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Rechtliches

Kundmachungen des Präsidiums der Generalsynode

Nr. 107Fertigstellung von Wortprotokollen der Generalsynode

In Ausführung der Bestimmungen von § 10 Abs. 2b Geschäftsordnung der Generalsynode wird bekannt gegeben, dass folgende Wortprotokolle der Generalsynode fertiggestellt sind und im Kirchenamt A.u.H.B. für jede Evangelische und jeden Evangelischen nach vorheriger Terminvereinbarung im Synodenbüro (synodenbuero@evang.at) zur Einsicht aufliegen:
  • 2. Session der XVI. Generalsynode (Dezember 2024)
  • 3. Session der XVI. Generalsynode (Mai 2025)
Mag.a Ingrid Monjencs, BTh
Präsidentin der Generalsynode
(Zl. SY-SGS03-002727/2025)

Kundmachungen des Präsidiums der Synode A.B.

Nr. 108Fertigstellung von Wortprotokollen der Synode A.B.

In Ausführung der Bestimmungen von § 10 Abs. 2b Geschäftsordnung der Synode A.B. wird bekannt gegeben, dass folgende Wortprotokolle der Synode A.B. fertiggestellt sind und im Kirchenamt A.u.H.B. für jede Evangelische und jeden Evangelischen nach vorheriger Terminvereinbarung im Synodenbüro (synodenbuero@evang.at) zur Einsicht aufliegen:
  • 2. Session der 16. Synode A.B. (Dezember 2024)
  • 3. Session der 16. Synode A.B. (Mai 2025)
Mag.a Ingrid Monjencs, BTh
Präsidentin der Synode A.B.
(Zl. SY-SGS02-002726/2025)

Kundmachungen des Oberkirchenrates A.u.H.B.

Nr. 109Verordnung über die Liste der Theologiestudierenden – Amtswegige Berichtigungen

Untenstehende Berichtigungen der Verordnung über die Liste der Theologiestudierenden, ABl. Nr. 235/1998 idgF, werden vorgenommen:
1. In § 1 Abs. 2 wird die Wortfolge „Kirchenamt A.B.“ durch die Wortfolge „Kirchenamt A.u.H.B.“ ersetzt.
2. In § 1 Abs. 3 wird das Wort „der“ durch das Wort „dem“ ersetzt und nach der Zeichenfolge „ABl. Nr. 168/2017“ die Wortfolge „idgF“ angefügt.
3. In § 2 Abs. 3 wird das Wort „der“ durch das Wort „dem“ ersetzt und nach dem Wort „Dr.-Wilhelm-Dantine-Stipendienfonds“ ein Beistrich angefügt.
4. In § 4 wird das Wort „seine“ durch das Wort „ihre“ ersetzt.
5. In § 5 wird nach dem Wort „treten“ ein Beistrich angefügt.
(Zl. BI-ETF03-002577/2025)

Nr. 110Tauschraum – Evangelischer Verein zum Tausch von Waren zur Stärkung der diakonischen Arbeit und für Nachhaltigkeit: Auflösung

Der Evangelische Verein „Tauschraum – Evangelischer Verein zum Tausch von Waren zur Stärkung der diakonischen Arbeit und für Nachhaltigkeit“ wurde mit Wirkung vom 30. September 2024 aufgelöst. Der Verein wurde im Zentralen Vereinsregister mit der ZVR-Zahl 1048051130 geführt.
(Zl. KE-VER49-002713/2025)

Personalia

Ordinationen, Ermächtigungen und abgelegte Prüfungen

Nr. 111Ordination von Anna-Elisabeth Henheik, MTh

Anna-Elisabeth Henheik, MTh wurde am 28. Juni 2025 in der Evangelischen Pauluskirche Wien-Landstraße durch Oberkirchenrätin Mag.a Ingrid Bachler unter Assistenz von Pfarrerin Mag.a Elke Petri und Pfarrer Mag. Karsten Kümmel ordiniert.
(Zl. P 2459; 310/2025 vom 1. Juli 2025)

Nr. 112Ordination von Leopold Potyka, MA MTh

Leopold Potyka, MA MTh, wurde am 28. Juni 2025 in der Reformierten Stadtkirche Wien-Innere Stadt durch Landessuperintendent Mag. Thomas Hennefeld unter Assistenz von Pfarrerin MMag.a Réka Juhász und Pfarrerin Mag.a Naemi Schmit-Stutz ordiniert.
(Zl. P 2494; 388/2025 vom 25. August 2025)

Nr. 113Kirchenmusikalische C-Prüfung von Fu Qiao

Fu Qiao hat vor der kirchenmusikalischen Prüfungskommission des Evangelischen Oberkirchenrates A.u.H.B. am 14. Juni 2023, 21. November 2023, 17. November 2024 und 12. Juli 2025 in Oberschützen die kirchenmusikalische C-Prüfung „Klassik“ mit gutem Erfolg bestanden.
(Zl. LK-KIM01-002686/2025)

Nr. 114Kirchenmusikalische D-Prüfung von Albert Drägerdt

Albert Drägerdt hat vor der kirchenmusikalischen Prüfungskommission des Evangelischen Oberkirchenrates A.u.H.B. am 12. Juli 2025 in Oberschützen die kirchenmusikalische D-Prüfung „Klassik“ mit ausgezeichnetem Erfolg bestanden.
(Zl. LK-KIM01-002683/2025)

Nr. 115Kirchenmusikalische D-Prüfung von Gerda Hoffmann-Polz

Gerda Hoffmann-Polz hat vor der kirchenmusikalischen Prüfungskommission des Evangelischen Oberkirchenrates A.u.H.B. am 12. Juli 2025 in Oberschützen die kirchenmusikalische D-Prüfung „Klassik“ mit gutem Erfolg bestanden.
(Zl. LK-KIM01-002684/2025)

Bestellungen und Zuteilungen A.u.H.B.

Nr. 116Bestellung von Barbara Jeanette Illinger, BEd zur Fachinspektorin

Mit Beschluss des Evangelischen Oberkirchenrates A.u.H.B. vom 21. Mai 2025, der dem Bundesministerium für Bildung am 22. Mai 2025 (Zahl. BI-REL06-2525/2025) mitgeteilt wurde, wurde Barbara Jeanette Illinger, BEd mit Wirkung vom 1. September 2025 zur Fachinspektorin für den Evangelischen Religionsunterricht an allgemeinbildenden Pflichtschulen im Bereich der Evangelischen Superintendenz A.B. Burgenland bestellt.
(Zl. BI-REL06-002707/2025)

Bestellungen und Zuteilungen A.B.

Nr. 117Bestellung von Mag.a Margit Geley

Mag.a Margit Geley wurde gemäß § 19 Abs. 1 Z 2 OdgA mit Wirkung vom 1. September 2025 zum Dienst einer Pfarrerin auf die amtsführende Pfarrstelle der Evangelischen Pfarrgemeinde A.u.H.B. Salzburg Christuskirche bestellt.
(Zl. P 1795; 308/2025 vom 30. Juni 2025)

Nr. 118Bestellung von Mag.a Hannah Hofmeister

Mag.a Hannah Hofmeister wurde gemäß § 19 Abs. 1 Z 2 OdgA mit Wirkung vom 1. September 2025 zum Dienst einer Pfarrerin auf die 80-%-Teilpfarrstelle der Evangelischen Pfarrgemeinde A.u.H.B. Jenbach bestellt.
(Zl. P 2145; 384/2025 vom 20. August 2025)

Nr. 119Bestellung von Sara Linda Huber, MTh

Sara Linda Huber, MTh wurde gemäß § 19 Abs. 1 Z 1 OdgA mit Wirkung vom 1. September 2025 auf die weitere, nicht mit der Amtsführung verbundene Pfarrstelle der Evangelischen Pfarrgemeinde A.u.H.B. Graz-Heilandskirche bestellt.
(Zl. P 2425; 343/2025 vom 10. Juli 2025)

Nr. 120Bestellung von Mag. Jörg Lusche

Mag. Jörg Lusche wurde gemäß § 19 Abs. 1 Z 2 OdgA mit Wirkung vom 1. September 2025 zum Dienst eines Pfarrers auf die Pfarrstelle der Evangelischen Pfarrgemeinde A.u.H.B. St. Aegyd am Neuwalde - Traisen wiederbestellt.
(Zl. P 2035; 306/2025 vom 30. Juni 2025)

Nr. 121Bestellung von Mag.a Anne-Sofie Neumann

Mag.a Anne-Sofie Neumann wurde gemäß § 19 Abs. 1 Z 1 OdgA und § 9 Abs. 2 Z 5 der Ordnung der Evangelischen Jugend mit Wirkung vom 1. September 2025, befristet bis 31. August 2031, zum Dienst einer Pfarrerin auf die Pfarrstelle der Evangelischen Jugend Niederösterreich wiederbestellt.
(Zl. P 2069; 320/2025 vom 2. Juli 2025)

Nr. 122Bestellung von Mag. Bernhard Petri-Hasenöhrl

Mag. Bernhard Petri-Hasenöhrl wurde gemäß § 28 Abs. 5 WahlO und § 19 Abs.1 Z 2 OdgA mit Wirkung vom 1. September 2025 zum Dienst eines Pfarrers auf die mit der Amtsführung verbundene Pfarrstelle der Evangelischen Pfarrgemeinde A.B. Wien-Floridsdorf wiederbestellt.
(Zl. P 2195; 339/2025 vom 8. Juli 2025)

Nr. 123Bestellung von Matthias Weigold, MTh

Matthias Weigold, MTh wurde gemäß § 19 Abs. 1 Z 2 OdgA mit Wirkung vom 1. September 2025 zum Dienst eines Pfarrers auf die mit der Amtsführung verbundene Pfarrstelle der Evangelischen Pfarrgemeinde A.u.H.B. Graz-Heilandskirche wiederbestellt.
(Zl. P 2070; 335/2025 vom 7. Juli 2025)

Nr. 124Bestellung von Dr.in Livia Wonnerth-Stiller

Dr.in Livia Wonnerth-Stiller wurde gemäß § 33 Abs. 1 OdgA mit Wirkung vom 1. September 2025, befristet bis 31. August 2030, auf eine 50-%-Krankenhauspfarrstelle der Superintendenz A.B. Wien mit Dienstort Evangelisches Krankenhaus Wien zugeteilt.
(Zl. P 2408; 337/2025 vom 7. Juli 2025)

Nr. 125Zuteilung von Mag. Armin Aigner, BTh

Mag. Armin Aigner, BTh wurde gemäß § 7 Abs. 1 und 2 OdgA mit Wirkung vom 1. September 2025 als Lehrvikar der Evangelischen Pfarrgemeinde A.u.H.B. Stockerau zugeteilt. Lehrpfarrer ist Pfarrer Mag. Christian Brost.
(Zl. P 2493; 155/2025 vom 7. Mai 2025)

Nr. 126Zuteilung von Annemarie Goldbrich, BSc

Annemarie Goldbrich, BSc wurde gemäß § 7 Abs. 1 und 2 OdgA mit Wirkung vom 1. September 2025 als Lehrvikarin der Evangelischen Pfarrgemeinde A.u.H.B. Hallein zugeteilt. Lehrpfarrer ist Pfarrer Dr. Peter Gabriel.
(Zl. P 2565; 152/2025 vom 7. Mai 2025)

Nr. 127Zuteilung von Stefan Haider, MA MTh

Stefan Haider, MA MTh wurde gemäß § 7 Abs. 1 und 2 OdgA mit Wirkung vom 1. September 2025 als Lehrvikar der Evangelischen Pfarrgemeinde A.B. Wien-Innere Stadt zugeteilt. Lehrpfarrer ist Senior Dr. Johannes Modeß.
(Zl. P 2467; 136/2025 vom 6. Mai 2025)

Nr. 128Zuteilung von Nora Matern, MTh

Nora Matern, MTh wurde gemäß § 7 Abs. 1 und 2 OdgA mit Wirkung vom 1. September 2025 als Lehrvikarin der Evangelischen Pfarrgemeinde A.B. Wien-Simmering zugeteilt. Lehrpfarrerin ist Seniorin Mag.a Anna Kampl.
(Zl. P 2492; 159/2025 vom 7. Mai 2025)

Nr. 129Zuteilung von Maria Orphal, MTh

Maria Orphal, MTh wurde gemäß § 7 Abs. 1 und 2 OdgA mit Wirkung vom 1. September 2025 als Lehrvikarin der Evangelischen Pfarrgemeinde A.B. Spittal an der Drau zugeteilt. Lehrpfarrer ist Pfarrer Dipl.-Theol. Peter Stockmann.
(Zl. P 2487; 270/2025 vom 23. Juni 2025)

Nr. 130Zuteilung von Thomas Szabó, MTh

Thomas Szabó, MTh wurde gemäß § 7 Abs. 1 und 2 OdgA mit Wirkung vom 1. September 2025 als Lehrvikar der Evangelischen Pfarrgemeinde A.B. Wien-Donaustadt zugeteilt. Lehrpfarrerin ist Pfarrerin Mag.a Gerda Pfandl.
(Zl. P 2566; 163/2025 vom 7. Mai 2025)

Ruhestandsmeldungen

Nr. 131Pfarrer Dr. Meinhard Gottfried Beermann

Meinhard Gottfried Beermann wurde am 6. September 1958 in Schönberg in Schleswig-Holstein als Kind von Elisabeth (geb. Röhlck) und Dr. Meinhard Beermann geboren. Er wurde am 21. Dezember 1958 in Charlottenthal getauft und am 27. August 1972 in Rechlin (Mecklenburg-Vorpommern) konfirmiert.
Von 1975 bis 1978 absolvierte er an der Medizinischen Fachschule in Neustrelitz ein Fachschulstudium und wurde Diplomkrankenpfleger. Diesen Beruf übte er bis 1986 auf Rügen, in Frankfurt/Oder und Rostock aus. 1977 wurde er wegen versuchter illegaler Ausreise aus der DDR verurteilt. Im Juni 1980 legte er das Abitur ab. Aufgrund der Vorstrafe wurde er von der Universität Rostock exmatrikuliert und konnte nicht wie geplant evangelische Theologie studieren. Nach einem weiteren Ausreiseversuch kam er in Haft und wurde schließlich am 6. Mai 1986 in die BRD ausgebürgert.
Von 1987 an studierte Meinhard Beermann evangelische Theologie an der Freien Universität Berlin und an der Kirchlichen Hochschule in Berlin sowie in Hamburg und an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel, wo er 1995 mit dem ersten Theologischen Examen zum Diplomtheologen wurde. Von 1993 bis 1999 studierte er zusätzlich Judaistik an der Freien Universität Berlin und begann auch mit dem Medizinstudium.
Mit 1. Mai 1996 wurde er Predigtamtskandidat der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche, die seit 2012 zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland gehört, und Vikar in Berlin. Am 14. Mai 1998 legte der das Zweite (Kirchliche) Theologische Examen bei der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg ab und war anschließend als Religionslehrer tätig. Einige Zeit übernahm er als Pfarrer auch die Jugendarbeit in der Gemeinde Am Seggeluchbecken in Berlin-Reinickendorf.
Nach der Übersiedlung nach Österreich trat Meinhard Beermann in den Dienst der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich und wurde vorerst als Pfarramtskandidat von Oktober 2001 bis Mai 2003 der Pfarrgemeinde Kapfenberg zugeteilt. Am 11. Mai 2003 wurde er in Peggau durch Superintendent Hermann Miklas, assistiert von Seniorin Karin Engele und Pfarrer Franz Zangerl, zum geistlichen Amt ordiniert. Der Ordinationspredigt lag die Perikope Joh 15,1-8 „Der wahre Weinstock“ zugrunde.
Zum 1. Juni 2003 wurde er als amtsführender Pfarrer in Kapfenberg zugeteilt und am 13. September 2003 durch Bischof Herwig Sturm, assistiert von Pfarrer Manfred Mitteregger und Pfarrer Siegfried Oberlerchner, in sein Amt eingeführt. Pfarrer Beermann predigte zu diesem Anlass zu Lk 10,25-27, also zum Doppelgebot der Liebe. Seine Zuteilung war bis zum 30. September 2006 befristet. Zum 1. Oktober 2006 schied er aus dem Pfarrberuf unter Beibehaltung der Rechte der Ordination aus und war in verschiedenen psychosozialen Berufsfeldern tätig. Dazu gehörten die Kinder-, Jugend- und Familienhilfe sowie der Psychosoziale Dienst der Volkshilfe an zwölf Senior/inn/enzentren in der Ober- und Oststeiermark. Mit der Pfarrgemeinde Voitsberg vereinbarte er eine regelmäßige Predigttätigkeit.
Schon 2001 hatte er mit Studien an der Karl-Franzens-Universität Graz (KFU) sowie der Medizinischen Universität Graz begonnen. 2016 bis 2018 war er an der KFU angestellt.
Mit 1. September 2019 wurde er Pfarrer von Bad Aussee – Stainach-Irdning und am 22. September 2019 in der Jesuskirche in Bad Aussee durch Superintendent Wolfgang Rehner, assistiert von Pfarrer Manfred Mitteregger und Lektor Dipl.-Ing. Wolfgang Carlsson, in sein Amt eingeführt. Seine Predigt hielt Pfarrer Beermann zu 1. Mose 28,10-21 („Jakob schaut die Himmelsleiter“) unter dem Titel: „Jetzt ist die Zeit des Handelns gekommen.“
Am 24. Juni 2020 wurde er an der KFU zum „Dr. theol.“ promoviert. Seine Dissertation hat das Thema: „Israel und die Kirche in der Offenbarung des Johannes“.
Mit 1. September 2025 trat Pfarrer Dr. Meinhard Beermann in den wohlverdienten Ruhestand. Seine breite Qualifikation und Kompetenz sowie die herausfordernden Lebenserfahrungen konnte er als Pfarrer und Lehrer in der Kirche auch über sein 65. Lebensjahr hinaus einbringen. Dafür sei ihm im Namen der Evangelischen Kirche herzlich gedankt.
(Zl. P 2154; 370/2025 vom 12. August 2025)

Nr. 132Pfarrer Mag. Martin Klaus Wilhelm Brüggenwerth

Martin Klaus Wilhelm Brüggenwerth kam am 27. Jänner 1960 in der Hansestadt Stade als Sohn von Elisabeth (geb. Göhring) und Dr. med. Günther Brüggenwerth zur Welt. Getauft wurde er am 5. Juni 1960 in der St. Jacobi-Kirche in (heute: Bad) Bederkesa im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven. Konfirmiert hat ihn am 20. Mai 1973 Pfarrer Klaus Seiler in der St. Cosmae et Damiani-Kirche in Stade.
Seine Schulzeit beendete Martin Brüggenwerth mit dem Abitur, das er am 25. Mai 1979 am traditionsreichen Athenaeum in Stade, einem der beiden Gymnasien der Stadt, ablegte. Ab dem Wintersemester 1979 studierte er evangelische Theologie, zuerst an der Philipp-Universität Marburg und dann an der Universität Hamburg.
Am 6. Feber 1988 bestand er die Erste Theologische Prüfung und absolvierte von April 1988 bis Jänner 1990 ein Ökumene-bezogenes Gemeindepraktikum in der St. Petri-Kirchengemeinde Hannover-Döhren, der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers. Von April 1990 bis Feber 1991 machte er ein sozial-diakonisches Gemeindepraktikum bei Pfarrer Mozart Noronha de Mello an der „Igreja Cristã de Ipanema“ in Rio de Janeiro.
Mit 2. Mai 1991 wurde er zum Kandidaten der Theologie der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover und absolvierte sein Lehrvikariat von Mai 1991 bis September 1992 in der St. Martini-Kirchengemeinde Dransfeld bei Pastor Hans-Peter Anders. In dieser Zeit absolvierte er auch religionspädagogische Lehrgänge, u.a. in Loccum. Von Oktober 1992 bis September 1993 besuchte Martin Brüggenwerth das Predigerseminar seiner Landeskirche, das bis 1998 im Schloss Imbshausen bei Northeim untergebracht war. Dort bestand er auch am 15. September 1993 die Zweite Theologische Prüfung.
Am 27. August 1993 schlossen er und Julia (geb. Hente) in Hann. Münden, der südlichsten Stadt Niedersachsens, die Ehe. Den beiden wurden drei Kinder geboren.
Da seine Frau zum Studium an das Orff-Institut der Universität Mozarteum nach Salzburg zog, bewarb sich Martin Brüggenwerth als Vikar um Aufnahme in den Dienst der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich. Zum 11. Oktober 1993 wurde er zur Dienstleistung in der Predigtstation Mauerkirchen der Pfarrgemeinde Braunau am Inn zugeteilt. Nachdem ihm die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannover mit 1. November 1993 den Status des Predigtamtskandidaten zuerkannt hatte, stand seiner Ordination zum geistlichen Amt nichts im Wege. Diese wurde in der Erlöserkirche Mauerkirchen am 15. Juni 1997 von Bischof Herwig Sturm, assistiert von Pfarrer Peter K. Unterrainer und Pfarrer Tilmann Knopf, durchgeführt.
Mit 1. September 1997 wurde Martin Brüggenwerth zum Pfarrer der Evangelischen Krankenhausseelsorge in Linz bestellt und zusätzlich ab 2008 zum Notfallseelsorger der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich. Er war stellvertretendes Mitglied der Ethikkommission des Landes Oberösterreich und in der „Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Krankenhaus- und Geriatrieseelsorge in Österreich“ von 1999 bis 2008 stellvertretender Vorsitzender und 2009 bis 2011 Vorsitzender. In dieser Zeit wurden wichtige Entwicklungsschritte in der Krankenhaus- und Geriatrieseelsorge gesetzt. Zu erwähnen sind z.B. die Ergebnisse des Studientages der Generalsynode vom 10. Dezember 2014 oder die ökumenischen Mindeststandards für die Krankenhausseelsorge, die in Oberösterreich im Feber 2018 veröffentlicht wurden.
Mit 1. Oktober 2018 wechselte Pfarrer Brüggenwerth auf eine Projektpfarrstelle im Diakoniewerk Gallneukirchen. Von seinen zahlreichen Aufgaben und Anliegen sei die der Diakonischen Identitätsentwicklung im Diakoniewerk und die Implementierung von „spiritual care“ in den Alltag von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen besonders hervorgehoben. Zusätzlich war er in der „Österreichischen Vereinigung für Supervision und Coaching“ tätig. Die befristete Projektpfarrstelle wurde zuletzt bis August 2025 verlängert.
Mit 1. September 2025 trat Pfarrer Martin Brüggenwerth in den wohlverdienten Ruhestand. Für sein kompetentes Wirken als Theologe und Seelsorger in Kirche und Diakonie sei ihm von der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich herzlich gedankt!
(Zl. P 1953; 371/2025 vom 12. August 2025)

Nr. 133Pfarrer Mag. Hans-Jürgen Deml

Hans-Jürgen Deml wurde am 24. September 1959 in Stuttgart als Sohn von Lore (geb. Bettauer) und Wilhelm Thaller geboren und am 1. Oktober 1959 getauft. Im Juni 1964 übersiedelte die Familie nach Freistadt im Mühlviertel, wo Hans-Jürgen Deml auch am 5. Juni 1978 die Matura am BG Freistadt „mit ausgezeichnetem Erfolg“ ablegte. 1974 wurde ihm die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen, und am 2. Juni 1974 wurde er von Pfarrer Robert Cepek in der Christuskirche in Gallneukirchen konfirmiert. Sein Konfirmationsspruch ist 1. Kor 3,11 („Einen andern Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.“)
Ab 1977 arbeitete er in Gallneukirchen ehrenamtlich in der Jugendarbeit der Pfarrgemeinde mit. Im Herbst 1978 begann er mit dem Studium der evangelischen Theologie in Wien und für drei Semester auch an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg und der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen. In Wien engagierte er sich in der Jugendarbeit der Pfarrgemeinde Wien-Landstraße. Am 1. Juli 1983 bestand er das Examen pro candidatura in Wien. Es folgten vier Jahre des weiteren Studiums und der Mitarbeit an der Predigtforschungsstelle in Heidelberg, wo ihm neben Klaus Berger und Hans Walter Wolff insbesondere Rudolf Bohren zum theologischen Lehrer geworden war.
Am 26. November 1987 schlossen er und Anja Deml in Wien den Bund der Ehe. Die Familie mit den beiden Kindern führte fortan den Namen Deml.
Hans-Jürgen Deml wurde mit 1. September 1987 Lehrvikar in der Gemeinde Wien-Landstraße und mit 1. September 1988 Lehrvikar in Wien-Favoriten-Gnadenkirche. Seine Lehrpfarrerin war Seniorin Ilse Beyer. Am 9. Juni 1989 bestand er das Examen pro ministerio und begann am 1. September 1990 sein Jahr als Pfarramtskandidat in der Pfarrgemeinde Purkersdorf. Sein Mentor war Robert Cepek, der ihn 16 Jahre davor als Pfarrer von Gallneukirchen konfirmiert hatte.
Am 14. März 1991 wurde Hans-Jürgen Deml in Purkersdorf durch Superintendent Hellmut Santer, assistiert von Seniorin Ilse Beyer, Pfarrer Wilhelm Thaler und Schwester Hildegard Iwan (Ökumenische Schwesterngemeinschaft Eichgraben), zum geistlichen Amt ordiniert. Er predigte zu Lk 14,15-24 („Das große Abendmahl“).
Zum 1. September 1991 wurde Hans-Jürgen Deml zum Pfarrer der Pfarrgemeinde Mistelbach bestellt und am 29. September 1991 in der Christuskirche in Laa an der Thaya durch Oberkirchenrat Johannes Dantine, assistiert von Seniorin Ilse Beyer und Senior Jan Pokorný (Brünn), in sein Amt eingeführt. Da die Gemeinde bis zum Jahr 2011 zur Superintendenz Wien gehörte, wurde Hans-Jürgen Deml mit übergemeindlichen Aufgaben in Wien betraut.
Am 1. September 2003 wurde er zum Senior der Superintendenz Wien gewählt und in dieses Amt am 19. Oktober 2003 in der Elisabethkirche in Mistelbach durch Senior Hansjörg Lein eingeführt. Im Superintendentialausschuss war Senior Deml zuständig für Schulen, Diakonie und Weltmission. 2004 bis 2015 war Hans-Jürgen Deml Mitglied im Vorstand des „Evangelischen Arbeitskreises für Weltmission“ und ab 2003 auch im Vorstand der Stadtdiakonie Wien.
Schon im Jahr 2000 wurde er in die Synode A.B. und damit auch in die Generalsynode gewählt. Er war stellvertretendes Mitglied im Kontrollausschuss (2007 bis 2008) und wirkte von 2000 bis 2005 im Ausschuss für Weltmission und Entwicklungszusammenarbeit und ab 2008 im Ausschuss für Diakonie und Soziale Fragen.
Seine Zeit als Pfarrer im Weinviertel war durch die Folgen der Öffnung des „Eisernen Vorhangs“, aber auch durch das Briefbombenattentat auf Maria Loley im Jahr 1995 und die „Bewegung Mitmensch“ bestimmt. Umfangreiche Renovierungsarbeiten an der Elisabethkirche kamen dazu.
Zum 1. September 2010 wurde er nach einer Sabbathzeit vom 1. Dezember 2009 bis 30. Juni 2010 und nach erfolgter Wahl durch die Gemeinde zum Pfarrer der Pfarrgemeinde Wien-Neubau/Fünfhaus bestellt und am 31. Oktober 2010 durch Superintendent Hansjörg Lein, assistiert von Rektor Michael Bubik und Pfarrer Wilhelm Thaler, in sein Amt eingeführt. Er predigte zu Mt 5,1-10.14 („Die Seligpreisungen“).
Hans-Jürgen Deml ist neben seiner Pfarrtätigkeit auch nach erfolgter Ausbildung ab April 2005 als Hakomi-Therapeut beim „Verein für körperorientierte Psychotherapie“ (www.hakomi-austria.at) tätig.
Die Räumlichkeiten der Gemeinde in der Lindengasse ließen zahlreiche Aktivitäten zusätzlich zum Gemeindeleben entstehen, wie die Initiative „Tango goes Church“, den jährlichen Friedenstag für evangelische Schüler/innen der Oberstufen, die Flohmärkte, den Musikclub der Johann-Sebastian-Bach-Musikschule und die Singgruppe „Cantiamo“. Neben all den Herausforderungen durch die Intensivierung der Zusammenarbeit in der Region Wien-Mitte mit den Gemeinden Innere Stadt, Gumpendorf und Alsergrund konnte ein mehrjähriges Projekt zur Schöpfungsverantwortung durchgeführt werden.
Aus seinem vielfältigen engagierten Wirken ging Pfarrer Hans-Jürgen Deml mit 1. September 2025 in den wohlverdienten Ruhestand. Im Namen der Kirche sei ihm für die Jahre seines Dienstes herzlich gedankt!
(Zl. P 1518; 372/2025 vom 12. August 2025)

Nr. 134Pfarrer Werner Graf

Werner Graf wurde am 9. April 1960 seinen Eltern, Ida (geb. Thurner) und Traugott Josef Graf, in Gmünd in Kärnten geboren. Gemeinsam mit seinen acht Brüdern wuchs er am Bergbauernhof „Gröchenig“ in Altersberg auf. Auf der Website der Tochtergemeinde Haid, in der Werner Graf später als Pfarrer wirkte, stellte er sich als „waschechter Bergbauernbua aus Oberkärnten“ vor. Werner Graf wurde am 1. Mai 1960 getauft und am 23. Mai 1974 im Toleranzbethaus in Trebesing konfirmiert.
Er besuchte die Volksschule in Altersberg, die Hauptschule in Seeboden und zuletzt die Bundeshandelsschule in Spittal an der Drau. Von großer Bedeutung für seine religiöse Erziehung war – wie er selbst schrieb – seine Mutter, die den neun Buben „mit Leidenschaft und Nachdruck“ den Kleinen Katechismus Martin Luthers beibrachte. Seinen Zivildienst leistete er von 1. Feber bis 30. September 1980 in den Evangelischen Anstalten der Diakonie in Waiern/Feldkirchen.
Vom 1. Oktober 1982 bis 30. September 1986 besuchte Werner Graf die Evangelische Missionsschule in Unterweissach. Diese rund 30 Kilometer nordöstlich von Stuttgart gelegene Fachschule mit kirchlicher und staatlicher Anerkennung bietet eine vierjährige Ausbildung (Berufskolleg) für Theologie, Gemeindepädagogik, Religionspädagogik und Verkündigung. Sie wird getragen von der „Bahnauer Bruderschaft“, welche 1906 im ostpreußischen Bahnau gegründet worden war und nach der Flucht eine neue Heimat in Württemberg gefunden hatte. Sie gehört heute zum Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverband. Werner Graf konnte seine Ausbildung in Unterweissach 1986 erfolgreich abschließen und absolvierte anschließend 1986 bis 1987 ein Anerkennungsjahr mit Anerkennungspraktikum in der Evangelischen Kirchengemeinde Nagold im Schwarzwald (zur Evangelischen Landeskirche in Württemberg gehörend).
Am 30. August 1987 wurde Werner Graf in Unterweissach zum Seelsorge- und Verkündigungsdienst auf der Basis der Ausbildung der Missionsschule durch den Dekan von Herrenberg, Pfarrer Dieter Eisenhardt, assistiert von Missionsinspektor Pfarrer Manfred Bittighofer (Leiter der Missionsschule) und Pfarrer Fritz Grossenbacher, eingesegnet. Als Bibelspruch wurde ihm Joh 8,12 (Jesus spricht: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“) mitgegeben.
Am 25. Juni 1988 schloss Werner Graf in Trebesing die Ehe mit Monika Brigitte (geb. Lenz).
Von 1987 bis 1989 war er Stadtjugendreferent der Evangelischen Kirchengemeinde Nagold. 1988 begann er mit der Aufbauausbildung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg mit FH-Reife, die er 1993 abschließen konnte.
Ab 1989 war Werner Graf Diözesanjugendreferent der Superintendenz A.B. Oberösterreich. Besondere Schwerpunkte waren neben der Durchführung von Veranstaltungen, die Ehren- und Hauptamtlichenausbildung, die Begleitung von Zivildienern und der Neubau des Selbstversorgerhauses Martin-Luther-Heim auf der „Gis“ bei Lichtenberg im Mühlviertel, einem der beiden Gästehäuser der Evangelischen Jugend Oberösterreich.
2019 wurde Werner Graf in das Programm für den zweiten Weg ins Pfarramt aufgenommen. Ab 1. September 2019 war er Lehrvikar bei Pfarrer Klaus-Ortwin Galter und ab 1. September 2020 Pfarramtskandidat in der Tochtergemeinde Haid (Pfarrgemeinde Traun).
Am 3. Mai 2021 legte er das Examen pro ministerio ab und wurde ab 1. September 2021 auf die Pfarrstelle der Tochtergemeinde Haid zugeteilt. Am 3. Oktober 2021 wurde Werner Graf in der Gnadenkirche Haid durch Superintendent Gerold Lehner zum geistlichen Amt und zum Dienst an Wort und Sakrament im Sinne der Evangelischen Kirche ordiniert und in sein Amt eingeführt. Assistenten waren Senior Andreas Hochmeir und Werner Grafs älterer Bruder, Pfarrer Karlheinz Graf (bis 2019 Pfarrer der Kirchengemeinde Zizishausen im Kirchenbezirk Nürtingen der Evangelischen Landeskirche in Württemberg). Pfarrer Werner Graf predigte zu 2. Kor 9,6-8 („Der Segen des Gebens“).
Mit 1. September 2025 endete die befristete Zuteilung auf die Pfarrstelle in Haid und Werner Graf trat in seinen wohlverdienten Ruhestand. Sein überaus engagiertes Wirken im Dienst des Evangeliums in Württemberg und Oberösterreich, in der Jugend und in der Gemeinde wird Früchte tragen. Es sei ihm mit dem herzlichen Dank der Kirche auch gewünscht, dass er in der Rückschau seines Lebens bestätigt finde, was er durch die Mutter einst aus Luthers Katechismus gelernt hat, nämlich dass ihn der Heilige Geist durch das Evangelium berufen und mit seinen Gaben erleuchtet hat.
(Zl. P 2397; 373/2025 vom 12. August 2025)

Nr. 135Pfarrerin Dipl.-Päd.in Mag.a Dr.in Margit Leuthold

Margit Leuthold wurde am 22. Juni 1964 in Birkenfeld (Rheinland-Pfalz) als Tochter von Margarete Leopoldine Marie (geb. Scheuter) und Dieter Gert Leuthold geboren und am 16. August 1964 in der Evangelischen Kirche Birkenfeld getauft. Konfirmiert wurde sie am 16. April 1978 im Dreifaltigkeitshaus, der Kirche der Evangelischen Kirchengemeinde Koblenz-Karthause. Ihr Konfirmationsspruch ist Psalm 118,5.
Nach dem Abitur 1983 in Koblenz begann sie mit dem Studium der evangelischen Theologie und der Pädagogik, Psychologie und Soziologie an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Am 8. März 1990 legte sie die Erste Theologische Prüfung beim Prüfungsamt der Evangelischen Kirche im Rheinland in Düsseldorf ab. Es folgte dann am 28. August 1992 die Diplomprüfung zur Diplom-Pädagogin in Erziehungswissenschaft an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und am 8. Juli 1999 ihre Promotion „magna cum laude“ zur Dr.in phil. auf Grund ihrer Dissertation „Die Logik der Praxis zum Wandel der alternativen Bildungsarbeit der grün-nahen Stiftungen in Deutschland und Österreich“.
Von 1996 bis 2002 war Margit Leuthold in der wissenschaftlichen Beratung, Mitarbeit und Leitung verschiedener inner- und außeruniversitärer Projekte unterschiedlicher Stellen vor allem im Bereich der Umweltbildung tätig. Die auf diesem Gebiet erworbenen Kompetenzen konnte sie – verbunden mit ihrer hohen Qualifikation als Pädagogin und Theologin – in Österreich bei der Konzeption und Einrichtung des Pilgerweges „Weg des Buches“, der 2008 eröffnet wurde, sehr fruchtbar einbringen.
Seit dem Jahr 2000 war sie ehrenamtliche Krankenhausseelsorgerin in Wien und erwarb 2002 das Diplom des „Wiener Lehrgangs für Krankenhausseelsorge“, welcher zu den Vorläufern der 2009 gegründeten „Klinischen Seelsorgeausbildung Österreich“ gehörte. So wurde sie ab 2002 Krankenhausseelsorgerin des Evangelischen Pfarrgemeindeverbandes A.B. Wien. Ab 1. September 2004 war Margit Leuthold Lehrvikarin in der Gemeinde Wien-Innere Stadt A.B. bei Pfarrerin Ines Knoll und ab 1. September 2006 Pfarramtskandidatin als Krankenhausseelsorgerin im AKH Wien bei Mentorin Seniorin Ulrike Frank-Schlamberger. Am 3. Mai 2007 legte sie das Examen pro ministerio ab und wurde am 24. Juni 2007 in der Lutherischen Stadtkirche Wien durch Bischof Herwig Sturm, assistiert von Pfarrerin Ines Knoll und Seniorin Ulrike Frank-Schlamberger, ordiniert. Sie predigte dabei zu Lk 10,38-42 („Maria und Marta“).
Es folgte ein Jahr der Tätigkeit als Krankenhausseelsorgerin am Krankenhaus Rudolfstiftung (heute: Klinik Landstraße) und ab 1. Oktober 2008 – vorerst im Ausmaß von 50 % – die Krankenhausseelsorge im Wiener AKH. In dieses Amt wurde sie am 7. Dezember 2008 in der römisch-katholischen Kapelle des AKH durch Superintendent Hansjörg Lein, assistiert von Seniorin Ulrike Frank-Schlamberger und Pfarrerin Johanna Uljas-Lutz, eingeführt. Margit Leuthold predigte, wie für den 2. Adventsonntag vorgeschlagen, zu Lk 21,25-33 („Vom Kommen des Menschensohns“). Zum 1. April 2009 übernahm sie zusätzlich die 25-%-Projektpfarrstelle als Krankenhausseelsorgerin im Evangelischen Krankenhaus Wien und wurde am 7. Juni 2009 durch Superintendent Hansjörg Lein, assistiert von Pfarrer Martin Bolz und Pfarrerin Claudia Schröder, in dieses Amt eingeführt. Ab 1. Jänner 2013 war Margit Leuthold zusätzlich in der Klinischen Seelsorgeausbildung tätig und hat selbst Weiterbildungsmöglichkeiten wahrgenommen, unter anderem 2003 für Projektmanagement und 2015 den Universitätslehrgang „Supervision und Coaching“. Von 1. September 2014 bis 1. September 2016 war sie zu je 50 % im AKH und im Evangelischen Krankenhaus Wien tätig.
Als ein Höhepunkt ihres Wirkens als Krankenhausseelsorgerin und Vorstandsvorsitzende der „Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Krankenhaus- und Geriatrieseelsorge in Österreich“ von 2012 bis 2019 sei der Studientag der Generalsynode am 10. Dezember 2014 in St. Pölten genannt, dessen Ergebnisse den hohen Qualitätsstandard der Krankenhausseelsorge unterstrichen. Eine Folge dieses Studientages war die Durchführung des Projekts „Seelsorge 2020“, welches alle Seelsorgebereiche der Kirche umfasste. Margit Leuthold war dafür als Projektmanagerin beauftragt und ihre Stelle im AKH deshalb vom 1. September 2016 bis zum 31. August 2019 ruhend gestellt.
Zum 1. September 2019 wurde Margit Leuthold Gemeindepfarrerin in Wien-Liesing, wo sie als Karenzvertreterin befristet bis 31. August 2020 bestellt wurde. Am 15. September 2019 erfolgte ihre Amtseinführung durch Superintendent Matthias Geist, assistiert von Pfarrer Arno Preis und Pfarrerin Katja Wahler-Bachl. Am 21. Juni 2020 wurde der Abschiedsgottesdienst in Wien-Liesing gefeiert und am 28. Juni 2020 der Abschiedsgottesdienst als Krankenhauspfarrerin am AKH.
Von 1. September 2020 bis 31. August 2022 war sie dann Pfarrerin der Evangelischen Kirche H.B. in der Evangelischen Pfarrgemeinde A.u.H.B. Feldkirch. Ihre Amtseinführung in Feldkirch erfolgte am 10. Oktober 2020 durch Landessuperintendent Thomas Hennefeld, assistiert von Oberkirchenrat Michael Meyer, Pfarrerin Barbara Wedam und Pfarrerin Sabine Gritzner-Stoffers. Margit Leuthold predigte zu Psalm 100. Zum 12. Oktober 2021 wurde sie zusätzlich zur Militärpfarrerin im Nebenamt bestellt.
Mit 1. Dezember 2022 erfolgte ihre Zuteilung auf die Pfarrstelle der Pfarrgemeinde in Lienz. Am 4. Dezember 2022 wurde sie in der Martin-Luther-Kirche durch Superintendent Manfred Sauer, assistiert von Pfarrerin Ines Knoll und Seniorin Dagmar Wagner-Rauca, in ihr Amt eingeführt. Sie predigte zu Hld 2,8-13.
Die ursprünglich befristete Zuteilung wurde zuletzt bis zu ihrem Pensionsantritt verlängert und nach dem Entpflichtungs- und Verabschiedungsgottesdienst am 31. August 2025 trat Margit Leuthold am 1. September 2025 in ihren wohlverdienten Ruhestand. Für ihr kompetentes und vielfältiges Wirken in Seelsorge und Gemeinde, in Pädagogik und Theologie dankt ihr die Evangelische Kirche herzlich!
(Zl. P 2224; 374/2025 vom 12. August 2025)

Nr. 136Pfarrerin Mag.a Gabriele Susanne Neubacher

Gabriele Susanne Neubacher wurde am 22. November 1960 in Linz als Tochter von Christine (geb. Spatny) und Ing. Richard Wenninger geboren. Am 12. Dezember 1960 wurde sie in Linz durch Senior Hubert Taferner getauft und am 27. April 1975 in der Martin-Luther-Kirche in Linz durch Pfarrer Arthur Dietrich konfirmiert. Ihr Konfirmationsspruch ist Röm 12,12 („Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, haltet an im Gebet.“)
Am 12. Juni 1979 maturierte sie mit „ausgezeichnetem Erfolg“ am BG/BRG Linz Körnerstraße. In ihrem Lebenslauf schrieb sie, dass sie durch die Begegnung mit Mitarbeitenden von Schloss Klaus aus dem Kreis der „Fackelträger“ angeregt wurde, Theologie zu studieren. Ab 1979 studierte sie an der Evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Wien. Das Wintersemester 1981/82 verbrachte sie in Erlangen. Am 29. Juni 1984 bestand sie das Examen pro candidatura. Schon während des Studiums war sie ehrenamtlich in der Jugendarbeit der Pfarrgemeinde Wien-Neubau/Fünfhaus engagiert.
Am 6. Oktober 1984 heirateten Gabriele Susanne Wenninger und Friedrich („Fritz“) Neubacher in St. Georgen im Attergau. Fritz Neubacher ergriff ebenfalls den Pfarrberuf und war viele Jahre Rektor im „Werk für Evangelisation und Gemeindeaufbau“. Den beiden wurden drei Töchter geboren.
Ab 1. November 1984 war Gabriele Neubacher Lehrvikarin in der Gemeinde Salzburg-Christuskirche. Ihr Lehrpfarrer war Pfarrer Walter Jüttner. Im zweiten Jahr war sie Vikarin bei Senior Wolfgang Del Negro in der Gemeinde Hallein. Von Hallein kam sie mit 1. September 1986 als Vikarin zur weiteren Dienstleistung nach Graz in die Gemeinde am rechten Murufer (Kreuzkirche). Am 22. Oktober 1986 bestand sie das Examen pro ministerio und wurde am 21. Juni 1987 in der Grazer Kreuzkirche von Bischof Dieter Knall, assistiert von Dekan Univ.-Prof. Dr. Georg Sauer und Pfarrer Herbert Rampler, zum geistlichen Amt ordiniert.
Ab 1. September 1991 war sie als Vertragslehrerin des Bundes im evangelischen Religionsunterricht tätig.
Mit 18. August 1999 beschloss die Tochtergemeinde Sierning (Pfarrgemeinde Neukematen), Gabriele Neubacher als Pfarrerin auf die 50-%-Projektpfarrstelle zu berufen. In dieses Amt wurde Gabriele Neubacher am 19. September 1999 durch Superintendent Hansjörg Eichmeyer, assistiert von Pfarrer Friedrich Lages, Kurator Gerhard Wächter und Elisabeth Kugler, eingeführt. Pfarrerin Neubacher predigte dabei über ihren Konfirmationsspruch. Diese Projektpfarrstelle wurde bis 31. August 2012 mehrmals verlängert.
Zum 1. September 2012 wurde sie nach Abstimmung durch die Gemeindevertretung zur Pfarrerin der Gemeinde Attersee bestellt und am 30. September 2012 durch Superintendent Gerold Lehner, assistiert von Oberkirchenrätin Hannelore Reiner und Pfarrer Siegfried Oberlerchner, in der evangelischen Martinskirche von Attersee in ihr Amt eingeführt. Dabei predigte sie zu Joh 15,1-8 („Der wahre Weinstock“). Die Vielfalt der Gottesdienste war ihr ein besonderes Anliegen. Die Prägung der Gemeinde Attersee und der Tochtergemeinde Mondsee durch den Tourismus nahm sie aufmerksam wahr, etwa durch die Mitverantwortung und Mitwirkung bei den wöchentlichen ökumenischen Morgenandachten am öffentlichen Badeplatz in Neustift.
2019 wurde sie in die Synode A.B. und Generalsynode gewählt und wurde Mitglied in der Ausbildungskommission der Generalsynode. 2021 wurde Gabriele Neubacher zur ersten Vizepräsidentin der Synode A.B. gewählt. Ihre Wiederwahl erfolgte im Rahmen der Konstituierung der Synode A.B. im Juni 2024.
Nach dem Entpflichtungsgottesdienst am 29. Juni 2025 trat Pfarrerin Gabriele Neubacher zum 1. September 2025 ihren wohlverdienten Ruhestand an. Im Namen der Evangelischen Kirche sei ihr für den neuen Lebensabschnitt alles Gute und Gottes Segen gewünscht und für ihr engagiertes Wirken als Pfarrerin im Dienst des Evangeliums herzlich gedankt!
(Zl. P 1590; 375/2025 vom 12. August 2025)

Nr. 137Pfarrer Mag. Johann Erich Pitters

Johann („Hannes“) Erich Pitters wurde am 10. April 1960 in Agnetheln, Kreis Hermannstadt/Sibiu in Siebenbürgen (Rumänien) geboren. Seine Eltern waren Helga (geb. Rehner) und Pfarrer Hermann Dankwart Pitters. Johann Erich Pitters wurde am 15. Mai 1960 in der evangelischen Kirche in Zied (heute Gemeindeverband Agnetheln) von seinem Vater getauft. Im selben Jahr übersiedelte die Familie nach Hermannstadt, wo der Vater zuerst als Dozent, ab 1978 als Professor für Kirchengeschichte und von 1986 bis zu seiner Emeritierung 1998 als Dekan des Instituts für Protestantische Theologie der Lucian-Blaga-Universität in Hermanstadt/Sibiu tätig war. Johann Pitters wurde durch den damaligen Hermannstädter Stadtpfarrer und späteren Bischof Christoph Klein am 19. Mai 1974 in der Stadtpfarrkirche Hermannstadt konfirmiert. Sein Konfirmationsspruch ist 1. Kor 16,13 („Wachet, steht im Glauben, seid mutig und seid stark!“)
Von 1967 bis 1975 besuchte Johann Pitters die deutsche Allgemeinschule und in weiterer Folge das „Brukenthal-Lyzeum“ für Mathematik und Physik in Hermannstadt, wo er am 2. Juli 1979 das Abitur ablegte. Nach dem Militärdienst begann er mit dem Studium der evangelischen Theologie am Protestantisch-Theologischen Institut in Klausenburg/Cluj/Napoca. Wie er selbst schrieb, war das Theologiestudium und der kirchliche Dienst damals in Rumänien eine der wenigen Möglichkeiten, den Zwängen und Ansprüchen des totalitären Regimes zu entfliehen. Am 15. Oktober 1984 erwarb er das Diplom über die theologische Lizentiatenprüfung in Klausenburg. Dieser Abschluss wurde dann am 20. Jänner 1993 in Wien nostrifiziert und Johannes Pitters damit zum „Mag. theol.“
Schon während des Studiums schlossen er und Gudrun (geb. Petrascu-Lazar) am 4. März 1982 die Ehe. Den beiden wurde eine Tochter geboren.
Ab Herbst 1984 absolvierte er sein einjähriges Lehrvikariat in der Gemeinde Eibesdorf bei Mediasch und bestand am 9. August 1985 die Pfarramtsprüfung mit gutem Erfolg. Am 11. September 1985 wurde Johann Pitters in Hermannstadt durch Bischof D. Albert Klein, assistiert von Stadtpfarrer Lother Schullerus und Pfarrer Frieder Stein, zum geistlichen Amt ordiniert und zum Pfarrdienst in der Gemeinde Schaas/Şaeş/Segesd bei Schäßburg/Sighişoara ausgesendet. Es war ihm ein Anliegen, das traditionsreiche Erbe der siebenbürgischen Volkskirche zu bewahren und gleichzeitig dem Gemeindeleben neue Impulse zu geben.
Im Herbst 1992, ein Jahr nach seinem um vier Jahre älteren Bruder Pfarrer Thomas Pitters (Linz bzw. Diakoniewerk Gallneukirchen), zog Johann Pitters mit der Familie nach Österreich und trat in den Dienst der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich. So wurde er vorerst befristet am 1. Oktober 1992 der Pfarrgemeinde Wien-Donaustadt zugeteilt. Nach positiver Entscheidung in der Gemeindevertretung wurde er am 1. November 1993 zum amtsführenden Pfarrer bestellt und am 12. Dezember 1993 durch Superintendent Werner Horn, assistiert von Oberkirchenrat i.R. Hans Grössing, Pfarrer Gerhard Hoffleit, Kuratorstellvertreter Dipl.-Ing. Herwig Beck und Lektor Ing. Roland Weng, in der Donaustädter Bekenntniskirche in sein Amt eingeführt. Pfarrer Pitters predigte zu Röm 15,4-13 („Von den Schwachen und Starken im Glauben“).
Mit 1. September 2004 wurde Johann Pitters nach Wahl durch die Gemeindeversammlung zum amtsführenden Pfarrer der Pfarrgemeinde Traun bestellt. Die Amtseinführung durch Superintendent Hansjörg Eichmeyer, assistiert von Pfarrerin Andrea Oechslen und Pfarrer Thomas Pitters, wurde am 5. Dezember 2004 gefeiert. Die Predigt von Pfarrer Pitters war zu Jak 5,7f.
Mit 1. September 2018 wurde Johannes Pitters zum amtsführenden Pfarrer der Pfarrgemeinde Wien-Leopoldstadt und Brigittenau bestellt. Die Amtseinführung erfolgte am 14. Oktober 2018 in der Verklärungskirche am Tabor durch Superintendent Hansjörg Lein. Ihm assistierten seine Amtskollegin am Tabor, Pfarrerin Ursula Arnold und sein Bruder, Pfarrer Thomas Pitters. Johann Pitters predigte passend zum Namen der Verklärungskirche zu Mt 17,1-9 („Die Verklärung Jesu“).
Johann Pitters ist vor 40 Jahren als einer von 13 angehenden Pfarrern in der Kirche Siebenbürgens ordiniert worden. Von 19. bis 22. Juni 2025 kamen alle in Hermannstadt zusammen, um das Jubiläum ihrer Ordination feierlich zu begehen. Ebenso lange war Johann Pitters Pfarrer in der evangelischen Kirche in Siebenbürgen und in Österreich. Mit 1. September 2025 trat er in den wohlverdienten Ruhestand. Für seinen langjährigen und hingebungsvollen Dienst sei ihm im Namen der Evangelischen Kirche von Herzen gedankt!
(Zl. P 1932; 376/2025 vom 12. August 2025)

Nr. 138Pfarrer OStR Dr. Michael Wolf

Michael Wolf wurde am 3. April 1960 in Karlsruhe als Sohn von Johanna (geb. Vollmer) und Otto Wolf geboren. Am 8. Mai 1960 wurde er in der Johanneskirche in Ettlingen getauft und am 31. März 1974 in der Johanneskirche in Rastatt konfirmiert.
Er besuchte das Wirtschaftsgymnasium der Wilhelm-Röpke-Schule in Ettlingen, wo er am 1. Juni 1981 das Abitur ablegte. Während der Schulzeit ist sein Entschluss gereift, evangelische Theologie zu studieren. In seinem Lebenslauf schrieb Michael Wolf: „Der Religionsunterricht am Gymnasium … weckte früh mein Interesse an Religion. Nach der Konfirmandenzeit wuchs ich langsam in die kirchliche Jugendarbeit in meiner Heimatgemeinde hinein, bis ich selbst Jugendgruppen leitete. Diese Arbeit und lange Gespräche mit dem damaligen Gemeindepfarrer Dr. M[ichael] Lipps weckte mein Interesse an der Theologie.“ So begann er im Wintersemester 1981 mit dem Studium der evangelischen Theologie an der Kirchlichen Hochschule in Bethel/Bielefeld, setzte es an der Philipps-Universität Marburg und danach an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg fort. In Marburg und Heidelberg war er als wissenschaftliche Hilfskraft für das Fach „Neues Testament“ angestellt.
Während des Studiums schlossen er und Heike (geb. Görner), die ebenfalls den Pfarrberuf ergreifen sollte, am 26. Juli 1985 den Bund der Ehe. Den beiden wurden zwei Töchter geboren.
Am 24. Juni 1988 legte Michael Wolf das Erste Theologische Examen bei der Evangelischen Landeskirche in Baden (Karlsruhe) ab. Es folgte ein einjähriger Einsatz als Akkordarbeiter im Schichtdienst in einer metallverarbeitenden Fabrik (Landis & Gyr) in Rastatt und das Lehrvikariat in Wehr, nahe der Grenze zur Schweiz ganz im Süden von Baden-Württemberg gelegen. Am 19. März 1991 folgte das Zweite Theologische Examen der Evangelischen Landeskirche in Baden in Karlsruhe.
Ab 24. April 1991 absolvierte Michael Wolf ein Pfarrvikariat im Sonderdienst in der Pfarrgemeinde Wien-Gumpendorf. Den Entschluss, in Österreich zu bleiben, realisierte er durch die Nostrifizierung seines Universitätsabschlusses am 8. April 1992 und seinen mit 1. Juli 1992 erfolgten Eintritt in ein (zunächst provisorisches) Dienstverhältnis zur Evangelischen Kirche A.B. in Österreich. Am 7. Juni 2002 wurde ihm die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen.
Zum 1. September 1992 wurde er als Vikar der Gemeinde Wien-Favoriten-Christuskirche zugeteilt. Am 18. April 1993, dem Sonntag Quasimodogeniti, erfolgte die Ordination zum geistlichen Amt, die Superintendent Werner Horn, assistiert von Pfarrer Erwin Neumann und Pfarrer Johannes Wittich, in der Favoritner Christuskirche durchführte. Michael Wolf predigte zu Joh 21, 1-14 („Der Auferstandene am See von Tiberias“).
Mit 1. Oktober 1993 wurde er zum amtsführenden Pfarrer der Gemeinde Wien-Favoriten-Christuskirche bestellt und am 14. November 1993 durch Superintendent Werner Horn, assistiert von Pfarrer Beowulf Moser, Fachinspektorin Pfarrerin Christine Hubka, Pfarrerin im Schuldienst Heike Wolf, Kurator Franz Janota und Presbyterin Renate Klein in sein Amt eingeführt. Pfarrer Wolf predigte zu Lk 11,14-23 (“Jesus und die Dämonen“). Er blieb bis zu seiner Pensionierung Pfarrer auf dieser Stelle in Favoriten.
Die 1858 nach Plänen von Theophil Hansen erbaute Kirche – ursprünglich die Friedhofskirche für den im selben Jahr eröffneten evangelischen Friedhof – ist ein besonderes Baujuwel mit Bedeutung über den Bezirk Favoriten hinaus. Beides – Kirche und Friedhof – fanden Michael Wolfs große Aufmerksamkeit und hingebungsvolles Interesse. Die Kirche benötigte immer wieder Renovierungsarbeiten, die in der Generalsanierung 1996 bis 2001 einen Höhepunkt fanden. So konnte das schöne Gebäude nicht nur für das vielfältige Gemeindeleben genutzt, sondern für zahlreiche Veranstaltungen über die Gemeinde hinaus geöffnet werden.
Der Friedhof diente in der Arbeit von Pfarrer Wolf als besonderer Ort zum Gedenken an zahlreiche prominente Evangelische und zum Bedenken der eigenen begrenzten Existenz. Diesem für seine Gemeinde einmaligem Aspekt widmete sich Michael Wolf in seinem Doktoratsstudium, das er am 2. März 2011 „mit Auszeichnung bestanden“ und mit der Dissertation zum Thema: „Friedhofspädagogik. Eine Untersuchung im Kontext der Fragen nach erfülltem Leben, Tod und Ewigkeit“ abgeschlossen hat. Schon ein Jahr nach seinem Amtsantritt wurde er am 1. Juni 1994 zum Obmann des Wiener Friedhofsausschusses der Evangelischen Pfarrgemeinden A.B. und H.B. gewählt.
Im Jahr 2005 wurde Michael Wolf Lehrpfarrer und am 25. November 2006 als Senior der Superintendenz Wien zuständig für die Jugendarbeit, die Krankenhaus- und Gefängnisseelsorge, die Ökumene und – naheliegend – die Friedhöfe.
Ab 1999 zog es ihn im Sommer zum Dienst als Kurpastor bzw. Urlaubsseelsorger auf die ostfriesischen Inseln Juist oder Langeoog.
Michael Wolf war mit mehreren Wiederbestellungen länger als 30 Jahre Pfarrer an der Christuskirche in Favoriten. Ebenso lange war er als Lehrer im Religionsunterricht tätig. Dafür wurde er von der Bildungsdirektion Wien am 18. Jänner 2022 zum Oberstudienrat ernannt.
Zum 1. September 2025 trat Michael Wolf nach seinem langen und erfüllten Wirken als Pfarrer in den wohlverdienten Ruhestand. Seine Evangelische Kirche A.B. in Österreich dankt ihm herzlich für sein Wirken und wünscht für den neuen Lebensabschnitt Gottes reichen Segen!
(Zl. P 1980; 377/2025 vom 12. August 2025)

Todesfälle

Nr. 139Pfarrer i.R. Mag. Eckhard Fandrey

Der Herr über Leben und Tod hat Herrn
Pfarrer i.R. Mag. Eckhard Fandrey
geboren am 3. September 1955 in Krummendeich, Kreis Stade/Niedersachsen, am Dienstag, den 5. August 2025, im 70. Lebensjahr zu sich in die Ewigkeit berufen.
Für seinen Dienst in unserer Kirche danken wir Gott und drücken seiner Familie unsere Anteilnahme aus. Die Würdigung des Lebens und Wirkens des Verstorbenen findet sich im Amtsblatt 2013 auf Seite 80 anlässlich seines Übertritts in den Ruhestand.
(Zl. P 1650; 369/2025 vom 12. August 2025)

Nr. 140Pfarrer i.R. Mag. Horst-Ernst Radler

Der Herr über Leben und Tod hat Herrn
Pfarrer i.R. Mag. Horst-Ernst Radler
geboren am 22. Jänner 1940 in Schäßburg, Siebenbürgen, am Donnerstag, den 19. Juni 2025, im 86. Lebensjahr zu sich in die Ewigkeit berufen.
Für seinen Dienst in unserer Kirche danken wir Gott und drücken seiner Familie unsere Anteilnahme aus.
(Zl. P 1593; 273/2025 vom 24. Juni 2025)

Mitteilungen

Nr. 141Kollektenaufruf für den 10. Sonntag nach Trinitatis, 25. August 2025: Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

Das höchste Gebot ist das: „Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all deiner Kraft“ (5. Mose 6,4-5). Der vorgeschlagene Predigttext, Markus 12, 28-34, verbindet den untrennbaren Zusammenhang von Gottesliebe und Nächstenliebe, den Kern jüdischer und christlicher Ethik. Das Schma Israel, das Jesus zitiert, führt ins Zentrum jüdischen Glaubens, dem Grundbekenntnis von Jüdinnen und Juden bis heute. Die Aussagen des Schma Israel können auch für Christ/inn/en zum Leuchten gebracht werden, ohne sie christlich zu vereinnahmen. Der heutige 10. Sonntag nach Trinitatis will in besonderer Weise an die immerwährende Treue Gottes erinnern und uns an Quelle und Wurzel unseres Bekenntnisses zu Jesus Christus.
Dieses verbindliche Thema aufzugreifen, mit gestalterischen Mitteln den Motiven des Sonntags, der der christlich-jüdischen Zusammenarbeit gewidmet ist, nahezukommen und eine respektvolle Bezugnahme auf das lebendige Judentum zu leisten, ist die Chance dieses Sonntags.
Die Kollekte des Sonntags ist für die Arbeit des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit bestimmt. Über die dialogbezogenen Bemühungen dieses Vereins informiert ausführlich die Website: https://christenundjuden.org. Besonders hingewiesen sei auf die interkulturellen Bildungsangebote sowie auf die Vermittlung von Referent/inn/en zu verschiedenen Themen für Pfarrgemeinden. Kostenlose Arbeitshilfen zur Gestaltung des Gottesdienstes finden Sie unter: https://arbeitshilfe-christen-juden.de/themen/israelsonntag.
Mag. Thomas Hennefeld
Landessuperintendent
(Zl. WI-KOL11-002616/2025)

Nr. 142Kollektenaufruf für den 12. Sonntag nach Trinitatis, 7. September 2025: Brot für die Welt

Die Potenziale von Menschen erkennen und fördern. Dieses Ziel verfolgt das Star Mountain Rehabilitation Center seit mehr als dreißig Jahren. Vom Kindergarten bis zum Berufseinstieg werden Menschen mit intellektuellen Behinderungen hier betreut. Brot für die Welt arbeitet seit vielen Jahren eng mit der Organisation zusammen.
Das Förderprogramm ist vielfältig und abgestimmt auf Alter, Interessen und Fähigkeiten. Es gibt einen integrativen Kindergarten, eine Förderschule und Berufsschule. Nach Abschluss der Ausbildung werden die jungen Erwachsenen durch die Vermittlung von Arbeitsplätzen, innerhalb oder außerhalb des Zentrums, unterstützt.
Zudem wird Bewusstsein für das Recht auf Arbeit geschaffen, sowohl in den Gemeinden als auch bei lokalen Entscheidungsträger/inne/n. Denn Vorurteile und Diskriminierungen gegenüber Menschen mit intellektuellen Behinderungen sind noch immer große Hindernisse auf dem Weg zur Inklusion.
Ein selbstbestimmtes Leben!
„Nachdem ich das Training im Star Mountain Center absolviert habe, begann ich hier in der Fabrik zu arbeiten. Jetzt kann ich mich selbst versorgen, ich bekomme ein Gehalt, das ich sparen werde, um ein Auto zu kaufen und zu heiraten!“, berichtet Waseem S., ein freundlicher und heiterer junger Mann, über seine Zukunftspläne.
Mit Ihrer Kollekte unterstützen Sie junge Menschen mit Behinderungen dabei, ihren Weg zu finden, an der Gesellschaft teilzuhaben – und ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben zu führen! Vielen herzlichen Dank!
Informationen zu diesem Inklusions-Projekt in Palästina sowie Anzeigen-Sujets für die Gemeindezeitung stehen unter https://brot-fuer-die-welt.at/herbstaufruf zum Download zur Verfügung.
(Zl. WI-KOL20-002539/2025)

Nr. 143Kollektenaufruf für das Erntedankfest: Diakonie Österreich

Zwei Initiativen, die ein sicheres Umfeld für Kinder schaffen: Kirche und Diakonie bitten heuer zum Erntedankfest, diese Projekte der Diakonie zu unterstützen.
Schuljause: Lernen mit leerem Bauch? – Geht nicht!
900 Kinder versorgt die Stadtdiakonie Wien jeden Tag mit einer gesunden Jause. Die Initiative „Lernen mit leerem Bauch? – Geht nicht!“ gibt es schon in 8 Pflichtschulen in Wien. Die meisten Kinder dieser Schulen stammen aus einkommensarmen Haushalten. Unabhängig von der Geldbörse ihrer Familien erhalten sie eine ausgewogene Jause und üben ganz nebenbei den Umgang mit Lebensmitteln.
Lehrer/innen berichten über weniger Konflikte – außerdem bereite das gemeinsame Zubereiten und Jausenritual den Kindern Freude! Die Nachfrage ist groß und mehrere Schulen stehen auf der Warteliste.
Ein Stück Normalität für wohnungslose Kinder
Ein Notquartier der Johanniter Wien für wohnungslose Familien mit Kindern soll mehr als nur eine Unterkunft sein: In einem neuen Lern- und Sozialraum sollen Kinder in geschützter Atmosphäre lernen, lesen und spielen können.
Für die von Wohnungslosigkeit betroffenen Eltern bedeutet der Raum eine dringend benötigte Entlastung. Die Kinder finden einen sicheren Ort, an dem sie ihre schwierige Situation vergessen und sich auf ihre Aufgaben und Interessen konzentrieren können. Mit Spenden werden Möbel, Bücherregale, Lehrmaterialien und ehrenamtliche Betreuung ermöglicht.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die diese Initiativen für Kinder unterstützen und bei der Kollekte zum Erntedankfest großzügig geben.
(Zl. WI-KOL08-002527/2025)

Nr. 144Kollektenaufruf für das Reformationsfest 2025: Gustav-Adolf-Verein

Die Kollekte dient der Arbeit des Gustav-Adolf-Vereins, womit schwerpunktmäßig folgendes Projekt unterstützt wird: Evangelische Pfarrgemeinde A.B. Gols
Liebe Gottesdienstbesucher/innen am Reformationstag!
Wir sind dankbar und freuen uns sehr, dass wir die Reformationskollekte 2025 durch den Gustav-Adolf-Verein zugesprochen bekommen haben. Diese finanziellen Mittel werden wesentlich zur Generalsanierung unseres Pfarrhauses beitragen.
Das Evangelische Pfarrhaus in Gols wurde im Jahr 1962 erbaut. Im Erdgeschoß befindet sich das Pfarramt, im Obergeschoß die Pfarrwohnung. Da das Haus in den letzten 60 Jahren nur geringfügig renoviert wurde, war nun eine Generalsanierung unumgänglich. Vom Dach bis zum Keller, von Elektrik über Heizung bis hin zu Fenster und Türen wird alles saniert. Zudem erhält das Haus eine nachhaltige und umfassende Wärmedämmung, eine Photovoltaikanlage sowie eine Fußbodenheizung mit Wärmepumpe. Durch eine Rampe und einen Treppenlift wird ein barrierefreier Zugang in die Amtsräume geschaffen.
Um alle diese Maßnahmen umsetzen zu können, sind wir auch auf Ihre Unterstützung angewiesen. Ihre Kollekte am Reformationstag wäre eine unschätzbar große Hilfe!
Wir danken Ihnen von Herzen bereits im Voraus dafür, dass Sie mit Ihrer Gabe den evangelischen Glauben und das evangelische Leben in unserer Pfarrgemeinde tatkräftig unterstützen!
Pfarrerinnen Mag.a Ingrid Tschank und Mag.a Iris Haidvogel
Kurator Lucas Wendelin
(Zl.WI-KOL07-002570/2025)

Nr. 145Norwegische Evangelische Gemeinde A.B. in Österreich – Neue Postanschrift

Die neue Postanschrift der Norwegischen Evangelischen Gemeinde A.B. in Österreich lautet ab 1. September 2025:
Norwegische Evangelische Gemeinde A.B. in Österreich
Erdbergstraße 222A
1110 Wien
(Zl. GD-IGD11-002617/2025)

Nr. 146Salzburg International Christian Church - SICC – Neue Adresse

Die neue Anschrift der Salzburg International Christian Church lautet:
Salzburg International Christian Church
Johannes-Filzer-Straße 8/18
5020 Salzburg
(Zl. GD-IGD09-002631/2025)

Nr. 147Kollektenergebnisse 2023

Die Kollektenergebnisse der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich für das Jahr 2023 wurden veröffentlicht unter:
(Zl. WI-KOL01-002718/2025)

Nr. 148Kollektenergebnisse 2024

Die Kollektenergebnisse der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich für das Jahr 2024 wurden veröffentlicht unter:
(Zl. WI-KOL01-002719/2025)
Terminevidenz regionaler und überregionaler Veranstaltungen
Um die Planung von Veranstaltungen zu erleichtern und um Terminkollisionen möglichst zu vermeiden, ist beim Presseamt der Evangelischen Kirche eine zentrale Terminevidenz eingerichtet. Alle regionalen und überregionalen Veranstaltungen wie Gemeindetage, Pfarrkonferenzen, Superintendentialversammlungen und dgl. – auch solche, die mehr für den kircheninternen Bereich gelten – sind dem Presseamt mitzuteilen. Ebenso kann telefonisch, per Fax oder über Internet abgefragt werden, ob an einem bestimmten Tag bereits Veranstaltungen geplant sind.
Das Amtsblatt wolle genau gelesen werden – Erlagscheine mit Verwendungszweck versehen – Geschäftsstücke ausnahmslos im Dienstweg vorlegen – Behandlung mehrerer Angelegenheiten in einem Geschäftsstück ist unzulässig – In Antworten Geschäftszahl (Beitragskontonummer) anführen – Fristen beachten (Kollekten-Ablieferung, Vorlage der Rechnungsabschlüsse, Seelenstandsbericht usw.)
Wir ersuchen alle Glaubensgeschwister, ihnen bekanntwerdende Zu- und Wegzüge, Geburten, Trauungen und Todesfälle evangelischer Glaubensgeschwister dem Pfarramt mitzuteilen.
Medieninhaber: Evangelische Kirche A.u.H.B. in Österreich
Presserechtlich für den Inhalt verantwortlich: Bischof Mag. Michael Chalupka
Adresse: Severin-Schreiber-Gasse 3, 1180 Wien – Telefon: +43 59 1517 00 – E-Mail: office@evang.at
Erscheint in digitaler Form auf https://kirchenrecht.at/