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Verordnung über die Ausschreibung von Pfarrstellen

Vom 17. Juli 2001

ABl. Nr. 106/2001, 169/2004, 43/2006, 209/2012

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§ 1

Freie bzw. frei werdende Pfarrstellen werden in den für die Monate März bis Mai ausgegebenen Stücken des Amtsblatts ausgeschrieben, sofern nicht besondere Umstände vorliegen, die einen anderen Ausschreibungstermin unumgänglich machen.
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§ 2

( 1 ) Ausschreibungen erfolgen auf Antrag des dafür zuständigen Vertretungskörpers oder von Amts wegen.
( 2 ) In seinem Antrag hat der zuständige Vertretungskörper auch festzustellen, ob er damit einverstanden wäre, dass zwei geistliche AmtsträgerInnen sich die Stelle teilen und welche Regelungen für diesen Fall vorgesehen sind.
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§ 3

( 1 ) 1 Mit dem Antrag auf Ausschreibung sind der vom zuständigen Vertretungskörper beschlossene Entwurf eines Textes der Ausschreibung, ein Protokollauszug über diese Beschlüsse und das Ergebnis der Evaluierung der Pfarrstelle gemäß § 23 Abs. 1 OdgA vorzulegen. 2 Der Beschluss über die Evaluierung darf dabei nicht älter als drei Jahre sein.
( 2 ) Der Ausschreibungstext hat geschlechtsneutral zu erfolgen und jedenfalls folgende Angaben zu enthalten:
  1. Name und Mitgliederzahl der Pfarrgemeinde(n), Datum der Besetzung;
  2. Orte und Einteilung der Gottesdienste;
  3. Religionsunterrichtsverpflichtung der Pfarrerin/des Pfarrers;
  4. Besondere Verpflichtungen über die in Art. 22 Abs. 3 KV genannten hinaus;
  5. Lage, Größe und Sachbezugswert der Dienstwohnung, gegebenenfalls über Garage/Abstellplatz und Pfarrgarten;
  6. Namen und Adressen für weitere Informationen.
( 3 ) Ausschreibungen, die den Erfordernissen gemäß Abs. 1 und 2 nicht entsprechen, sind zurückzuweisen.
( 4 ) 1 Vor Ausschreibung im Amtsblatt ist vom zuständigen Oberkirchenrat zu prüfen, ob die auszuschreibende Stelle im Dienstpostenplan vorgesehen und finanzierbar ist. 2 Die Ausschreibung von Stellen, bei deren Besetzung der Dienstpostenplan des betreffenden Bereichs überschritten würde, oder die auf Dauer nicht finanzierbar sind, ist unzulässig und nichtig.
( 5 ) 1 Für Ausschreibungen bzw. Hinweise in anderen Medien ist die ausdrückliche Zustimmung der Kirchenleitung erforderlich. 2 Sie sind nur zulässig, wenn die Stelle im Amtsblatt bereits ausgeschrieben, der Ausschreibungstext ungekürzt wiedergegeben ist und auf die Bewerbungsbedingungen hingewiesen wird.
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§ 4

Wird dem Antrag auf Ausschreibung nicht stattgegeben, ist dagegen das Rechtsmittel der Berufung an den Oberkirchenrat A. B. bzw. H. B. zulässig.