in unseren kleinen und großen Schritten
bist du, Gott.
A Begleite N.N. und N.N.,
dass sie ihren Weg finden,
Seite an Seite
in der Balance zwischen Nähe und Distanz.
Entfache immer wieder ihre Lust an und ihre Neugier
aufeinander.
B Begleite uns, die wir an der Seite von N.N. und N.N.
sind.
Lass uns für sie da sein, wenn sie uns brauchen, zum
Feiern wie zum Trösten.
A Begleite uns alle,
die wir in unterschiedlicher Weise leben
und lieben, an Grenzen stoßen und Grenzen
überwinden.
Begleite uns auf den Pfaden der Liebe und der
Achtsamkeit.
B Begleite alle, die heute unterwegs sind,
die heute heiraten und die sich heute trennen,
die sich heute verlieben und die einsam sind,
die gewaltsam auseinandergerissen werden
und die Angst haben, sich zu binden.
In der Stille beten wir weiter für N.N. und N.N.,
für uns selbst und für andere ...
– Stilles Gebet –
A Gehend, hüpfend, stolpernd sind wir unterwegs,
tanzend hilfst du uns auf die Sprünge,
mitten in unseren kleinen und großen Schritten bist du,
Gott.
VATERUNSER
Das Vaterunser wird gemeinsam gesprochen oder gesungen.
[BEKANNTMACHUNGEN]
L kann die Hochzeitsbibel oder das Hochzeitsgeschenk überreichen und gibt den Kollektenzweck an.
LIED/MUSIK
Siehe Liederliste im Proprium
SEGEN
Gott, du, fern und nah, nah und fern,
segne unser Leben.
Jesus, du bei mir, ich bei dir,
segne unser Lieben.
Geist, du in mir, ich in dir,
segne unser Hoffen.
oder:
Gott segne dich und behüte dich.
Gottes Antlitz hülle dich in Licht und sei dir zugeneigt.
Gottes Antlitz wende sich dir zu
und schenke dir Frieden.
[Unterschriften im Hochzeitsbuch]
MUSIK ZUM AUSZUG
#

Hochzeitsgottesdienst – familienbezogen

ERÖFFNUNG + ANRUFUNG
GLOCKENGELÄUT
ABHOLUNG AN DER KIRCHENTÜR
L holt das Paar mit Kind(ern) und Begleitpersonen, ggf. auch die Gemeinde ab.
EINZUG MIT MUSIK
VOTUM UND BEGRÜSSUNG
L Im Namen des Vaters und des Sohnes und des
Heiligen Geistes.
G Amen.
oder:
L Der Friede Gottes sei mit euch allen.
G Amen.
Zum Hochzeitsgottesdienst begrüße ich N.N. und N.N.
mit ...
Wir wollen um Gottes Segen für dieses Paar (und seine
Familie) bitten.
Hier soll auf die Situation des Paares/der Familie Bezug genommen werden. Auf komplexe Familiensituationen ist zu achten.
Es können Hinweise zur Mitgestaltung und zum Ablauf gegeben werden.
[RINGABGABE]
Die Ringe werden an L gegeben, wenn ein Ringwechsel stattfinden soll; L oder eine andere Person legt sie auf einer Schale oder einem Kissen auf den Altar.
Liebes Hochzeitspaar, ihr habt euch füreinander
entschieden und seid nun verheiratet.
Die Ringe, die ihr als Zeichen eures Vertrauens an der
Hand tragt, legen wir auf den Altar:
ein Sinnbild dafür, dass ihr euch von Gottes Vertrauen
und Liebe gehalten und getragen wisst.
oder:
Wir legen eure Ringe auf den Altar,
von dort werdet ihr sie wieder empfangen,
wie ihr das Vertrauen in eure Liebe von Gott empfangt.
LIED [MUSIK]
Siehe Liederliste im Proprium
PSALM
Der Psalm kann, wenn er gedruckt vorliegt, im Wechsel gesprochen werden.
Das ist ein köstlich Ding, dem Herrn danken und
lobsingen deinem Namen, du Höchster,
des Morgens deine Gnade und des Nachts
deine Wahrheit verkündigen. Denn, Herr, du lässest
mich fröhlich singen von deinen Werken, und ich
rühme die Taten deiner Hände.
Herr, wie sind deine Werke so groß!
Deine Gedanken sind sehr tief. Ein Törichter glaubt das
nicht, und ein Narr begreift es nicht.
Aber du, Herr, bist der Höchste
und bleibest ewiglich. Der Gerechte wird grünen wie
ein Palmbaum, er wird wachsen wie eine Zeder auf dem
Libanon.
Die gepflanzt sind im Hause des Herrn,
werden in den Vorhöfen unsres Gottes grünen. Und
wenn sie auch alt werden, werden sie dennoch blühen,
fruchtbar und frisch sein,
dass sie verkündigen, wie der Herr es recht macht;
Er ist mein Fels und kein Unrecht ist an ihm.
Das ist ein köstlich Ding, dem Herren danken und
lobsingen deinem Namen, du Höchster.
Ps 92,2-3.5-7.9.13-16 oder: EG 737 (Ps 92)
[Ehre sei dem Vater...]
[EINGANGSGEBET]
Gott, Liebhaber des Lebens,
aus deiner Güte wächst alles.
Wir bitten dich für diese Familie:
Gib ihnen Lebensfreude für die Jahre, die sich vor ihnen
weiten.
Begleite sie auf dem Weg durch blühende Zeiten.
Lass sie nach dir suchen in grauen Tagen und gib ihnen
die Geduld, auf dich zu warten.
Gott, Liebhaber des Lebens,
bewege unser Herz, dass wir dich suchen.
oder:
Sollte vom Paar gesprochen werden; oder das Gebet wird eingeleitet mit:
„Wir beten mit N.N. und N.N. ...“
Du, Gott, hast uns gefunden und erkannt,
noch bevor wir unseren Namen nennen konnten.
In deiner Liebe gründet unsere Liebe.
Wir danken dir, dass wir uns gefunden und erkannt
haben.
Wir treten vor dich (mit unseren Kindern) und bitten
um deinen Segen.
Dank sei dir für alle, die heute gekommen sind,
unsere Eltern, Geschwister und Freunde.
Wir denken an die, die zu uns gehören.
Nicht alle können heute dabei sein.
In dir, Gott, sind wir alle geborgen.
Lass die Freude des heutigen Tages zum Anfang der
Freude werden, die uns noch erwartet.
[BETEILIGUNGSMÖGLICHKEITEN]
Z.B. Lesungen, lyrische Texte, Musik, Symbolhandlungen
VERKÜNDIGUNG + BEKENNTNIS
[LIED/MUSIK]
Entfällt, wenn musikalische Beiträge folgen.
PREDIGT
LIED/MUSIK
Siehe Liederliste im Proprium
TREUEVERSPRECHEN + SEGNUNG
SCHRIFTLESUNG AUS ALTEM TESTAMENT
UND NEUEM TESTAMENT
Das Paar und die Zeugen stehen auf. Zu diesem Teil des Hochzeitsgottesdienstes können die Kinder nach vorne kommen.
Das Wort Gottes gibt Orientierung für euer
gemeinsames Leben. Es ist nicht weit weg, sondern
spricht in euren Alltag:
Gott sagt: Das Gebot, das ich dir heute gebiete, ist dir
nicht zu hoch und nicht zu fern. Es ist nicht im Himmel,
dass du sagen müsstest: Wer will für uns in den Himmel
fahren und es uns holen, dass wir‘s hören und tun?
Es ist auch nicht jenseits des Meeres, dass du sagen
müsstest: Wer will für uns über das Meer fahren und
es uns holen, dass wir‘s hören und tun? Denn es ist
das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und in
deinem Herzen, dass du es tust. 5. Mose 30,11-14
Jesus Christus sagt: Sorgt euch nicht um euer Leben,
was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren
Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr
als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung?
Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie
ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und
euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn
nicht viel kostbarer als sie? Mt 6,25-26
Alternativ kann auch 1.Kor13 oder Röm 12,9-12 gelesen werden.
TREUEVERSPRECHEN/FRAGEN AN DAS EHEPAAR
Die Varianten Treueversprechen oder Fragen an das Ehepaar entsprechen verschiedenen Familiensituationen.
Im Vorbereitungsgespräch sollte die Reihenfolge der Ehepartner besprochen werden.
Ihr habt aus den Worten der Heiligen Schrift gehört,
dass Gott Menschen leiten und segnen will.
So frage ich euch vor Gott und dieser Gemeinde:
N.N., willst du N.N., die Gott dir anvertraut,
als deine Ehefrau lieben und achten
in guten und in bösen Tagen,
[bis der Tod euch scheidet,]
und mit ihr und denen, die zu euch gehören,
das Leben teilen, so antworte:
Ja [mit Gottes Hilfe].
Ehemann: Ja [mit Gottes Hilfe].
N.N., willst du N.N., den Gott dir anvertraut,
als deinen Ehemann lieben und achten in guten und
in bösen Tagen, [bis der Tod euch scheidet,]
und mit ihm und denen, die zu euch gehören,
das Leben teilen, so antworte:
Ja [mit Gottes Hilfe].
Ehefrau: Ja [mit Gottes Hilfe].
oder:
In der Verantwortung vor Gott und den Menschen gebt
ihr euer Treueversprechen.
N.N., willst du N.N. lieben und achten,
freigeben und schützen,
den Raum der Liebe hüten,
der auch für andere [für eure Kinder] offen ist,
und das Leben annehmen mit allem, was es bringen
mag, in der Zeit, die Gott euch gibt,
so antworte: Ja [mit Gottes Hilfe].
Ehefrau: Ja [mit Gottes Hilfe].
N.N., willst du N.N. lieben und achten,
freigeben und schützen,
den Raum der Liebe hüten,
der auch für andere [für eure Kinder] offen ist,
und das Leben annehmen mit allem, was es bringen
mag,
in der Zeit, die Gott euch gibt,
so antworte: Ja [mit Gottes Hilfe].
Ehemann: Ja [mit Gottes Hilfe].
oder:
In der Verantwortung vor Gott und den Menschen gebt
ihr euer Treueversprechen.
Ich frage dich, N.N.: Willst du deine Frau annehmen und
ihre Würde achten? Willst du sie lieben, das Leben mit
ihr teilen und ihr Schuld vergeben? Willst du mit deiner
Frau zu den Kindern stehen, die euch anvertraut sind?
Willst du deiner Frau in guten und schweren Zeiten
Gefährte sein?
So antworte: Ja [mit Gottes Hilfe].
Ehemann: Ja [mit Gottes Hilfe].
„N.N. und N.N.“, wollt ihr einander lieben und achten ...
Ich frage dich, N.N.: Willst du deinen Mann annehmen
und seine Würde achten? Willst du ihn lieben, das
Leben mit ihm teilen und ihm Schuld vergeben? Willst
du mit deinem Mann zu den Kindern stehen, die euch
anvertraut sind? Willst du deinem Mann in guten und
schweren Zeiten Gefährtin sein?
So antworte: Ja [mit Gottes Hilfe].
Ehefrau: Ja [mit Gottes Hilfe].
Wenn das Paar gemeinsam antworten will:
Ihr habt aus den Worten der Heiligen Schrift gehört,
dass Gott Menschen leiten und segnen will.
N.N. und N.N., antwortet nun auf Gottes Zusage mit
eurem Versprechen.
Oder Ehepaar im Wechsel:
1 Wir haben uns entschlossen,
unseren Lebensweg gemeinsam zu gehen.
Dazu helfe uns Gott.
2 Wir wollen in unserer Ehe auf Gottes Liebe und Güte
vertrauen.
1 Wir wollen Raum lassen zwischen uns,
damit sich Leben entfalten kann.
2 Wir wollen unsere Kinder begleiten,
so gut wir können.
1 Wir wollen in Freude und Leid zusammenhalten
unser Leben lang.
2 Wir wollen einander annehmen
und gemeinsam für andere da sein.
1+2 Dazu segne uns Gott.
[RINGWECHSEL]
So gebt einander die Ringe an die Hand als Zeichen
der Hoffnung auf die Liebe, die nicht endet und ihr
Geheimnis in Gott bewahrt.
SEGNUNG DES PAARES/FAMILIENSEGEN
Gegebenenfalls reichen sich Eltern und Kinder die Hände.
L segnet das Paar, eventuell auch die Kinder, mit erhobenen Händen oder legt die Hand auf die Hände des Paares oder die Hände auf die Köpfe des Paares (und der Kinder).
Reicht einander die Hände –
Gott segne die Worte, die ihr sagt und die Wege, die ihr
geht.
Er segne eure Pläne und das Werk eurer Hände.
Gott segne euren Bund, eure Kinder und alle, die zu
euch gehören [und das ganze Haus].
Der Segen Gottes des Vaters, des Sohnes und des
Heiligen Geistes sei mit euch und bleibe bei euch.
oder ein anderer Segen
Weitere Segen im Proprium
[KUSS]
LIED/MUSIK
Der Segen des Paares oder der Familiensegen wird musikalisch abgeschlossen.
Siehe Liederliste im Proprium
[BETEILIGUNGSMÖGLICHKEITEN]
Z.B. Lesungen, lyrische Texte, Musik, Übergabe einer Hochzeitskerze, Symbolhandlungen (ev. unter Einbeziehung der Kinder)
[ABENDMAHL]
Texte zum Abendmahl siehe im Proprium, Gottesdienstbuch und ortsübliche Tradition
SEGEN + SENDUNG
DANK- UND FÜRBITTENGEBET
Die Fürbitten können von mehreren Personen gesprochen werden.
Deine Güte, Gott, reicht, so weit der Himmel ist. Bring
uns über uns selbst hinaus, wenn wir in der Liebe an
Grenzen kommen,
Wir beten für N.N. und N.N., dass sie in ihrer Beziehung
wachsen und deine Spuren in ihrem Leben suchen.
Wir bitten dich für alle, die diese beiden Menschen
begleitet haben, für ihre Familien, in denen sie
aufwuchsen, für ihre Freundinnen und Freunde, für
Menschen, die ihre Suche nach Gott unterstützen.
Wir bitten dich für alle, die das Verletzliche hüten
und das Unvollkommene annehmen: Lass sie an der
Liebe festhalten, wenn mit größerer Nähe auch die
Verwundbarkeit wächst.
Wir bitten dich für alle, die es schwer miteinander
haben, die sich fremd geworden sind und die mit
Enttäuschungen ringen: Berühre sie mit Liebe, zeige
ihnen neue Wege zueinander.
Wir beten in der Stille: ...
Nimm uns an, wie wir geworden sind im Laufe der Zeit.
Hilf überwinden, was uns misslingt, und vertiefen,
was uns glückt.
Deine Güte, Gott, reicht, so weit der Himmel ist.
Weitere Fürbitten mit Formen der Beteiligung im Proprium
VATERUNSER
Das Vaterunser wird gemeinsam gesprochen oder gesungen.
LIED/MUSIK
Siehe Liederliste im Proprium
[BEKANNTMACHUNGEN]
L kann die Hochzeitsbibel oder das Hochzeitsgeschenk überreichen und gibt den Kollektenzweck an.
SEGEN
Die Weisheit Gottes erfülle euch
und mache euch klug im Miteinander.
Die Liebe Gottes begleite euch
und gebe euch Mut für euren Weg.
Der Geist Gottes verbinde euch
und schenke euch wache Augen
und ein empfindsames Herz.
oder:
Der Herr segne dich und behüte dich.
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei
dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht auf dich und gebe dir
Frieden. 4. Mose 6,24-26
[UNTERSCHRIFTEN IM HOCHZEITSBUCH]
MUSIK ZUM AUSZUG
#

Hochzeitsgottesdienst mit Taufe

ÜBERSICHT
Für den Fall, dass eine Hochzeit mit einer Taufe verbunden werden soll, wird hier die Form Hochzeitsgottesdienst mit Taufe nach der Hochzeit ausgeführt. Möglich ist auch, einen solchen Hochzeitsgottesdienst mit der Taufe beginnen zu lassen (siehe dazu die Übersicht).
ERÖFFNUNG + ANRUFUNG
  • Glockengeläut
  • Abholung an der Kirchentür
  • Einzug mit Musik
  • Votum und Begrüßung
  • [Ringabgabe und Taufkerze]
  • Lied [Musik]
  • Psalm [Eingangsgebet]
  • [Beteiligungsmöglichkeiten]
VERKÜNDIGUNG + BEKENNTNIS
  • [Lied/Musik]
  • Predigt
  • Lied
  • [Musik]
TREUEVERSPRECHEN + SEGNUNG
  • Schriftlesung aus Altem Testament und Neuem Testament
  • Treueversprechen/Frage an das Ehepaar
  • [Ringwechsel]
  • Segnung des Paares
  • [Kuss]
  • Lied
  • [Musik]
TAUFE
  • Überleitung zur Taufe
  • Schriftlesung
  • Tauffrage und Taufversprechen
  • Apostolisches Glaubensbekenntnis
  • Taufe und Taufsegen
  • Taufspruch Taufkerze
  • [Präsentation des Täuflings]
  • Anrede an die Gemeinde
  • Lied
  • [Musik]
SEGEN + SENDUNG
  • Dank- und Fürbittengebet
  • Vaterunser
  • [Bekanntmachungen]
  • Lied
  • [Musik]
  • Segen
  • [Unterschriften in Tauf- und Hochzeitsbuch]
  • Musik zum Auszug
#

Hochzeitsgottesdienst mit Taufe nach der kirchlichen Hochzeit

ERÖFFNUNG + ANRUFUNG
GLOCKENGELÄUT
Die Sitzordnung wird nach den räumlichen Möglichkeiten gestaltet, Halbkreise links und rechts vom Paar stellen deren Familienbezug dar.
ABHOLUNG AN DER KIRCHENTÜR
L holt das Paar mit (den) Kind(ern), Paten und Zeugen, ggf. auch die Gemeinde, ab.
Der Einzug kann als Prozession gestaltet werden: Die Kinder tragen ihre Taufkerzen zur Tauferinnerung, die Paten tragen die Kanne mit Taufwasser, die Zeugen die Ringe zum Altar.
MUSIK ZUM EINZUG
VOTUM UND BEGRÜSSUNG
Hier soll auf die Situation des Paares/der Familie Bezug genommen werden. Auf komplexe Familiensituationen ist zu achten. Es können Hinweise auf die Mitgestaltung und den Ablauf des Gottesdienstes gegeben werden.
L Im Namen des Vaters und des Sohnes und des
Heiligen Geistes.
G Amen.
oder:
L Der Friede Gottes sei mit euch allen.
G Amen.
Wir feiern – die Hochzeit von N.N. und N.N. und die
Taufe von N.N. ...
Freie Begrüßung
Wir wollen um Gottes Segen für dieses Paar und seine
Familie bitten.
[RINGABGABE UND TAUFKERZE]
Die Ringe werden zum Altar gebracht.
Die Kerze für N.N. wird auf den Altar gestellt und das Taufwasser wird zum Taufstein gebracht.
Kinder aus Tauffamilie und Gemeinde entzünden ihre Tauferinnerungskerzen und stellen sie auf den Altar.
Zur kirchlichen Hochzeit und Taufe gehören besondere
Zeichen: Eure Ringe – wir legen sie auf den Altar. Von
dort werdet ihr sie wieder empfangen, wie ihr das
Vertrauen in eure Liebe von Gott empfangt.
Umfangen von eurer Liebe hat das Leben von N.N.
begonnen.
Wir stellen das Wasser und die Taufkerze für seine/
ihre Taufe bereit. Das Licht der Taufe steht über
unserem Leben – Licht von Ostern her.
Zum Zeichen dafür entzünden getaufte Kinder unter
uns ihre Taufkerzen und stellen sie auf den Altar.
LIED [MUSIK]
Siehe Liederliste im Proprium
PSALM
Der Psalm kann, wenn er gedruckt vorliegt, gemeinsam im Wechsel oder ganz gesprochen werden.
HERR, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist,
und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen.
Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes
und dein Recht wie die große Tiefe.
Herr, du hilfst Menschen und Tieren.
Wie köstlich ist deine Güte, Gott,
dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel
Zuflucht haben! Sie werden satt von den reichen Gütern
deines Hauses, und du tränkst sie mit Wonne wie mit
einem Strom.
Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem
Lichte sehen wir das Licht.
Ps 36,6-10 (EG 719)
[Ehre sei dem Vater ...]
oder:
Ps 100 (EG 740)
[EINGANGSGEBET]
Gott, Quelle des Lebens, wir danken dir für unsere
Familie. Wir vertrauen uns dir an als Ehepaar. Wir
vertrauen dir unser Kind an in der Taufe. Schenke
uns deinen Segen, damit wir zum Segen füreinander
werden. Dies bitten wir dich durch Jesus Christus,
unseren Herrn und Bruder.
[BETEILIGUNGSMÖGLICHKEITEN]
Z.B. Lesungen, lyrische Texte, Musik, Symbolhandlungen
VERKÜNDIGUNG + BEKENNTNIS
[LIED/MUSIK]
Entfällt, wenn musikalische Beiträge folgen.
PREDIGT
Die Predigt verbindet die Botschaft des Evangeliums mit beiden Anlässen des Gottesdienstes.
LIED [MUSIK]
Siehe Liederliste im Proprium
TREUEVERSPRECHEN + SEGNUNG
Das Paar und die Zeugen stehen auf. Zu diesem Teil des Gottesdienstes können die Kinder nach vorne kommen.
SCHRIFTLESUNG AUS ALTEM TESTAMENT
UND NEUEM TESTAMENT
Hört, was der Apostel Paulus zu der Liebe sagt, die uns
in Christus begegnet:
Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete
und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz
oder eine klingende Schelle. Und wenn ich prophetisch
reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle
Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge
versetzen könnte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich
nichts.
Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und
meinen Leib dahingäbe, mich zu rühmen, und hätte der
Liebe nicht, so wäre mir‘s nichts nütze.
Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe
eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht
sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie
sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie
rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die
Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie
erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet
alles.
Die Liebe höret nimmer auf.
[wo doch das prophetische Reden aufhören wird und
das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis
aufhören wird. Denn unser Wissen ist Stückwerk
und unser prophetisches Reden ist Stückwerk. Wenn
aber kommen wird das Vollkommene, so wird das
Stückwerk aufhören. Als ich ein Kind war, da redete ich
wie ein Kind und dachte wie ein Kind und war klug wie
ein Kind; als ich aber ein Mann wurde, tat ich ab, was
kindlich war.]
Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen
Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen,
gleichwie ich erkannt bin.
Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei;
aber die Liebe ist die größte unter ihnen.
1.Kor 13,1-8a[8b-11]12-13
Eine weitere Lesung erfolgt mit dem Taufevangelium im Rahmen der Taufhandlung.
Es sind auch andere Lesungen möglich, siehe die Lesungen der anderen Grundformen; gegebenenfalls kann auch der Bibelwort zur Eheschließung in seinem Kontext gelesen werden.
TREUEVERSPRECHEN/FRAGE AN DAS EHEPAAR
Die Varianten der Frage an das Ehepaar/Treueversprechen entsprechen verschiedenen Familiensituationen.
Im Vorbereitungsgespräch sollte die Reihenfolge der Partner besprochen werden.
In der Verantwortung vor Gott und den Menschen gebt
ihr euer Treueversprechen.
N.N., willst du N.N. lieben und achten,
freigeben und schützen,
eurer Liebe Raum geben, der auch für andere [für eure
Kinder] offen ist,
und das Leben annehmen
mit allem, was es bringen mag, in der Zeit, die Gott euch
gibt,
so antworte: Ja [mit Gottes Hilfe].
Ehemann: Ja [mit Gottes Hilfe].
N.N., willst du N.N. lieben und achten,
freigeben und schützen,
eurer Liebe Raum geben, der auch für andere [für eure
Kinder] offen ist,
und das Leben annehmen
mit allem, was es bringen mag, in der Zeit, die Gott euch
gibt,
so antworte: Ja [mit Gottes Hilfe] Ehefrau: Ja [mit Gottes
Hilfe].
oder:
In der Verantwortung vor Gott und den Menschen gebt
ihr euer Treueversprechen.
Wenn das Paar gemeinsam antworten will:
„N.N. und N.N., wollt ihr einander lieben und achten ...“.
Ich frage dich, N.N.:
Willst du deine Frau annehmen und ihre Würde
achten?
Willst du sie lieben, das Leben mit ihr teilen und ihr
Schuld vergeben?
Willst du mit deiner Frau zu den Kindern stehen, die
euch anvertraut sind?
Willst du deiner Frau in guten und schweren Zeiten
Gefährte sein?
So antworte: Ja [mit Gottes Hilfe].
Ehemann: Ja [mit Gottes Hilfe].
Ich frage dich, N.N.:
Willst du deinen Mann annehmen und seine Würde
achten?
Willst du ihn lieben, das Leben mit ihm teilen und ihm
Schuld vergeben?
Willst du mit deinem Mann zu den Kindern stehen, die
euch anvertraut sind?
Willst du deinem Mann in guten und schweren Zeiten
Gefährtin sein?
So antworte: Ja [mit Gottes Hilfe].
Ehefrau: Ja [mit Gottes Hilfe].
oder:
Zu beiden:
Ihr habt in den Worten der Heiligen Schrift gehört,
wie Gott Menschen leiten und segnen will.:
N.N. und N.N., antwortet nun auf Gottes Zusage mit
eurem Versprechen.
Ehepaar im Wechsel (Das Ehepaar kann das Treueversprechen ablesen.)
1 Wir haben uns entschlossen, unseren Lebensweg
gemeinsam zu gehen.
Dazu helfe uns Gott.
2 Wir wollen in unserer Ehe auf Gottes Liebe und Güte
vertrauen.
1 Wir wollen Raum lassen zwischen uns,
damit sich Leben entfalten kann.
2 Wir wollen unsere Kinder begleiten, so gut wir
können.
1 Wir wollen einander annehmen
und gemeinsam für andere da sein.
1+2 Dazu segne uns Gott.
[RINGWECHSEL]
So gebt einander die Ringe an die Hand als Zeichen
der Hoffnung auf die Liebe, die nicht endet und ihr
Geheimnis in Gott bewahrt.
Das Ehepaar wendet sich einander zu.
Das Paar kann sich gegenseitig die Ringe anstecken.
SEGNUNG DES PAARES
Reicht einander die rechte Hand.
L legt die Hände auf die Hände des stehenden oder auf die Köpfe des knienden Paares.
Dazu erheben sich auch die anderen Beteiligten im Altarraum. Die Kinder werden erst später im Familiensegen mit der Familie gesegnet.
Lasst uns für N.N. und N.N. in der Stille beten,
dass sie unter Gottes Segen alle Tage ihres Lebens
in Liebe und Treue einander verbunden bleiben.
– Stilles Gebet –
Gott segne die Worte, die ihr sagt und die Wege,
die ihr geht.
Er segne eure Pläne und das Werk eurer Hände.
Gott segne euren Bund, eure Kinder und alle,
die zu euch gehören, euer ganzes Haus.
Der Segen Gottes des Vaters, des Sohnes und des
Heiligen Geistes sei mit euch und bleibe bei euch.
oder:
Der Segen Gottes, der die Liebe ist,
begleite euch auf eurem Weg,
schenke euch heilende Kräfte
und bleibe bei euch
heute und in den Tagen, die kommen.
[KUSS]
LIED [MUSIK]
Der Segen des Paares wird musikalisch abgeschlossen.
Siehe Liederliste im Proprium
TAUFE
ÜBERLEITUNG ZUR TAUFE
Die Formulierungen sind den realen Gegebenheiten der Familie anzupassen.
Bei einem Kind eines der Ehepartner.
Bei einem gemeinsamen Kind/bei gemeinsamen Kindern des Paares.
Bei einem größeren Kind ist eine Anrede in der 2. Person vorzuziehen:
N.N. und N.N., zu euch gehört N.N., euer gemeinsamer
Sohn/eure gemeinsame Tochter – ihr lebt nicht nur
zu zweit.
Für N.N. wollt ihr da sein – zusammen seid ihr eine
Familie.
Heute an eurem Hochzeitsfest wird N.N. getauft.
Taufe heißt für ihn/sie:
Er/sie ist nicht nur das Kind seiner/ihrer Eltern.
Er/sie ist Gottes geliebtes Kind. Gott hat ihm/ihr das
Leben geschenkt.
Er ist bei N.N. und hält zu ihm/ihr an allen Tagen
seines/ihres Lebens.
Nichts kann ihn/sie aus Gottes Hand reißen. Dafür steht
Jesus Christus.
Er selbst hat uns aufgetragen, Menschen zu taufen
und in die Gemeinschaft der Kirche aufzunehmen.
Davon hören wir aus dem 28. Kapitel des
Matthäusevangeliums:
oder:
N.N. und N.N., zu euch gehört N.N. – ihr lebt nicht nur zu
zweit.
Gemeinsam mit N.N.s Mutter/N.N.s Vater wollt ihr für
ihn/sie da sein.
Bei euch hat er/sie ein zweites Zuhause.
Heute an eurem Hochzeitsfest wird N.N. getauft.
Taufe heißt für ihn/sie: Er/sie ist nicht nur das Kind
seiner/ihrer Eltern.
Er/sie ist Gottes geliebtes Kind.
Gott hat ihm/ihr das Leben geschenkt.
Er ist bei N.N. und hält zu ihm/ihr an allen Tagen
seines/ihres Lebens.
Nichts kann ihn/sie aus Gottes Hand reißen.
... am Hochzeitsfest deiner Eltern wirst du, N.N., getauft.
Taufe heißt für dich ...
Dafür steht Jesus Christus.
Er selbst hat uns aufgetragen, Menschen zu taufen und
in die Gemeinschaft der Kirche aufzunehmen.
Davon hören wir aus dem 28. Kapitel des
Matthäusevangeliums:
SCHRIFTLESUNG
Wo es üblich ist, erhebt sich die Gemeinde.
Ggf. aus einer Kinderbibel, siehe Proprium
Jesus Christus spricht: Mir ist gegeben alle Gewalt im
Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und lehret alle
Völker:
Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was
ich euch befohlen habe.
Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt
Ende. Mt 28,18-20
TAUFFRAGE UND TAUFVERSPRECHEN
Die Eltern und Paten werden ggf. mit Namen angesprochen.
Bei einem größeren Kind wird auch dieses selbst gefragt.
Liebe Eltern, liebe Paten und Patinnen,
ihr wollt, dass euer Kind getauft wird.
Damit übernehmt ihr die Aufgabe, euer Kind im
christlichen Glauben zu erziehen und ihm durch Wort
und Beispiel zu helfen, Gott und die Menschen zu
lieben.
So frage ich euch: Seid ihr dazu bereit?
Eltern, Paten: Ja [wir sind bereit.] (Ja, mit Gottes Hilfe).
und/oder:
N.N., du sollst getauft werden. Bist du dazu bereit?
Kind: Ja [ich bin bereit].
APOSTOLISCHES GLAUBENSBEKENNTNIS
Die Gemeinde erhebt sich zum gemeinsamen Sprechen des Glaubensbekenntnisses und nimmt anschließend wieder Platz.
TAUFE UND TAUFSEGEN
Nennt den Namen des Kindes.
oder:
Wie heißt das Kind?
Nachdem der Name des Täuflings von dem Paten, der Patin oder einem Elternteil genannt ist, begießt L den Kopf des Täuflings dreimal mit Wasser und spricht die Taufformel.
N.N., ich taufe dich in (auf) den Namen des Vaters und
des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Bei dem folgenden Segen kann L dem Täufling die Hand auflegen.
Bei diesen Worten kann L den Täufling mit dem Zeichen des Kreuzes bezeichnen.
Gott segne dich,
er behüte dein Leben und deine Gesundheit,
er gebe dir ein offenes Herz und einen wachen
Verstand.
Er wecke Glauben in dir
und erhalte dich in der Gemeinschaft der Christinnen
und Christen.
Friede sei mit dir.
Im Anschluss daran kann eine Segnung von Eltern und Paten erfolgen.
TAUFSPRUCH
Der Taufspruch wird durch Paten, Angehörige oder L verlesen oder zugesprochen, anschließend setzen die Beteiligten sich wieder.
TAUFKERZE
Die Kerze wird an der Osterkerze oder einer Altarkerze angezündet und auf den Taufstein gestellt bzw. zu den Tauferinnerungskerzen der anderen Kinder.
Zur Erinnerung an seine/ihre Taufe bekommt N.N. eine
Taufkerze geschenkt. Sie kann für ihn/sie angezündet
werden am Tauftag, am Geburtstag, an Tagen, die besonders schön oder besonders schwer sind.
Das warme, tröstliche Licht der Taufkerze sagt:
Gott macht dein Leben hell. Auf ihn kannst du dich
verlassen.
Jesus Christus spricht: Ich bin das Licht der Welt. Wer
mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis,
sondern wird das Licht des Lebens haben. Joh 8,12
[PRÄSENTATION DES TÄUFLINGS VOR DER GEMEINDE]
ANREDE AN DIE GEMEINDE
Die Patin oder ein anderer hält das Kind deutlich sichtbar hoch, damit alle es sehen können, oder trägt es einmal an der Gemeinde vorbei. Ein größeres Kind kann gemeinsam mit seinem Paten gehen.
Die Anrede an die Gemeinde kann mit der Präsentation verbunden werden.
Im Vertrauen auf Gottes Verheißung haben wir N.N.
getauft.
Er/sie gehört von nun an zu unserer Kirche, zur
weltweiten Gemeinschaft der Christinnen und Christen.
Wir alle sind mit dafür zuständig, dass dieses Kind
erfährt, was in der Taufe versprochen wird.
Gott gebe uns allen von seiner Kraft,
damit wir diese Aufgabe an den kleinen und größeren
Kindern unter uns erfüllen können.
LIED [MUSIK]
Siehe Liederliste im Proprium
SEGEN + SENDUNG
DANK- UND FÜRBITTENGEBET
Die Bitten können von verschiedenen Sprechern vorgetragen werden:
Paten, Zeugen, Eltern, Geschwistern des Paares bzw. Täuflings.
Zwischen die Bitten passt ein gesungenes oder gesprochenes Kyrie ... oder ein gesungenes oder gesprochenes Gloria oder ein anderer Gebetsruf.
Guter Gott, wir danken dir für dieses besondere Fest
und bitten dich für N.N., für seine/ihre Eltern N.N. und
N.N., (seine/ihre Geschwister), seine/ihre Großeltern
und Paten,
für alle Familien, in denen Kinder aufwachsen:
dass sie in deinem Sinn miteinander leben,
sich achten, fördern, einander beistehen in den guten
und bösen Tagen ihres Lebens.
Wir rufen: Herr, erhöre uns.
Wir danken dir für Tage voll Lachen und Fröhlichkeit,
die wir genießen.
Nichts davon ist selbstverständlich.
Unsere Kinder sind dein Geschenk, kostbar,
zerbrechlich und aller Mühe wert.
* Wir bitten dich für Tage voll Sorge und Angst:
Gib uns Kraft zum Durchstehen, gib uns Zuversicht,
gib uns Liebe, ein Licht in dunkler Nacht.
* Wir bitten dich für Paare, die um ihre Liebe kämpfen,
für Paare, denen Kinder versagt bleiben, für Familien,
in denen Streit und Lieblosigkeit herrschen, für Kinder,
um die sich niemand kümmert.
* Für uns alle bitten wir dich, Gott:
Bleib uns nahe, wenn wir versagen oder enttäuscht
sind. Gib uns die rechten Worte, wenn unser Rat
gebraucht wird, dass wir Freude teilen und Leid,
dass wir die Hoffnung nicht aufgeben und den Glauben
an dich.
– Stilles Gebet –
Du bist uns Vater und Mutter und hältst uns in deinen
Händen für Zeit und Ewigkeit.
VATERUNSER
Das Vaterunser wird gemeinsam gesprochen oder gesungen.
[BEKANNTMACHUNGEN]
L kann die Hochzeitsbibel oder das Hochzeits- bzw. Taufgeschenk, die Taufurkunde sowie den Patenbrief übergeben und gibt den Kollektenzweck an.
LIED/MUSIK
Siehe Liederliste im Proprium
SEGEN
Der Herr segne dich und behüte dich.
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei
dir gnädig.
Der Herr hebe sein Angesicht auf dich
und gebe dir Frieden. 4.Mose 6,24-26
oder:
Bei dieser Segensform können die jeweils Genannten nacheinander nach vorne treten.
Gott segne euch als Paar und Eltern.
Er hat euch euer Kind (eure Kinder) geschenkt.
Er helfe euch, ihm (ihnen) erste Zeugen des Glaubens
zu werden.
Gott segne euch Paten. Er hat euch in die
Verantwortung für dieses Kind (für diese Kinder)
hineingenommen.
Er helfe euch, eure Aufgabe zu erfüllen.
Gott segne uns alle. Er hat uns zur christlichen
Gemeinde verbunden.
Er helfe uns, auf sein Wort zu vertrauen und nach
seinem Willen zu leben.
[Unterschriften in Tauf- und Hochzeitsbuch]
MUSIK ZUM AUSZUG
Wo es üblich ist, zieht das Paar zum Auszug um den Altar herum. Ggf. werden Blumen gestreut.
#

Hochzeitsgottesdienst mit Taufe vor der Hochzeit

ÜBERSICHT
Ein Hochzeitsgottesdienst mit Taufe kann auch mit der Taufe beginnen; siehe S. 80ff. Die folgende Übersicht zeigt, wie sich der Ablauf darstellt. Textbeispiele für diese Form des Hochzeitsgottesdienstes finden sich im Proprium unter „Taufe“.
ERÖFFNUNG + ANRUFUNG
  • Glockengeläut
  • Abholung an der Kirchentür
  • Einzug mit Musik
  • Votum und Begrüßung
  • [Ringabgabe und Taufkerze]
  • Lied
  • [Musik]
  • Psalm
  • [Eingangsgebet]
  • [Beteiligungsmöglichkeiten]
VERKÜNDIGUNG + BEKENNTNIS
  • [Lied / Musik]
  • Predigt
  • Lied
  • [Musik]
TAUFE
  • Schriftlesung
  • Tauffragen und Taufversprechen
  • Apostolisches Glaubensbekenntnis
  • Taufe und Taufsegen
  • [Beteiligungsmöglichkeiten]
  • Taufspruch
  • Taufkerze
  • [Präsentation des Täuflings]
  • Anrede an die Gemeinde
  • Lied
  • [Musik]
TREUEVERSPRECHEN + SEGNUNG
  • Überleitung
  • Schriftlesung aus Altem Testament und Neuem
    Testament
  • Treueversprechen/Frage an das Ehepaar
  • [Ringwechsel]
  • Segnung des Paares
  • [Kuss]
  • Lied
  • [Musik]
SEGEN + SENDUNG
  • Dank- und Fürbittengebet
  • Vaterunser
  • [Bekanntmachungen]
  • Lied
  • [Musik]
  • Segen
  • [Unterschriften in Tauf- und Hochzeitsbuch]
  • Musik zum Auszug
#

Hochzeitsgottesdienst – kurze Form

ÜBERSICHT
ERÖFFNUNG + ANRUFUNG
  • [Glockengeläut]
  • [Abholung an der Kirchentür]
  • [Einzug mit Musik/Musik]
  • Votum und Begrüßung
  • Eingangsgebet
  • [Psalm]
  • [Lied/Musik]
  • [Beteiligungsmöglichkeiten]
VERKÜNDIGUNG + BEKENNTNIS
  • Predigt
  • Lied
TREUEVERSPRECHEN + SEGNUNG
  • Schriftlesungen aus Altem Testament und Neuem Testament
  • [Treueversprechen/Frage an das Ehepaar]
  • Segnung des Paares
  • [Kuss]
  • Lied/Musik
  • [Beteiligungsmöglichkeiten]
SEGEN + SENDUNG
  • Dank- und Fürbittengebet
  • Vaterunser
  • [Bekanntmachungen]
  • [Lied]
  • Segen
  • [Unterschriften im Hochzeitsbuch]
  • Musik zum Auszug
#

Hochzeitsgottesdienst – kurze Form

ERÖFFNUNG + ANRUFUNG
[GLOCKENGELÄUT]
[ABHOLUNG AN DER KIRCHENTÜR]
[EINZUG MIT MUSIK/MUSIK]
Der Gottesdienst kann mit einem Einzug mit Musik oder nur mit Musik beginnen.
VOTUM UND BEGRÜSSUNG
L Im Namen des Vaters und des Sohnes und des
Heiligen Geistes.
G Amen.
oder:
L Der Friede Gottes sei mit euch allen.
G Amen.
oder: freie Begrüßung
EINGANGSGEBET
Lebendiger Gott,
N.N. und N.N. bitten heute um deinen Segen für ihre
Liebe, für ihr gemeinsames Leben, für ihre Zukunft.
Wir freuen uns mit den beiden: dass sie sich gefunden
haben,
dass sie zu uns gehören und wir zu ihnen,
dass wir heute zusammen feiern.
Danke, guter Gott, dass du dabei bist.
oder:
Guter Gott, du begleitest N.N. und N.N. auf ihrem
gemeinsamen Weg,
du mischst dich ein in ihr Leben mit deinem Wort
und mit deiner Liebe.
Dafür danken wir dir.
Auch für all das Schöne,
das die beiden miteinander erleben,
für die Freude und das Glück,
die sie teilen mit ihren Familien und Freunden.
Wir bitten dich heute mit N.N. und N.N. um deinen
Segen.
Sei du an ihrer Seite, auf Schritt und Tritt,
jahrein, jahraus, auf dem Weg, der vor ihnen liegt.
[PSALM]
[LIED/MUSIK]
[BETEILIGUNGSMÖGLICHKEITEN]
Z.B. Lesungen, lyrische Texte, Hochzeitskerze, Musik
VERKÜNDIGUNG + BEKENNTNIS
PREDIGT
LIED
Siehe Liederliste im Proprium
TREUEVERSPRECHEN + SEGNUNG
SCHRIFTLESUNG AUS ALTEM TESTAMENT
UND NEUEM TESTAMENT
Hört die Worte der Heiligen Schrift:
Vor allem anderen seid darauf bedacht, dass Liebe
unter euch lebendig bleibt. Denn Liebe findet ihren
Weg über jeden Abgrund hinweg, der sich zwischen uns
auftut. Sie vergibt und findet Vergebung.
Seid offen füreinander und nehmt auch andere mit
ihren Sorgen in eurem Leben auf, ohne darüber viele
Worte zu machen.
Setzt euch füreinander ein, jeder mit seinen
Fähigkeiten; nutzt die verschiedenen Möglichkeiten
aus, die sich euch bieten, und wendet alles, was euch
gegeben ist, sinnvoll an.
Aus allen Äußerungen lasst die Wahrheit Gottes
sprechen. Wenn euch eine Aufgabe gestellt ist, dann
erfüllt sie in dem Bewusstsein, die Kraft dazu nicht aus
euch selbst zu haben. Damit in allem, was unter uns
geschieht, Gott zur Geltung komme als Liebe im Sinne
Jesu Christi. Sie wird gültig sein und ihre Kraft erweisen
in allen dahingehenden und kommenden Tagen.
Nach 1.Petr 4,8b-11
oder:
Ihr Lieben, lasst uns einander lieb haben; denn die
Liebe ist von Gott, und wer liebt, der ist von Gott
geboren und kennt Gott. Wer nicht liebt, der kennt Gott
nicht; denn Gott ist die Liebe.
Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass
Gott seinen eingebornen Sohn gesandt hat in die
Welt, damit wir durch ihn leben sollen. Darin besteht
die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern
dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur
Versöhnung für unsre Sünden. Und wir haben erkannt
und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat.
Gott ist Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt
in Gott und Gott in ihm. 1.Joh 4,7-10.16
[TREUEVERSPRECHEN/FRAGE AN DAS EHEPAAR]
SEGNUNG DES PAARES
Reicht einander die Hände und empfangt den Segen
Gottes.
Der Segen Gottes begleite euch auf eurem Weg,
er bleibe bei euch in allem Schönen und Schweren,
heute und in den Tagen, die vor euch liegen.
oder:
Gottes Liebe begleite euch auf eurem Weg.
Jesu Wort gebe euch Mut und Phantasie.
Gottes Geist entzünde eure Liebe immer wieder neu.
Es segne euch Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist.
oder:
Lasst uns für N.N. und N.N. in der Stille beten,
dass sie unter Gottes Segen alle Tage ihres Lebens
in Liebe und Treue einander verbunden bleiben.
– Stilles Gebet –
Reicht einander die rechte Hand.
Der Segen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des
Heiligen Geistes, erfülle euch und bleibe bei euch.
[KUSS]
LIED/MUSIK
Siehe Liederliste im Proprium
[BETEILIGUNGSMÖGLICHKEITEN]
Z.B. Lesungen, lyrische Texte, Musik
SEGEN + SENDUNG
DANK- UND FÜRBITTENGEBET
So vieles geschieht uns,
und wenn wir es dir erzählen, Gott,
lässt du eine Geschichte daraus werden.
N.N. und N.N. kommen heute zu dir,
mitten in ihrer Geschichte,
sie halten inne und empfangen deinen Segen.
Dafür danken wir dir.
Wir bitten dich für die beiden:
dass aus allem, was sie erleben, Geschichten werden
können,
die sie sich und anderen gern erzählen:
alltägliche, spannende, lustige,
auch traurige Geschichten.
Und die langweiligen lass sie auch ertragen.
Wir bitten dich für ihre Familien und Freunde:
dass sie Teil dieser bunten Geschichten bleiben oder
werden,
sich davon erzählen lassen und selber miterzählen,
in fröhlicher Runde
oder im stützenden Gespräch.
Wir bitten dich für uns alle,
für die Traurigen und die Fröhlichen,
und für die, die irgendwie dazwischenstehen:
Lass uns erfahren, dass unsere Geschichten Wunder
sind, die sich einfach nicht aufhalten lassen.
oder:
Guter Gott, N.N. und N.N. haben heute Rast gemacht bei
dir, eine Pause auf ihrem Weg,
um sich zu vergewissern, um sich zu stärken
und um deinen Segen zu empfangen.
Mit den beiden danken wir dir für alles Gute und
Gelungene:
für ihr Ja zueinander, für ihre Familien, für ihre
Freundinnen und Freunde, für das Fest, das wir heute
miteinander feiern können.
Für ihr gemeinsames Leben bitten wir dich um
Menschen, die ihren Weg begleiten, die sie trösten und
beschützen.
Für das tägliche Brot,
für gesellige Abende und fröhliche Runden.
Für Gesundheit und Lebensfreude, für die Möglichkeit
und die Lust zu arbeiten.
Wir bitten dich für uns alle:
Dass wir etwas zu lachen haben jeden Tag, wenn‘s geht.
Um gute Menschen, die unser Leben leichter machen,
wenn‘s nötig ist.
Um gute Zeiten, die uns helfen, auch andere zu
überstehen.
Wir freuen uns an dir, Gott, du mischst dich ein in unser
Leben, mit deinem Wort, mit deiner Liebe, mit deiner
Kraft.
– Stilles Gebet –
VATERUNSER
Das Vaterunser wird gemeinsam gesprochen oder gesungen.
[BEKANNTMACHUNGEN]
L kann die Hochzeitsbibel oder das Hochzeitsgeschenk überreichen und gibt den Kollektenzweck an.
[LIED]
Siehe Liederliste im Proprium
SEGEN
Der Herr segne dich und behüte dich.
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir
und sei dir gnädig.
Der Herr hebe sein Angesicht auf dich
und gebe dir Frieden. 4. Mose 6,24-26
[Unterschriften im Hochzeitsbuch]
MUSIK ZUM AUSZUG
#

Ehejubiläum

#

Gottesdienste zu Ehejubiläen

ÜBERSICHT
ERÖFFNUNG + ANRUFUNG
  • Glockengeläut
  • Abholung/Begrüßung an der Kirchentür
  • Einzug mit Musik
  • Votum und Begrüßung
  • Lied [Musik]
  • Psalm [Eingangsgebet]
  • [Beteiligungsmöglichkeiten]
VERKÜNDIGUNG + BEKENNTNIS
  • Schriftlesungen aus Altem und Neuem Testament
  • Predigt
  • Lied [Musik]
SEGNUNG
  • Segnung des Jubelpaares
  • Musik
  • [Lied]
  • [Beteiligungsmöglichkeiten]
[ABENDMAHL MIT BEICHTMÖGLICHKEIT]
SEGEN + SENDUNG
  • Dank- und Fürbittengebet
  • Vaterunser
  • [Bekanntmachungen]
  • Lied
  • Segen
  • Musik zum Auszug
Gottesdienste zu Ehejubiläen können je nach Ort und Anlass auch der Form einer Andacht folgen (siehe „Begründung der Formen“).
#

Gottesdienste zu Ehejubiläen

EINGANG
GLOCKENGELÄUT
ABHOLUNG/BEGRÜSSUNG AN DER KIRCHENTÜR
Das Ehepaar (oder das Ehepaar und die Gemeinde) kann (können) an der Kirchentür mit freien Worten willkommen geheißen werden.
EINZUG MIT MUSIK VOTUM UND BEGRÜSSUNG
L Im Namen des Vaters und des Sohnes und
des Heiligen Geistes.
G Amen.
[L Unsere Hilfe kommt von dem Herrn,
G der Himmel und Erde gemacht hat.]
oder:
L Der Friede Gottes sei mit euch allen.
G Amen.
Liebes Ehepaar N.N., heute (auf den Tag genau) feiern
Sie Ihr ...-jähriges Ehejubiläum.
Am ... wurden Sie in der ... Kirche in ... durch ... kirchlich
verheiratet.
Sie schauen heute zurück.
Sie freuen sich über alles, was gelungen ist und
erinnern sich auch an das, was schwer war.
Miteinander wollen wir Gott für seine Begleitung in all
den Jahren danken und ihn um seinen Segen für Ihren
weiteren Lebensweg bitten.
oder:
„Dies ist der Tag, den der Herr macht;
lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.“
Mit diesen Worten aus Psalm 118 begrüße ich Sie
herzlich in der ... Kirche. ... Hochzeit feiern Sie, liebes
Ehepaar N.N..
Sie blicken zurück auf ... gemeinsame Jahre.
Eine lange Zeit.
Viel Schönes, aber auch manches Schwere.
Wir freuen uns mit Ihnen über diesen Tag.
Wir wünschen und bitten, dass Gott auch in Zukunft
bei Ihnen sei mit seinem Segen, mit seinem Schutz,
mit seiner Güte.
LIED [MUSIK]
Siehe Liederliste im Proprium
PSALM
Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen
heiligen Namen!
Lobe den Herrn, meine Seele,
und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat: der
dir alle deine Sünde vergibt und heilet alle deine
Gebrechen,
der dein Leben vom Verderben erlöst,
der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit.
Barmherzig und gnädig ist der Herr, geduldig
und von großer Güte.
Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt
sich der Herr über die, die ihn fürchten.
Denn er weiß, was für ein Gebilde wir sind; er gedenkt
daran, dass wir Staub sind.
Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras,
er blüht wie eine Blume auf dem Felde; wenn der Wind
darüber geht,
so ist sie nimmer da, und ihre Stätte kennet sie nicht
mehr.
Die Gnade aber des Herrn währt von Ewigkeit
zu Ewigkeit über denen, die ihn fürchten,
und seine Gerechtigkeit auf Kindeskind bei denen,
die seinen Bund halten und gedenken an seine Gebote,
dass sie danach tun. Lobet den Herrn, alle seine Werke,
an allen Orten seiner Herrschaft!
Lobe den Herrn, meine Seele! Ps 103,1-8.13-18.22
oder: Ps 92 (EG 737) oder Ps 23 (EG 711)
[Ehre sei dem Vater ...]
[EINGANGSGEBET]
Wir beten mit N.N. und N.N.:
Du, Gott, bist da. Du begleitest uns auf unseren Wegen.
Zu dir kommen wir.
In unserem Tempo, mit unserem ganz eigenen Schritt,
dem leichten und beschwingten, dem zaghaften und
schweren.
Wir kommen mit all den Begegnungen und Geschichten
unseres Lebens.
Danke für Bewahrung und Schutz, für Liebe und
Geborgenheit.
Danke für deine Nähe in so vielen Menschen:
[Eltern und Geschwister, Kinder und Enkel,
Freundinnen und Freunde ...]
Wir denken auch an die, die nicht mehr leben.
Vor dir können wir ablegen, was uns schwer geworden
ist.
Bei dir können wir ruhen und rasten, uns stärken und
aufbrechen in die Zeit, die vor uns liegt.
[BETEILIGUNGSMÖGLICHKEITEN]
Z.B. Lesungen, lyrische Texte, Musik, Symbolhandlungen
VERKÜNDIGUNG + BEKENNTNIS
SCHRIFTLESUNGEN AUS ALTEM TESTAMENT
UND NEUEM TESTAMENT
Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass,
seid dankbar in allen Dingen;
denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.
Prüft aber alles und das Gute behaltet.
Meidet das Böse in jeder Gestalt.
Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und
durch und bewahre euren Geist samt Seele und Leib
unversehrt,
untadelig für das Kommen unseres Herrn Jesus
Christus.
Treu ist er, der euch ruft; er wird‘s auch tun.
1.Thess 5,16-18.23-24
oder:
Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage
ich:
Freuet euch! Eure Güte lasst kund sein allen Menschen!
Der Herr ist nahe!
Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst
eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor
Gott kundwerden!
Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft,
wird eure Herzen und Sinne in Christus Jesus
bewahren. Phil 4,4-7
Als Schriftlesung kann der Bibelspruch zur Hochzeit verlesen werden, evtl. in seinem Zusammenhang.
PREDIGT
LIED [MUSIK]
Siehe Liederliste im Proprium
SEGNUNG DES JUBELPAARES
Die Bitten können auch vom Paar selbst gesprochen werden.
Lasst uns mit N.N. und N.N. um Gottes Segen bitten:
Wir danken dir, Gott. Du hast uns einander anvertraut
und uns geholfen, beieinander zu bleiben.
Unter deinem Segen haben wir unser Leben geteilt.
Wir bitten dich: Vergib uns unsere Schuld. Segne uns
aufs Neue.
An deiner Liebe soll sich unsere Liebe erneuern.
Lass uns verbunden bleiben bis in den Tod, bis du uns
aufnimmst in das Leben bei dir.
Der Segenszuspruch erfolgt nach Absprache unter Handauflegung.
Dazu erheben sich die Eheleute, wenn sie können, und reichen einander die rechte Hand.
Die Verwendung und Handhabung dieses Segens sollte vorher mit dem Paar abgestimmt sein.
Der Segen Gottes des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes sei mit euch
und bleibe bei euch jetzt und allezeit.
oder:
Wir bitten um Gottes Segen
für die Zukunft von N.N. und N.N.:
Dazu steht auf – reicht einander die Hand –
schaut euch an –
(seht die Spuren, die euch das Leben ins Gesicht
geschrieben hat –)
und seht:
Es ist ein anderer Mensch
und doch derselbe,
zu dem ihr vor ... Jahren Ja gesagt habt.
Gott wird euch mit seinen Fittichen decken,
und Zuflucht werdet ihr haben unter seinen Flügeln.
Geht euren Weg im Vertrauen auf Gott.
MUSIK [LIED]
[BETEILIGUNGSMÖGLICHKEITEN]
Z.B. Lesungen, lyrische Texte, Musik, Symbolhandlungen
[ABENDMAHL MIT BEICHTMÖGLICHKEIT]
Siehe Gottesdienstbuch und ortsübliche Tradition
SEGEN + SENDUNG
DANK- UND FÜRBITTENGEBET
Die Fürbitten können von verschiedenen Personen gesprochen werden.
Lieber Vater im Himmel, wir freuen uns mit N.N. und
N.N., die heute ihre ... Hochzeit feiern.
Wir danken dir für all das Gute,
das sie erlebt haben in den gemeinsamen Jahren:
Für ihre Liebe.
Für das Zusammenleben in der Familie.
Für die Gesundheit. Für Schaffenskraft,
für den Schwung und die guten Ideen.
Für das Gute, das sie von anderen bekommen haben
und das sie anderen geben konnten.
Nichts davon ist selbstverständlich,
du gütiger Gott, wir danken dir von Herzen für alles.
Wir bitten dich, hilf tragen, was immer sie belasten
mag.
Was verkehrt war, vor dir und untereinander –
du kannst Vergebung schenken.
Was sie sich wünschen, für ihre Zukunft – du weißt es.
So wollen wir dich vor allem um eins bitten:
Lass die beiden weiterhin Vertrauen zu dir haben.
Mach ihren Glauben stark. Lass sie offen sein für deine
Wege.
Und bleib ihnen freundlich zugewandt.
Diese Fürbitte kann gesprochen werden, wenn es vorher keine Segenshandlung gegeben hat.
[Um deinen Segen bitten wir dich aufs Neue
für Tisch und Haus, für Lieben und Arbeiten,
für Wachen und Ruhen für Kommen und Gehen.]
– Stilles Gebet –
oder:
Lasst uns im Frieden den Herrn anrufen:
Herr, erbarme dich.
Für N.N., die heute mit uns das Jubiläum ihrer Hochzeit
feiern,
dass sie dankbar und zuversichtlich ihren Weg weitergehen
unter deinem Segen, Gott,
lasst uns bitten:
* Für die Menschen, die sie begleiten auf ihrem Weg,
für ihre Angehörigen und Freunde,
dass sie in Liebe mit ihnen verbunden bleiben und
ihnen beistehen, wenn sie Hilfe brauchen,
lasst uns bitten:
* Für alle Jungverheirateten, dass auch sie einmal
danken können für eine lebenslange Gemeinschaft
unter Gottes Segen,
und für alle, die noch auf der Suche sind nach einem
Lebensgefährten oder einer Lebensgefährtin,
dass ihre Sehnsucht nach Liebe und Treue Erfüllung
findet,
lasst uns bitten:
* Für alle gefährdeten Ehen, für die Enttäuschten und
Verlassenen, die Eifersüchtigen und die Leichtfertigen,
dass sie den Glauben an die Liebe nicht verlieren und
entdecken, wo sie gebraucht werden,
lasst uns bitten:
* Für alle, die uns heute fehlen, für die Kranken, die
Müdegewordenen,
auch für die Verstorbenen, dass sie bei dir, Gott,
geborgen sind,
lasst uns bitten:
* Für unsere Gemeinde und die ganze Kirche, dass sie
den Fragenden Antwort, den Unsicheren Halt und den
Leidenden Trost gibt,
lasst uns bitten:
* Für unser Volk und die Gemeinschaft der Völker,
dass die Hoffnung auf Frieden und Gerechtigkeit
erfüllt wird,
lasst uns bitten:
* Auf dein Erbarmen, Gott, sind wir angewiesen, jeder
für sich und alle gemeinsam.
Hilf uns, auf dein Wort zu hören und uns dir
anzuvertrauen,
heute wie gestern und morgen wie heute, bis an das
Ende unseres Lebens.
VATERUNSER
Das Vaterunser wird gemeinsam gesprochen oder gesungen.
[BEKANNTMACHUNGEN]
L gratuliert, kann eine Urkunde und ein Geschenk überreichen und sagt den Kollektenzweck an.
„Kleine“ Grußworte können hier gesprochen werden; der Kirchenbucheintrag von damals kann vorgelesen werden.
LIED
Siehe Liederliste im Proprium
SEGEN
Der Herr segne dich und behüte dich.
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei
dir gnädig.
Der Herr hebe sein Angesicht auf dich und gebe dir
Frieden. 4.Mose 6,24-26
MUSIK ZUM AUSZUG
#

Gottesdienst zur Silberhochzeit

ÜBERSICHT
ERÖFFNUNG + ANRUFUNG
  • Glockengeläut
  • Abholung an der Kirchentür
  • Einzug mit Musik
  • Votum und Begrüßung
  • [Eingangsgebet]
  • Lied [Musik]
  • [Sündenbekenntnis]
  • Psalm
  • [Musik]
  • [Aufforderung zu Bittruf und Lobpreis]
  • [Beteiligungsmöglichkeiten]
VERKÜNDIGUNG + BEKENNTNIS
  • Schriftlesungen aus Altem Testament und Neuem Testament
  • Lied/Musik
  • Predigt
  • Lied [Musik]
SEGNUNG
  • Segnung des Paares
  • Musik
[ABENDMAHL]
SEGEN + SENDUNG
  • Dank- und Fürbittengebet
  • Vaterunser
  • Lied
  • [Musik]
  • Segen
  • Musik zum Auszug
#

Gottesdienst zur Silberhochzeit

ERÖFFNUNG + ANRUFUNG
GLOCKENGELÄUT
ABHOLUNG AN DER KIRCHENTÜR
EINZUG MIT MUSIK
VOTUM UND BEGRÜSSUNG
L Der Friede Gottes sei mit euch allen.
G Amen.
Mitten im Leben: ein Fest.
Zeit zum Rasten, Staunen, Wundern.
Was für ein Glück!
Zwei sind noch zusammen.
War es nur Glück – nicht auch Arbeit?
Das war es – und wird es auch in Zukunft sein.
Zwei bleiben zusammen. Abgemacht.
Der Blick geht zurück:
Wofür ist zu danken, was loszulassen?
Der Blick nach vorn:
Was ist zu hoffen, was zu bedenken?
Der Augenblick:
jetzt und hier, Atem und Herzschlag,
in deiner Gegenwart, Gott.
oder: eine freie Begrüßung
[EINGANGSGEBET]
Wir beten mit N.N. und N.N.:
Gott, du mischst dich ein in unser Leben –
leise, unsichtbar, oft ohne dass wir es merken.
Alles liegt vor dir. Unser Weg von Anfang an.
Du gingst mit. Du gabst uns Zeichen. Hast du uns
geleitet:
die Wege und die Umwege, das Vor und das Zurück?
Wir danken dir, und wir bitten dich:
Sei bei uns, heute und weiterhin.
Nimm unseren Dank.
Umfange uns mit Liebe.
Forme uns neu aneinander.
Lass uns wachsen
und dem gewachsen sein, was kommt.
LIED [MUSIK]
Siehe Liederliste im Proprium
[SÜNDENBEKENNTNIS]
Ob ein Sündenbekenntnis gesprochen wird und welches, muss ausführlich vorbesprochen werden.
Anstelle des Sündenbekenntnisses können Bittruf und Lobpreis nach dem Psalm folgen.
Gemeinsam zurückblicken auf 25 Jahre:
Auch das bedenken, was nicht gelungen ist,
sich erinnern, was man schuldiggeblieben ist,
als Paar, in der Familie,
unter Freundinnen und Freunden,
dazu ist heute Gelegenheit.
In der Stille bringen wir es vor Gott:
– Stille –
oder:
Gott, wir bringen vor dich:
... Texte zur Auswahl siehe Proprium
Gott, wir bitten dich, vergib
uns und lass uns einander vergeben.
Lass die Wunden heilen.
An den schwierigen Erfahrungen lass uns wachsen.
Schenk uns immer wieder einen neuen Anfang
und mach uns frei für den Weg, der vor uns liegt.
PSALM
Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist,
und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen.
Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes
und dein Recht wie die große Tiefe.
Herr, du hilfst Menschen und Tieren.
Wie köstlich ist deine Güte, Gott,
dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel
Zuflucht haben!
Sie werden satt von den reichen Gütern deines Hauses,
und du tränkst sie mit Wonne wie mit einem Strom.
Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem
Lichte sehen wir das Licht.
Ps 36,6-10 (EG 719)
oder ein anderer Psalm
[MUSIK]
[AUFFORDERUNG ZU BITTRUF UND LOBPREIS]
Bittruf und Lobpreis können an die Stelle eines Sündenbekenntnisses treten.
Wir blicken zurück auf 25 gemeinsame Jahre.
Wir bedenken auch, was nicht gelungen ist.
Wir legen ab, was uns belastet
und bitten Gott (in der Stille) um Vergebung:
– Stilles Gebet –
L Herr, erbarme dich.
Alle: Herr, erbarme dich.
Das „Herr, erbarme dich“ kann auch gesungen werden (EG 178.11).
Gott vergibt und lässt uns einander vergeben.
Wunden lässt er heilen.
An schwierigen Erfahrungen wachsen wir.
Gott schenkt einen neuen Anfang
und macht uns frei für den Weg, der vor uns liegt.
Wir loben Gott und singen:
Alle: Ehre sei Gott in der Höhe
oder „Ich lobe meinen Gott“ 272
[BETEILIGUNGSMÖGLICHKEITEN]
Z.B. Lesungen, lyrische Texte, Musik
VERKÜNDIGUNG + BEKENNTNIS
SCHRIFTLESUNGEN AUS ALTEM TESTAMENT
UND NEUEM TESTAMENT
Jesus Christus sagt: Sorgt euch nicht um euer Leben,
was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren
Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr
als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung?
Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht,
sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen;
und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr
denn nicht viel kostbarer als sie? Wer ist aber unter
euch, der seiner Länge eine Elle zusetzen könnte, wie
sehr er sich auch darum sorgt? Und warum sorgt ihr
euch um die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Feld
an, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht, auch spinnen
sie nicht. Ich sage euch, dass auch Salomo in aller
seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine
von ihnen. Wenn nun Gott das Gras auf dem Feld so
kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen
geworfen wird: Sollte er das nicht viel mehr für euch
tun, ihr Kleingläubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen
und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir
trinken? Womit werden wir uns kleiden? Nach dem
allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater
weiß, dass ihr all dessen bedürft.
Mt 6,25-32
oder: Joh 2,1-11
LIED/MUSIK
Siehe Liederliste im Proprium
PREDIGT
LIED/MUSIK
Siehe Liederliste im Proprium
SEGNUNG
SEGNUNG DES PAARES
„Sehen“
Vom Paar (1 und 2) im Wechsel gesprochen.
Oder von L in die 2. Ps. Pl. umformuliert gesprochen.
Oder eine andere Form der Frage an das Ehepaar, die bei der kirchlichen Hochzeit verwendet wurde.
L Heute steht ihr wieder vor einem Altar wie vor
25 Jahren.
1 Wir sehen uns an.
2 Wir sehen zurück.
1 Wir erinnern uns.
2 Wir hören uns die alten Worte versprechen:
L „N., willst du N. als deine Ehefrau/Ehemann
aus Gottes Hand nehmen,
sie lieben und ehren, Freude und Leid mit ihr teilen
und ihr dir Treue halten, bis der Tod euch scheidet?“
Wir bitten heute mit euch erneut um die Kraft,
das Versprechen zu halten.
Der Segen wird jeweils mit diesem Segensspruch abgeschlossen:
So segne und schütze euch der lebendige Gott,
Vater, Sohn und Heiliger Geist.
oder:
„Nehmen“
L Heute steht ihr wieder vor einem Altar wie vor
25 Jahren.
Ihr seht euch an. Ihr seht zurück. Ihr versprecht euch
einander aufs Neue:
1 Ich nehme dich wieder.
2 Ich nehme dich beim Wort.
1 Ich nehme dich, wie du bist.
2 Ich nehme es mit dir auf.
1 Auf ein Neues.
L Aus Gottes Fülle nehmen wir Gnade um Gnade.
Wir glauben an die Verheißung:
Bittet, so werdet ihr nehmen,
dass eure Freude vollkommen sei.
oder:
„Stehen“
L Heute steht ihr wieder vor einem Altar wie vor
25 Jahren.
Ihr seht euch an. Ihr seht zurück. Ihr versprecht euch
einander aufs Neue:
1 Wir stehen und nehmen uns an der Hand.
2 Ich will zu dir stehen.
1 Mit dir durchstehen, was auch kommen mag.
2 Ich will dir nicht auf den Füßen stehen.
1 Ich will dir nicht den Weg abschneiden.
2 Ich will dich stützen, tragen, dir helfen
1 mit dir losrennen, balancieren, tanzen.
L Du, Gott, bist unser Weg.
Du stellst unsere Füße auf weiten Raum.
oder:
„Lassen“
L Bevor wir Gott um den Segen für das Paar bitten,
hören wir ihr Versprechen.
1 Wir verlassen uns.
2 So wie wir waren, sind wir nicht mehr.
1 Wir lassen zurück.
2 Wir lassen los.
1 Wir lassen uns ein auf die Zukunft.
2 Wir lassen uns fallen.
1 Wir lassen uns nicht aus den Augen.
2 Wir verlassen uns aufeinander und auf Gott.
1 Gelassen wollen wir weitergehen ...
L ... nicht ohne dich, Gott.
Wir lassen dich nicht, du segnest uns denn.
MUSIK
[ABENDMAHL]
Texte zum Abendmahl siehe im Proprium, Gottesdienstbuch und ortsübliche Tradition.
SEGEN + SENDUNG
DANK- UND FÜRBITTENGEBET
In Auswahl verwenden
Guter Gott, wir freuen uns mit N.N. und N.N.,
die heute ihre Silberne Hochzeit feiern.
Wir danken dir mit den beiden für alles,
was ihr Leben reich und schön gemacht hat
in den vielen Jahren.
Für alles, was blühen, wachsen und reifen konnte
unter deinem Segen.
Jede Erfahrung – einmalig und kostbar, ein Schatz,
aus dem sich ihre Liebe speist.
Für ihre Familie danken wir dir, für das Glück,
mit Kindern (Enkeln, Eltern) zu leben.
Für gute Freundinnen und Freunde.
Wir danken dir für die Fähigkeiten, mit denen sie sich
einbringen,
für ihre Freundschaft, die Geselligkeit,
die Hilfsbereitschaft
(den Humor, das ehrenamtliche Engagement, die guten
Ideen ...).
Wir bitten dich, Gott, gib N.N. und N.N.
Zeit füreinander in der Mitte des Lebens,
wo sich so vieles drängt:
freie Zeit, erfüllte Zeit, Zeit zu lieben.
Lass es nicht fehlen an Gelassenheit und Geduld,
nicht an Großzügigkeit und an Respekt voreinander.
Gib der Zärtlichkeit Raum,
der erfahrenen und der ersehnten.
Für uns alle bitten wir dich – wie für die beiden –
um die Energie, Streit anzufangen, wenn’s nötig ist;
und um das Geschick, ihn zu beenden.
Um Fairness, wenn wir unsere Aufgaben teilen und
unsere Kräfte.
Dass wir uns gegenseitig unterstützen und Halt geben
können.
Die manchmal schwere Arbeit am Glück
lass uns leicht von der Hand gehen.
Gib, dass wir aufeinander hören,
miteinander reden und schweigen können.
Um Offenheit bitten wir dich und darum,
dass wir uns unsere kleinen Geheimnisse erlauben.
Immer neu schärfe unseren Blick für das Wesentliche:
für die Liebe.
Gott, versöhne, erneuere und lenke uns.
Sei du selbst an unserer Seite.
– Stilles Gebet –
VATERUNSER
Das Vaterunser wird gemeinsam gesprochen oder gesungen.
LIED/MUSIK
SEGEN
Der Herr segne dich und behüte dich.
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei
dir gnädig.
Der Herr hebe sein Angesicht auf dich
und gebe dir Frieden. 4. Mose 6,24-26
MUSIK ZUM AUSZUG
Siehe Liederliste im Proprium
#

Evangelische kirchliche Hochzeit unter Mitwirkung eines römisch-katholischen Liturgen

ERÖFFNUNG + ANRUFUNG
  • Empfang und Einzug mit Musik
  • Begrüßung und Votum
  • [Lied]
  • Eingangsgebet und/oder Psalmgebet
VERKÜNDIGUNG + BEKENNTNIS
  • Lesung/en
  • [Lied/Musik]
  • Predigt
  • [Lied/Musik]
TREUEVERSPRECHEN + SEGNUNG
  • Schriftlesungen aus Altem Testament und Neuem Testament
  • Treueversprechen
  • [Ringwechsel]
  • Segnung des Paares
  • [Kuss]
  • Lied]
  • [Musik]
SEGEN + SENDUNG
  • Dank- und Fürbittengebet
  • Vaterunser
  • [Bekanntmachungen]
  • Segen
  • Lied
  • [Unterschriften im Hochzeitsbuch]
  • Musik zum Auszug
#

Römisch-katholische Trauung unter Mitwirkung einer evangelischen Liturgin oder eines evangelischen Liturgen

ERÖFFNUNG + ANRUFUNG
  • Empfang des Brautpaares
  • Einzug mit Musik
  • Begrüßung und Einführung in die Feier
  • Kyriegebet
  • Eröffnungsgebet
VERKÜNDIGUNG + BEKENNTNIS (Wortgottesdienst)
  • Lesungen und Gesänge zu den Lesungen
  • Predigt
TRAUUNG
  • Befragung nach der Bereitschaft zur christlichen Ehe
  • Segnung der Ringe
  • Vermählung
  • Bestätigung der Vermählung
  • Feierlicher Trausegen
SEGEN + SENDUNG
  • Fürbitten
  • Vaterunser
  • Schlussgebet
  • Danklied
  • Unterzeichnung im Trauungsdokument
  • [Überreichung von Brot, Wein, Salz und Kerze]
  • Segen
  • Musik zum Auszug
#

Proprium

##

Begrüßung

#

1. Allgemein

Gnade sei mit euch und Friede von Gott.
Herzlich willkommen zum Fest des Lebens,
zum Fest Ihrer Liebe, liebe N.N. und N.N.,
mit Ihren Gästen von nah und fern.
Wir feiern mit Ihnen Ihre Freude, Ihr Glück;
wir freuen uns mit Ihnen an Ihrem Ja, an Ihrer Liebe.
Gottes Geist der Liebe, der Kraft und der Besonnenheit
verbinde uns miteinander
und mit Gott.
#

2. Allgemein

Hochzeit – hohe Zeit, besondere Zeit.
Ihr habt euch gefunden, liebe N.N. und lieber N.N.,
und wollt heute eure Liebe feiern.
Dazu habt ihr viele Verwandte und Freunde eingeladen.
Beginnen wollt ihr euer Fest mit der kirchlichen Hochzeit.
Seid alle herzlich willkommen, die ihr zu diesem
Gottesdienst gekommen seid, um für N.N. und N.N. zu beten
und Gottes Segen zu erbitten.
Gott helfe uns, in seiner Liebe zu finden,
was uns miteinander leben lässt und froh macht.
#

3. Ehejubiläum

Eine Goldene Hochzeit können wir heute feiern.
50 Jahre sind Sie miteinander durchs Leben gegangen.
Was für eine lange Zeit, welch eine Gnade!
Wie sehr hat sich der Kreis der Menschen geändert, die zu
Ihnen gehören.
Viele sind heute gekommen, um Sie zu begleiten.
Wir wollen singen und hören, danken für all das Gute, das
Ihnen geschenkt wurde, und um Bewahrung und Stärkung
für Ihren weiteren Weg bitten.
#

4. Ehejubiläum

„Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist seinen
heiligen Namen, lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss
nicht, was er dir Gutes getan hat.“
Die Dankbarkeit an Ihrem Goldenen Hochzeitstag ist groß.
Sie beide – und wir als Ihre Gäste –
haben allen Grund, Gott zu loben. Gemeinsam so viele Wege
durchschritten, bergauf und bergab,
auf ebener Bahn und manchmal steil und mühsam.
Und zu zweit ist es gut gegangen.
#

5. Ehejubiläum

Endlich Frühling. Sonnenschein.
Alles blüht in dieser Zeit, pünktlich, wie bestellt.
Wie eine wunderbare Begleitmusik zu eurem schönen
Festtag, liebe N.N. und lieber N.N.
Doch auch wenn es nicht so wäre:
Heute könnte das unserer Freude keinen Abbruch tun.
Zusammen wollen wir sie groß werden lassen. Wir wollen
sie mit euch teilen in einem schönen Fest. Wir beginnen,
indem wir Gott loben –
die Quelle aller Freude –
Gott danken und um seinen Segen bitten.
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6. Text zur Begrüßung bei römisch-katholischer Trauung mit evangelischem Beistand

Herzlich willkommen zu dieser kirchlichen Hochzeit –
Katholische und Evangelische feiern gemeinsam.
Menschen aus verschiedenen Traditionen gehen einen Weg.
Das ist nicht immer leicht,
aber meistens für beide Seiten sehr fruchtbar.
Eure Ehe ist gelebte Ökumene.
Zeigt das auch nach dieser Hochzeit.
Von Gott kommt, was diesen Tag zum Fest werden lässt.
Gott erfülle diesen Tag mit Segen,
dass wir uns gerne daran erinnern und davon erzählen.
Amen.
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Zum Eingang

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1. Ringabgabe

Liebes Hochzeitspaar,
ihr habt euch füreinander entschieden und seid nun
verheiratet.
Die Ringe, die ihr als Zeichen eures Vertrauens an der Hand
tragt, legen wir auf den Altar:
ein Sinnbild dafür,
dass ihr euch von Gottes Vertrauen und Liebe gehalten und
getragen wisst.
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2. Meditation Ehejubiläum

Sollte im Blick auf das Paar abgestimmt, erweitert und variiert werden; auch für Silberne Hochzeit geeignet mit der Zahl 25.
Fünfzig durch zwei
50 Jahre Liebe, aber auch fünfzigmal gefragt: Geht es weiter?
50 leise Verwünschungen: Wenn sie doch bloß ... wenn er
doch nur ...,
50 Liebes-Zauber-Wunder erlebt.
50 Wünsche von den Augen abgelesen, vom Mund, von den
Händen, von überall,
50 unerfüllte Wünsche kleben vertrocknet auf der Seele,
blättern ab und jucken.
50 Abschiede, notwendige, schmerzliche,
fünfzigmal neu gehofft, und die Hoffnung gewinnt.
Alles in allem zu viel für ein Leben.
Wie gut, dass wir zwei sind:
Doppelte Freude – halber Schmerz.
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3. Ehejubiläum

Treuer Gott, Quelle des Lebens, wir freuen uns mit N.N. und
N.N., dass sie diesen Tag feiern können.
Wir danken dir für das Gute,
das sie aus deiner Hand empfangen haben.
Wir bitten dich, mach uns offen für dein Wort.
Mach uns bereit, dass wir uns neu unter deinen Segen stellen.
Zu unserer Freude und dir zum Lob.
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4. Ehejubiläum

Dieser Abschnitt ist aus urheberrechtlichen Gründen nur in der gedruckten Version verfügbar.
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5. Dankgebet - Ehejubiläum

Mit N.N. und N.N. beten wir gemeinsam:
Guter Gott, wir danken dir, dass wir diesen Tag feiern
dürfen.
Wir wissen: Es ist nicht selbstverständlich.
Wir danken dir für (Kinder und Enkel, Freunde und gute
Nachbarn) Arbeit, Wohnung, Kleidung und Essen.
Doch wir haben auch das Bittere im Leben gespürt,
haben Elend und Not gesehen und wussten keine Antwort.
Trotzdem: Wir sind dankbar für frohe Stunden,
für Lachen und Fröhlichkeit, für jedes gute Wort,
für jede hilfreiche Geste, auch dafür,
dass wir füreinander sorgen und einander helfen konnten.
Wir bitten dich:
Bleibe auch weiterhin bei uns, heute und alle Zeit.
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6. Sündenbekenntnis zum Silbernen Ehejubiläum

Kann vor dem Psalmgebet gesprochen werden.
Wir blicken zurück auf 25 gemeinsame Jahre.
Wir bedenken, was nicht gelungen ist.
Wir legen ab, was uns belastet.
Wir bitten Gott und einander um Vergebung –
mit Worten oder im Stillen.
Gott, wir bringen vor dich:
In Auswahl:
Jede Lieblosigkeit; alles, womit wir einander verletzt haben,
bewusst oder unbewusst. Den Starrsinn.
Die heimliche Buchführung:
„... das werde ich mir merken.“
Das einseitige Zuschieben von Lasten.
Die ungerechte Verteilung von Arbeit und Anerkennung in
Beruf und Familie.
Lebensmuster, die wir so entstehen ließen, dass sie unsere
Entwicklung gehindert haben.
Die nicht getroffenen Verabredungen und die nicht
eingehaltenen.
Die Vormachspiele, den Täuschungszirkus.
Die Heimlichkeiten. Das Flüchten in die Pflicht.
Das Nicht-Zuhören, das Schweigen,
das Einander-nicht-am-Leben-teilhaben-Lassen.
Die Nadelstiche. Das Toben. Die Dumpfheit und die Gewalt.
Den Mangel an Achtung und Sensibilität.
Die geistlosen Wiederholungen, und die körperlichen,
wenn sie geistlos wurden.
Die Haltung: „Es geht auch ohne dich.“
Das Fremdwerden, worin das Fremdgehen lauert.
Die unerhörten Wünsche, die unverschämten Wünsche,
die unerfüllten Wünsche.
Die mangelnde Bereitschaft zu vergeben.
– Stille –
Gott wir bitten dich, vergib uns, und lass uns einander
vergeben.
Lass die Wunden heilen.
An den schwierigen Erfahrungen lass uns wachsen.
Schenk einen neuen Anfang
und mach uns frei für den Weg, der vor uns liegt.
Überleitung zum Psalmgebet mit Musik
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Psalmen

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Kirchliche Hochzeit mit Taufe

1. Herr, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen
Landen, der du zeigst deine Hoheit am Himmel!
Aus dem Munde der jungen Kinder und Säuglinge
hast du eine Macht zugerichtet um deiner Feinde willen.
Wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond
und die Sterne, die du bereitet hast:
Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst,
und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?
Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott, mit Ehre und
Herrlichkeit hast du ihn gekrönt.
Du hast ihn zum Herrn gemacht über deiner Hände Werk,
alles hast du unter seine Füße getan:
Schafe und Rinder allzumal, dazu auch die wilden Tiere,
die Vögel unter dem Himmel und die Fische im Meer
und alles, was die Meere durchzieht.
Herr, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen
Landen!
Ps 8,2-10 (EG 705)
2. Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue
und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,
fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir,
dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner
Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben
lang,
und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
Ps 23 (EG 711)
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Ehejubiläen

3. Lobsinget dem Herrn, ihr seine Heiligen! Herr, höre und
sei mir gnädig! Herr, sei mein Helfer!
Denn sein Zorn währet einen Augenblick
und lebenslang seine Gnade. Den Abend lang währet das
Weinen, aber des Morgens ist Freude.
Du hast mir meine Klage verwandelt in einen Reigen,
du hast mir den Sack der Trauer ausgezogen und mich mit
Freude gegürtet,
dass ich dir lobsinge und nicht stille werde.
Herr, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit.
Lobsinget dem Herrn, ihr seine Heiligen!
Ps 30,5a;11.6.12-13
4. Singet dem Herrn ein neues Lied!
Unsre Seele harrt auf den Herrn; er ist uns Hilfe und Schild.
Denn unser Herz freut sich seiner, und wir trauen auf
seinen heiligen Namen.
Deine Güte, Herr, sei über uns,
wie wir auf dich hoffen. Singet dem Herrn ein neues Lied!
Ps 33,3a;20-22;3a
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Kirchliche Hochzeit mit Taufe (oder Abendmahl)

5. Ich will den Herrn loben allezeit; sein Lob soll immerdar
in meinem Munde sein.
Meine Seele soll sich rühmen des Herrn,
dass es die Elenden hören und sich freuen.
Preiset mit mir den Herrn und lasst uns miteinander seinen
Namen erhöhen!
Da ich den Herrn suchte, antwortete er mir und errettete
mich aus aller meiner Furcht.
Die auf ihn sehen, werden strahlen vor Freude, und ihr
Angesicht soll nicht schamrot werden.
Als einer im Elend rief, hörte der Herr
und half ihm aus allen seinen Nöten.
Der Engel des Herrn lagert sich um die her, die ihn fürchten,
und hilft ihnen heraus.
(Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist. Wohl
dem, der auf ihn trauet! Ps 34,2-8.(9)
6. Herr, mein Gott, groß sind deine Wunder
und deine Gedanken, die du an uns beweisest; dir ist nichts
gleich!
Ich will sie verkündigen und davon sagen,
wiewohl sie nicht zu zählen sind. Du aber, Herr, wollest
deine Barmherzigkeit nicht von mir wenden;
lass deine Güte und Treue allewege mich behüten.
Lass deiner sich freuen und fröhlich sein alle, die nach dir
fragen;
und die dein Heil lieben, lass allewege sagen: Der Herr sei
hochgelobt! Ps 40,6.12.17
7. Mein Herz ist bereit, Gott, mein Herz ist bereit, dass ich
singe und lobe.
Wach auf, meine Ehre, wach auf, Psalter und Harfe,
ich will das Morgenrot wecken!
Herr, ich will dir danken unter den Völkern, ich will dir
lobsingen unter den Leuten.
Denn deine Güte reicht, so weit der Himmel ist,
und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. Ps 57,8-11
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Ehejubiläen

8. Herr, ich traue auf dich, lass mich nimmermehr
zuschanden werden.
Denn du bist meine Zuversicht, Herr, mein Gott,
meine Hoffnung von meiner Jugend an. Lass meinen Mund
deines Ruhmes und deines Preises voll sein täglich.
Auch verlass mich nicht, Gott, im Alter, wenn ich grau werde,
bis ich deine Macht verkündige Kindeskindern und deine
Kraft allen, die noch kommen sollen.
(Gott, deine Gerechtigkeit reicht bis zum Himmel; der du
große Dinge tust, Gott, wer ist dir gleich?)
Du lässest mich erfahren viel Angst und Not und machst
mich wieder lebendig
und holst mich wieder herauf aus den Tiefen der Erde.
Du machst mich sehr groß und tröstest mich wieder.
So will auch ich dir danken mit Saitenspiel für deine Treue,
mein Gott;
ich will dir zur Harfe lobsingen, du Heiliger Israels.
Meine Lippen und meine Seele, die du erlöst hast, sollen
fröhlich sein und dir lobsingen. Ps 71,1.5.8.18-23
9. Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten und
von Herzen dir nachwandeln!
Wenn sie durchs dürre Tal ziehen, wird es ihnen zum
Quellgrund,
und Frühregen hüllt es in Segen. Sie gehen von einer Kraft
zur andern und schauen den wahren Gott in Zion.
Herr, Gott Zebaoth, höre mein Gebet;
vernimm es, Gott Jakobs! Denn Gott der Herr ist Sonne und
Schild; der Herr gibt Gnade und Ehre.
Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen.
Herr Zebaoth, wohl dem Menschen, der sich auf dich
verlässt! Ps 84,6-9.12-13
10. Weise mir, Herr, deinen Weg, dass ich wandle in deiner
Wahrheit;
erhalte mein Herz bei dem einen, dass ich deinen Namen
fürchte.
Ich danke dir, Herr, mein Gott, von ganzem Herzen
und ehre deinen Namen ewiglich.
(Denn deine Güte ist groß über mir, du hast mich errettet
aus der Tiefe des Todes.)
Du aber, Herr, Gott, bist barmherzig und gnädig, geduldig
und von großer Güte und Treue. Ps 86,11-12.(13).15
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Ehejubiläen

11. Das ist ein köstlich Ding, dem Herrn danken und
lobsingen deinem Namen, du Höchster,
des Morgens deine Gnade und des Nachts deine Wahrheit
verkündigen
auf dem Psalter mit zehn Saiten, auf der Harfe und zum
Klang der Zither.
Denn, Herr, du lässest mich fröhlich singen von deinen
Werken, und ich rühme die Taten deiner Hände.
Herr, wie sind deine Werke so groß!
Deine Gedanken sind sehr tief. Die gepflanzt sind im Hause
des Herrn, werden in den Vorhöfen unsres Gottes grünen.
Und wenn sie auch alt werden,
werden sie dennoch blühen, fruchtbar und frisch sein, dass
sie verkündigen, dass der Herr gerecht ist;
er ist mein Fels, und kein Unrecht ist an ihm. Ps 92 (EG 740)
12. Jauchzet dem Herrn, alle Welt! Dienet dem Herrn mit
Freuden,
kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken!
Erkennet, dass der Herr Gott ist!
Er hat uns gemacht und nicht wir selbst zu seinem Volk und
zu Schafen seiner Weide.
Gehet zu seinen Toren ein mit Danken, zu seinen Vorhöfen
mit Loben;
Denn der Herr ist freundlich, und seine Gnade währet ewig
und seine Wahrheit für und für. Ps 100
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In Auswahl zu verwenden

13. Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen
heiligen Namen! Lobe den Herrn, meine Seele,
und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat: der dir alle
deine Sünde vergibt und heilet alle deine Gebrechen,
der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönet mit
Gnade und Barmherzigkeit,
der deinen Mund fröhlich macht, und du wieder jung wirst
wie ein Adler.
Der Herr schafft Gerechtigkeit und Recht allen, die Unrecht
leiden.
Er hat seine Wege Mose wissen lassen, die Kinder Israel
sein Tun.
Barmherzig und gnädig ist der Herr, geduldig und von
großer Güte.
Er wird nicht für immer hadern noch ewig zornig bleiben.
Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden und vergilt
uns nicht nach unsrer Missetat.
Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, lässt er seine
Gnade walten über denen, die ihn fürchten.
So fern der Morgen ist vom Abend,
lässt er unsre Übertretungen von uns sein.
Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der
Herr über die, die ihn fürchten.
Denn er weiß, was für ein Gebilde wir sind;
er gedenkt daran, dass wir Staub sind.
Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras, er blüht wie eine
Blume auf dem Felde;
wenn der Wind darüber geht, so ist sie nimmer da,
und ihre Stätte kennet sie nicht mehr.
Die Gnade aber des Herrn währt von Ewigkeit zu Ewigkeit
über denen, die ihn fürchten, und seine Gerechtigkeit auf
Kindeskind
bei denen, die seinen Bund halten
und gedenken an seine Gebote, dass sie danach tun.
Der Herr hat seinen Thron im Himmel errichtet, und sein
Reich herrscht über alles.
Lobet den Herrn, ihr seine Engel, ihr starken Helden, die ihr
sein Wort ausführt, dass man höre auf die Stimme seines
Wortes!
Lobet den Herrn, alle seine Heerscharen, seine Diener,
die ihr seinen Willen tut!
Lobet den Herrn, alle seine Werke,
an allen Orten seiner Herrschaft! Lobe den Herrn, meine
Seele! Ps 103 (EG 742)
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Kirchliche Hochzeit mit Taufe

14. Nicht uns, Herr, nicht uns, sondern deinem Namen gib
Ehre um deiner Gnade und Treue willen!
Die ihr den Herrn fürchtet, hoffet auf den Herrn!
Er ist ihre Hilfe und Schild.
Der Herr denkt an uns und segnet uns; er segnet das Haus
Israel, er segnet das Haus Aaron.
Er segnet, die den Herrn fürchten,
die Kleinen und die Großen. Der Herr mehre euch, euch und
eure Kinder!
Ihr seid die Gesegneten des Herrn, der Himmel und Erde
gemacht hat. Ps 115,1.11-15
15. Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt
mir Hilfe?
Meine Hilfe kommt vom Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.
Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der dich
behütet, schläft nicht.
Siehe, der Hüter Israels schläft und schlummert nicht.
Der Herr behütet dich;
der Herr ist dein Schatten über deiner rechten Hand,
dass dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond
des Nachts.
Der Herr behüte dich vor allem Übel,
er behüte deine Seele.
Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an
bis in Ewigkeit! Ps 121 (EG 749)
16. Wenn der Herr nicht das Haus baut,
so arbeiten umsonst, die daran bauen.
Wenn der Herr nicht die Stadt behütet,
so wacht der Wächter umsonst.
Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und hernach lange
sitzet
und esset euer Brot mit Sorgen; denn seinen Freunden gibt
er es im Schlaf.
Siehe, Kinder sind eine Gabe des Herrn, und Leibesfrucht ist
ein Geschenk.
[Wie Pfeile in der Hand eines Starken, so sind die Söhne der
Jugendzeit.
Wohl dem, der seinen Köcher mit ihnen gefüllt hat!
Sie werden nicht zuschanden, wenn sie mit ihren Feinden
verhandeln im Tor.] Ps 127,1-3[4f]
17. Wohl dem, der den Herrn fürchtet und auf seinen Wegen
geht!
Du wirst dich nähren von deiner Hände Arbeit;
wohl dir, du hast‘s gut.
Deine Frau wird sein wie ein fruchtbarer Weinstock
drinnen in deinem Hause,
deine Kinder wie junge Ölbäume um deinen Tisch her.
Siehe, so wird gesegnet der Mann, der den Herrn fürchtet.
Der Herr wird dich segnen aus Zion, dass du siehst das
Glück Jerusalems dein Leben lang
und siehst Kinder deiner Kinder. Friede sei über Israel!
Ps 128
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Ehejubiläen

18. Der Herr hält alle, die da fallen, und richtet alle auf,
die niedergeschlagen sind.
Aller Augen warten auf dich,
und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit.
Du tust deine Hand auf und sättigst alles, was lebt,
mit Wohlgefallen.
Der Herr ist gerecht in allen seinen Wegen
und gnädig in allen seinen Werken.
Der Herr ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn
mit Ernst anrufen. Ps 145,14-18
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Psalmmeditationen

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1. Was ihr einander Gutes tut,

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Uwe Seidel, nach Psalm 20
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2. Leite uns zu unserem Glück.

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Uwe Seidel, nach Psalm 25
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3. Herrlich ist es, dass ich Gott danken kann

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Nach Psalm 92
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4. Ich schaue zu den Bergen hoch:

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Arnold Stadler, nach Psalm 121
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5. Glücklich ist der,

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Uwe Seidel, nach Psalm 128
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6. Ich will dich täglich loben

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Gottesdienst menschlich, nach Psalm 145
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7. Halleluja! Preist ihn in seinem Himmel!

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Arnold Stadler, nach Psalm 150
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8. Danach sehnen wir uns,

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Psalmen in einfacher Sprache

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1. Wie schön, dass du da bist

Herr, unser Herrscher,
wie schön, dass du da bist,
wie gut, dass wir dich kennen.
Wenn wir den Himmel sehen,
die Sonne, den Mond, die Sterne –
wie klein sind da wir Menschen.
Und doch denkst du an uns,
und doch hast du uns lieb.
Alles Lebendige hast du uns anvertraut.
Hüten sollen wir deine Werke –
Tiere, Blumen, Bäume.
Wie schön, dass du da bist, wie gut,
dass wir dich kennen,
Herr, unser Herrscher. Nach Psalm 8
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2. Wie freundlich Gott ist

Schmeckt und seht, wie freundlich der Herr ist.
Wohl dem, der ihm vertraut.
Ich will nicht aufhören, Gott zu loben.
Immer wieder will ich ihm singen.
Meine Seele soll sich an ihm freuen.
Alle sollen es hören.
Ja, alle sollen einstimmen in mein Lied.
Miteinander lasst uns Gott preisen.
Denn er macht der Angst ein Ende.
Er macht unser Herz leicht.
Er macht unser Gesicht froh.
Schmeckt und seht, wie freundlich der Herr ist.
Wohl dem, der ihm vertraut.
Nach Psalm 34
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3. Mit Gott auf dem Weg

Gott, sei uns freundlich. Gib uns allen deinen Segen.
Dein helles Licht soll uns leuchten,
damit wir deine Wege finden,
damit wir deine Hilfe erkennen.
Gott, sei uns freundlich. Gib uns allen deinen Segen.
Alle Völker sollen dich loben,
sie sollen lachen und fröhlich sein,
denn du weißt den richtigen Weg.
Gott, sei uns freundlich. Gib uns allen deinen Segen.
Alle Menschen sollen dir danken,
denn deine Erde schenkt uns ihre Früchte,
und deine Güte hört nie auf. Gott, sei uns freundlich.
Gib uns allen deinen Segen.
Nach Psalm 67
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Eingangsgebete

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1. Allgemein

Gott, du bist Liebe.
Dir vertrauen wir an, was N.N. und N.N. füreinander
empfinden.
Lass ihre Liebe in deiner Liebe geborgen sein
und stärke sie durch deine Kraft.
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2. Allgemein

Gott, du Liebhaber des Lebens,
sieh an die beiden (N.N. und N.N.),
die heute zur dir gekommen sind,
damit du ihre Liebe segnest.
Sieh ihre Freude und ihre großen Erwartungen,
auch die Fragen, auf die sie eine Antwort suchen.
Hilf uns, sie mit unserem Reden, Singen und Beten
zu ermutigen,
einen gemeinsamen Weg zu gehen:
den Weg der Liebe und des Vertrauens.
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3. Allgemein

Du, Gott des Himmels und der Erde,
Dank sei dir für die Liebe,
die du Menschen zueinander schenkst.
Jesus Christus, du Gottessohn,
Dank sei dir für deine Gegenwart in heiteren und
in schweren Zeiten.
Heiliger Geist, Atem Gottes,
Dank sei dir für den Trost und den Mut zum Glauben.
Dreieiniger Gott, dein Segen umhülle unser Leben und
unser Sterben.
#

4. Allgemein

Kann vom Paar gesprochen werden.
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5. Allgemein

Herr, unser Gott,
eine Hochzeit – was für ein Fest!
N.N. und N.N. sagen vor dir Ja zueinander
und bitten dich um deinen Segen.
Schenke den beiden und uns allen
deinen guten Geist, dass wir deine Liebe erfahren,
wenn wir miteinander fröhlich feiern,
und alle Tage unseres Lebens.
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6. Paar mit Kindern

Kann vom Paar gesprochen werden.
Du, Gott, hast uns gefunden und erkannt,
noch bevor wir unseren Namen nennen konnten.
In deiner Liebe gründet unsere Liebe.
Wir danken dir,
dass wir uns gefunden und erkannt haben.
Wir treten vor dich (mit unseren Kindern)
und bitten um deinen Segen.
Dank sei dir für alle, die heute gekommen sind,
unsere Eltern, Geschwister und Freunde.
Wir denken an die, die zu uns gehören.
Nicht alle können heute dabei sein.
In dir, Gott, sind wir alle geborgen.
Lass die Freude des heutigen Tages
zum Anfang der Freude werden,
die uns noch erwartet.
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7. Paar mit Kindern

In deinem Namen, Gott, kommen wir zusammen.
Aus deiner Liebe sind wir. In deiner Liebe leben wir.
Deine Liebe gibt uns Hoffnung.
N.N. und N.N. wollen ihren Weg gemeinsam gehen
[und ihre Kinder gehen mit].
Wir bitten um deinen Geist für diese Familie.
Leite sie in deiner Wahrheit.
Stärke ihre Gemeinschaft.
Schenke ihnen Vertrauen.
Durch Jesus Christus, unseren Bruder und Heiland.
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8. Paar mit Familie

Gott, Liebhaber des Lebens,
aus deiner Güte wächst alles.
Wir bitten dich für diese Familie:
Gib ihnen Lebensfreude
für die Jahre, die sich vor ihnen weiten.
Begleite sie auf dem Weg durch blühende Zeiten.
Lass sie nach dir suchen in grauen Tagen
und gib ihnen die Geduld, auf dich zu warten.
Gott, Liebhaber des Lebens,
bewege unser Herz, dass wir dich suchen.
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9. Paar mit Familie

Gott, von der Liebe bewegt spüren wir deine Schöpfung,
die uns wunderbar umgibt.
Auch dieses Paar (und seine Kinder) verbindest du in der
Sehnsucht nach dem Himmel:
dass sie entdecken, wo deine Spuren sind beim Übergang
ins Neue.
Wir suchen nach Leben,
das nicht in Gewohnheiten erstickt,
das einen langen Atem hat,
das an Enttäuschungen nicht stirbt,
sondern Kräfte entfaltet und sich dem Himmel öffnet.
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10. Paar mit Kindern

Heute feiern wir Hochzeit, Gott.
Wir freuen uns und sind dankbar.
Alle/viele sind hier, die zu N.N. und N.N. gehören.
Sei auch du unter uns im Singen, im Hören und Beten.
Lass uns ruhig und gelassen werden,
mache unsere Angst und Sorgen kleiner.
Bekräftige unsere Hoffnung.
Schenke uns deine Liebe und Gnade,
die weiter reichen als alles, was wir denken und fühlen.
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11. Paar mit (kleinen und größeren) Kindern aus früheren Verbindungen und aus der eigenen Beziehung

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12. Paar mit belasteter Vergangenheit

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13. Paar/Familie in belasteter Situation

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14. Wiederheirat

Kann vom Paar gesprochen werden
Wir treten vor dich, Gott,
weil wir zusammengehören.
Wir wagen das Versprechen – trotz alledem.
Du allein weißt, was kommen wird.
Du schenkst Liebe, Hoffnung, Mut zur Zukunft.
Wir danken dir und bauen auf dich.
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15. In schwierigen Situationen

Lachen und Weinen – miteinander und vor dir,
unserem Gott.
Singen und Seufzen –
zusammen und vor dir, unserem Gott.
Ihr ganzes Leben bringen N.N. und N.N. heute mit,
sie wollen ihre Wege gehen –
gemeinsam und mit dir, unserem Gott.
Wir bitten dich: Lege deinen Segen auf die beiden
und auf uns, dass wir deine Nähe spüren.
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16. In schwierigen Situationen

Himmlischer Vater, Licht unseres Lebens,
wir danken dir für deine Liebe
und die Liebe dieser beiden Menschen zueinander.
Sie macht das Leben hell,
auch wenn dunkle Wolken am Himmel stehen.
Wir bitten dich für N.N. und N.N.:
Lass dein Angesicht über ihnen leuchten
und sei ihnen gnädig.
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Schriftlesungen

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Schriftlesungen zur kirchlichen Hochzeit und
als Predigttexte

Die Lesungen sind durch den Synodenbeschluss fixiert – hier finden sich ergänzende Lesungen und mögliche Predigttexte.
Präfamen zur Schriftlesung
Hört Gottes Wort über die Gemeinschaft von Ehepartner: ...
1.Mose 1,27-28a.31a
Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde
Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. Und
Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und
mehret euch und füllet die Erde. Und Gott sah an alles, was
er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.
1.Mose 2,15.18.24
Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in
den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte. Und
Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch
allein sei; ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht.
Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter
verlassen und seiner Frau anhangen, und sie werden sein
ein Fleisch.
1.Mose 12,1-2a.c
Und der HERR sprach zu Abram: Geh aus deinem Vaterland
und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters
Hause in ein Land, das ich dir zeigen will. Und ich will dich
zum großen Volk machen und will dich […] und du sollst ein
Segen sein.
Rut 1,16b-17
Wo du hingehst, da will ich auch hingehen; wo du bleibst,
da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist
mein Gott. Wo du stirbst, da sterbe ich auch, da will ich auch
begraben werden. Der HERR tue mir dies und das, nur der
Tod wird mich und dich scheiden.
Pred 4,9-12
So ist‘s ja besser zu zweien als allein; denn sie haben guten
Lohn für ihre Mühe. Fällt einer von ihnen, so hilft ihm sein
Gesell auf. Weh dem, der allein ist, wenn er fällt! Dann
ist kein anderer da, der ihm aufhilft. Auch, wenn zwei
beieinanderliegen, wärmen sie sich; wie kann ein Einzelner
warm werden? Einer mag überwältigt werden, aber zwei
können widerstehen, und eine dreifache Schnur reißt nicht
leicht entzwei.
Hld 2,2-6
Wie eine Rose unter den Dornen, so ist meine Freundin
unter den Mädchen. Wie ein Apfelbaum unter den Bäumen
des Waldes, so ist mein Freund unter den Jünglingen. Unter
seinem Schatten zu sitzen begehre ich, und seine Frucht
ist meinem Gaumen süß. Er führt mich in den Weinkeller,
und die Liebe ist sein Zeichen über mir. Erquickt mich mit
Traubenkuchen, labt mich mit Äpfeln; denn ich bin krank
vor Liebe. Seine Linke liegt unter meinem Haupte, und seine
Rechte herzt mich.
Hld 2,8-14.16
Da ist die Stimme meines Freundes! Siehe, er kommt und
hüpft über die Berge und springt über die Hügel. Mein
Freund gleicht einer Gazelle oder einem jungen Hirsch.
Siehe, er steht hinter unsrer Wand und sieht durchs Fenster
und blickt durchs Gitter. Mein Freund antwortet und spricht
zu mir: Steh auf, meine Freundin, meine Schöne, und komm
her! Denn siehe, der Winter ist vergangen, der Regen ist
vorbei und dahin. Die Blumen sind hervorgekommen im
Lande, der Lenz ist herbeigekommen, und die Turteltaube
lässt sich hören in unserm Lande. Der Feigenbaum lässt
Früchte reifen, und die Weinstöcke blühen und duften.
Steh auf, meine Freundin, und komm, meine Schöne, komm
her! Meine Taube in den Felsklüften, im Versteck der
Felswand, zeige mir deine Gestalt, lass mich hören deine
Stimme; denn deine Stimme ist süß, und deine Gestalt
ist lieblich. Fangt uns die Füchse, die kleinen Füchse, die
die Weinberge verderben; denn unsere Weinberge haben
Blüten bekommen. Mein Freund ist mein und ich bin sein,
der unter Lotosblüten weidet.
Hld 8,6-7a
Lege mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel
auf deinen Arm. Denn Liebe ist stark wie der Tod und
Leidenschaft unwiderstehlich wie das Totenreich. Ihre Glut
ist feurig und eine gewaltige Flamme. Viele Wasser können
die Liebe nicht auslöschen noch die Ströme sie ertränken.
Wenn einer alles Gut in seinem Hause um die Liebe geben
wollte, würde man ihn verachten?
Jer 29,5-7
Baut Häuser und wohnt darin; pflanzt Gärten und esst ihre
Früchte; nehmt euch Frauen und zeugt Söhne und Töchter,
nehmt für eure Söhne Frauen und gebt eure Töchter
Männern, dass sie Söhne und Töchter gebären; mehrt
euch dort, dass ihr nicht weniger werdet. Suchet der Stadt
Bestes, dahin ich euch habe wegführen lassen, und betet für
sie zum HERRN; denn wenn‘s ihr wohlgeht, so geht‘s euch
auch wohl.
Sir 50,23-24
Nun dankt dem Gott des Alls, der große Dinge tut an allen
Enden, der unsre Tage erhöht vom Mutterleib an und an
uns handelt nach seiner Barmherzigkeit. Er gebe uns ein
fröhliches Herz, und es werde Friede in Israel in unseren
Tagen und immerdar; sein Erbarmen bleibe stets bei uns
und erlöse uns in unseren Tagen.
Mt 5,3-10
Jesus Christus spricht: Selig sind, die da geistlich arm sind;
denn ihrer ist das Himmelreich. Selig sind, die da Leid
tragen; denn sie sollen getröstet werden. Selig sind die
Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen. Selig
sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit;
denn sie sollen satt werden. Selig sind die Barmherzigen;
denn sie werden Barmherzigkeit erlangen. Selig sind, die
reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen. Selig
sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder
heißen. Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt
werden; denn ihrer ist das Himmelreich.
Mt 5,14-16
Jesus Christus spricht: Ihr seid das Licht der Welt. Es kann
die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein.
Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen
Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen,
die im Hause sind. So lasst euer Licht leuchten vor den
Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater
im Himmel preisen.
Mt 6,25-34
Jesus Christus spricht: Darum sage ich euch: Sorgt euch
nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet;
auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist
nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr
als die Kleidung? Seht die Vögel unter dem Himmel an:
Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die
Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch.
Seid ihr denn nicht viel kostbarer als sie? Wer ist aber unter
euch, der seiner Länge eine Elle zusetzen könnte, wie sehr
er sich auch darum sorgt? Und warum sorgt ihr euch um
die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie
wachsen: Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage
euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht
gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. Wenn nun Gott
das Gras auf dem Feld so kleidet, das doch heute steht und
morgen in den Ofen geworfen wird: Sollte er das nicht viel
mehr für euch tun, ihr Kleingläubigen? Darum sollt ihr nicht
sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir
trinken? Womit werden wir uns kleiden? Nach dem allen
trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß,
dass ihr all dessen bedürft. Trachtet zuerst nach dem Reich
Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles
zufallen. Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige
Tag wird für das Seine sorgen. [Es ist genug, dass jeder Tag
seine eigene Plage hat.]
Mt 7,24-27
Jesus Christus spricht: Darum, wer diese meine Rede hört
und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus
auf Fels baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser
kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel
es doch nicht ein; denn es war auf Fels gegründet. Und wer
diese meine Rede hört und tut sie nicht, der gleicht einem
törichten Mann, der sein Haus auf Sand baute. Als nun
ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde
wehten und stießen an das Haus, da fiel es ein und sein Fall
war groß.
Mt 19,4-6
Jesus Christus spricht: Habt ihr nicht gelesen, dass der
Schöpfer sie am Anfang schuf als Mann und Frau und sprach
(1. Mose 2,24): „Darum wird ein Mann Vater und Mutter
verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden
ein Fleisch sein“? So sind sie nun nicht mehr zwei, sondern
ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der
Mensch nicht scheiden.
Mk 10,6-9
Jesus Christus spricht: Von Anfang der Schöpfung an hat
Gott sie geschaffen als Mann und Frau. Darum wird ein
Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und wird an
seiner Frau hängen, und die zwei werden ein Fleisch sein.
So sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun
Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden.
Mk 12,28-34
Und es trat zu ihm einer der Schriftgelehrten, der ihnen
zugehört hatte, wie sie miteinander stritten. Als er sah, dass
er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn: Welches ist
das höchste Gebot von allen? Jesus antwortete: Das höchste
Gebot ist das: „Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der
Herr allein, und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von
ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und
mit all deiner Kraft“ (5. Mose 6,4-5).
Das andre ist dies: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie
dich selbst“ (3. Mose 19,18). Es ist kein anderes Gebot
größer als diese. Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm:
Ja, Meister, du hast recht geredet! Er ist einer, und ist kein
anderer außer ihm; und ihn lieben von ganzem Herzen, von
ganzem Gemüt und mit aller Kraft, und seinen Nächsten
lieben wie sich selbst, das ist mehr als alle Brandopfer und
Schlachtopfer. Da Jesus sah, dass er verständig antwortete,
sprach er zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und
niemand wagte mehr, ihn zu fragen.
Lk 11,9-10
Jesus Christus spricht: Und ich sage euch auch: Bittet, so
wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an,
so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt;
und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem
wird aufgetan.
Joh 6,35 und Mt 5,13
Jesus Christus spricht: Ich bin das Brot des Lebens. Wer
zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich
glaubt, den wird nimmermehr dürsten.
Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr
salzt, womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze,
als dass man es wegschüttet und lässt es von den Leuten
zertreten.
Joh 15,1-8
Jesus Christus spricht: Ich bin der wahre Weinstock und
mein Vater der Weingärtner. Eine jede Rebe an mir, die
keine Frucht bringt, nimmt er weg; und eine jede, die
Frucht bringt, reinigt er, dass sie mehr Frucht bringe. Ihr
seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch
geredet habe. Bleibt in mir und ich in euch. Wie die Rebe
keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht
am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht an
mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer
in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn
ohne mich könnt ihr nichts tun. Wer nicht in mir bleibt,
der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und
man sammelt die Reben und wirft sie ins Feuer, und sie
verbrennen. Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in
euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird
euch widerfahren. Darin wird mein Vater verherrlicht, dass
ihr viel Frucht bringt und werdet meine Jünger.
Joh 15,9-17
Jesus Christus spricht: Wie mich mein Vater liebt, so liebe
ich euch auch. Bleibt in meiner Liebe! Wenn ihr meine
Gebote haltet, bleibt ihr in meiner Liebe, so wie ich meines
Vaters Gebote gehalten habe und bleibe in seiner Liebe. Das
habe ich euch gesagt, auf dass meine Freude in euch sei und
eure Freude vollkommen werde. Das ist mein Gebot, dass
ihr einander liebt, wie ich euch liebe. Niemand hat größere
Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde.
Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete.
Ich nenne euch hinfort nicht Knechte; denn der Knecht
weiß nicht, was sein Herr tut. Euch aber habe ich Freunde
genannt; denn alles, was ich von meinem Vater gehört habe,
habe ich euch kundgetan. Nicht ihr habt mich erwählt,
sondern ich habe euch erwählt und bestimmt, dass ihr
hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, auf dass,
worum ihr den Vater bittet in meinem Namen, er’s euch
gebe. Das gebiete ich euch, dass ihr euch untereinander
liebt.
Röm 12,9-18
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Röm 13,8-10
Seid niemandem etwas schuldig, außer dass ihr euch
untereinander liebt; denn wer den andern liebt, der hat das
Gesetz erfüllt. Denn was da gesagt ist (2. Mose 20,13-17):
„Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst
nicht stehlen; du sollst nicht begehren“, und was da sonst
an Geboten ist, das wird in diesem Wort zusammengefasst
(3. Mose 19,18): „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich
selbst.“ Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun
die Liebe des Gesetzes Erfüllung.
1.Kor 13,1-13
Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und
hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder
eine klingende Schelle. Und wenn ich prophetisch reden
könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis
und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte,
und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn
ich alle meine Habe den Armen gäbe und meinen Leib
dahingäbe, mich zu rühmen, und hätte der Liebe nicht,
so wäre mir’s nichts nütze. Die Liebe ist langmütig und
freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht
Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht
ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht
erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich
nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der
Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles,
sie duldet alles. Die Liebe höret nimmer auf, wo doch das
prophetische Reden aufhören wird und das Zungenreden
aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird. Denn
unser Wissen ist Stückwerk und unser prophetisches Reden
ist Stückwerk. Wenn aber kommen wird das Vollkommene,
so wird das Stückwerk aufhören. Als ich ein Kind war,
da redete ich wie ein Kind und dachte wie ein Kind und
war klug wie ein Kind; als ich aber ein Mann wurde, tat
ich ab, was kindlich war. Wir sehen jetzt durch einen
Spiegel in einem dunklen Bild; dann aber von Angesicht zu
Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde
ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin. Nun aber bleiben
Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die
größte unter ihnen.
Gal 5,22.23a.25.26; 6,1a.2
Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede,
Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit.
Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist
wandeln. Lasst uns nicht nach eitler Ehre trachten, einander
nicht herausfordern und beneiden.
Brüder und Schwestern, wenn ein Mensch etwa von einer
Verfehlung ereilt wird, so helft ihm wieder zurecht mit
sanftmütigem Geist, ihr, die ihr geistlich seid. Einer trage
des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.
Eph 4,1-6.15.24
So ermahne ich euch nun, ich, der Gefangene in dem Herrn,
dass ihr der Berufung würdig lebt, mit der ihr berufen seid,
in aller Demut und Sanftmut, in Geduld. Ertragt einer den
andern in Liebe und seid darauf bedacht, zu wahren die
Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens: ein Leib
und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung
eurer Berufung; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe; ein Gott
und Vater aller, der da ist über allen und durch alle und
in allen. Lasst uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und
wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist,
Christus und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott
geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.
Phil 2,1-5
Ist nun bei euch Ermahnung in Christus, ist Trost der
Liebe, ist Gemeinschaft des Geistes, ist herzliche Liebe
und Barmherzigkeit, so macht meine Freude dadurch
vollkommen, dass ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habt,
einmütig und einträchtig seid. Tut nichts aus Eigennutz
oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer
den andern höher als sich selbst, und ein jeder sehe nicht
auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient.
Seid so unter euch gesinnt, wie es der Gemeinschaft in
Christus Jesus entspricht.
Phil 4,4-7
Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich:
Freuet euch! Eure Güte lasst kund sein allen Menschen!
Der Herr ist nahe! Sorgt euch um nichts, sondern in
allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit
Danksagung vor Gott kundwerden! Und der Friede Gottes,
der höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne
in Christus Jesus bewahren.
Kol 3,12-17
So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen
und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit,
Demut, Sanftmut, Geduld; und ertrage einer den andern
und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat
gegen den andern; wie der Herr euch vergeben hat, so
vergebt auch ihr! Über alles aber zieht an die Liebe, die da
ist das Band der Vollkommenheit. Und der Friede Christi,
zu dem ihr berufen seid in einem Leibe, regiere in euren
Herzen; und seid dankbar. Lasst das Wort Christi reichlich
unter euch wohnen: Lehrt und ermahnt einander in aller
Weisheit; mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen
Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen. Und alles, was
ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen
des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.
1.Thess 5,16-23
Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass, seid dankbar
in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus
Jesus für euch. Den Geist löscht nicht aus. Prophetische
Rede verachtet nicht. Prüft aber alles und das Gute behaltet.
Meidet das Böse in jeder Gestalt. Er aber, der Gott des
Friedens, heilige euch durch und durch und bewahre euren
Geist samt Seele und Leib unversehrt, untadelig für das
Kommen unseres Herrn Jesus Christus.
1.Petr 3,8-10
Endlich aber seid allesamt gleich gesinnt, mitleidig,
brüderlich, barmherzig, demütig. Vergeltet nicht Böses mit
Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet
vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, auf dass ihr Segen
erbt. Denn „wer das Leben lieben und gute Tage sehen will,
der hüte seine Zunge, dass sie nichts Böses rede, und seine
Lippen, dass sie nicht betrügen“. (Psalm 34,13-17)
1.Joh 4,12-19
Niemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir uns untereinander
lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe
ist in uns vollkommen. Daran erkennen wir, dass wir in
ihm bleiben und er in uns, dass er uns von seinem Geist
gegeben hat. Und wir haben gesehen und bezeugen, dass
der Vater den Sohn gesandt hat als Heiland der Welt. Wer
nun bekennt, dass Jesus Gottes Sohn ist, in dem bleibt Gott
und er in Gott. Und wir haben erkannt und geglaubt die
Liebe, die Gott zu uns hat: Gott ist Liebe; und wer in der
Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Darin ist die
Liebe bei uns vollendet, auf dass wir die Freiheit haben, zu
reden am Tag des Gerichts; denn wie er ist, so sind auch
wir in dieser Welt. Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die
vollkommene Liebe treibt die Furcht aus. Denn die Furcht
rechnet mit Strafe; wer sich aber fürchtet, der ist nicht
vollkommen in der Liebe. Lasst uns lieben, denn er hat uns
zuerst geliebt.
Hohelied:
(3,5)
Er:
Ich beschwöre euch, ihr Töchter Jerusalems,
bei den Gazellen oder bei den Hinden auf dem Felde,
dass ihr die Liebe nicht aufweckt noch stört,
bis es ihr selbst gefällt.
(2,6)
Sie:
Seine Linke liegt unter meinem Haupte,
und seine Rechte herzt mich.
(4,10-11)
Er:
Wie schön ist deine Liebe, meine Schwester, liebe Braut!
Köstlicher als Wein ist deine Liebe!
Und der Geruch deiner Salben übertrifft alle Gewürze.
Von deinen Lippen, meine Braut, träufelt Honigseim.
Honig und Milch sind unter deiner Zunge,
und der Duft deiner Kleider ist wie der Duft des Libanon.
(1,2-4)
Sie:
Er küsse mich mit dem Kusse seines Mundes; ja, deine Liebe
ist köstlicher als Wein.
Köstlich riechen deine Salben; dein Name ist eine
ausgeschüttete Salbe, darum lieben dich die Mädchen.
Zieh mich dir nach, so wollen wir laufen. Der König führte
mich in seine Kammern.
Wir wollen uns freuen und fröhlich sein über dich; wir
preisen deine Liebe mehr als den Wein.
Mit Recht lieben sie dich.
(1,15-16a)
Er:
Siehe, meine Freundin, du bist schön;
schön bist du, deine Augen sind wie Tauben.
Sie:
Siehe, mein Freund, du bist schön und lieblich.
(1,16b-17)
Er:
Unser Lager ist grün. Zedern sind die Balken unsres Hauses,
Zypressen unsre Wände.
(2,1-3)
Sie:
Ich bin eine Blume in Scharon, eine Rose im Tal.
Er:
Wie eine Rose unter den Dornen, so ist meine Freundin
unter den Mädchen.
Sie:
Wie ein Apfelbaum unter den Bäumen des Waldes, so ist
mein Freund unter den Jünglingen.
Unter seinem Schatten zu sitzen begehre ich, und seine
Frucht ist meinem Gaumen süß.
(3,1-4a)
Sie:
Des Nachts auf meinem Lager suchte ich, den meine Seele
liebt. Ich suchte, aber ich fand ihn nicht.
Ich will aufstehen und in der Stadt umhergehen auf den
Gassen und Straßen und suchen, den meine Seele liebt.
Ich suchte, aber ich fand ihn nicht.
Es fanden mich die Wächter, die in der Stadt umhergehen:
„Habt ihr nicht gesehen, den meine Seele liebt?“
Als ich ein wenig an ihnen vorüber war, da fand ich, den
meine Seele liebt.
Ich hielt ihn und ließ ihn nicht los, bis ich ihn brachte
in meiner Mutter Haus, in die Kammer derer, die mich
geboren hat.
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Bei Ehejubiläen

Jes 46,3.4
Hört mir zu, ihr vom Hause Jakob und alle, die ihr noch
übrig seid vom Hause Israel,
die ihr von mir getragen werdet von Mutterleibe an und
vom Mutterschoße an mir aufgeladen seid:
Auch bis in euer Alter bin ich derselbe, und ich will euch
tragen, bis ihr grau werdet.
Ich habe es getan; ich will heben und tragen und erretten.
Joh 2,1-10[11]
Und am dritten Tage war eine Hochzeit zu Kana in
Galiläa, und die Mutter Jesu war da. Jesus aber und seine
Jünger waren auch zur Hochzeit geladen. Und als der
Wein ausging, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben
keinen Wein mehr. Jesus spricht zu ihr: Was habe ich
mit dir zu schaffen, Frau? Meine Stunde ist noch nicht
gekommen. Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er
euch sagt, das tut. Es standen aber dort sechs steinerne
Wasserkrüge für die Reinigung nach jüdischer Sitte, und
in jeden gingen zwei oder drei Maße. Jesus spricht zu
ihnen: Füllt die Wasserkrüge mit Wasser! Und sie füllten
sie bis obenan. Und er spricht zu ihnen: Schöpft nun und
bringt’s dem Speisemeister! Und sie brachten’s ihm. Als
aber der Speisemeister den Wein kostete, der Wasser
gewesen war, und nicht wusste, woher er kam – die Diener
aber wussten’s, die das Wasser geschöpft hatten –, ruft
der Speisemeister den Bräutigam und spricht zu ihm:
Jedermann gibt zuerst den guten Wein und, wenn sie
trunken sind, den geringeren; du aber hast den guten Wein
bis jetzt zurückgehalten. [Das ist das erste Zeichen, das
Jesus tat. Es geschah zu Kana in Galiläa, und er offenbarte
seine Herrlichkeit.]
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Bei kirchlicher Hochzeit mit Taufe

Mt 28,18-20
Jesus Christus spricht: Mir ist gegeben alle Gewalt im
Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und lehret alle
Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich
euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis
an der Welt Ende.
Mk 10,13-15
Sie brachten Kinder zu ihm, damit er sie anrühre. Die
Jünger aber fuhren sie an. Als es aber Jesus sah, wurde er
unwillig und sprach zu ihnen: Lasset die Kinder zu mir
kommen und wehret ihnen nicht, denn solchen gehört das
Reich Gottes. Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes
nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.
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Frage an das Ehepaar

Alle Fragen an das Ehepaar können auch als Treueversprechen formuliert werden.
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1. Paarbezogen

Willst du, N.N., an der Seite von N.N. durchs Leben gehen
und mit ihm teilen:
Arbeit und Muße, Last und Leichtigkeit,
Sorgen und Träume –
willst du zu ihm stehen alle Tage eures Lebens?
So antworte: Ja [mit Gottes Hilfe].
Willst du, N.N., an der Seite von N.N. durchs Leben gehen
und mit ihr teilen:
Arbeit und Muße, Last und Leichtigkeit,
Sorgen und Träume –
willst du zu ihr stehen alle Tage eures Lebens?
So antworte: Ja [mit Gottes Hilfe].
#

2. Familienbezogen

An den ersten Ehepartner:
N.N., willst du dich aufmachen
und N.N. immer wieder neu finden
und dich von ihm in Staunen versetzen lassen?
Willst du ihm helfen, sich weiter zu entfalten,
ihn fördern und stützen
und – wenn es sein muss – auch ertragen?
Willst du mit ihm streiten und dich wieder versöhnen?
Willst du mit ihm weiter eure Liebe vertiefen, mit ihm
durchs Leben gehen,
besonders auch mit ihm als Vater, und gemeinsam tun, was
das Leben euch aufgibt,
in der Zeit, die Gott euch schenkt,
so antworte: Ja [mit Gottes Hilfe].
An den zweiten Ehepartner:
N.N., willst du dich aufmachen
und N.N. immer wieder neu finden
und dich von ihr in Staunen versetzen lassen?
Willst du ihr helfen, sich weiter zu entfalten, sie fördern und
stützen
und – wenn es sein muss – auch ertragen?
Willst du mit ihr streiten und dich wieder versöhnen?
Willst du mit ihr weiter eure Liebe vertiefen, mit ihr durchs
Leben gehen,
besonders auch mit ihr als Mutter, und gemeinsam tun, was
das Leben euch aufgibt,
in der Zeit, die Gott euch schenkt,
so antworte: Ja [mit Gottes Hilfe].
#

3. In einfacher Sprache

An die Ehefrau:
Ich frage dich, N.N.: Soll N.N. dein Mann sein?
Willst du ihn lieben? Willst du ihm helfen?
Willst du bei ihm bleiben [auch in schweren Zeiten]?
Dann antworte: Ja, mit Gottes Hilfe.
An den Ehemann:
Ich frage dich, N.N.: Soll N.N. deine Frau sein?
Willst du sie lieben? Willst du ihr helfen?
Willst du bei ihr bleiben [auch in schweren Zeiten]?
Dann antworte: Ja, mit Gottes Hilfe.
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4. Für Ehejubiläum

Liebe ...! Lieber ...!
Ihr habt euch vor ... Jahren das Eheversprechen gegeben.
Ihr habt in dieser Zeit erfahren,
wie gut es ist, nicht alleine zu sein,
euch gegenseitig zu vertrauen
und einander Lasten zu tragen,
euch miteinander zu freuen
und miteinander Sorgen und Leid zu teilen.
Gott hat euch dabei begleitet.
Ihr blickt dankbar zurück
und voller Zuversicht in die Zukunft.
Im Vertrauen auf Gottes Segen
wollt ihr euren gemeinsamen Weg als Ehepaar fortsetzen,
euch achten, ehren und lieben,
an den Tagen, die euch Gott schenken wird.
Wenn ihr dazu bereit seid,
so sprecht: „Ja, mit Gottes Hilfe!“
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5. Für Goldene und Diamantene Hochzeit

Liebe N.N. und N.N.! Der barmherzige Gott hat euch 50 (60)
Jahre lang in der Ehe bewahrt.
So frage ich euch: Wollt ihr auch weiterhin in Freud und
Leid zusammenstehen,
den Frieden in eurer Familie als ein kostbares Gut
bewahren und einander beistehen,
wenn die Mühen des Alters kommen, im Vertrauen auf Gott,
der mit euch geht zu allen Zeiten,
so antwortet gemeinsam: Ja, mit Gottes Hilfe.
#

Treueversprechen

Alle Treueversprechen können auch als Frage an das Ehepaar formuliert werden.
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1. Paarbezogen

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2.

Reicht euch die Hände und sprecht mir nach:
1 Ich verspreche dir, ...
2 Ich verspreche dir, ...
1 Ich bleibe bei dir bis ans Lebensende.
2 Ich bleibe bei dir bis ans Lebensende.
1 Ich will dich lieben und achten in guten wie in schlechten
Zeiten.
2 Ich will dich lieben und achten in guten wie in schlechten
Zeiten.
1 Ich sorge für dich und ...
2 Ich sorge für dich und ...
1 Ich will mit dir mein Leben teilen
und für unser gemeinsames Leben Verantwortung
übernehmen.
2 Ich will mit dir mein Leben teilen
und für unser gemeinsames Leben Verantwortung
übernehmen.
1 Ich will meinen Glauben an Christus mit dir teilen.
2 Ich will meinen Glauben an Christus mit dir teilen.
(Gemeinsam) Mit Gottes Hilfe und in seinem Segen!
#

3.

Ehefrau:
N.N., ich nehme dich als meinen Ehemann aus Gottes Hand.
Ich will dich lieben und achten, dir vertrauen und treu sein.
Ich will dir helfen und für dich sorgen.
Ich will dir vergeben, wie Gott uns vergibt.
Ich will zusammen mit dir Gott und den Menschen dienen.
Solange wir leben.
Dazu helfe mir Gott.
Ehemann:
N.N., ich nehme dich als meine Ehefrau aus Gottes Hand.
Ich will dich lieben und achten, dir vertrauen und treu sein.
Ich will dir helfen und für dich sorgen.
Ich will dir vergeben, wie Gott uns vergibt.
Ich will zusammen mit dir Gott und den Menschen dienen.
Solange wir leben.
Dazu helfe mir Gott.
#

4.

Ehemann:
N.N., ich bin Gott dankbar, dass wir uns gefunden haben.
Ehefrau:
N.N., ich lebe gern an deiner Seite und freue mich auf jeden neuen Tag.
Ehemann:
Ich liebe und achte dich.
Ehefrau:
Ich vertraue dir und stehe zu dir.
Ehemann:
Ich bin gern für dich da und will unnötiges Leid von dir fernhalten.
Ehefrau:
Du kannst auf meine Hilfe rechnen.
Ehemann:
Mit dir zusammen möchte ich für andere dasein und ihnen Gutes tun,
Ehefrau:
wie wir ja auch selbst von der Liebe anderer Menschen leben.
Ehemann:
Du hältst in mir die Neugier auf den morgigen Tag wach,
Ehefrau:
Du lässt mich Freude am heutigen Tag und Dankbarkeit für den gestrigen empfinden.
Ehemann:
In guten wie in schlechten Zeiten leben wir aus Gottes Hand.
Ehefrau:
Ihm vertrauen wir uns an.
#

Frage an die Gemeinde

Liebe festliche Gemeinde,
Schwestern und Brüder,
ihr seid nicht nur Zuschauerinnen und Zeugen dieses
Segens,
sondern ihr seid Beteiligte.
Darum frage ich auch euch:
Seid ihr bereit, N.N. und N.N. darin zu bestärken,
dass sie einander lieben und ihr Leben miteinander teilen,
damit sich ihre Liebe weiterentwickelt?
Dann antwortet auch ihr: Ja, mit Gottes Hilfe.
Alle: Ja, mit Gottes Hilfe.
#

Ringwechsel

#

Vor dem Ringwechsel

1.
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2.
Ein Ring ist rund, er hat keinen Anfang und kein Ende.
Deshalb ist er ein altes Symbol für die Liebe Gottes,
die das Leben rund werden lässt und kein Ende findet.
Tragt in Zukunft eure Ringe
mit dem eingefügten Namen zum Zeichen,
dass auch eure Liebe alle Grenzen überwindet
und euch immer wieder verbindet,
bis Gott euch zu sich ruft.
3.
Jeder von euch wird in Zukunft einen Ring tragen,
in dem der Name des anderen eingeprägt ist.
So wie dieser Ring rund ist,
so möge auch eure Ehe rund werden,
ein gutes Ganzes durch alle Zeiten hindurch.
Tragt ihn als Zeichen eurer Verbundenheit.
#

Zum Ringwechsel

1.
So gebt einander die Ringe an die Hand
als Zeichen der Hoffnung auf eine Liebe,
die nicht endet und ihr Geheimnis in Gott bewahrt.
2.
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3.
Gebt einander (nehmt) die Ringe an die Hand
(als Zeichen der [Liebe und] Treue,
die ihr einander versprochen habt).
#

Segnung des Ehepaars – Familiensegen

#
1.
Gott segne euch.
Gott hole euch das Blau vom Himmel
und das Salz aus dem Meer,
Gott zaubere ein Strahlen auf eure Gesichter,
Gott lege Glut in eure Herzen
und entfache eure Liebe immer wieder neu.
2.
Die Liebe Gottes, die größer ist als Glaube
und größer als Hoffnung,
trage und erfülle uns jetzt und allezeit.
3.
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4.
Der Segen Gottes, der die Liebe ist,
begleite euch auf eurem Weg, schenke euch heilende Kräfte
und bleibe bei euch heute und in den Tagen, die kommen.
5.
Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist segne euch.
Er bewahre euch in eurer Ehe,
er leite euch durch sein Wort
und erhalte euch in seiner Liebe.
6.
Der Segen Gottes des Vaters
und des Sohnes und des Heiligen Geistes
sei mit euch und bleibe bei euch.
7. Eltern- und Patensegen
Gott segne euch Eltern.
Er hat euch euer Kind geschenkt.
Er helfe euch, ihm erste Zeugen des Glaubens zu werden.
Gott segne euch Paten.
Er hat euch in die Verantwortung für dieses Kind
hineingenommen.
Er helfe euch, eure Aufgabe zu erfüllen.
Gott segne uns alle.
Er hat uns zur christlichen Gemeinde verbunden.
Er helfe uns, auf sein Wort zu vertrauen
und nach seinem Willen zu leben.
8. Segen durch mehrere Beteiligte
Liturg/in: Gott segne euch und behüte euch.
Freundin: Gott stelle euch gute Menschen an die Seite,
die euch unterstützen und die für euch da sind.
Mutter: Gott sei bei euch, wenn ihr traurig seid,
und schenke euch Menschen, die euch trösten.
Bruder/Schwester: Gott schenke euch Ruhe in eurer Arbeit
und Gelassenheit in aller Anfechtung.
Freund: Gott schenke euch Freude und Fröhlichkeit im
Alltag und die Gabe, auch einmal über euch selbst zu
lachen.
Vater: Gott schenke euch Gesundheit,
aber auch Kraft und Geduld,
mit den Schwächen und Grenzen umzugehen.
Liturg/in: So segne euch der lebendige Gott, Vater, Sohn und
Heiliger Geist. Amen.
Ehejubiläum
9.
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10.
Der Gott aller Gnade, der euch bisher in eurer Ehe geleitet
hat,
bleibe bei euch mit seinem Schutz und Segen.
Er bewahre euch vor allem Übel
und führe euch zum ewigen Leben. Amen
Nach dem Segen
Euch alle aber, die ihr hier versammelt seid
und vor allem euch beide, liebe Zeugen,
nehme ich zu Zeugen dieses Ehebundes.
Sorgt dafür, dass die Liebe dieses Paares mit ihrem heutigen
Ja den nötigen Schutzraum findet,
in dem sie wachsen und reifen kann.
#

Texte zur Hochzeitskerze

1.
Eure Hochzeitskerze ist ein sichtbares Zeichen,
dass Gott euren gemeinsamen Weg ausleuchten wird.
Die Hochzeitskerze mag euch auch erinnern,
dass es stets euer beider bedarf,
damit es hell ist in eurer Ehe und Familie;
in der Kraft dessen, der das Licht für uns alle ist, Christus.
2.
N.N. und N.N. haben eine Hochzeitskerze.
Diese soll jetzt entzündet werden.
Die Kerze soll in diesem Gottesdienst sichtbar werden
lassen:
Zwischen diesen beiden brennt das Feuer der Liebe,
das Gott in ihre Herzen gegeben hat.
Die Hochzeitskerze wird sie zu Hause immer wieder daran
erinnern.
Zum Paar:
Diese Kerze wird heute zum ersten Mal entzündet.
Lasst es nicht das letzte Mal sein.
Sie soll euch leuchten an euren Hochzeitstagen.
Sie soll euch leuchten, wenn ihr etwas miteinander
zu feiern habt.
Sie soll euch leuchten, wenn dunkle Tage zu bestehen sind.
Sie soll euch leuchten, wenn ihr so glücklich seid wie heute.
Das Hochzeitspaar entzündet zusammen die Hochzeitskerze.
#

Taufe

#

1. Tauffrage

Ihr wollt, dass euer Kind getauft wird.
Damit übernehmt ihr die Aufgabe, euer Kind im christlichen
Glauben zu erziehen
und ihm durch Wort und Beispiel zu helfen, Gott und
die Menschen zu lieben.
So frage ich euch, Eltern und Paten: Seid ihr dazu bereit?
Eltern und Paten: Ja, mit Gottes Hilfe.
#

2. Tauffrage mit Präfamen zum Glaubensbekenntnis

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Es folgt das Glaubensbekenntnis.
#

3. Präfamen zum Glaubensbekenntnis

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Es folgt das Glaubensbekenntnis.
#

4. Texte zu Abfolge Taufe – Kirchliche Hochzeit
Begrüßung

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oder:
siehe Taufagende
[RINGABGABE UND TAUFKERZE]
Wir feiern gemeinsam Taufe und Kirchliche Hochzeit –
dazu gehören besondere Zeichen:
In Gottes Liebe ist das Leben (eures Kindes)/von N.N.
gehalten.
Wir stellen das Wasser und die Taufkerze für seine/ihre
Taufe bereit.
Eure Ringe legen wir auf den Altar.
Von dort werdet ihr sie wieder empfangen,
wie ihr das Vertrauen in eure Liebe von Gott empfangt.
#

Eingangsgebet

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oder:
3. Lieber Gott, wie schön, dass N.N. und N.N. zusammen
sind!
Ihre Liebe ist ein Wunder.
Lass sie täglich darüber staunen und sich aneinander
freuen.
Zeige ihnen, wie sie sich gegenseitig ergänzen können.
Schicke ihnen Menschen, die ihnen Mut machen und sie
begleiten.
Lass uns selber solche Menschen sein.
Ohne dich können wir nichts tun.
Aber mit dir wird das Unmögliche möglich,
das Unglaubliche wahr, das Schwache stark.
#

Überleitung I (nach der Taufe zur Kirchliche Hochzeit)

Das Kind, das wir getauft haben, wird bei euch aufwachsen.
Gott hat Ja zu ihm gesagt;
auf Gottes Ja dürft auch ihr euch verlassen,
wenn ihr euch gegenseitig Liebe und Treue versprecht.
Hört Gottes Wort über die Gemeinschaft von Mann und
Frau in der Ehe:
oder:
Was die Heilige Schrift über die Liebe sagt, gilt auch für die
Ehe:
#

Überleitung II (nach der Taufe zur Kirchliche Hochzeit)

Liebe N.N., lieber N.N.,
Gott hat in der Taufe N.N. als sein Kind angenommen,
und wir hoffen, dass er Glauben in ihm weckt.
Nun werdet ihr euer Versprechen bekräftigen,
einander ein Leben lang zu begleiten
und dabei auf Gott zu vertrauen
Hört Gottes Wort über die Gemeinschaft von Mann und
Frau in der Ehe: ...
oder:
Was die Heilige Schrift über die Liebe sagt,
gilt auch für die Ehe: ...
#

Abendmahl

#

1. Einladung

Wir wollen miteinander Abendmahl feiern.
Jesus Christus lädt uns ein an seinen Tisch.
Er will in diesem Mahl unsere Gemeinschaft mit ihm
und untereinander stärken.
In Brot und Wein kommt er zu uns,
um die Liebe (die ihr einander versprochen habt),
mit seiner Kraft zu durchdringen.
Wir feiern jetzt das Geheimnis seiner Gegenwart unter uns.
#

2. Sündenbekenntnis

Gemeinsam zurückblicken auf [XX Jahre:]
Auch das bedenken, was nicht gelungen ist,
sich erinnern, was man schuldig geblieben ist,
als Paar, in der Familie, unter Freundinnen und Freunden,
dazu ist heute Gelegenheit.
In der Stille bringen wir es vor Gott
(und bekennen unsere Schuld):
– Stille –
Gott, wir bitten dich:
Vergib uns und lass uns einander vergeben.
Lass die Wunden heilen.
An den schwierigen Erfahrungen lass uns wachsen.
Schenk uns immer wieder einen neuen Anfang
und mach uns frei für den Weg, der vor uns liegt.
#

3. Präfation

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oder:
2. Wir danken dir, Gott, für alle Menschen,
die mit uns auf dem Weg sind und uns zur Seite stehen.
In der Gemeinschaft mit ihnen erfahren wir etwas von jener
Fülle des Lebens,
für die du uns geschaffen hast. Ganz besonders danken wir
für Jesus, deinen Sohn, unseren Bruder.
Er hat uns den Weg zum Leben gewiesen.
Wir danken dir, dass wir ihm folgen können.
Wir beten dich an und singen dein Lob:
oder:
3. Wir danken dir, Gott, für Jesus, deinen Sohn.
Er ist das Brot des Lebens, das unseren Glauben stärkt,
er ist der Kelch des Heils, der uns mit Freude erfüllt.
In ihm und mit ihm feiern wir jetzt das Fest des Lebens.
Mit allen, die an ihn glauben, auch mit allen,
die uns im Glauben vorangegangen sind,
mit der ganzen Schöpfung singen wir dein Lob:
#

4. Abendmahlsgebet

nach dem Sanctus
Wir danken dir, Gott, für das Brot,
für alles, was wir nötig haben wie Brot,
für die Luft, die wir atmen,
für die Menschen, die unser Leben teilen,
für den Frieden,
für deine Nähe in Worten und Zeichen.
Wir danken dir, Gott, für den Wein,
für alles, was wir genießen wie Wein,
für die Sonne und den Nachthimmel,
für die Liebe, die uns geschenkt wird,
für die Hoffnung auf dein Reich.
Wir danken dir für Jesus Christus, deinen Sohn, unseren
Bruder und Freund.
In der Nacht ...
Vor dir, Vater, tun wir, was dein Sohn, unser Bruder, von uns
erwartet.
Wir hören sein Wort, wir sehen ihn für uns leiden und
sterben.
An seinem Tisch vereint merken wir,
dass er lebendig unter uns ist.
In seinem Namen bitten wir dich:
Erfülle uns und alle Welt mit deinem Geist.
Ändere uns, hilf uns werden, wie du uns gemeint hast.
In diesem Brot, das wir essen, lass uns begreifen,
dass Jesus unsere Freude ist,
jetzt und wenn wir sterben,
trotz allem, was uns ängstet und bedrückt.
Wir glauben: Unser Herr kommt.
Wir bitten: Ja, komm, Herr Jesus.
Wir beten, wie er gebetet hat:
Es folgt das Vaterunser.
#

5. Gebet nach dem Abendmahl

Guter Gott, in diesem Mahl sind wir mit dir und
untereinander vereint worden.
Bleib alle Tage bei N.N. und N.N.,
die sich für ihr ganzes Leben Liebe und Treue zugesagt
haben.
Lass ihre Liebe wachsen.
Was auch immer geschieht, begleite sie auf ihrem Weg,
durch Christus, unsern Herrn.
#

Dank- und Fürbittengebete

#

1. Allgemein

Gott des Himmels und der Erde,
Gott in unseren Herzen und Gedanken,
wir danken dir für das Geschenk der Liebe,
dem wir heute Ausdruck verleihen,
damit es bekräftigt und vertieft wird,
heute hier und vor aller Welt.
Wir sagen Dank und freuen uns mit N.N. und N.N. über die
Funken sprühende Liebe.
Wir sagen Dank für die Kraft, die Kritik und
die Freundschaft, die wir einander schenken.
Gib uns Weisheit und Hingabe, Humor und Leichtigkeit,
Dinge zu tun und zu sagen, die der Liebe (und nicht dem
Kleingeist) entspringen;
lass uns gerecht und klug miteinander umgehen,
gemeinsam arbeiten und spielen und kämpfen.
#

2. Allgemein

Kann auch im Wechsel von den Eheleuten oder anderen Personen gesprochen werden.
Du, Gott, bist die Liebe.
In Jesus Christus bist du Mensch geworden.
Dein Heiliger Geist stiftet Liebe und Frieden.
Wir danken dir für N.N. und N.N.
An ihrem Hochzeitstag bitten wir um deinen Segen für
ihre Ehe.
Schenke ihnen deine Liebe, hilf ihnen zur Treue.
Wir bitten dich für die Eltern:
Schenke ihnen deine Liebe, dass sie dankbar bleiben.
Wir bitten dich für alle Paare:
schenke ihnen deine Liebe,
gib ihnen Achtsamkeit miteinander.
Wir bitten dich für die Alleinlebenden:
Schenke ihnen deine Liebe,
öffne die Augen für Glück und Segen.
Wir bitten für uns, deine Gemeinde:
Schenke uns deine Liebe, hilf uns zum Glauben an dich.
Wir bitten für die Menschen in [...]
Hier eventuell eine aktuelle Notlage ansprechen ...
die [...] alles verloren haben – auch Nachbarn und Freunde.
Wir bitten dich für unsere Verstorbenen, lass ihnen dein
Licht leuchten.
Wir bitten um Frieden in der Welt.
Du Gott des Friedens, erbarme dich und richte auch unsere
Füße auf den Weg des Friedens.
#

3. Allgemein und in Verbindung mit dem Abendmahl

Vom Ehepaar im Wechsel gesprochen
Gott, du Quelle des Lebens, wir danken dir für alles, was wir
sind und haben.
Wir danken dir für dieses Fest. Wir danken dir für dein
Wort, das uns Mut macht.
Wir danken dir für Brot und Wein, die uns stärken.
Gott, du Weg der Liebe, wir bitten dich für uns:
Geh uns voran auf unserem Weg.
Hilf uns, einander so anzunehmen und zu lieben, wie wir sind.
Finde uns, wenn wir uns verlaufen und verlieren.
Gott, du Grund der Hoffnung, wir bitten dich für unsere
Familien und alle, die zu unserem Leben gehören:
Sorge für sie. Lass sie teilhaben an unserer Freude. Erhalte
uns ihre Nähe und ihr Gebet.
Gott, du bist alles in allem, wir bitten dich für die Welt und
ihre Menschen:
Hüte das Schwache und Bedrohte. Gib Frieden und richte
unsere Füße auf den Weg des Friedens.
Führe uns miteinander zu dir in dein Reich.
#

4. Allgemein

Wir bitten, Gott, um deinen Segen für N.N. und N.N. [und
ihre Kinder].
Gib ihrer Gemeinschaft langen Atem.
Halte ihre Liebe wach, ihre Freude aneinander lebendig.
Lass ihr Leben miteinander gelingen.
Mache den Raum ihrer Gemeinsamkeit weit.
Lass auch die Vergangenheit darin den richtigen Platz
finden.
Schenke ihnen Entschlossenheit füreinander und Respekt
voreinander,
Mut für das Leben zusammen
und Achtung vor der je eigenen Geschichte und ihren
Bindungen, Vertrauen und Nähe und die Möglichkeit zu
Abstand und Unterscheidung.
In deiner Liebe, Gott, wagen wir den nächsten Schritt.
In deinem Namen, Jesus Christus,
hoffen wir auf das Brot des Lebens für jeden Tag.
Deine Gegenwart, lebendiger Geist,
öffne uns füreinander die Tür.
#

5. Allgemein

Deine Güte, Gott, reicht, so weit der Himmel ist.
Bring uns über uns selbst hinaus,
wenn wir in der Liebe an Grenzen kommen.
Wir beten für N.N. und N.N.,
dass sie in ihrer Beziehung wachsen
und deine Spuren in ihrem Leben suchen.
Wir bitten dich für alle,
die diese beiden Menschen begleitet haben,
für ihre Familien, in denen sie aufwuchsen,
für ihre Freundinnen und Freunde,
für Menschen, die ihre Suche nach Gott unterstützen.
Wir bitten dich für alle, die das Verletzliche hüten
und das Unvollkommene annehmen:
Lass sie an der Liebe festhalten,
wenn mit größerer Nähe auch die Verwundbarkeit wächst.
Wir bitten dich für alle, die es schwer miteinander haben,
die sich fremd geworden sind
und die mit Enttäuschungen ringen:
Berühre sie mit Liebe,
zeige ihnen neue Wege zueinander.
Wir beten in der Stille: ...
Nimm uns an, wie wir geworden sind im Laufe der Zeit.
Hilf überwinden, was uns misslingt,
und vertiefen, was uns glückt.
Deine Güte, Gott, reicht, so weit der Himmel ist.
#

6. Allgemein

Gott, du hast N.N. und N.N. entdecken lassen,
wie schön die Liebe ist.
Was sie einander versprochen haben,
das lass in Erfüllung gehen.
Lass den Glanz dieses Festtages weiterleuchten,
wenn der Alltag wiederkehrt.
Wir rufen: Herr, erbarme dich!
Erhalte ihnen die Freude am gemeinsamen Leben.
Wecke in ihnen immer wieder neu das Verlangen,
sich ganz nahe zu sein.
Und mache sie bereit,
einander den nötigen Freiraum zu gewähren.
*
Schenke ihnen Gesundheit,
das tägliche Brot und Raum zum Wohnen.
Sei mit deinem Geist bei ihnen,
wenn sie gemeinsam entscheiden müssen.
*
Hilf ihnen, geduldig zu bleiben
und beim Streiten nicht zu vergessen,
dass sie zusammengehören.
Bewahre sie vor Versuchungen,
die ihre Liebe gefährden.
*
Schicke ihnen Menschen,
auf die sie sich verlassen können,
Familienangehörige und Nachbarn,
Freunde und Ratgeber.
Stärke die Beziehungen,
die ihrem gemeinsamen Leben helfen.
Und lass auch uns zu dem Netz gehören,
das ihnen Halt gibt.
*
Gott, du hast N.N. und N.N. entdecken lassen,
wie schön die Liebe ist.
Lass ihre Liebe blühen und reifen in einem langen Leben.
Und sei alle Tage bei ihnen mit deiner Liebe,
die niemals aufhört.
#

7. Fürbitten mit Beteiligung

Gott, dich mit dem Herzen suchen im Lied der Schöpfung,
die uns umgibt –
von dir uns finden lassen in der Liebe, die vom Himmel
kommt,
darum bitten wir: ...
Stichworte können sein:
  • Paar
  • Familie/Privatleben/Beruf
  • Beruf/Berufsgruppe
  • Generationen
  • Andere Paare/ Zukunft der Erde
  • Bei „ökumenischen“ Hochzeiten: die Kirchen
  • ggf. besondere Situationen in der Familie
Gott, dich mit dem Herzen suchen im Lied der Schöpfung,
die uns umgibt –
von dir uns finden lassen in der Liebe, die vom Himmel
kommt.
Wir bringen in der Stille vor dich, was uns bewegt: ...
#

8. Paar, das ein Kind erwartet

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#

9. Paar mit Kindern

Guter Gott, danke für diesen festlichen Tag,
für die Gemeinschaft der Menschen, die hier versammelt
sind,
für die Liebe zwischen N.N. und N.N. und ihren Kindern.
Du bist mit ihnen gewesen an allen Tagen ihres Lebens.
Du hast sie bis heute behütet und bewahrt.
Wir bitten dich:
Sei du bei ihnen auch in der kommenden Zeit.
Erhalte ihnen ihre Liebe, ihre Treue und ihre Freude
aneinander.
Hilf ihnen, die Schwierigkeiten und Nöte ihres Lebens
gemeinsam zu meistern.
Stärke ihr Vertrauen zu dir, Gott.
Du weißt, was wir Menschen brauchen – besser als wir
selbst es wissen.
Wir bitten dich für alle Paare und Familien, die es schwer
haben,
die einander enttäuschen und kränken, denen gute
Begleitung und Hilfe fehlt:
Lass sie spüren, dass du keinen Menschen vergisst und
jedem Kraft zum Neuanfang gibst.
#

10. Familie mit größeren Kindern aus früheren Beziehungen

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#

11. Junges Paar, das schon länger zusammenlebt

Mit N.N. und N.N. beten wir:
Guter Gott, wir danken dir für die Zeit,
die wir schon miteinander erlebt haben:
Nach den Schmetterlingen im Bauch – der erste Streit.
Und trotzdem: Wir bleiben zusammen!
Nach der Freude über die neue gemeinsame Wohnung –
erste lästige Klagen: „Immer muss ich alleine aufräumen.“
Und trotzdem: Wir bleiben zusammen!
Nach viel Lust auf Zweisamkeit –
endlich mal wieder allein sein oder mit anderen.
Und trotzdem: Wir bleiben zusammen!
Wir bleiben zusammen, für ein Leben, wenn es geht.
Darum bitten wir ...
Raum für individuelle Gebetsanliegen
#

12. Fürbitten mit Rose

Diese Rose hilft uns beten ...
Diese Rose soll wie die vielen anderen Blumen,
die ihr heute bekommt, Freude schenken.
Wir bitten Gott, dass euch die Freude und das Glück des
heutigen Tages immer begleiten.
Die Blütenblätter dieser Rose stehen fest zusammen,
für sich allein wäre jedes unnütz und verloren.
Wir bitten Gott für euch, dass auch ihr so zusammenhalten
könnt – miteinander, mit euren Familien, Freundinnen und
Freunden.
Bei Licht und Wärme öffnet sich die Rosenblüte
und schenkt uns ihren Duft.
Wir bitten Gott, dass ihr immer offen seid für die Menschen,
die euch begegnen, damit unser Leben besser gelingen
kann.
Die Rose hat auch Dornen, das dürfen wir in der Freude
dieses Tages nicht übersehen.
Wir bitten Gott, dass er euch die Kraft schenkt,
auch finstere Stunden und schwere Tage in eurem Leben
anzunehmen und gemeinsam zu bewältigen.
Wenn wir diese Rosenblüte achtlos wegwerfen,
dann wird sie bald kraftlos und verdorrt.
Wir bitten Gott, dass ihr die Verbindung zu ihm nicht
verliert.
Wir beten aber auch für alle, deren Verbindung zu Gott oder
zu ihren Lebenspartnern lau und oberflächlich geworden
oder sogar abgerissen ist.
Die Blüte ist vom Rosenstock abgeschnitten worden;
bei aller Sorge darum wird sie uns nur für eine bestimmte
Zeit geschenkt.
Wir wollen heute vor Gott für alle danken,
die uns auf unserem Weg ein Stück weit begleitet haben
und dabei Liebe und Zuneigung geschenkt haben, die uns
aber schon zu ihm vorausgegangen sind.
#

13. Älteres Paar

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14. Älteres Paar

Lebendiger Gott, du hast N.N. und N.N. das Glück der Liebe
geschenkt.
Ihr Leben ist noch einmal neu geworden, obwohl es doch
das gleiche ist.
Wir freuen uns! Wir danken dir!
Wir bitten dich:
Bewahre das Glück in ihrem Haus.
Mach ihren Weg nicht steiler, als sie steigen können.
Lass sie behutsam miteinander sein
und Verständnis behalten für die Geschichten, die vorher
waren.
Hilf, dass sie die Achtung voreinander nicht verlieren,
dass sie neugierig bleiben aufeinander,
und sich nicht schrecken lassen, wenn sie sich auch
manchmal fremd sind.
Wir bitten dich für alle, die mit ihnen gehen: ihre Kinder,
ihre Freundinnen und Freunde ...
Mach das Netz stark, das sie hält.
Und hilf, dass ihre Verbindung ein kräftiger Knoten bleibt –
für sie selbst und für die, die sie brauchen.
Wir bitten für alle, die nach Partnern suchen, die einsam sind,
weil ihnen ein Liebster oder eine Liebste fehlt. Lass die sich
finden, die zusammen leben können.
#

15. Für ein älteres Paar mit Familie(n)

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16. Ältere Paare, Wiederheirat

Mit N.N. und N.N. beten wir:
Wir freuen uns, dass wir diesen Tag erleben und feiern
können.
Wir danken für den Glauben, der uns bis heute trägt,
für die Hoffnung, die uns gestärkt hat,
für alle Liebe, die wir erleben und weitergeben konnten:
Gaben, in denen du uns, Gott, begegnet bist.
Wir danken dir für alle guten Zeiten –
für die Kraft auf schwierigen Wegstrecken;
für die Arbeit, die uns fordert und freut,
für das tägliche Brot, das uns stärkt,
für alles, was wir mit Leib und Seele genießen dürfen.
Wir danken dir auch für unsere Familie,
für Freunde und Freundinnen,
für Menschen, auf die wir uns verlassen können,
in der Nähe und in der Ferne.
Für das gemeinsame Leben danken wir dir –
und bitten dich: Bleibe bei uns mit deiner Güte.
Lass deine Liebe weiter unter uns lebendig sein.
Segne unsere Pläne, unser Tun und Lassen.
Sei uns nah in Enttäuschungen.
Wenn Schweres uns trifft, gib uns Kraft.
Auf dich vertrauen wir.
Bleibe uns freundlich zugewandt
und schenke Frieden – uns und unserer Welt.
#

17. Wiederheirat

Dein Segen, Gott, wird mit N.N. und N.N. gehen.
Und dein Glanz liegt auf ihnen.
Wir danken dir!
Sei ihnen voraus an ihren Tagen und in ihren Nächten.
Dein Wort sei ein Licht auf ihrem Weg,
deine Liebe eine Kraft, die sie stärkt.
Festige ihre Verbindung mit allen, die zu ihnen gehören
und die sie brauchen.
Und sei auch bei denen, die früher ein Teil ihres Lebens
waren.
Du hältst unser ganzes Leben, du verstehst, was wir nicht
zusammenbekommen.
Wir legen dir N.N.s und N.N.s Weg ans Herz,
damit sie ihn gut miteinander gehen können,
damit sie in Freude beieinander bleiben
und ihre Liebe sie durch gute und heilsame Räume führt.
#

18. Kirchliche Hochzeit Verwitweter

Mit N.N. und N.N. beten wir:
Guter Gott, wir danken dir,
dass wir diesen Tag miteinander feiern können,
mit unseren Familien, mit unseren Freunden und
Weggefährten.
Wir danken dir für das Licht nach der Dunkelheit,
für das Lachen nach dem Weinen,
für den Neuanfang nach dem Ende.
Wir bitten dich für unseren gemeinsamen Weg:
dass unsere Liebe wachse,
unsere Geduld miteinander nicht nachlasse,
unser Mut für den Neuanfang gestärkt werde.
Öffne uns für unsere gemeinsame Zukunft:
dass sie Platz lässt auch für unsere Erinnerungen
und Lust macht auf das Neue, das wir miteinander erleben.
Hilf, dass wir zueinander finden als Familien und
im Freundeskreis,
dass wir einander kennen lernen und uns voneinander
erzählen.
Für uns alle bitten wir dich:
Lass uns nicht aufgeben, wenn wir Schweres erleben.
Du hilfst uns, den Blick vom Dunkel ins Licht zu wenden
und den neuen Wegen zu vertrauen.
#

19. Kirchliche Hochzeit mit Taufe

In Auswahl zu verwenden
Wir sind getauft, berufen zu einem Leben,
in dem Glaube, Hoffnung und Liebe wachsen.
Wir danken Gott, dass er uns brauchen will,
und bitten ihn:
Gib uns deinen Geist und stärke uns für den Weg, der vor
uns liegt.
Wir rufen: Herr, erbarme dich!
Wir beten für N.N. und N.N.,
die heute den Segen für ihre Ehe empfangen haben:
Gott, erhalte sie in deiner Liebe
und schenke ihnen Kraft und Geduld,
einander beizustehen und zu vertrauen.
Gib ihnen Menschen, die sie auf ihrem Weg begleiten.
*
Wir beten für N.N., den/die wir heute getauft haben:
Gott, hilf ihm/ihr, ein Mensch zu werden nach deinem Bilde,
der dich und den Nächsten lieben kann wie sich selbst.
*
Wir beten für alle, die N.N. begleiten werden,
für Eltern und Paten, Großeltern und Geschwister ...:
Gott, lass sie dem Kind Vorbilder sein
und schenke ihnen offene Ohren und Herzen für seine
Fragen und Bedürfnisse.
*
Wir beten für die Zeiten, in denen wir uns am Leben freuen
können, für diesen Festtag und für andere Tage des Glücks:
Gott, zeige uns, wie wir unser Glück mit anderen teilen
können.
*
Wir beten auch für die finsteren Zeiten, für Tage der Sorgen
und des Schmerzes:
Gott, hilf uns mit deiner Liebe, die niemals aufhört, und
schicke uns Menschen, die mittragen und trösten können.
*
Wir beten für alle, die zerstritten sind und sich nicht
verstehen:
Gott, lass sie nicht aufhören, einander zu suchen, und reiß
die Mauern nieder, die die Menschen trennen.
*
Wir beten für alle, die von Unrecht, Gewalt,
Krieg und Naturkatastrophen getroffen werden.
Gott, bewahre uns davor, sie zu vergessen
und wegzuschauen, wenn unsere Solidarität gefragt ist.
*
Wir beten für alle, die heute nicht dabei sein können, auch
für die schon Verstorbenen:
Gott, dir vertrauen wir sie an. Erhalte uns die Dankbarkeit
für das Gute, das sie uns getan haben.
*
Du hast dich unser erbarmt, Herr, unser Gott.
Im Vertrauen auf deinen Geist bitten wir dich in der Stille: ...
#

20. Kirchliche Hochzeit mit Taufe

Lebendiger Gott, wir danken dir für das Fest,
das wir heute miteinander feiern.
Wir danken dir für N.N. und N.N.:
Sie haben sich gefunden, sie haben Ja zueinander gesagt,
sie haben ihr Kind zur Taufe gebracht.
Sei bei ihnen, wenn sie als Familie zusammenwachsen.
Wir bitten dich: um fröhliche Mahlzeiten, um Geduld und
langen Atem bei der Gute-Nacht-Geschichte,
um Verständnis und gute Nerven in durchwachten Nächten,
um Freude und Staunen bei jedem neuen Schritt.
Sei bei ihnen in ihrer Ehe.
Wir bitten dich:
um Raum für N.N. und N.N. einfach nur zu zweit,
Lust und Zeit miteinander, Freiräume auch für das ganz
Eigene.
Um Menschen an ihrer Seite,
die mit ihnen reden und lachen,
mit denen sie ihre Freuden und Sorgen teilen können.
Sei bei allen, die N.N. und N.N. auf ihrem Weg bisher
begleitet haben:
Eltern und Großeltern, Geschwister und Freunde.
Für die Paten bitten wir dich:
um gemeinsame Zeit mit N.N. (Name des Kindes),
Zeit zum Spielen, zum Zuhören, zum Trösten und Ratgeben.
Für uns alle bitten wir dich: Begleite uns auf unseren
Wegen.
#

21. Ehejubiläum

Kann vom Paar gesprochen werden
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#

22. Ehejubiläum

Unter Beteiligung der Enkel
Gott, du bist bei uns unser Leben lang.
Du hast N.N. und N.N. begleitet in 50 Jahren Ehe.
Wir danken dir und bitten dich:
Gott, erhöre uns:
Wir sind dankbar, dass wir viel miteinander erleben
konnten,
wie das Traktorfahren mit Opa und das Wackelpudding-
Kochen mit Oma.
Auch als wir größer wurden, haben wir miteinander gelacht
und Zeit miteinander verbracht.
Wir danken dir und bitten dich:
Wir beten für euch, dass ihr fit und gesund bleibt,
dass ihr eure Möglichkeiten wie bisher nutzen
und den Alltag genießen könnt.
Wir danken dir und bitten dich:
*
Wir sind dankbar, dass ihr uns immer wieder geholfen habt
und für uns dagewesen seid.
Wir beten für euch, dass ihr euch jetzt mehr Zeit für euch
selber nehmen könnt,
dass ihr zusammen schöne Reisen genießen und von den
Sorgen abschalten könnt.
Wir danken dir und bitten dich:
Wir beten für euch, dass ihr auch nach diesem Fest offen
bleibt für Neues,
dass ihr euch gemeinsam die Freude am Leben erhalten
könnt
und dass Gott euch auch in Krankheit und schweren Zeiten
beschützen und geleiten möge.
Wir danken dir und bitten dich:
#

23. Ehejubiläum

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#

24. Ehejubiläum

Gott, Quelle des Lebens, aus der alles Glück und alle Freude
hervorgehen.
Wir bitten dich für N.N. und N.N., die heute dankbar auf ...
Jahre zurückschauen.
Freude und Leid haben sie geteilt.
Lass sie noch lange ihren Weg miteinander gehen zum
Segen für sich und andere.
Wir bitten dich für ihre Familie, für Freundinnen und
Freunde:
dass sie einander Halt geben, in Gesundheit und Krankheit,
im Streit und im Frieden.
Für unser Zusammenleben, dass wir uns das Gute gönnen
und zum Glück der anderen beitragen.
Für alle, die schmerzlich die Grenzen ihrer Liebe spüren:
dass sie nicht aufhören, der Liebe zu vertrauen.
Für uns alle, dass wir beieinanderbleiben,
wenn unsere Wünsche und Interessen auseinandergehen.
Du, Gott, schenkst uns die Freude am Leben.
Lass uns die Freude mit anderen teilen,
an diesem Tag und alle Zeit unseres Lebens.
#

25. Silberhochzeit

Zur Auswahl, aus der Perspektive des Paares, ggf. vom Paar selbst zu sprechen oder stellvertretend von Freunden
Gott, wir bitten dich mit N.N. und N.N.:
Um Zeit füreinander.
Um Augenblicke. Um Stunden. Um Tage und Jahre.
Die harte Arbeit am Glück –
lass uns leicht von der Hand gehen.
Dass wir uns kleine Geheimnisse erlauben.
Dass wir die Lust am „Suchen-Spielen“ behalten:
verstecken, finden – vor allem die Lust, gefunden zu werden
Dass wir eifersüchtig sein können.
Dass wir uns überraschen,
uns aus der Fassung und außer Atem bringen können,
das wünschen wir uns.
Dass wir miteinander schweigen können,
ohne dass es bedrohlich wird.
Dass wir die schönen Erlebnisse aus all den Jahren,
wenn wir sie auch nicht wiederholen,
so doch wieder erwecken können.
Lass sie uns erfahren wie eine Quelle,
die uns bewahrt vor dem Austrocknen an der Gegenwart
allein.
Um Humor. Um Zärtlichkeit. Um Achtsamkeit. Um Geduld.
Bitte von allem eine doppelte Portion.
Um die Fähigkeit, Streit anzufangen und Streit zu beenden.
Verhandeln zu können.
Um Albernheit. Um Weisheit. Um Torheit.
Um Großzügigkeit und Güte.
Dass wir uns die zunehmende Erschöpfung erlauben,
sie teilen und sie gemeinsam besser ertragen können.
Um Gerechtigkeit im Teilen der Aufgaben, der Zeit,
der Kräfte:
in der Familie, im Beruf, mit Freundinnen und Freunden.
Um das Feingefühl, sich auf eine neue Familie einstellen
zu können:
die Kinder freigeben und ihnen verbunden bleiben,
offen sein für ihre Partnerinnen und Partner –
für die Kinder der Kinder.
Du kennst unsere Angst: Was kommt?
Kommt noch etwas? Etwas Neues für uns zwei?
Und wenn die Kinder gegangen sind – finden wir uns
wieder?
Behalten wir Arbeit? Finden wir neue? Bleiben wir gesund?
Haben wir die Kraft, füreinander da zu sein?
Wer kümmert sich um die alten Eltern?
Du treuer Gott, der du anders bist als alles,
was wir von dir glauben, und doch derselbe –
lass uns dieselben bleiben füreinander und doch
neu werden.
Lass uns wachsen im Glauben, in der Hoffnung und in der
Liebe, zueinander und zu dir.
#

26. Silberhochzeit

Mitten im Leben sind wir von deiner Liebe umfangen,
Gott. Mitten im Leben feiern wir dieses Fest.
Wir freuen uns mit N.N. und N.N.
Wir teilen ihr Glück und ihre Dankbarkeit.
Ihre Geschichte, ihre Wünsche und auch ihre Sorgen sehen
wir im weiten Horizont deiner Güte.
Die Wünsche, die in Erfüllung gingen in all den Jahren.
Die Ängste, die längst vergessen sind, oder auch nicht.
Die Aufgaben, die sie bewältigen konnten.
Den Reichtum, als Paar (mit Kindern/in einer Familie)
zu leben
und sich trotz aller Veränderungen nicht zu verlieren.
Dafür danken wir dir.
Wir bitten dich zugleich, wenn wir an ihre Zukunft denken,
um deinen Beistand:
Was kommt auf sie zu in den nächsten Jahren?
Wenn die Kinder gehen, finden auch sie neue Wege zu zweit?
Behalten sie ihre Arbeit? Was wird aus den Eltern? Bleiben
sie gesund?
Mitten im Leben sind wir von deiner Liebe umfangen,
treuer Gott.
Du bist anders, als wir dich kennen und doch derselbe.
Lass uns dieselben füreinander bleiben,
auch wenn wir uns ändern.
Lass uns wachsen im Glauben und in der Hoffnung.
Umfangen von deiner Liebe.
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Fremdsprachige Texte

Votum zu Beginn – Frage an das Ehepaar – Segen
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Englisch

Votum
The grace of our Lord Jesus Christ and the love of God and
the fellowship of the Holy Spirit be with you all, Amen.
Frage an das Ehepaar
M: N.N., will you have N.N. to be your wife/husband,
to live together in the covenant of marriage?
Will you love her/him, comfort her/him,
honor and keep her/him, in sickness and in health,
and, forsaking all others, be faithful to her/him
as long as you both shall live?
B/G: I will.
The minister may address the assembly in these or similar words.
M: Will you, the families of name and name,
give your love and blessing to this new family?
C: We will.
The minister says to the assembly:
M: Will all of you, by God’s grace,
do everything in your power to uphold
and care for these two persons in their life together?
C: We will.
Segen
Most gracious God, we give you thanks for your tender love
in sending Jesus Christ to come among us, to be born of a
human mother, and to endure the cross for our sake, that
we may have abundance of life.
By the power of your Holy Spirit pour out the abundance
of your blessing on name and name. Defend them from
every enemy.
Lead them into all peace.
Let your love be a seal upon their hearts, a mantle about
their shoulders, and a crown upon their foreheads.
Bless them so that their lives together may bear witness
to your love.
Bless them in their work and in their companionship;
in their sleeping and in their waking;
in their joys and in their sorrows;
in their life and in their death.
Finally, in your mercy, bring them to that table where your
saints feast forever in your heavenly home, through Jesus
Christ our Lord, who lives, and reigns with you and the Holy
Spirit, one God, now and forever.
Amen.
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Italienisch

Votum
1. La grazia e la pace ci sono date da Dio nostro Padre, dal
quale ogni famiglia riceve la sua esistenza e da Gesù Cristo
nostro Signore. Amen
2. Il Signore ci ha chiamati e ci ha raccolto da strade
diverse, ci ha condotto in questo luogo e ci accoglie. Alla
sua presenza ci apriamo alla sua luce e alla sua pace. Nel
suo nome vogliamo celebrare questo culto, con gioia e con
riconoscenza, nel nome del Padre, del Figlio e dello Spirito
Santo. Un solo Dio, benedetto in eterno. Amen
3. Il nostro aiuto, la nostra gioia e la nostra speranza sono
nel nome di Dio che ci ha creati e che ci salva in Gesù Cristo
nostro Signore. Amen
Frage an das Ehepaar
Beide evangelisch:
N. (N.), ti prometto, con l’aiuto di Dio, di amarti e servirti
nel dono totale di me stesso\a, di essere solidale con te
in ogni circostanza Della vita, nella gioia come nel dolore,
di conservare e fortificare con te la nostra fede comune e
rimanerti fedele secondo l’insegnamento della Parola di
Dio.
Sì!
Bei konfessionsverbindenden Ehen
N. (N.), ti prometto, con l’aiuto di Dio, di amarti e servirti
nel dono totale di me stesso\a, di essere solidale con te in
ogni circostanza della vita, nella gioia come nel dolore, di
ricercare con te l’unità nella fede sulla base dell’Evangelo
e rimanerti fedele secondo l’insegnamento Della Parola di
Dio.
Sì!
Wenn der Pfarrer/die Pfarrerin die Frage stellt:
Ed ora vogliate alzarvi per dichiarare davanti a Dio la vostra
volontà di unirvi in matrimonio e scambiare le promesse di
amore e fedeltà che reciprocamente vi dovete:
N., dichiari tu, nella pienezza della tua libertà, di accogliere/
prendere la qui presente N. per tua moglie/sposa e
prometti tu di volerla amare e servire nel dono totale di
te stesso e di essere solidale con lei in ogni circostanza
della vita, nella gioia come nel dolore, di conservare e
rafforzare con lei la vostra fede comune e rimanerle fedele
secondo l’insegnamento
della Parola di Dio?
Sì!
N., dichiari tu, nella pienezza della tua libertà, di accogliere/
prendereil qui presente N. per tuo marito/sposo e prometti
tu di volerlo amare eservire nel dono totale di te stessa
e di essere solidale con lui in ogni circostanza della vita,
nella gioia come nel dolore, di conservare e rafforzare
con lui la vostra fede comune e rimanergli fedele secondo
l’insegnamento
della Parola di Dio?
Sì!
Segen
L’Iddio eterno vi mantenga nell’amore reciproco, in modo
che la pace di Cristo possa dimorare nella vostra casa.
Andate per servire Dio e il prossimo in tutto quel che fate.
Siate testimoni dell’amore di Dio in questo mondo; così che
anche chi è estraneo all’amore possa trovare in voi degli
amici generosi.
La grazia del Signore Gesù Cristo, l’amore di Dio e la
comunione dello Spirito Santo sia con voi. Amen.
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Slowakisch

Votum
Milé svadobné zhromaždenie, dnes sme sa zišli, aby sme
spoločne s bratom XY a so setrou XY oslávili ich veľký deň a
poprosili Boha o požehnanie ich spoločného manželského
zväzku.
V mene Boha: Otca i Syna i Ducha Svätého. Amen.
Frage an das Ehepaar
Pýtam sa vás, milý brat XY, chcete s tu prítomnou XY
dobrovoľne uzavrieť manželstvo? (áno).
Pýtam sa vás, milá sestra XY, chcete s tu prítomným XY
dobrovoľne uzavrieť manželstvo? (áno).
Sľubujete žiť vo svojom manželstve tak, ako to od
kresťanských manželov vyžaduje sám Pán Boh vo svojom
slove, sľubujete?
Odpoveď: Sľubujeme.
Chcete tento svoj sľub pred Pánom Bohom a v prítomnosti
týchto kresťanských svedkov potvrdiť, chcete?
Odpoveď: Chceme.
Prítomných prosím, aby povstali, a vy pokľaknite, podajte si
pravé ruky a opakujte po mne:
Najprv ty (vy), milý brat:
Ja, XY, slávnostne na svoju česť a kresťanskú vieru sľubujem
pred trojjediným Pánom
Bohom: Otcom, Synom i Duchom Svätým, a pred
prítomnými kresťanskými svedkami, že teba, N
rod. N, ktorú som si dobrovoľne vyvolil za manželku,
neopustím ani v biede, ani v chorobe, ani v
šťastí, ani v nešťastí, ani v nedostatku, ale budem ťa milovať,
o teba sa starať, vernosť ti
zachovávať a tak, ako to Pán Boh vo svojom slove prikazuje,
s tebou verne nažívať až do smrti.
Ja, N, slávnostne na svoju česť a kresťanskú vieru sľubujem
(prisahám) pred trojjediným Pánom
Bohom: Otcom, Synom i Duchom Svätým, a pred
prítomnými kresťanskými svedkami, že teba,
XY, ktorého som si dobrovoľne vyvolila za manžela,
neopustím ani v biede, ani v chorobe, ani v
šťastí, ani v nešťastí, ani v nedostatku, ale budem ťa milovať,
o teba sa starať, vernosť ti
zachovávať a tak, ako to Pán Boh vo svojom slove prikazuje,
s tebou verne nažívať až do smrti.
A teraz obaja spolu opakujte po mne:
Tak nám pomáhaj trojjediný Boh: Otec, Syn i Duch Svätý, na
veky požehnaný. Amen.
Tak nám pomáhaj trojjediný Boh: Otec, Syn i Duch Svätý, na
veky požehnaný. Amen.
Segen
Vaše manželstvo, ktoré ste práve uzavreli, ja, služobník Boží
a Kristov, mocou svojho úradu
požehnávam a za riadne kresťanské manželstvo
vyhlasujem. Robím to v mene Boha: Otca, Syna i
Ducha Svätého (+ urobí kríž) s prosbou: “Požehnaj vám
Hospodin zo Siona!” a s napomenutím Pánovho slova: “Čo
Boh spojil, človek nerozlučuj!” Amen.
Odovzdanie obrúčok: Nech vám tieto obrúčky stále
pripomínajú, že patríte v manželstve jeden druhému.
Ako oni nemajú konca, tak nech sa nikdy neskončí vaša
láska.
#

Slowenisch

Votum
Vimenu Očeta in Sina in Svetega Duha. Amen.
Frage an das Ehepaar
Slišala sta besede Svetega pisma.
Bog Vaju ljubi
In tako se tudi Vidva ljúbita.
Bog je Vama obljubil zvestobo
In tudi Vidva si bodita zvesta.
Tako Vaju vprašam pred Bogom in zbranim občestvom:
I., hočeš I., ki ti jo Bog zaupa,
kot svojo ženo ljubiti in spoštovati
in z njo živeti v zakonu v dobrih in hudih dneh, vse življenje,
potem reci: Da (z Božjo pomočjo).
Ženin: Da (z Božjo pomočjo).
I., hočeš I., ki ti ga Bog zaupa,
kot svojega moža ljubiti in spoštovati
in z njim živeti v zakonu v dobrih in hudih dneh, vse
življenje,
potem reci: Da (z Božjo pomočjo).
Ženin: Da (z Božjo pomočjo).
Ženi: Vprašam te, I.:
Naj bo I. Tvoj mož?
Ga hočeš ljubiti?
Mu želiš pomagati?
Hočeš ostati pri njem(tudi v hudih časih)?
Potem odgovori: Da.
Možu:
Vprašam te, I.:
Naj bo I. Tvoja žena?
Jo hočeš ljubiti?
Ji želiš pomagati?
Hočeš ostati pri njej (tudi v hudih časih)?
Potem odgovori: Da.
Segen
Blagoslov Boga, Očeta in Sina in Svetega Duha,
naj Vaju napolnjuje in ostane pri Vaju.
oder:
Bog Oče, Sin in Sveti Duh naj Vaju blagoslovi.
Bog naj Vaju varuje v Vajinem zakonu.
Bog naj Vaju vodi na Vajinih poteh
in Vaju ohrani v svoji ljubezni.
oder:
Bog, vir in cilj vsega življenja, naj Vaju blagoslovi: v veri, ljubezni in upanju.
oder:
Bog naj blagoslovi besede, ki jih govorita in poti, po katerih
hodita.
Blagoslovi naj Vajine načrte in delo Vajinih rok.
Blagoslovi naj Vajino zvezo, Vajine otroke in vse, ki spadajo
k Vama.
Blagoslov Boga, Očeta in Sina in Svetega Duha, naj bo in
ostane z Vama.
oder:
Božja ljubezen,
ki je večja kot vera
in večja kot upanje
naj Vaju drži in napolnjuje,
zdaj in vekomaj.
oder:
Bog Oče, Sin in Sveti Duh naj Vaju blagoslovi.
Ohrani naj Vaju v Vajinem zakonu,
vodi naj Vaju po svoji besedi
in Vaju ohrani v svoji ljubezni.
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Tschechisch

Votum
Milé svatební shromáždění, dnes jsme se sešli, abychom
společně s N.N. a N.N. oslavili jejich velký den a prosili Boha
o požehnání jejich manželského svazku. Ve jménu Boha
Otce, i Syna, i Ducha Svatého. Amen.
Frage an das Ehepaar
Písmo chápe manželství jako o dobrý dar od Boha. I Vaše
manželství chce Bůh chránit a žehnat mu.
Proto se Vás ptám před Bohem a tímto shromážděním:
N.N., rozený….., jsi připraven N.N.; rozenou ….., kterou Ti
Bůh svěřil, milovat a ctít a žít s ní v manželství podle
Božího zákona a zaslíbení - v časech dobrých i zlých - dokud
Vás smrt nerozdělí?
Pokud ano, odpověz: Ano, s pomocí Boží.
N.N.: Ano s pomocí Boži.
N.N., rozená….., jsi i ty připravena N.N.; rozeného …..,
kterého Ti Bůh svěřil, milovat a ctít a žít s ním v manželství
podle Božího zákona a zaslíbení- v časech dobrých i zlýchdokud
Vás smrt nerozdělí?
Pokud ano, odpověz: Ano, s pomocí Boží.
N.N.: Ano s pomocí Boží.
Segen
Děkujeme Ti Bože, že jsi tyto dva lidi povolal do manželství.
Daruj jim Ducha, který je povede ke vzájemnému
láskyplnému zacházení.
Pomáhej jim, aby dokázali společně čelit životním
překážkám.
Daruj jim pokojný život a zůstávej jim nablízku i v těžkých
životních situacích.
O to Tě prosíme skrze Ježíše Krista, našeho Pana a bratra.
Amen
Požehnání Boha Otce i Syna i Ducha Svatého, ať na Vás
sestoupí a zůstane s Vámi od teď až na věky. Amen.
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Ungarisch

Votum
Erős vár a mi Istenünk!
Az Atya, Fiú, Szentlélek nevében, ámen!
Frage an das Ehepaar
Lelkész: Testvéreim az Úrban! Hallottátok Isten örök
akaratát a házasság rendjéről.
Tegyetek azért vallást arról, hogy Isten tetszése szerint
akartok házasságban élni!
Feleljetek az élő Isten jelenlétében az egyház tanúi előtt a
következő kérdésekre!
A lelkész a vőlegényhez:
Először tőled kérdem, Testvérem az Úrban, N.N.!
Szereted-e a melletted álló N.N.-t, akit házastársadul
választottál? [Szereted-e?]
Vőlegény: Szeretem.
Akarsz-e vele Isten rendje és igéje szerint házasságban élni,
míg a halál tőle Isten akaratából el nem választ? [Akarsz-e?]
Vőlegény: Akarok.
Kész vagy-e mindezt esküvel is megerősíteni? [Kész
vagy-e?]
Vőlegény: Kész vagyok.
A lelkész a menyasszonyhoz:
Hasonlóképpen kérdem tőled, Testvérem az Úrban, N.N.!
Szereted-e a melletted álló N.N.-t, akit házastársadul
választottál? [Szereted-e?]
Menyasszony: Szeretem.
Akarsz-e vele Isten rendje és igéje szerint házasságban élni,
míg a halál tőle Isten akaratából el nem választ? [Akarsz-e?]
Menyasszony: Akarok.
Kész vagy-e mindezt esküvel is megerősíteni? [Kész
vagy-e?]
Menyasszony: Kész vagyok.
Segen
Mivel Isten rendje szerint akartok házasságban élni,
és ezt az élő Isten jelenlétében, az egyház tanúi előtt
kijelentettétek, egybekötlek titeket az Atya, + Fiú, Szentlélek
nevében, hogy amit Isten igéjével egybeszerkesztett, ember
azt el ne válassza!
A lelkész a házastársak fejére teszi kezét és folytatja:
A mindenható Isten, aki az embert jótetszése szerint férfivá
és asszonnyá teremtette, és házasságukat megáldotta,
áldja meg a ti házassági szövetségeteket, és adja nektek
Szentlelkét, hogy az ő gyermekeiként tisztaságban és
szeretetben, békességben és boldogságban éljetek, a hitben
mindvégig megálljatok, egykor pedig tiétek legyen az örök
élet koronája, az Úr Jézus Krisztus által. Ámen.
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Lieder

Die Lieder eigenen sich in besonderer Weise
A – zum Anfang
V – für den Verkündigungsteil
T – nach dem Segen
S – vor dem Schlusssegen
und
Ü – für den Übergang zwischen Kirchliche Hochzeit und Taufe
TA – zur Taufe
( ) – anderer möglicher Ort im Hochzeitsgottesdienst
155 - Herr Jesu Christ, dich zu uns wend – A
161 - Liebster Jesu, wir sind hier – A
166 - Tut mir auf die schöne Pforte – A
168 - Du hast uns, Herr, gerufen – A; S
170 - Komm, Herr, segne uns – T, S
171 - Bewahre uns, Gott, behüte uns Gott – T; S
175 - Ausgang und Eingang – A; S
238 - Herr, vor dein Antlitz treten zwei – A; V
139 - Freuet euch im Herren allewege – V; T
240 - Du hast uns, Herr, in dir verbunden – (V); T
251 - Herz und Herz vereint zusammen – V; T
258 - Zieht in Frieden eure Pfade – S
265 - Nun singe Lob, du Christenheit – A; V; T; S
272 - Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen – A; V; T; (S)
285 - Das ist ein köstlich Ding, dem Herren danken – V; (T)
287 - Singet dem Herrn ein neues Lied – A
288 - Nun jauchzt dem Herren, alle Welt – A; (V)
295 - Wohl denen, die da wandeln – (A); V
302 - Du meine Seele, singe – A; (V); (T)
316 - Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren – A; (V); (T)
317 - Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren – A; (V); (T)
321 - Nun danket alle Gott – (A); S
322 - Nun danket all und bringet Ehr – A; (V)
324 - Ich singe dir mit Herz und Mund – A; (V)
326 - Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut – A; (V)
329 - Bis hierher hat mich Gott gebracht – A; V; S
331 - Großer Gott, wir loben dich – A; V; T; S
334 - Danke für diesen guten Morgen – A; (V)
347 - Ach bleib mit deiner Gnade – (V); (T); S
369,7 - Wer nur den lieben Gott lässt walten – (T); S
380 - Ja, ich will euch tragen – V; S
391 - Jesu, geh voran – V; S
395 - Vertraut den neuen Wegen – (V); (T); S
398 - In dir ist Freude in allem Leide – (V); (T); S
401 - Liebe, die du mich zum Bilde – V; (T)
417 - Lass die Wurzel unsers Handelns Liebe sein – V
432 - Gott gab uns Atem – A; (S)
436 - Herr, gib uns deinen Frieden – S
447 - Lobet den Herren, alle die ihn ehren – A
571 - Geh aus, mein Herz – A und (T) bzw. S (13-15)
571 - Herr, wir bitten: Komm und segne uns – T; S
589 - Gott, unser Festtag ist gekommen - A
643 - Wo ein Mensch Vertrauen gibt – V; T
Freitöne 170 - Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht – V; T
Freitöne 167 - Lass uns den Weg der Gerechtigkeit gehn – (V); S
Freitöne 72 – Ich sing dir meine Lied – A; TA, S
und nicht im EG enthalten:
Herr, deine Liebe – V; (T)
Ich bete an die Macht der Liebe – V; T
Gottes Liebe ist wie die Sonne – V; T
Ins Wasser fällt ein Stein – V; T
Du bist da, wo Menschen leben – (A); V
Wir strecken uns nach dir – (A); V; T
Liebe ist nicht nur ein Wort – V; (T)
Sanftmut den Männern! Großmut den Frauen! – V; T
sowie zusätzlich Lieder der jeweiligen Kirchenjahreszeit
Tauflieder
200 Ich bin getauft auf deinen Namen – TA
204 Herr Christ, dein bin ich eigen – TA
206 Liebster Jesu, wir sind hier – A; U?
207 Nun schreib ins Buch des Lebens – TA
209 Ich möcht‘, dass einer mit mir geht – U?; TA
210 Du hast mich, Herr, zu dir gerufen – TA; S
211 Gott, der du alles Leben schufst – U?; (S)
212 Voller Freude über dieses Wunder – TA
weitere Tauflieder: siehe Österreichische Taufagende
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Liedtexte

1. Ich lobe meinen Gott
EG 272 – ergänzt um Übersetzungen der Strophen 2-4
Text: Klaus Heizmann
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2. Dank sei dir, Gott der Freude
Nach der Melodie von EG 243 „Lob Gott getrost mit Singen“
Text: Friedrich Hofmann
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3. Loblied
Nach der Melodie EG 447 „Lobet den Herren, alle die ihn ehren ...“
Text: Carola Moosbach
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4. Danklied
Nach der Melodie EG 334 „Danke für diesen guten Morgen“
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5. Dich rühmt der Morgen
Nach der Melodie EG 398 „In dir ist Freude, in allem Leide“
Text: Jörg Zink
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6. Dass zwei sich herzlich lieben
Hermann Claudius
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Texte aus der Literatur

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Ergänzender Text zur Einleitung

„Nun siehe zu, wenn die kluge Hure, die natürliche Vernunft (welcher die Heiden gefolgt sind, da sie am klügsten sein wollten), das eheliche Leben ansiehet, so rümpft sie die Nase, und spricht: Ach sollte ich das Kind wiegen, die Windeln waschen, Bette machen, Gestank riechen, die Nacht wachen, mich um sein Schreien kümmern, sein Grind und Blattern heilen; darnach die Frau pflegen, sie ernähren und arbeiten; hie sorgen, da sorgen, hie tun, da tun, das leiden und dies leiden, und was mehr Unlust und Mühe der Ehestand lehret: ei, sollte ich so gefangen sein? O du elender, armer Mann, hast du ein Weib genommen? Pfui, pfui des Jammers und der Unlust! Es ist besser frei bleiben, und ohne Sorge ein ruhig Leben geführet; ich will ein Pfaffe oder Nonne werden, meine Kinder auch dazu halten. Was sagt aber der christliche Glaube hierzu? Er tut seine Augen auf, und sieht alle diese geringen, unlustigen, verachteten Werke im Geiste an, und wird gewahr, daß sie alle mit göttlichem Wohlgefallen, als mit dem köstlichen Gold und Edelsteine geziert sind, und spricht: Ach Gott, weil ich gewiß bin, daß du mich einen Mann geschaffen, und von meinem Leibe das Kind gezeuget hast; so weiß ich auch gewiß, daß dir dies aufs allerbeste gefällt, und bekenne dir, daß ich nicht würdig bin, daß ich das Kindlein wiegen solle, noch seine Windeln waschen, noch sein oder seiner Mutter warten. Wie bin ich in die Würdigkeit ohne Verdienst kommen, daß ich deiner Creatur und deinem liebsten Willen zu dienen gewiß worden bin? Ach wie gerne will ich solches thun, und wenns noch geringer und verachter wäre. Nun soll mich weder Frost noch Hitze, weder Mühe noch Arbeit verdriessen, weil ich gewiß bin, daß dirs also wohlgefällt.
Also soll auch die Frau in ihren Werken denken, wenn sie das Kind säuget, wieget, badet, und andere Werke mit ihm thut, (…)
Und sage mir, wenn ein Mann hinginge, und wüsche die Windeln, oder täte sonst am Kinde ein verächtliches Werk, und jedermann spottete über ihn, und hielte ihn für einen Maulaffen und Frauenmann; so er es doch täte in solcher angezeigter Meinung und Christlichem Glauben: Mein Lieber, sage, wer spottet hier des andern am feinsten? Gott lachet mit allen Engeln und Creaturen, nicht daß er die Windeln wäscht, sondern daß ers im Glauben tut.
Martin Luther (WA 10.II, 294ff; moderne Wiedergabe)
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Liebeserklärungen

1. Der, den ich liebe
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Bertolt Brecht
2. Es gibt dich
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Hilde Domin
3. Nächtliche Gewissheit
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Gioconda Belli
4. Liebes-Lied
Wie soll ich meine Seele halten, dass sie nicht an deine
rührt? Wie soll ich sie hinheben über dich zu andern
Dingen? Ach gerne möchte ich sie bei irgendwas
Verlorenem im Dunkel unterbringen an einer fremden
stillen Stelle, die nicht weiterschwingt, wenn deine Tiefen
schwingen. Doch alles, was uns anrührt, dich und mich,
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich, der aus zwei
Saiten eine Stimme zieht. Auf welches Instrument sind wir
gespannt? Und welcher Geiger hat uns in der Hand?
O süßes Lied.
Rainer Maria Rilke
5. Mit dir auf dem Weg dir nahe sein
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Andrea Schwarz
6. Das Lied der Liebe
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Uwe Seidel
7. Mein Versprechen
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Uwe Seidel
8. Was es ist
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Erich Fried
9. Fragen und Antworten
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Erich Fried
10. Die liebe
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Reiner Kunze
11. Als was
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Heinz Kahlau
12. Junger Interpret
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Reiner Kunze
13. An eine Nervensäge
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Erich Fried
14. Willst du dein Herz mir schenken
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Unbekannter Dichter
15. Die beiden
Sie trug den Becher in der Hand -
Ihr Kinn und Mund glich seinem Rand -
So leicht und sicher war ihr Gang,
Kein Tropfen aus dem Becher sprang.
So leicht und fest war seine Hand:
Er ritt auf einem jungen Pferde,
Und mit nachlässiger Gebärde
Erzwang er, dass es zitternd stand.
Jedoch, wenn er aus ihrer Hand
Den leichten Becher nehmen sollte,
So war es beiden allzu schwer:
Denn beide bebten sie so sehr,
Dass keine Hand die andre fand
Und dunkler Wein am Boden rollte.
Hugo von Hofmannsthal
16. Textcollage zu 1. Kor.13, verbunden mit Erich Fried: Was es ist
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17. Ich bin frei
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Quelle unbekannt
18. Den anderen verstehen
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Jürgen Moltmann
19. Zusammen in einem Boot
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nach: Petra Hillebrand
20. Zusage zum Leben
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Bernhard von Issendorff
21. Ich bin unterwegs zu dir
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Vera Simon
22. Ich bin für meine Rose verantwortlich
Und der kleine Prinz kam zum Fuchs zurück. „Adieu“, sagte
er ... „Adieu“, sagte der Fuchs. „Hier ist mein Geheimnis. Es
ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das
Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ „Das Wesentliche
ist für die Augen unsichtbar“, wiederholte der kleine Prinz,
um es sich zu merken.
„Die Zeit, die du für die Rose verloren hast, sie macht deine
Rose so wichtig.“ „Die Zeit, die ich für meine Rose verloren
habe ...“, sagte der kleine Prinz, um es sich zu merken.
„Die Menschen haben diese Wahrheit vergessen“, sagte
der Fuchs. „Aber du darfst sie nicht vergessen. Du bist
zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut
gemacht hast. Du bist für deine Rose verantwortlich ...“
„Ich bin für meine Rose verantwortlich ...“, wiederholte der
kleine Prinz, um es sich zu merken.
Antoine de Saint-Exupéry, Der kleine Prinz
23. Zwei im Einklang
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(in Petra Hillebrand, Kurzgeschichten für Feiern und Gottesdienste, Taufe, Hochzeit, Beerdigung, S. 55, Tyrolia)
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... auch für ältere Paare

24. Aber
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Erich Fried
25. Gedanken zur Ehe
Es fällt niemandem ein,
von einem Einzelnen zu verlangen,
dass er „glücklich“ sei –
heiratet aber einer,
so ist man sehr erstaunt, wenn er es nicht ist!
Es handelt sich in der Ehe für mein Gefühl nicht darum,
durch Niederreißung und Umstürzung aller Grenzen
eine rasche Gemeinsamkeit zu schaffen,
vielmehr ist die gute Ehe die,
in welcher jeder den anderen
zum Wächter seiner Einsamkeit bestellt
und ihm dieses größte Vertrauen beweist,
das er zu verleihen hat.
Ein Miteinander zweier Menschen ist eine Unmöglichkeit
und, wo es doch vorhanden scheint,
eine Beschränkung, eine gegenseitige Übereinkunft,
welche einen Teil oder beide Teile
ihrer vollsten Freiheit und Entwicklung beraubt.
Aber, das Bewusstsein vorausgesetzt,
dass auch zwischen den nächsten Menschen
unendliche Fernen bestehen bleiben,
kann ihnen ein wundervolles Nebeneinanderwohnen
erwachsen,
wenn es ihnen gelingt,
die Weite zwischen sich zu lieben,
die ihnen die Möglichkeit gibt,
einander immer in ganzer Gestalt
und vor einem großen Himmel zu sehen!
Rainer Maria Rilke
26. Du sollst dir kein Bildnis machen
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Max Frisch
27. Graben in der Silbermine
Mittag.
Keine Zeit für ein Fest.
Still steht die Luft, man neigt zum Ruhen (frau auch).
Noch weht die letzte Frische nach vom Morgen:
Unternehmungslust und die andere.
Viel Lachen auch ohne Witze.
Volles Nest, Urlaub mit Kindern, Reibungswärme.
Längst werden die Witze doppelt erzählt
oder gar nicht mehr, leider.
Schon frisst das Vergessen die näheren Umstände auf.
Falten entfalten eine Landkarte im Gesicht,
zeigen dir jetzt die Wege, wo du früher querfeldein gingst.
Kein Quadratzentimeter Haut mehr liegt unentdeckt.
Die Wiederholungen. Werden mehr.
Weniger Funken, mehr Wärme.
Was setzt sich durch: tröstliche Vertrautheit oder Routine?
Und doch: immer noch tief abtauchen können zusammen,
manchmal noch tiefer.
Zusammen auf den Grund gehen und leuchtende Fische
sehen.
Den Haushalt kennen.
Wissen, wohin die Gläser kommen, die dreizehn Stück
„Senfkristall“,
und das schlanke, hohe, hoch klingende,
du weißt schon, in den hinteren Schrank,
(wo nichts mehr vor den Kindern sicher ist).
Aber, ach, die Möbel.
Wilde Kratzer auf der Tischplatte.
Durchgelegen, was einen im Liegen tragen soll.
Gespräche auf langen Autofahrten,
mit Pausen ohne Peinlichkeit.
Mit immer weniger Worten immer mehr sagen können –
aber verdammt gut zuhören!
Mit alten Freunden über andere lästern.
Nicht mehr nur von den Kindern erzählen
und noch nicht nur von den Krankheiten.
Reisen, Neues sehen, sich Neues zeigen.
Sich zu neuen Anfängen zwingen.
Etwas beenden.
Das Leben entrümpeln.
Manchmal staunen:
Wie schön sie doch ist, wie gewitzt, wie aufmerksam.
Immer noch siehst du das junge Gesicht in ihr,
deshalb wird sie niemals nur alt sein.
Wachsende Selbständigkeit.
Wachsende Abhängigkeit.
Zeit vor sich haben.
Und langsam wissen, wie kostbar sie ist.
Helmut Wöllenstein
28. Genauer wünschen lernen
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Dorothee Sölle
29. Das Paar
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Heinz Kahlau
30. So segnet keine andre Hand
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Matthias Claudius – an Rebekka zur Silbernen Hochzeit
31. Rudern zwei
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Reiner Kunze
32. Gefunden
Ich ging im Walde
So für mich hin,
Und nichts zu suchen,
Das war mein Sinn.
Im Schatten sah ich
Ein Blümchen stehn,
Wie Sterne leuchtend,
Wie Äuglein schön.
Ich wollt es brechen,
Da sagt es fein:
Soll ich zum Welken
Gebrochen sein?
Ich grub‘s mit allen
Den Würzlein aus,
Zum Garten trug ich‘s
Am hübschen Haus.
Und pflanzt es wieder
Am stillen Ort;
Nun zweigt es immer
Und blüht so fort.
Johann Wolfgang von Goethe
33. Die Ewigkeit
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Marie Luise Kaschnitz
34. Verklärter Herbst
Gewaltig endet so das Jahr
Mit goldnem Wein und Frucht der Gärten.
Rund schweigen Wälder wunderbar
Und sind des Einsamen Gefährten.
Da sagt der Landmann: Es ist gut.
Ihr Abendglocken lang und leise
Gebt noch zum Ende frohen Mut.
Ein Vogelzug grüßt auf der Reise.
Es ist der Liebe milde Zeit.
Im Kahn den blauen Fluss hinunter
Wie schön sich Bild an Bildchen reiht –
Das geht in Ruh und Schweigen unter.
Georg Trakl
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Wir und die anderen

35. Signal
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Mascha Kaléko
36. Ermutigung
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Heinz Kahlau
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Einsamkeit

37. Herzklabaster
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Achim Schmidt-Carstens
38. Der Blinde und der Lahme
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Christian Fürchtegott Gellert
39. O wie lieblich
O wie lieblich, o wie schicklich,
Sozusagen herzerquicklich,
Ist es doch für eine Gegend,
Wenn zwei Leute, die vermögend,
Außerdem mit sich zufrieden,
Aber vom Geschlecht verschieden,
Wenn nun diese, sag ich, ihre
Dazu nötigen Papiere,
Sowie auch die Haushaltssachen
Endlich mal in Ordnung machen
Und in Ehren und beizeiten
Hin zum Standesamte schreiten,
Wie es denen, welche lieben,
Vom Gesetze vorgeschrieben;
Dann ruft jeder freudiglich:
„Gott sei Dank! Sie haben sich!“
Wilhelm Busch
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Anhang

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Quellennachweise

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Hinweise

Da die gottesdienstliche Praxis von einem lebendigen Umgang mit liturgischen Texten lebt, ist der Ursprung von Texten, die in dieser Agende aufgenommen und bearbeitet worden sind, nicht immer bekannt oder nachweisbar. Sollten Nachweise unvollständig oder falsch oder sollten Rechte berührt sein, die nicht bekannt waren, ist der Medieninhaber und Herausgeber für Hinweise dankbar; Rechtsansprüche bleiben in jedem Fall gewahrt. Als zuständige Wahrnehmungsgesellschaft für Urheberrechte fungierte die Literar-Mechana (1060 Wien, Linke Wienzeile 18).
Mit „nach“ werden Texte bezeichnet, die von der Liturgischen Kammer Kurhessen-Waldeck für die Trauagende und damit auch für diese Hochzeitsagende bearbeitet worden sind.
Die Abkürzung EKKW LK steht für: Liturgische Kammer der Evangelischen Kirche in Kurhessen Waldeck; in Verbindung mit einem Namen meint die Abkürzung, dass der entsprechende Text von dieser Autorin oder diesem Autor eingebracht, von der Liturgischen Kammer gegebenenfalls bearbeitet und in den Textbestand der Agende aufgenommen worden ist. Alle anderen Texte entstammen der Kommission für Gottesdienst und Kirchenmusik der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich.
Wenn nicht anders vermerkt, folgen die biblischen Texte der Übersetzung nach Martin Luther (2017).
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1. Ordinarium

Der Quellennachweis im Ordinarium erfolgt nur für die Texte, die nicht liturgischem Allgemeingut oder der Arbeit der Liturgischen Kammer Kurhessen-Waldeck entstammen oder dieser zur Verfügung gestellt wurden.
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2. Proprium

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Begrüßung

1. EKKW Kirchenkreis Hofgeismar.
2. EKKW LK – Rainer Staege.
3. EKKW LK – Matthias Müller.
4. EKKW LK – Matthias Müller.
5. EKKW LK – Helmut Wöllenstein.
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Zum Eingang

1. EKKW LK – Sigrid Glockzin-Bever.
2. EKKW LK – Helmut Wöllenstein.
3. EKKW LK – Helmut Wöllenstein.
4. Nach Christian Zippert, in: ders./Jürgen Frank: Neue Kasualgebete, Gütersloh 1985, 91.
5. EKKW LK – Matthias Müller.
6. EKKW LK – Helmut Wöllenstein.
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Psalmmeditationen

1. Uwe Seidel: Segen für die Ehe, aus: Hanns Dieter Hüsch/Uwe Seidel: Ich stehe unter Gottes Schutz, S. 151, 2011/12 © tvd-Verlag Düsseldorf, 1996.
2. Uwe Seidel: Leite uns zu unserem Glück, aus: Hanns Dieter Hüsch/Uwe Seidel: Ich stehe unter Gottes Schutz, S. 148, 2011/12 © tvd-Verlag Düsseldorf, 1996.
3. Nach Psalm 92, in: Evangelisches Missionswerk Hamburg (Hg): Nicht mit halbem Herzen. Gebete aus der Ökumene II, 1990, 18.
4. Arnold Stadler, „Die Menschen lügen. Alle“ und andere Psalmen. Aus dem Hebräischen übertragen und mit einem Nachwort versehen von Arnold Stadler. Mit einem Essay von Wolfgang Frühwald. © dieser Ausgabe Insel Verlag Frankfurt am Main und Leipzig 2005. Alle Rechte bei und vorbehalten durch Insel Verlag Berlin.
5. Uwe Seidel: Glücklich, aus: Hanns Dieter Hüsch/Uwe Seidel: Ich stehe unter Gottes Schutz, S. 148, 2011/12. © tvd-Verlag Düsseldorf, 1996.
6. Nach Psalm 145, in: Friedrich Karl Barth/Peter Horst: Gottesdienst menschlich, Eine Agende, Wuppertal 1990, 118. © FK Barth@t-online.de.
7. siehe 4.
8. In: Erhard Domay (Hg.): Neue Gottesdienstgebete, Gütersloh 2005, 92.
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Psalmen in einfacher Sprache

1. Nach Psalm 8, in: Gottesdienste mit Kindern. Arbeitshilfe für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Kindergottesdienst, herausgegeben von der Arbeitsstelle für Kindergottesdienst in der EKKW, Hofgeismar 32010, 231.
2. Nach Psalm 34, in: Gottesdienste mit Kindern, 32010, 233.
3. Nach Psalm 67, in: Gottesdienste mit Kindern, 32010, 235.
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Eingangsgebete

1. EKKW LK – Rainer Staege.
2. EKKW LK – Rainer Staege.
3. EKKW LK – Lydia Laucht.
4. Christiane Berthold-Scholz, nach Christof Warnke, in: Horst Nitschke (Hg.): Trauung, Gütersloh 1975, 122.
5. EKKW LK – Frank Weber.
6. EKKW LK – Christof Hartge.
7. EKKW LK – Ulrike Wagner-Rau.
8. EKKW LK – Sigrid Glockzin-Bever.
9. EKKW LK – Sigrid Glockzin-Bever.
10. EKKW LK – Ulrike Wagner-Rau.
11. Christiane Berthold-Scholz, nach Christof Warnke, in: Horst Nitschke (Hg.): Trauung, Gütersloh 1975, 122.
12. EKKW LK, nach Peter Bukowski, in: Reformierte Liturgie, foedus, Wuppertal 1999, S. 436.
13. Christiane Berthold-Scholz, nach Marie Veit, in: Horst Nitschke (Hg.): Trauung, Gütersloh 1975, 134f.
14. EKKW LK – Ulrike Wagner-Rau.
15. EKKW LK – Frank Weber.
16. EKKW LK – Frank Weber.
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Schriftlesungen

Röm 12,9-18: Bibel in gerechter Sprache. Gütersloh 32007
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Frage an das Ehepaar

1. EKKW LK – Gisela Matthiae.
2. EKKW LK – Gisela Matthiae.
3. EKKW LK.
4. EKKW LK.
5. EKKW LK – Sigrid Glockzin-Bever.
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Treueversprechen

1. Nach einem Text der EKHN, in: Schriftworte und Liturgische Texte (Teil III) für den Traugottesdienst, hrsg. von der Kirchenverwaltung der Ev. Kirche in Hessen und Nassau, Darmstadt 1994.
2. EKKW, Agende III, Kassel 1975, 79f.
3. EKKW LK – Gisela Matthiae.
4. EKKW – Kirchenkreis Eschwege.
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Vor dem Ringwechsel

1. Nach GD-Praxis B, Trauung, 2013, 155, Gütersloher Verlag.
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Zum Ringwechsel

1. EKKW LK – Sigrid Glockzin-Bever.
2. Quelle unbekannt.
3. Nach EKKW Agende III, Kassel 1975, 73.
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Segnung des Ehepaares – Familiensegen

1. EKKW LK – Gisela Matthiae.
2. EKKW LK – Gisela Matthiae.
3. Tagzeitengebete des DEKT 2005, Hannover, 12.
4. EKKW LK – Sigrid Glockzin-Bever.
5. EKKW Agende III, Kassel 1975, 74.
6. EKKW Agende III, Kassel 1975, 74.
7. EKKW Agende III, Kassel 1975, 13.
9. Quelle unbekannt.
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Taufe

1. EKKW, Agende III, Kassel 1975, 8.
2. Quelle unbekannt.
3. Taufbuch der UEK. Agende für die Evangelische Kirche der Union/Band 2, © Luther-Verlag Bielefeld 2000, 40.
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Texte zur Abfolge Taufe – Kirchliche Hochzeit

Begrüßung: Nach Trauung, Agende für die UEK Band 4, Bielefeld 2006, 139.
Votum zu Ringabgabe und Taufkerze: EKKW LK – Ulrike Laakmann und Christiane Berthold-Scholz.
Eingangsgebet 1: Nach Trauung. Agende für die UEK Band 4, Bielefeld 2006, 158. Eingangsgebet 2: Nach Trauung. Agende für die UEK Band 4, Bielefeld 2006, 139. Eingangsgebet 3: EKKW LK – Rainer Staege.
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Abendmahl

1. EKKW LK – Manfred Gerland.
2. EKKW LK – Helmut Wöllenstein, siehe Gottesdienst zur Silberhochzeit. S. 153.
3. Präfation 1: Nach einer altkatholischen Präfation.
Präfation 2: EKKW LK – Manfred Gerland.
Präfation 3: EKKW LK – Manfred Gerland.
4. EKKW Agende I (1996) – bearbeitet von Manfred Gerland.
5. EKKW – LK.
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Dank- und Fürbittengebete

1. EKKW LK – Gisela Matthiae.
2. EKKW LK – Lydia Laucht.
3. EKKW LK – Michael Fenner.
4. EKKW LK – Ulrike Wagner-Rau.
5. EKKW LK – Sigrid Glockzin-Bever.
6. EKKW LK – Rainer Staege.
7. EKKW LK – Sigrid Glockzin-Bever.
8. EKKW LK – Christiane Berthold-Scholz, nach: Kurt Marti, in: Horst Nitschke (Hg.): Trauung, Gütersloh 1975, 123f.
9. EKKW LK – Christiane Berthold-Scholz.
10. EKKW LK – Christiane Berthold-Scholz, nach Gerd Schmoll, in: Horst Nitschke (Hg.): Trauung, Gütersloh 1975, 115.
11. EKKW LK – Anke Trömper.
13. Quelle unbekannt.
14. EKKW LK – Ulrike Wagner-Rau.
15. EKKW LK – Sigrid Glockzin-Bever, unter Aufnahme von Motiven von Huub Oosterhuis, in: Mitten unter uns, Herder-Verlag, Wien 1982, 189–192.
16. EKKW LK – Ulrike Laakmann (nach einer nicht mehr bekannten Quelle).
17. EKKW LK – Ulrike Wagner-Rau.
18. EKKW LK – Anke Trömper.
19. EKKW LK – Rainer Staege.
20. EKKW LK – Anke Trömper.
21. EKKW LK – Christian Zippert, in: ders./Jürgen Frank: Neue Kasualgebete, Gütersloh 1985, 93.
22. EKKW LK – Matthias Müller.
23. EKKW LK – Helmut Wöllenstein, nach Christian Zippert, in: ders./Jürgen Frank: Neue Kasualgebete, Gütersloh 1985, 84.
24. EKKW LK.
25. EKKW LK – Helmut Wöllenstein.
26. EKKW LK – Helmut Wöllenstein.
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Fremdsprachige Texte

von Pfarrerinnen und Pfarrern der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich
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Liedtexte

1. Ich lobe meinen Gott: Text Klaus Heizmann 1983; Melodie Claude Fraysse 1976; nach Psalm 9,2-3 und dem französischen „Je louerai L‘eternel“ von Alain Bergese 1976, Rechte: Hänssler-Verlag, Neuhausen-Stuttgart.
2. Dank sei dir, Gott der Freude: Nach der Melodie von 243 „Lob Gott getrost mit Singen“, Text: Friedrich Hofmann 1982, EG 582 (RT BT) © Carus-Verlag GmbH, Stuttgart.
3. Loblied, nach der Melodie 447 „Lobet den Herren, alle die ihn ehren ...“, Text: Carola Moosbach, in: Schweige- und Schreigebete, Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz 2000.
4. Danklied, nach der Melodie 334 „Danke für diesen guten Morgen“, in: www.tritonus.eu/chorsaetze.DankeTrau.pdf.
5. Dich rühmt der Morgen, nach der Melodie 398 „In dir ist Freude, in allem Leide“, Text: Jörg Zink 1982, in: z.B. „Herztöne“, Liederbuch zum DEKT Dresden 2011, Lied Nr. 3, S. 6f. © Editione Dolce Musica, Zürich.
6. Dass sich zwei herzlich lieben: Text: Hermann Claudius © Bärenreiter Verlag, Kassel.
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Texte aus der Literatur

1. Bertolt Brecht, „Der, den ich liebe“, aus: Bertolt Brecht, Werke. Große kommentierte Berliner und Frankfurter Ausgabe, Band 14: Gedichte 4. © Bertolt-Brecht-Erben/Suhrkamp Verlag 1993.
2. Hilde Domin; „Es gibt dich.“ Aus: dies., Gesammelte Gedichte © S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main 1987.
3. Gioconda Belli. „Nächtliche Gewissheit“, aus: Gioconda Belli, Zauber gegen die Kälte, Peter Hammer Verlag Wuppertal, 1992.
4. Rainer Maria Rilke: Liebes-Lied, in: Die Gedichte. Frankfurt/Main 1986.
5. Andrea Schwarz, Mit dir auf dem Weg, aus: Andrea Schwarz, Und jeden Tag mehr leben. Jahreslesebuch © Verlag Herder GmbH, Freiburg i.Br. 32012, 227.
6. Uwe Seidel: Das Lied der Liebe, aus: Uwe Seidel/Michael Blum, Das kleine Buch der Liebe, S. 22f, 2012/5, © tvd-Verlag Düsseldorf, 1999.
7. Uwe Seidel, Mein Versprechen, aus: Uwe Seidel/Michel Blum, Das kleine Buch der Liebe, S. 38, 2012/5, © tvd-Verlag Düsseldorf, 1999.
8. Erich Fried: Was es ist; aus: Es ist was es ist © Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 1983.
9. Erich Fried: Fragen und Antworten; aus: Es ist was es ist © Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 1983.
10. Reiner Kunze: die liebe. Aus: ders., gespräch mit der amsel © S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main 1984.
11. Heinz Kahlau: „Als was“, aus: Heinz Kahlau. Sämtliche Gedichte und andere Werke © Aufbau Verlag GmbH & Co. KG, Berlin 2005 (das Gedicht erschien erstmals 1971 in Heinz Kahlau: „DU. Liebes- gedichte“ im Aufbau-Verlag. Aufbau ist eine Marke der Aufbau Verlag GmbH & Co. KG).
12. Reiner Kunze: junger interpret. Aus: ders., auf eigene hoffnung © S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main 1981.
13. Erich Fried: An eine Nervensäge; aus: Es ist was es ist © Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 1983.
14. Willst du dein Herz mir schenken: unbekannter Dichter.
15. Die beiden: Hugo von Hofmannsthal.
16. 1 Kor 13 und Erich Fried: Aber; aus: Es ist was es ist © Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 1983.
17. Ich bin frei: AutorIn und Quelle unbekannt.
18. Jürgen Moltmann: Den anderen verstehen, in: J. Moltmann „Wer ist Christus für uns heute?“ Kaiser Taschenbuch 129, Gütersloher Verlag, Gütersloh 1994.
19. nach: Petra Hillebrand, Kurzgeschichten für Feiern und Gottesdienste, Taufe, Hochzeit, Beerdigung, S. 72, Tyrolia.
20. Bernhard von Issendorf: Zusage zum Leben.
21. Vera Simon: Ich bin unterwegs zu dir.
22. Antoine de Saint-Exupéry, Der kleine Prinz.
23. aus: Petra Hillebrand, Kurzgeschichten für Feiern und Gottesdienste, Taufe, Hochzeit, Beerdigung, S. 55, Tyrolia.
24. Erich Fried: Aber; aus: Es ist was es ist © Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 1983.
25. Rainer Maria Rilke: Gedanken zur Ehe.
26. Max Frisch, Tagebuch 1946–1949, in: ders., Gesammelte Werke in zeitlicher Folge. Herausgegeben von Hans Mayer. Band 2: 1944–1949. © Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1976. Alle Rechte bei und vorbehalten durch Suhrkamp Verlag Berlin.
27. Helmut Wöllenstein: Graben in der Silbermine.
28. Dorothee Sölle: Genauer wünschen lernen, in: Dorothee Sölle, Fliegen lernen, Gedichte. © Wolfgang Fietkau Verlag, Kleinmachnow.
29. Heinz Kahlau, Das Paar, aus: Heinz Kahlau. Sämtliche Gedichte und andere Werke. © Aufbau Verlag GmbH & Co. KG, Berlin 2005 (das Gedicht erschien erstmals 1964 in Heinz Kahlau: „Der Fluß der Dinge“ im Aufbau-Verlag. Aufbau ist eine Marke der Aufbau Verlag GmbH & Co. KG).
30. Matthias Claudius: So segnet keine andre Hand, in: ders.: Sämtliche Werke © 1984 Bibliographisches Institut/Artemis & Winkler, Mannheim.
31. Reiner Kunze: rudern zwei. Aus ders.; gespräch mit der amsel © S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main 1984.
32. Johann Wolfgang von Goethe: Gefunden.
33. Marie Luise Kaschnitz: Die Ewigkeit.
34. Georg Trakl: Verklärter Herbst.
35. Mascha Kaléko: „Signal“, aus: In meinen Träumen läutet es Sturm, dtv München.
36. Heinz Kahlau: „Ermutigung“, aus: Heinz Kahlau. Sämtliche Gedichte und andere Werke © Aufbau Verlag GmbH & Co. KG, Berlin 2005 (das Gedicht erschien erstmals 1964 in Heinz Kahlau: „Der Fluß der Dinge“ im Aufbau-Verlag. Aufbau ist eine Marke der Aufbau Verlag GmbH & Co. KG).
37. Achim Schmidt-Carstens: „Herzklabaster“, aus: Günter Ruddat/u.a.
(Hg.): „Kleiner Kabarettistischer Katechismus“, Rheinbach 1998, 101f, cmz-Verlag.
38. Christian Fürchtegott Gellert: Der Blinde und der Lahme, in: Gustav Wustmann (Hg.): Als der Großvater die Großmutter nahm. Ein Liederbuch für altmodische Leute, Insel Verlag, Frankfurt/Main 1986.
39. Wilhelm Busch: O wie lieblich.